Kondensatoren Tacho T4

#8061126
Lesenswert?

Hallo Gemeinde

Danke für die Aufnahme im Forum. Ich habe hier einen Tacho aus einem T4 Bus,die Hintergrundbeleuchtung des MFA Displays ist defekt. Die Übeltäter sind auch ausgemacht,siehe Bild,der 1. Bezeichnung 104K 1075 Maße 3,2mm lang 2,7mm breit,der 2. Bezeichnung 103K 0514 Maße 3,2mm lang, 2,7mm breit,und der 3. Bezeichnung 476A M52ZY Maße 7,1mm lang, 4,4mm breit. Habe die gleichen Teile aus einem funktionierenden Tacho getestet,da geht alles wieder,passiert wohl bei den Tacho öfters nach den Jahren. Kann mir da jemand die richtigen verlinken,ich finde keinen Ersatz 🥺

LG

Angehängte Dateien:
Beitrag #8061357 wurde vom Autor gelöscht.
(Firma: nix) #8061367
Lesenswert?

Robby schrieb:

Der 103K hat 0,0 und der 104K hat 0,7 und beide haben Durchgang,der 476A hat 122,8 ohm und keinen Durchgang,hier ist ein Widerstand von 739 wenn ich das richtig gemessen habe.

Dann sind beide Spulen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit völlig in Ordnung.

Der Elko (476A) kann durch die äußere Beschaltung durchaus auch die 122 Ohm anzeigen, sowas kann man fast nur im ausgebauten Zustand wirklich messen. Doch wenn der Tacho keine Beleuchtung hat (sicher mit LEDs) würde ich den Elko als Letztes in Verdacht haben.

Old-Papa

#8061372
Lesenswert?

Old P. schrieb:

Robby schrieb:

Der 103K hat 0,0 und der 104K hat 0,7 und beide haben Durchgang,der 476A hat 122,8 ohm und keinen Durchgang,hier ist ein Widerstand von 739 wenn ich das richtig gemessen habe.

Dann sind beide Spulen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit völlig in Ordnung. Der Elko (476A) kann durch die äußere Beschaltung durchaus auch die 122 Ohm anzeigen, sowas kann man fast nur im ausgebauten Zustand wirklich messen. Doch wenn der Tacho keine Beleuchtung hat (sicher mit LEDs) würde ich den Elko als Letztes in Verdacht haben. Old-Papa

Die Beleuchtung sind SMD und sie haben ganz fein noch Rot geblinkt,sah aus,als wenn die Spannung zusammen bricht,immer und immer wieder.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8061373 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #8061407
Lesenswert?

Robby schrieb:

Nass?

Sie enthalten flüssigen Elektrolyt, und trocken deshalb gerne nach Jahren aus.

Äh nein,denn die Beleuchtung funktioniert ja wieder nach dem Tausch der 3 Bauteile von einem funktionierenden Tachos gleichen Modelles.

Und die ausgelöteten Bauteile konnten als defekt identifiert werden?

Gast #8061411
Lesenswert?

Robby schrieb:

Da der Tacho jetzt wieder geht,denke ja,ob es jetzt alle 3 sind,weiß ich nicht.

Und nach Rücktausch geht er wieder nicht? Es kann ja auch einfach ein Wackelkontakt gewesen sein.

Aber ich habe noch 2 weitere Tachos vom gleichen Typ hier,da ist jeweils der 104k defekt und bei dem anderen der 103K.

Wie festgestellt?

#8061412
Lesenswert?

Richtig,das hab ich allerdings nur bei den anderen beiden probiert,bei dem jetzt hier noch nicht, da hab ich alle 3 Proforma getauscht,die vermeintlich defekten einzeln wieder einzulöten,dazu bin ich gestern nicht mehr gekommen.

: Bearbeitet durch User
#8061423
Lesenswert?

Robby schrieb:

Aber ich habe noch 2 weitere Tachos vom gleichen Typ hier,da ist jeweils der 104k defekt und bei dem anderen der 103K.

Hmm, dass diese Induktivitäten derart reihenweise kaputtgehen finde ich ungewöhnlich. Natürlich kann so ne Induktivität mit der Zeit mal kaputt gehen, vor allem in thermisch fordernder Umgebung, aber dass das so oft passieren soll wundert mich dann doch.

Wenn da mit denen wirklich was faul sein sollte: könnte es vielleicht die Lötstelle sein die mit der Zeit schlecht wird? Dann würde es helfen die einfach einmal nachzulöten (oder aus und wieder ein, z.B. zum Durchmessen der Induktivität) damit sie wieder funktionieren.

Bei den Tantalkondensatoren ist es dagegen völlig zu erwarten dass die nach einigen Jahren Betrieb eine sehr deutlich erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit haben.

#8061438
Lesenswert?

Defekte Elkos haben üblicherweise wegen Austrocknung ihre Kapazität verloren. Tropfenförmige Tantalkondensatoren haben bei alten Tektronixgeräten oft Kurzschluss. Weiß jemand, ob es bei SMD-Tantalkondensatoren einen typischen Ausfallgrund gibt? Immer noch Kurzschluss? Austrocknen können die ja nicht.

Gast #8061451
Lesenswert?

Gerd E. schrieb:

Wolf17 schrieb:

Weiß jemand, ob es bei SMD-Tantalkondensatoren einen typischen Ausfallgrund gibt? Immer noch Kurzschluss? Austrocknen können die ja nicht.

