In dem Beitrag "CH32V003F4P6 Breakout Platine mit Port Expander und Extras" wurde bereits 2023 eine eigene Breakout Platine für den CH32V003 vorgestellt.
Inzwischen gibt es einige weitere Prozessortypen von WCH, die vom Preis-/Leistungsverhältnis noch interessanter sind.
Dazu gehören vor allem der CH32V006 und CH32V007 (siehe Vergleich.pdf).
Dabei sticht vor allem ein Flash-Speicher von 62 KB und 8 KB RAM zu einem Preis von unter 30 Cent pro Stück heraus. Dies ist im Vergleich von 20 Cent für einen CH32V003F4P6 zwar deutlich teurer, aber dafür entfallen sehr viele Limits hinsichtlich der Programmierung und Nutzung.
Die Timer und ein 12-Bit AD-Wandler bieten neben einer echten 32-Bit CPU und DMA eine deutlich bessere Funktionsvielfalt gegenüber den Atmel-MCU's.
Die Timer wurden von der Funktion her von den STM-MCU's übernommen / gecloned, so daß es sich empfiehlt auf die Beschreibung von STM zurück zu greifen (Timer1_STM32f446xx.pdf), in der die Timer viel besser beschrieben werden.
Der CH32V006F8P6 ist sogar Pin-kompatibel mit dem CH32V003F4P6, so daß die gleiche Breakout Platine verwendet werden kann.
Das TSSOP20 Gehäuse ist recht gut zu löten, jedoch limitiert die Anzahl der Pins recht stark, so daß es sich angeboten hat den Sprung auf die Version CH32V006K8U7 und CH32V007K8U6 mit einem QFN32-Gehäuse zu wagen.
Insbesondere da der Preisunterschied zwischen der Version mit TSSOP20 zu einem QFN32 je nach Angebot noch nicht einmal vorhanden ist (26 Cent) und ein CH32V007K8U6 für ca. 30 Cent bestellt werden konnte.
Der vorhandene Schaltplan und das Layout konnte entsprechend erweitert werden, so daß eine weitere Breakout Platine keine vollständige Neuentwicklung gewesen ist (siehe Bild).
Damit ist nun eine zufriedenstellende Vielfalt an MCU's vorhanden, die sehr viele Anwendungsbereiche abdecken und dabei wirklich Low-Cost sind.
Ich habe schon die CH32 programmiert (Led), aber ich finde das muss alles noch reifen. Die Unterstützung ist für mich nicht so ganz klar.
Bis die das richtig im Griff haben, will ich mich nicht damit rum quälen.
Es ist schon klar was Du meinst, aber wer soll was unterstützen?
Dies ist halt das chinesische Low-Cost-Segment und man hat mit dem QingKe 32-bit RISC-V core sogar die Lizenzkosten für ARM umgangen.
Da der QingKeV2 auf einem Opensource-Befehlssatz beruht ist diese Entwicklung sogar begrüßenswert. https://docs.riscv.org/reference/isa/v20260120/unpriv/rv32.html
Es wird von WCH ein Support geleistet, allerdings sprechen wir hier von dem "Bastler-Segment" und dieses folgt halt anderen Regeln, insbesondere mit dem Fun-Projekt https://github.com/cnlohr/ch32fun, welches einen hardwarenahen Zugriff so wie bei den Atmel-MCU's erlaubt.
Du hast natürlich recht. Aber mir ist dieser Kampf, bis man das richtig drauf hat heute zu anstrengend.
Früher OS2 und was es alles gab. Alles probiert, bis man wirklich jedes Bit und Byte kannte. Das hatte damlas viel Zeit und Energie gekostet.
Das nur als Beispiel.
Da ist nicht weiß wie lange ich noch habe, war es zwar den Versuch wert und hat auch nicht so viel gekostet, aber es gibt genug Sachen die ich schon kann und da liegt auch genug Material rum.
