Blick auf einen Elektroschrottfund - vielleicht findet es das Publikum unterhaltsam :)
(Ziel des Besuchs war eigentlich, den eigenen E-Schrott wegzubringen, naja :-/ )
Grund der Mitnahme: Wann hat man schon mal Werbeartikel von "Rosneft"?
Bestandsaufnahme: Akku-Funktion kaputt, Direktbetrieb an USB geht. Linse erzeugt hübschen, laserscharf abgegrenzten Spot.
Obduktion: Leider nicht zerstörungsfrei zerlegbar, weil geklebt. Nachdem mir der USB-Stecker ins Gehäuse geflutscht war, habe ich meine Bemühungen über der Badewanne fortgesetzt, aus Angst vor einen Lithium-Brand am Küchentisch. War unbegründet - drinnen sind 3 NiMH-Knopfzellen mit 40 mAh.
Befund: Es war nur der Draht von B+ abgerissen (weil sich der Akku lose im Gehäuse bewegen konnte). Akku scheint lebendig, hat 3.9 V Leerlaufspannung. Diode ist anscheinend eine Schottky-Diode. Oh: und es sind 10 Ohm statt der aufgedruckten 100 Ohm verbaut.
Aber diese Schaltung! Mich begeistert der Minimalismus. "Perfektion ist, wenn man nichts mehr weglassen kann" - Antoine de Saint-Exupéry, Autor des kleinen Prinzen. (Allerdings konnte ich den kleinen Prinzen schon zu Schulzeiten nicht ausstehen...)
Hat durchaus etwas für sich: Sobald die Spannung einer Zelle zusammenbricht, reicht es nicht mehr zum Betrieb der LED. Also ein inhärenter Schutz gegen Umpolung.
Aber ziemlich grausamer Ladestrom für den armen kleinen Akku. Die Design-Überlegung scheint wohl gewesen zu sein, dass bei Zellenspannung ~1.2 V mit so in der Größenordnung von 1 C geladen wird, und irgendwann gar nicht mehr, wenn die Zellen auf ~1.6 V hochgebrutzelt wurden.


