Für den Betrieb eines Lüfters wollte ich einen einfachen BLDC Controller
verwenden (ohne Hallsensoren, CN Platine mit JY01). Das funktioniert
auch soweit aber sobald man den Lüfter abbremst sind sofort zwei
MOSFETS einer Phase durch (Kurzschluß zwischen allen Anschlüssen)
Vermutlich heftige Überspannung aus dem BLDC (ausgeschlachtetes Teil
ohne Unterlagen). Ich weiß nur daß der Motor aus einem Akkurasenmäher
stammt und mit der Platine an 20Volt ganz friedliche 3A aufnimmt.
Die FETs auf dem Board sind 30N06. Gibt es da etwas spannungsfesteres zu
erschwinglichen Preisen? Für einen simplen Lüfter will ich kein Vermögen
investieren.
Genau das ist die Platine! Hatte ich noch "rumliegen". Aber dort gibt es keinen Hinweis auf "Gefahren" aus dem angeschlossenen BLDC. Und mit 20Volt und 3A wäre der Motor doch weit innerhalb der spezifizierten Grenzen.
Bei größeren Leistungen macht man den Parallelregler in Form eines
Bremschoppers.
Danke für die Antwort aber auch das hilft mir nicht weiter. Ich habe nur diesen Controller und wollte ihn halt nutzen (Ventilatoren sind ja gerade sehr gefragt). Würden ggf. TVS Dioden oder ähnliches helfen?
Genau das ist die Platine! Hatte ich noch "rumliegen". Aber dort gibt es
keinen Hinweis auf "Gefahren" aus dem angeschlossenen BLDC. Und mit
20Volt und 3A wäre der Motor doch weit innerhalb der spezifizierten
Grenzen.
Es gibt aber einen Hinweis auf der verlinkten Webseite:
„If the problem persists after attempting these solutions, contact customer support for further assistance.“
Dein Problem steht zwar nicht in der Liste, trotzdem kannst du dich doch mal an den Support wenden.
Kann es sein, das im Bremsfall einfach die Speisung hochläuft, weil der Motor ein kräftiger Generator wird und die Motorendstufen zum Gleichrichter degradiert werden?
Dann hast du keine Stromaufnahme mehr und die Spannung an den Netzteilanschlüssen läuft hoch -> paff.
Du musst dafür sorgen, das am Eingang die Spannung nicht bis über das erlaubte Maß hoch geht.
Es könnte helfen, z.B. einen Bleiakku parallel zu schalten, der den Bremsstrom frisst, oder eben eine Schaltung, die effektiv eine Power-Z-Diode darstellt, also bei normaler Versorgung noch nicht leitet, bei leicht höherer dagegen kräftig begrenzt.
Und du brauchst ein Netzteil, das nicht sofort mit Overvoltage abschaltet.
Oha, das habe ich nicht bedacht! Denn der Lüfter soll mit einem vorhandenen alten LiIon Werkzeugakku betrieben werden. Könnte es sein daß dessen BMS abschaltet wenn da eine zu hohe Gegen EMK ankommt?
Das würde auch erklären warum das auf der Werkbank mit Netzteilversorgung kein Problem war. Den Zusammenhang hatte ich nicht gesehen, das Problem trat erst auf nachdem das Gerät im Akkubetrieb lief (mit den ganzen mechanischen Umbauten; daher möchte ich das unbedingt gelöst haben, war viel Arbeit).
Also eine dicke Zener oder TVS Diode parallel zum Akku?
Ich kenn's eigentlich genau andersrum: Akku funktioniert einwandfrei,
Netzteil dagegen macht sofort Fehler beim bremsen.
Er hat wohl keinen nackten Akku, sondern einen mit BMS, und das wehrt sich. Auch ein Meter Zuleitung kann schon Probleme machen, auf dem Motorcontroller gibts nur marginale Elkos.
Jau, ich weiß.
Ich hatte das mit Modellbau-ESCs und nackten Motörchen (kein Getriebe, kein nix, blanke Welle) im 540er Format, an 8-12V.
Da hilft schon kein Elko mehr (zumindest 4x 4700µ nicht) und selbst bei einem Netzteil mit einem Trafo und 7812 peakt die "Akku"-Spannung so hoch das der ESC abschaltet/resetet.
Ein alter 12V-Akku parallel und das "Digitalgas" war entschärft: der schluckt den Generatorstrom mit geringem Spannungsanstieg.
Mit 1,5kW TVS Dioden direkt am Controller scheint das zu funktionieren.
ABER: ich wollte dann den Härtetest machen und habe den Ventilator mal beim Einschalten festgehalten.
GANZ BLÖDE IDEE
Dabei gab es ziemlich schnell magischen Rauch von den MOSFETs, der Werkzeugakku hat munter weiter geliefert bis ich die Verbindung getrennt hatte. Dabei ist ein Stück Platine unter den MOSFETs weggebrannt, nicht mehr zu retten (einer ist aufgeplatzt und sein Innenleben hat für direkten Kontakt zwischen zwei Phasen gesorgt; da stand wohl ein Lichtbogen).
Jetzt muß erst ein neuer Controller her, so schnell gebe ich nicht auf ;-)
Kommt mir so vor, als hätte jemand den Kühlkörper vergessen, nachdem er
entdeckt hat, dass er die Transistoren so nicht dranschrauben konnte.
Das ist eigentlich ganz gut gelöst: die plane Platinenunterseite drückt auf den isolierten Teil der Transistorgehäuse während zwischen KK und Transistormetallgehäusen eine ausgleichende und isolierende Silikonmatte liegt. Wenn man die Platine mit Augenmaß anschraubt (vor dem Löten!) erzeugt das einen recht gleichmäßigen Anpreßdruck, jedenfalls 6 schöne TO220 Abbilder auf der Matte.
Jetzt muß erst ein neuer Controller her, so schnell gebe ich nicht auf
;-)
Wenn der ebenfalls nciht kurzschlussfest ist, wird das bei der nächsten Blockade des Ventlators (ziemlich blöder Test) wieder abrauchen. Also lieber nicht blocken.
Aber nach der Erfahrung mit dem ungewollten Abbremsen (da hatte sich etwas im Ventilator verfangen) wollte ich sicher gehen daß das nicht wieder vorkommt. Und nach Abbremsen kommt halt Blockade (z.B. Handtuch im Lüfter).
Das ist für mich ein simpler Test auf Gebrauchstauglichkeit. Was habe ich davon wenn der Abbrand auf der Terrasse erfolgt und einen 112 zur Folge hat?
Ich hatte erwartet daß das BMS abschaltet aber eben nicht bedacht daß ein WERKZEUGakku kein Problem mit 100A oder mehr hat....