Ich hätte dir ja sicher nicht ausprobiert, wenn ich die nicht auch grundsätzlich gut gefunden hätte und der Preis ist sowieso unschlagbar.
Außerdem habe ich das geschrieben, weil grundsätzlich niemand diese Seite anspricht.
Du hast natürlich recht. Aber mir ist dieser Kampf, bis man das richtig
drauf hat heute zu anstrengend.
War dieser Kampf für die anderen MCU's nicht der Gleiche?
Dies ist im Prinzip einfach nur ein zeitgemäßer Technologiesprung.
Früher OS2 und was es alles gab. Alles probiert, bis man wirklich jedes
Bit und Byte kannte. Das hatte damlas viel Zeit und Energie gekostet.
Das nur als Beispiel.
Da ist nicht weiß wie lange ich noch habe, war es zwar den Versuch wert
und hat auch nicht so viel gekostet, aber es gibt genug Sachen die ich
schon kann und da liegt auch genug Material rum.
Keine Frage - das ist hier genauso.
Ich hätte dir ja sicher nicht ausprobiert, wenn ich die nicht auch
grundsätzlich gut gefunden hätte und der Preis ist sowieso unschlagbar.
Wer nach wie vor eine sehr preiswerte Variante sucht, der kann nun den
CH32V002 mit einbeziehen, der über einen 12-Bit AD-Wandler und 16 KB
Flash und 4 KB RAM verfügt, bei einem Preis von unter 19 Cent pro Stück (bei einer Bestellung von 50 Stück https://de.aliexpress.com/item/1005008493381343.html).
Ich habe mich gleich für einen kaum teureren und deutlich leistungsfähigeren WCH Controller, den CH320x33, entschieden. Letztes Jahr habe ich weniger als 30cent pro Stück bezahlt.
Der hat gleich mehrere Vorteile:
deutlich verbesserter RISC-V Kern (QingKe V4C)
RV32IMAC anstelle von RV32EC (also unter anderem 32 anstelle von 16 Registern)
3 stufige Pipeline
HPE 3 Level anstelle von 2
verbesserte Sprungvorhersage (BHT, BTB, RAS)
4 Memory Protection Zonen
deutlich mehr RAM (20K)
mehr Peripherie (doppelt so viele USART, mehr ADC, mehr Touchkey, mehr Timer) sowie zusätzlich einen Analog Comparator
USB Device
Der auch nicht viel teurere Brude CH320x35 hat dann noch USB Host zusätzlich.
Das Ganze gibt es dann von TSSOP20/QFN20 bis hin zu LQFP64M.
Wenn man also in die "Billig-"Controller von WCH reinschnuppern möchte, empfehle ich den ch320x33/35.
Höchstens ein paar Cent mehr aber ungleich besser und mit mehr Peripherie (USB).
Flash und 4 KB RAM verfügt, bei einem Preis von unter 19 Cent pro Stück
(bei einer Bestellung von 50 Stück
Mal ganz böse gefragt: Wieviel Rollen verbrauchst Du pro Jahr?
Ich verstehe Dich, daß Du gerne 'spielen' möchtest, aber für eine 'ernsthafte' Anwendung würde ich mir STM32C... oder STM32G... auf die Platine setzen - völlig egal, wer da wem Lizenzgebühren zahlt.
Die kosten wohl das 5- bis 10-fache, sparen aber eine Menge Entwicklungszeit.
So irre viel Forschung muss man in die CH32 auch nicht stecken, die sind recht brauchbar dokumentiert, und mit ch32fun gibt es auch eine tragfähige Softwareunterstützung als Alternative zum vom Hersteller angebotetenem "mounriver studio".
Ich habe mich gleich für einen kaum teureren und deutlich
leistungsfähigeren WCH Controller, den CH320x33, entschieden. Letztes
Jahr habe ich weniger als 30cent pro Stück bezahlt.
Das ist interessant, denn zu diesen Controllern ist irgendwie auf Anhieb nichts zu finden. Kannst Du bitte ein paar URL's dazu geben?
Die "größeren Modelle" von WCH aus der CH32Vx Serie waren irgendwie in Relation zu anderen MCU's aus der eigenen Sicht nicht so interessant.
Karsten W. schrieb im Beitrag #8073788:
Mal ganz böse gefragt: Wieviel Rollen verbrauchst Du pro Jahr?
Braucht man diese "Hobby" überhaupt?
Ich verstehe Dich, daß Du gerne 'spielen' möchtest, aber für eine
'ernsthafte' Anwendung würde ich mir STM32C... oder STM32G... auf die
Platine setzen - völlig egal, wer da wem Lizenzgebühren zahlt.
Die kosten wohl das 5- bis 10-fache, sparen aber eine Menge
Entwicklungszeit.
Es hält Dich doch keiner davon ab das zu tun was Dir am besten zusagt.
In diesem Thread geht es jedoch um die CH32Vx mit einem QingKe RISC-V core!
Der Preis ist bei den MCU's nur ein Anreiz mit einer größeren Anzahl zu experimentieren.
Interessant ist das Gesamtpaket an Funktionalität insbesondere im Vergleich zu den älteren Atmel MCU's. Dieses ist halt vergleichbar, insbesondere in Verbindung mit dem CH32Fun Projekt.
@Mi N. Was ist denn von der Entwicklung so viel einfacher bei einem ARM Core?
Nett zu wissen, aber ehrlich gesagt ist dies bislang weder aufgefallen noch wurde es vermißt.
Das liegt wahrscheinlich daran das keine ernsten Anwendungen verfolgt werden. :-D
Es ist in erster Linie einfach nur Spaß mit etwas neuerer Technik.
Sonst fällt mir nichts großartiges ein. AVR sind so schön einfach, viel
leichter zu überblicken.
Dieser Eindruck ist bei den CH32V00X ebenfalls vorhanden, auch wenn die Dokumentation zu diesen nicht so gut ist wie bei Atmel oder STM.
In unserer Firma werden die meisten neuen Projekte mit den WCH-Chips in Angriff genommen. Auch wurden drei alte Geräte neu mit CH32-MUCs designed.
Da wäre zum einen der CH32V006, durch den ich den AT42QT1110 (Touch Sensor IC) und eines mit dem STM32F070 ersetzen konnte.
Beim anderen Gerät wurde ebenfalls ein STM32 durch den CH32V303 ersetzt.
Woran ich mich aber nicht heranwage: einen STM32U5 durch einen CH32-was-auch-immer zu ersetzen.
Die Software-Entwicklung verläuft anfänglich recht harzig. Aber es macht Spass. Vielleicht weil es was Neues ist.
Das ist ein schönes Beispiel dafür, was ich meinte.
Das ist bei anderer Leute Sourcecode halt oft so.
Man kann sich aber den Sourcecode selbst ansehen und daraus Erkenntnisse gewinnen - hier z.B. auf welche Art und Weise mit den üblichen WS2812-LEDs umgegangen wird, und vor allem, wie die dazu verwendete Peripherie angesteuert wird.
Daß man an die Hand genommen wird und ein didaktisch ausgearbeitetes Lernerlebnis vorgesetzt bekommt, das ist eher unüblich, denn die Kapazitäten, um so etwas zu erstellen, die hat niemand.
In erster Linie aber hatte ich dieses Repository verlinkt, weil dort Datenblatt und andere Downloads gesammelt zu finden sind.
Die eigentlichen Demos für die Peripherieansteuerung sind unter evt zu finden, hier in ch32x05_list_en.txt reingucken.
Was cnlohr und wagiminator abliefern, hat aber eine andere Qualität.
In unserer Firma werden die meisten neuen Projekte mit den WCH-Chips in
Angriff genommen. Auch wurden drei alte Geräte neu mit CH32-MUCs
designed.