Doch, die trockenen aus. Da ist ein Polymer zwischen den Schichten drin

Es gibt solche, aber die einfachen haben nur den festen Elektrolyten.

(Firma: DC3AX) #8064419
Lesenswert?

Die Induktivitäten werden gerne als Filter seriell in den Stromkreis geschaltet. Die Kondensatoren werden parallel in den Stromkreis geschaltet, als Filter oder Puffer. Größere (nasse) Elkos sterben gerne still, sie verlieren ihre Wirkung. Kleine Elkos sterben aber auch gerne mal als Kurzschluss oder niedriger Widerstand. Tantals sterben meist als Kurzschluss. Das Verhalten der kleinen Elkos und der Tantals führt zu einer Überlastung des Stromkreis. Die Induktivitäten arbeiten dann gerne als Sicherungen und brennen durch, bzw je nach langsam steigender Belastung glühen sie aus und werden langsam hochohmig.

Die gelben SMD Tantal haben kein Elektrolyt. Flüssige Tantals werden nur in der Medizin oder Raumfahrt eingesetzt. Nasse Tantals sind auch fast ausschließlich in Becherform bedrahtet zu finden, nicht als kleine gelbe SMD Klötzchen.

Die Spulen können aber auch sterben weil ein keramischer multilayer Kondensator aufgegeben hat. Diese bestehen aus vielen Schichten und wenn sie brechen (PKW gerüttel) dann können sie Kurzschließen. Es schadet also nicht, sich die in der Umgebung befindlichen braunen Kondensatoren anzusehen und auf Kurzschluss zu prüfen.

Gast #8064453
Lesenswert?

Robby schrieb:

der Schuldige war der 103k

Die 10µH Drossel.

Die stirbt eher nicht ohne Grund:

Ulrich schrieb:

Die Spulen können aber auch sterben weil ein keramischer multilayer Kondensator aufgegeben hat. Diese bestehen aus vielen Schichten und wenn sie brechen (PKW gerüttel) dann können sie Kurzschließen.

Und das kann auch sporadisch auftreten.

#8064463
Lesenswert?

Das heisst

H. H. schrieb:

Robby schrieb:

der Schuldige war der 103k

Die 10µH Drossel. Die stirbt eher nicht ohne Grund: Ulrich schrieb:

Die Spulen können aber auch sterben weil ein keramischer multilayer Kondensator aufgegeben hat. Diese bestehen aus vielen Schichten und wenn sie brechen (PKW gerüttel) dann können sie Kurzschließen.

Und das kann auch sporadisch auftreten.

Das heisst,was könnte das hervor gerufen haben,ein defektes Display,oder noch ein anderes Bauteil?

Gast #8064466
Lesenswert?

Robby schrieb:

Das heisst,was könnte das hervor gerufen haben,ein defektes Display,oder noch ein anderes Bauteil?

Eben so ein erwähnter Keramikkondensator.

Der Verdächtige wäre der im Bild markierte.

Sollte sich also die Drossel wieder verabschieden, dann den auch austauschen.

Angehängte Dateien:
#8064500
Lesenswert?

H. H. schrieb:

Robby schrieb:

Das heisst,was könnte das hervor gerufen haben,ein defektes Display,oder noch ein anderes Bauteil?

Eben so ein erwähnter Keramikkondensator. Der Verdächtige wäre der im Bild markierte. Sollte sich also die Drossel wieder verabschieden, dann den auch austauschen.

Ich hab den markierten jetzt mal gemessen mit 2K Ohm,der eine markierte von dir hat OL,der andere links neben den 103K hat 122,3 Ohm,sollte der auch OL anzeigen,dürften doch die gleichen sein. Bei einem anderen Tacho der in Ordnung ist,sind beide OL.

: Bearbeitet durch User
Gast #8064517
Lesenswert?

Robby schrieb:

Ich hab den markierten jetzt mal gemessen mit 2K Ohm,der eine markierte von dir hat OL,der andere links neben den 103K hat 122,3 Ohm,sollte der auch OL anzeigen,dürften doch die gleichen sein.

In der Schaltung misst man meist Murks. Und gleiche Größe/Aussehen muss nichts bedeuten.

Bei einem anderen Tacho der in Ordnung ist,sind beide OL.

Das ist zumindest ein Indiz.

Gast #8064618
Lesenswert?

Robby schrieb:

Die von dir markierten sind ebenfalls defekt,

Wie ermittelt?

wie kriegen ich raus was das für welche sind da steht nix drauf.

Baugröße? In allen drei Dimensionen!

Das KI wird ja schon mehr als 20 Jahre alt sein. Da gabs zumindest noch keine so hochkapazitiven wie heute, aber man muss halt schätzen.

(Firma: DC3AX) #8064901
Lesenswert?

Normalerweise würde ich die Boards an eine Versorgung hängen und die Spannungen auf Plausibilität prüfen. Wenn vor der Induktivität 5V sind und dahinter 2V, dann ist was faul. Überlastete Spulen und kurzgeschlossene Kondensatoren findet man dann auch mit Aufsprühen von IPA, es verdunstet dort am schnellsten, wo es am wärmsten ist. Wenn Du diese Module öfter reparierst, dann leiste Dir eine kleine Wärmebildkamera. Gibt es mit völlig ausreichender Auflösung auch zum Aufstecken aufs Handy.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren