ich interessiere mich für den Bereich industrielle Messtechnik. Welche Themen oder Technologien spielen eurer Meinung nach aktuell die größte Rolle und womit sollte man sich beschäftigen?
Irrelevant ob du Oberflächenrauhigkeit, Oberflächenhärte, sub-Nanometer Längen, Blechdicke im Durchlauf, ob du EMV Störstrahlungsspektren oder CO2 Gehalt, wenn du in deinem Spezialbereich wirklich gut bist, das kann Genauigkeit, Kostenfaktor oder Robustheit sein, besser als die anderen, dann bekommst du auch einen gut bezahlten Job.
Mitläufer braucht keiner.
Vor allem braucht man Niemand, der ein Fachgebiet nur deswegen belegt hat weil gerade Bedarf dafür da war.
IQ-Tester für KI Modelle. SCNR
Ganz klar: Thermometer!
Mit Spezialisierungsrichtung KI, damit endlich belastbare Zahlen ermittelt werden können, ob BWL'er oder KI's die heissere Luft produzieren.
ich interessiere mich für den Bereich industrielle Messtechnik. Welche Themen oder Technologien spielen eurer Meinung nach aktuell die größte Rolle und womit sollte man sich beschäftigen?
Generell Automatisierung der Messungen und Auswertungen. Also das was die Firma "National Instruments" so treibt resp. trieb.
Wobei es natürlich die Frage ist was von dem Universum "industrielle Messtechnik" in den Horizont des TO passt. Schon "machine Vision" könnte das Schul-pensum des TO überschreiten. Und Industrien gibt es mehr als Finger an vier Händen: Halbleiterei, Fliegerei, Mining, ...
Bildverarbeitung
und womit sollte man sich beschäftigen?
Die politischen Assoziationen verkneife ich mir mal. Wie wäre es mit Analog vs Digital. Da kann man so einiges lernen. Qualitätsmanagement hat aktuell wohl auch kaum noch eine Chance. Evaluation kann Spaß machen, und man kann sich an bewährten Modellen und Ablaufplänen orientieren oder selber welcher "erfinden".
Die Grundlagen der "Wissenschaft des Messens" werden immer eine grosse Rolle spielen: https://de.wikipedia.org/wiki/Metrologie
Welche Fachgebiete ...
Temperaturmessung; vor allem, wie gehe ich mit den daraus erhaltenen Daten kreativ so um, dass sie in den aktuellen Määhnstrieehm passen:
Ich messe also HEUTE, irgendwo, im Schatten ("in der Sonne" wäre komplett nichtssagend), halbwegs seriös, eine Temperatur von z.B. 303,2 K (ca. 30°C).
Wenn ich dann diese Daten, mit vielen anderen summiert auf die ganze(!) Welt, so hochrechne, dass sie zwingend ergeben, dass es im Jahre 1800 im Mittel /auf der ganzen Welt/ mindestens 3,751 K kühler war als heute, werde ich eingestellt bzw. befördert...
Schreibt jemand, der industriellle Wärmeschränke kalibrierte, in deren Ecken eine Temperaturdifferenz im Vergleich zur geometrischen Mitte von ca. 1 K zulässig war/ist, ohne dass sie aus der Vorschrift herausfielen/fallen...
In der Messtechnik kommen schnell mal Physiker zum Zug, wegen "wer misst misst Mist". Weshalb misst an was man misst, wenn man etwas anderes erwartet. Messungen ausserhalb der Spezifikationen ... wie verhaelt sich der Fehler ausserhalb der Spezifikationen, weshalb sind die Spezifikationen so wie sie sind.
"wer misst misst Mist"
Ich kenne das Zitat so: Wer mit Mist misst, misst Mist. Also so, dass man die richtigen Messmittel braucht, um korrekt zu messen.
Ich kenne das Zitat so: Wer mit Mist misst, misst Mist.
Danke, so hat dieser Spruch auch mal einen Sinn. Die geläufige Verstümmelung ist so ein Fall wie "Dabei is' alles".
Alexander S. Ich kenne das Zitat so: Wer mit Mist misst, misst Mist. Also so, dass
man die richtigen Messmittel braucht, um korrekt zu messen.
Wenn's denn so einfach waere. Man misst den Sensor, welcher allenfalls approxiativ das abbildet, was man messen moechte. Allenfalls existiert ein Messprotokoll welches als Referenz dient. Dann macht man reproduzierbar denselben Fehler.
Ich kenne das Zitat so: Wer mit Mist misst, misst Mist. Also so, dass man die richtigen Messmittel braucht, um korrekt zu messen.
Ich kenn den Spruch so: "Wer viel misst, misst Mist"
Diesen Spruch kann man auf verschiedene Weise auslegen, aber meist so, das eine korrekte Messung mit dem selben Messergebnis reproduziert wird.
Wer also oft misst, weil man verschiedenste Messergebnisse erhält, macht prinzipiell etwas falsch ist. Beispielsweise das man mit den Messspitzen nicht richtig kontaktiert (Wackelkontakt bei der Messung). Dann sollte man bspw. über das Anlöten von Patchwires nachdenken.
Ich kenne das Zitat so: Wer mit Mist misst, misst Mist. Also so, dass man die richtigen Messmittel braucht, um korrekt zu messen.
Ich kenn den Spruch so: "Wer viel misst, misst Mist"
Über das "viel" kann man streiten, ansonsten kenne ich den Spruch auch so.
Die Variante mit "richtigen Messmittel" sehe ich nicht, die besten Meßgeräte sind sinnlos, wenn der Messer damit nicht umgehen kann und mögliche Fehler nicht kennt.
Ich kenne das Zitat so: Wer mit Mist misst, misst Mist. Also so, dass man die richtigen Messmittel braucht, um korrekt zu messen.
Ich kenn den Spruch so: "Wer viel misst, misst Mist"
Über das "viel" kann man streiten, ansonsten kenne ich den Spruch auch so.
Wenn ich viel (an der selben Stelle) messe oder messen lasse, habe ich meinen Grund dafür.
Wenn ich viel (an der selben Stelle) messe oder messen lasse, habe ich meinen Grund dafür.
Nach dem folgenden, A.Einstein zugeschrieben Spruch könnte der Grund dafür lauten: "Der Messer ist ein 'Idiot'".
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."
Es ist halt wie beim Manfred P. oben genannt, der mögliche Vorwurf richtet sich eher an den Ausführenden als an das Messmittel.
Mag sein, das sich heutzutage die Bedeutung verschoben hat und das "der Schuldige" bei Fehlmessungen heutzutage immer zuerst das Messinstrument sei. In der Lehre, wo man den Spruch oft hört, ist es eher so, das das Messmittel und sei es sowas Simples wie ein Lineal schon OK und vom Lehrmeister geprüft ist.
Wenn trotzdem der Lehrling ständig (nach-) misst statt flüssig durch zu arbeiten, dann möglicherweise, weil der Lehrling:
- das Lineal nicht richtig beleuchtet um sicher ablesen zu können,
- den Anschlag nicht richtig wählt,
- überhaupt nicht aufgepasst hat, was er überhaupt messen soll,
- die Zahl nach dem Ablesen schlicht vergessen hat,
- die Einheiten Inch und Zentimeter verwechselt,
- ...
PS: Ich seh grad, die Wikipedia kennt den Bgriff "Anschlag" wie er bei der Längenmessung/Maschine einrichten verwendet wird, nicht mehr ...
Die Variante mit "richtigen Messmittel" sehe ich nicht
Sie ist sicher falsch. Auch wer nicht "mit Mist misst", sondern mit tollem teuren Equipment, misst trotzdem Mist, wenn er nicht weiß, wofür das Gerät gut ist und wie man es richtig verwendet.
Andersrum: mir reicht oft schon ein Multimeter, wo andere mit einem Vierkanal-GHz-Oszi nur im Trüben stochern.
Wie der Angelsachse so schön sagt: A fool with a tool is still a fool!
Richtig ist der Satz: Wer misst misst Mist.
Denn er beinhaltet die simple Wahrheit: traue keinem Messwert.
Richtig ist der Satz: Wer misst misst Mist. Denn er beinhaltet die simple Wahrheit: traue keinem Messwert.
Und führt das Messen gänzlich /ad absurdum/, in dieser pauschalen Formulierung. Genauso könnte man auch sagen "Wer programmiert, programmiert Mist".
Die Variante mit "richtigen Messmittel" sehe ich nicht
Sie ist sicher falsch. Auch wer nicht "mit Mist misst", sondern mit tollem teuren Equipment, misst trotzdem Mist, wenn er nicht weiß, wofür das Gerät gut ist und wie man es richtig verwendet.
Andersrum: mir reicht oft schon ein Multimeter, wo andere mit einem Vierkanal-GHz-Oszi nur im Trüben stochern.
Autsch, da kann eine Falle lauern, im Forum gerne genommen: Das Multimeter zeigt einen Wert, aber die angebastelte Schaltung funktioniert daran nicht. Mit dem Scope würde man dann eine Frequenz sehen, getaktetes Signal bzw. PWM.
Ist doch auf µC-net gerne genommen, z.B. bei Lichtbasteleien am Auto.
Einen wirklichen Ausweg gibt es nicht, man muß irgendwie erahnen, was man an Meßtechnik auffahren muß oder dass ein Wert unschlüssig erscheint.
Richtig ist der Satz: Wer misst misst Mist. Denn er beinhaltet die simple Wahrheit: traue keinem Messwert.
Und führt das Messen gänzlich /ad absurdum/, in dieser pauschalen Formulierung. Genauso könnte man auch sagen "Wer programmiert, programmiert Mist".
Sehe ich auch so. Dann wäre jede Messung falsch, z.B. auch jede von der PTB.
Auch wenn es bei Redewendungen strikt genommen kein richtig oder falsch gibt.
Und führt das Messen gänzlich /ad absurdum/, in dieser pauschalen Formulierung. Genauso könnte man auch sagen "Wer programmiert, programmiert Mist".
Dazu sagt man: "Eine Stunde Programmierung erspart fünf Minuten Nachdenken" ;-)
Und auch das Programmier-Magazin ct' hat sich vor Jahren dem genannten Spruch zur Brust genommen: "https://www.heise.de/select/ct/2017/17/1503075778457123" aber eher nach dem "Dunning-Kruger-Effekt" ausgelegt. Auszug:
... " heute verlässt man sich auf sich selbst - und auf Rezensionen völlig Unbekannter, die ihre "Erkenntnisse" fröhlich in der Welt herumposaunen.
In ihren Verrissen geht's gleich in die Vollen: Warum nicht auf das Speicheroszilloskop einprügeln, weil es falsch misst? "Die Rechteckkurve ist verbeult! Ein Punkt, geht zurück!" Dass man den Messkopf zunächst kompensieren muss, hat der Rezensent wohl nicht gewusst. Ein anderer rezensiert Thermometer und wettert: "Viel zu hohe Werte, 71 Grad, das kann nicht sein!" Doch, wenn es Fahrenheit sind. " ...
Womit da das Problem weniger bei der "Messung" als bei der Bewertung des Messergebnisses liegt. Und das liegt eher im Verantwortungsbereich des Qualitäts- oder Prozessmanagers als im Berufsbild "Messtechniker in der Industrie".
Oder das im Kern die Tätigkeit "Messen" eine "Hilfsdisziplin" ist, die für sich allein gestellt kein besonderen Nutzen hat. Oder sogar im Zwang alles quantifizieren zu müssen ins Groteske/Absurde versinkt (siehe Bodycount https://de.wikipedia.org/wiki/Body_Count_(Krieg)#Vietnamkrieg ).
Lothar M. schrieb:
Richtig ist der Satz: Wer misst misst Mist. Denn er beinhaltet die simple Wahrheit: traue keinem Messwert.
Und führt das Messen gänzlich ad absurdum, in dieser pauschalen Formulierung.
Mit dem zur Relativierung nötigen "vielleicht" holpert der Spruch aber beim Sprechen.
Genauso könnte man auch sagen "Wer programmiert, programmiert Mist".
Passt für mich. Nach meiner Erfahrung kann ich diese Aussage in den allermeisten Fällen sogar in dieser unrelativierten Form bestätigen.
Lothar M. schrieb:
mir reicht oft schon ein Multimeter, wo andere mit einem Vierkanal-GHz-Oszi nur im Trüben stochern.
Autsch, da kann eine Falle lauern, im Forum gerne genommen: Das Multimeter zeigt einen Wert, aber die angebastelte Schaltung funktioniert daran nicht.
Richtig, ich kenne diese Falle, schalte das MM auch mal auf den AC-Bereich und hole dann im Zweifelsfall letztlich doch das Oszilloskop.
Man sollte aber nicht glauben, wie viele unkontrolliert der allerersten Messung mit ihrem hochwertigen Messgerät glauben und dann auf Geisterjagd gehen. Erst mit dem Tipp, mal "Masse gegen Masse" zu messen, sehen sie dann, dass sogar ihre mentalen "0V" herumzappeln.
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