Warum? Welche Stückzahl?
Wenn ich die Datenblätter überschlägig lese, sind die STM32 wohl eher die "Edel-µCs", die mit Feinheiten punkten. Gut, wenn man die nicht braucht, fällt das nicht auf.
Aber es macht Spass. Vielleicht weil es was Neues ist.
Auch ich habe im Moment 2 Projekte mit dem CH32V006 am laufen. Für heute sind die Leiterplatten von DHL angekündigt. Der Prog/Debug-Adapter ist billig und Riverstudio ist selbsterklärend. Nur die Umstellung auf C++ bedarf manueller Nacharbeit bei den Dateipfaden und dem Aufruf der Constructoren von globalen Objekten in der main(). Die Docu ist nicht schlecht, wenn man schon Erfahrung mit anderen Controllern hat.
Zwar nicht ganz so leistungsfähig, jedoch:
… and supports 2 levels of interrupt nesting.
Es spielt zwar keine Rolle ob wesentlich preisgünstigere MCU's mit einem alternativen Core besser oder schlechter sind, jedoch gibt es einen Hinweis darauf, daß diese noch nicht einmal schlechter als ein ARM sind.
"I found that CoreMark actually gave a slightly higher performance per MHz using the RISC-V cores - just under 5% faster.
So if you have an integer-only use for the RP2350 it is definitely worth checking if the RISC-V cores might give better performance!"
Das ist interessant, denn zu diesen Controllern ist irgendwie auf Anhieb
nichts zu finden. Kannst Du bitte ein paar URL's dazu geben?
Zum CH32X035 habe ich vorhin ein Beispielprojekt verlinkt - und unter
den Repositories des Autors gibts noch ein zweites.
Danke!
Aktuell kosten diese MCU's im Vergleich 40 bis 49 Cent, je nach Version.
https://de.aliexpress.com/item/1005006033143072.html
Das ist schon teurer als CH32V00X, allerdings gibt es dafür wirklich fortschrittlichere Technik. Die 20 KB RAM sind attraktiv, der Rest unterscheidet sich nicht so sehr von einem CH32V006 / 7.
Die Taktfrequenz (HSI) für den Core scheint mit 48 MHz identisch zu sein, außer das bei den CH32V00X mit 24 MHz getacktet wird und die Frequenz über eine PLL intern verdoppelt wird.
Kannst Du bitte etwas dazu schreiben was den Unterschied von dem QingKe 32-bit RISC-V4C praktisch ausmacht?
RISC-V4C supports the IMAC subset of the RISC-V instruction set. The processor is managed internally in a modular fashion and contains units such as a programmable fast interrupt controller (PFIC), memory protection, branch prediction mode and extended instruction support. Externally multiple buses are connected to external unit modules, enabling interaction between external function modules and the core.
The processor with its minimal instruction set, multiple operating modes, and modular custom extensions can be flexibly applied to different scenarios of microcontroller design, such as small area low-power embedded scenarios, high performance application operating system scenarios, etc.
Support machine and user privileged modes
Programmable Fast Interrupt Controller (PFIC)
Multi-level hardware interrupt stack
2-wire serial debug interface (SDI)
Standard memory protection design
Static or dynamic branch prediction, efficient jumping, conflict detection mechanisms
Wenn man das gewerblich nutzt, dann muss man wohl zehntausende herstellen, damit es ein echten Kostenvorteil bringt.
Außer uns interessieren sich die Menschen nicht dafür was für ein Mikrocontroller in ihrem Gerät werkelt. Die meisten wissen nicht einmal was win Mikrocontroller ist.
Und selbst für uns ist auch nur sichtbar was das Gerät tut und nicht welcher Code, mit welcher Sprache geschrieben und wie viel Speicher der belegt.
Wirklich interessant sind diese günstigen Preise nur in einem hart umkämpften Markt, wo Millionen Geräte gegen eben so große Konkurrenten antreten.
Der Satz, weil es Spaß macht etwas Neues auszuprobieren, hat meiner Meinung nach das größte Gewicht.
Das ist ein schönes Beispiel dafür, was ich meinte.
Nun - manche lösen gerne Kreuzworträtsel, manche die Aufgaben beim Geocaching und manche Leute möchten gerne chinesische "secrets" lösen, denn die chinesischen Hersteller glauben wirklich das diese "secrets" notwendig sind!
Wenn man das gewerblich nutzt, dann muss man wohl zehntausende
herstellen, damit es ein echten Kostenvorteil bringt.
Das kommt doch ganz auf das Produkt an.
So etwas dürfte wohl in Espressomaschinen und anderen Haushaltsgeräten zu finden sein.
So if you have an integer-only use for the RP2350 it is definitely worth
checking if the RISC-V cores might give better performance!"
Und das ist das hüpfende Komma. Wenn man den RISC-V Kernen ebenfalls zwei FPUs gespendet hätte, wäre ich schon lange von ARM auf RISC umgestiegen.
Aber das hätte wohl den ARM-Machern so gar nicht geschmeckt. ;-)
Die sind nicht "von den ARM-Kernen zugänglich", die sind schlichtweg
Bestandteil der ARM-Kerne (Cortex-M33F).
Dann formuliere ich gerne um, damit klar wird was ich – offensichtlich erfolglos – zu vermitteln versuchte: Wenn ich mich in der ARM-Domäne bewege, dann sind FPUs zugänglich, wenn nich' dann nich'.
Kleine Anmerkung am Rande: Es ist NICHT bei Todesstrafe verboten, auf der RISC-V Seite ebenfalls FPUs zur Verfügung zu stellen. Gerüchten zufolge soll dies sogar schon verschiedenen Ingenieuren gelungen sein. Diese gerissenen Burschen…
Gerüchten
zufolge soll dies sogar schon verschiedenen Ingenieuren gelungen sein.
Diese gerissenen Burschen…
Ja, die Leute bei Raspberry, die sind schon ganz schön fies, gemein und unfähig, wie, daß sie keinen RISC-V-Kern mit FPU verwenden.
Meine Güte, was für ein Anspruchsdenken. Der Vorgänger des RP2350 hatte gar keine FPU, und keine RISC-V-Kerne, der 2350 hat als erstes Produkt von denen /überhaupt/ RISC-V-Kerne, und Du heulst rum.
Wie soll ich dein Gegreine denn sonst interpretieren?
Natürlich wäre es schicker, wenn die RISC-V-Kerne auch eine FPU hätte, und natürlich wäre es noch schicker, wenn man alle vier Kerne gleichzeitig oder in beliebigen Mischungen nutzen könnte, aber ...
Wenn ich mich in der ARM-Domäne bewege, dann sind FPUs zugänglich, wenn nich' dann nich'.
Da gibt es noch diese 6 Jahre alte Diskussion Beitrag "Neue MCU APM32F103"
Selbstverständlich im Zusammenhang mit einem ARM Core und am Ende hat es sich mit der FPU als Fake erwiesen.
Kleine Anmerkung am Rande: Es ist NICHT bei Todesstrafe verboten, auf
der RISC-V Seite ebenfalls FPUs zur Verfügung zu stellen.
Die Frage ist warum die Chinesen sich damit so schwer tun?
Ja, die Leute bei Raspberry, die sind schon ganz schön fies, gemein und
unfähig, wie, daß sie keinen RISC-V-Kern mit FPU verwenden.
Unter Lizenz zu produzieren ist doch mit viel weniger Aufwand verbunden.
Außerdem finden es doch alle so schön und innovativ auf einen fahrenden Zug aufzuspringen ...
Die Frage ist warum die Chinesen sich damit so schwer tun?
Die tun sich nicht schwer, die wollen billich-willich. Und eine FPU braucht nun mal ein zehntel Quadratmillimeter auf dem /die/ und macht diesen um einen Cent teurer.
PS. Es wäre sehr hilfreich, wenn du die rp2350 Subdiskussion vom eigentlichen Hauptthema trennen würdest. Nur des Verständnisses wegen.
Der Dynamikumfang einer Fließkomma-Variablen ist eine intrinsische
Eigenschaft derselben und niemals von den Anforderungen abhängig.
Das bedeutet?
Einzig die Anforderung diktiert, ob man float, int oder fixpoint zum
Einsatz bringt.
Das ist logisch.
Worauf willst du eigentlich hinaus? Deine Einwände scheinen mir wenig
zielgerichtet und etwas wirr zu sein.
Welche Einwände?
Es ist einfach nicht möglich Eurem Kreuzzug für ARM zu folgen ...
Hier werden einfach nur Meinungen diskutiert und Erfahrungen mit einer neuen MCU ausgetauscht!
Wenn Du ARM diskutieren und loben willst dann mache doch einen eigenen Thread auf!
Viel interessanter wäre Mal ein Thread in dem die unterschiedlichen Cores und Eigenschaften Mal verglichen und diskutiert werden.
Vielleicht gibt es den hier sogar schon, weil noch nicht danach gesucht, da es aus der eigenen Sicht eher unbedeutend ist.
Die tun sich nicht schwer, die wollen billich-willich. Und eine FPU
braucht nun mal ein zehntel Quadratmillimeter auf dem /die/ und macht
diesen um einen Cent teurer.
Es ist halt ein anderes Produkt-Segment.
Eine Espresso-Maschine benötigt halt keine FPU, da man guten Kaffee auch mit einer Integer-Berechnung hinbekommt, oder es auf die Berechnungszeit ohne FPU einfach nicht ankommt.
PS. Es wäre sehr hilfreich, wenn du die rp2350 Subdiskussion vom
eigentlichen Hauptthema trennen würdest. Nur des Verständnisses wegen.
Wie geht das?
Es wäre ohnehin schön die sinnlosen Posts mit Anfeindungen einfach zu löschen.
Wenn Du ARM diskutieren und loben willst dann mache doch einen eigenen
Thread auf!
Ich sehe, auch du bist völlig unfähig einen /thread/ zu lesen und zu VERSTEHEN.
Es verhält sich nämlich genau umgekehrt, es geht um: weg von ARM, hin zu RISC-V. Sollte sich aus den Beiträgen wirklich mehr als deutlich heraus lesen lassen.
Ich sehe, auch du bist völlig unfähig einen /thread/ zu lesen und zu
VERSTEHEN.
Warum nun die Anfeindungen?
Willst Du Dich den anderen Forentrollen anschließen?
Verzeihe wenn Dein Beitrag leider mit denen verwechselt worden ist.
Es verhält sich nämlich genau umgekehrt, es geht um: weg von ARM, hin zu
RISC-V. Sollte sich aus den Beiträgen wirklich mehr als deutlich heraus
lesen lassen.
Warum soll nicht beides parallel existieren.
Vielfalt ist immer besser als ein Monopol und ARM ist dabei eines aufzubauen.
Es ist halt ein anderes Produkt-Segment.
Eine Espresso-Maschine benötigt halt keine FPU, da man guten Kaffee auch
mit einer Integer-Berechnung hinbekommt, oder es auf die Berechnungszeit
ohne FPU einfach nicht ankommt.
Die Espresso-Maschine wird deshalb immer wieder gerne genannt, da in einer Siebträger-Maschine die sich nicht mehr wirtschaftlich reparieren ließ diese MCU zu finden war.
Bei dem SH79F084AL handelt es sich um einen "2.8V~5.5V 51 Family 8KB FLASH SOP-16 Microcontroller"
Warum soll nicht beides parallel existieren.
Vielfalt ist immer besser als ein Monopol und ARM ist dabei eines
aufzubauen.
Nochmal: Ich bin ein vehementer RISC-V Befürworter. Wie oft muss ich es noch zum Ausdruck bringen?
Daher vielleicht noch Folgendes:
Ein CH32 ist nicht gut, nur weil er einen RISC-V Kern hat.
Aber es ist sehr gut, dass er einen RISC-V Kern hat. Der 003 den ich einsetze ist ein recht netter Chip.
Ein RP2350 ist nicht gut, nur weil er zwei ARM und zwei RISC-V Kerne hat. Aber es ist gut, dass er die zwei RISC-V Kerne hat. Weniger gut ist dass genau diese Domäne künstlich eingeschränkt wird (keine FPUs). Also wird man in sehr vielen Fällen gezwungen sein mit der ARM Seite zu arbeiten, da sonst die Fließkomma-Operationen auf der Strecke bleiben.
Wieso eine solche Entscheidung getroffen wurde? Wer kann das schon sagen? Möglicherweise weil die 'Berries' sehr eng mit Broadcom zusammen arbeiten und diese sehr eng mit ARM. Und mit dieser Einschränkung sieht die proprietäre ARM Seite nicht urplötzlich schlechter aus als die freie RISC-V Seite.
"QingKe V4 series microprocessors are self-developed 32-bit general-purpose MCU microprocessors based on standard RISC-V instruction set architecture. According to different application scenarios and instruction set combinations, this series includes V4A, V4B, V4C, V4J, V4F. The V4 series all support RV32IMAC instruction set extensions, of which V4F supports single-precision hardware floating-point, i.e., it supports RV32IMACF extensions.
...
The RISC-V instruction set has a simple architecture and supports a modular design, allowing for flexible combinations based on different needs, and
the V4 series supports the following instruction set extensions.
RV32: 32-bit architecture, general-purpose register bit width of 32 bits
I: Supports shaping operation, with 32 shaping registers
M: Supports shaping multiplication and division instructions
A: Support atomic instructions, simplify lr and sc instructions, and only execute them as LW and SW,
and the return of sc results is always successful.
C: Supports 16-bit compression instruction
F: Support single-precision floating-point operation, with 32 floating-point registers.
XW: 16-bit compression instruction for self-expanding byte and halfword operations."
Ein V4F ist zum Beispiel in einem CH32V307 gegeben, der ohnehin schon mit 144 MHz läuft und auf Grund seiner Ausstattung nicht mehr in das untere Preissegment einzuordnen ist.
Mein Senf zur FPU:
Das sehe ich nicht als Kritikpunkt bei diesen kleinen Teilen. Selbst per Software dürfte eine FDIV bei 48 MHz im unteren µs-Bereich fertig sein.
Nochmal: Ich bin ein vehementer RISC-V Befürworter.
Warum eigentlich? Gibt es denn irgendeinen gravierenden Vorteil gegenüber Cortex-Kernen?
Wenn ich in C programmiere, kann mir der Kern doch egal sein. Und wenn jemand Arduino draufsetzt, ist eh alles zu spät.
Mein Senf zur FPU:
Das sehe ich nicht als Kritikpunkt bei diesen kleinen Teilen.
Um die CH32 geht es bei der Betrachtung bzgl. FPU auch gar nicht.
Ü-Ber-Haupt nicht! Irgendwie scheine ich das ja wohl nicht besonders gut rüber bringen zu können.
Und dass man eine offene und vor allem freie Architektur voran bringen möchte, muss das tatsächlich erklärt werden?
Statt nur auf Geschwindigkeit zu schauen, sollte man auch die kleinen Dinge nicht übersehen. Bei einem meiner Projekte nutze ich den im CH32V006 enthaltenen OPA um das Signal eines analogen Hallsensors um den Faktor 7 zu verstärken. Extern wird nur eine R/C-Kombination zur Einstellung der Wechselspannungsverstärkung benötigt. Sehr praktisch, wenn die Leiterplatte sehr gedrängt ist. Der CH32V007 enthält zusätzlich sogar 2 Komparatoren. Es gibt nicht viele kleine MC die das beinhalten.
Bei dem SH79F084AL handelt es sich um einen "2.8V~5.5V 51 Family 8KB
FLASH SOP-16 Microcontroller"
Auch keiner dieser Mikrocontroller.
Hier wird immer so viel über die Geräte gesprochen, aber wenn ich irgendwelche Microcontroller sehe, dann sind das in Weißware vorwiegend Renesas. Der Batteriewassercontroller war nach dem ich den aufgeprokelt hatte ein mit dem Tiny10 vergleichbarer PIC.
Vielleicht habe ich nur Pech und sehe immer den falschen Dinge, aber das Meiste was hier besprochen wird, findet sich nicht auf meinem Weg.
Statt nur auf Geschwindigkeit zu schauen, sollte man auch die kleinen
Dinge nicht übersehen. Bei einem meiner Projekte nutze ich den im
CH32V006 enthaltenen OPA um das Signal eines analogen Hallsensors um den
Faktor 7 zu verstärken.
In der Tat wurden in diese MCU-Serie einige sinnvolle Extras eingebaut.
Bei dem CH32V007 ist mit dem OPA sogar schon ein PGA realisiert, mit dem Kleinspannungen direkt ein stellbar mit dem Faktor 2, 4, 8, 16 verstärkt werden können und mit dem AD-Wandler konvertiert werden können, ohne daß zusätzliche externe Bauteile notwendig sind.
aber wenn ich
irgendwelche Microcontroller sehe, dann sind das in Weißware vorwiegend
Renesas.
In meiner Liebherr-Kühl-Gefrierkombi sind (mindestens) zwei Atmel AVRs verbaut. Ein Atmega48 und ein Atmega88, wenn ich mich recht erinnere. Galvanisch getrennt, auf einer Platine. Ein weiterer könnte noch hinter dem Display in der Tür stecken.
Es bestimmt sowas wie der Multimedia-Hotspot der Küche der nebenbei auch kühlen kann. :-D
Vielleicht sogar besonders leistungsfähig wegen der gekühlten CPU's.
Es bestimmt sowas wie der Multimedia-Hotspot der Küche der nebenbei auch
kühlen kann.
Multimedia? Mit einem Atmega88?
Nee. Das ist einfach nur eine etwas bessere Kühl-Gefrierkombi, die auch den Gefrierteil selbst abtaut und mit einem Kompressor zwei Kühlkreise versorgt. Das Display zeigt nur die beiden Temperaturen an (primitives passives LC-Display mit ein paar vorgegebenen Segmenten, nix Punktmatrix oder so).
Es entstand ein Bild im Kopf mit so einem großen Touch-Screen auf der Front, wobei die Mikrocontroller selbstverständlich nur die Zuarbeit leisten. :-)
Das Gerät ist jetzt auch gute 15 Jahre alt.
Da war Atmel noch modern.
In einem Induktions-Kochfeld mit Touch-Steuerung fand sich ein Atmega 328.
Gerade im Anfang (viele Jahre her) dachte ich immer, dass ich doch viel öfter Atmel sehen müsste, aber da waren keine. Einzig ein Ladegerätehersteller fing dann mit Atmel an.
Jetzt sollte gefühlt überall STM drin sein. Gut, einen habe ich mal gesehen, war aber kein 32ger.
In meiner Liebherr-Kühl-Gefrierkombi sind (mindestens) zwei Atmel AVRs
verbaut.
Das wäre dann mal was.
Wenn man hier so liest und von den Unmengen produzierten µCs liest, dann müsste dir quasi jeden Tag einer der bekannten über den Weg laufen. Statt dessen eher ziemlich alte Controller oder halt Renesas. Und insbesondere nachdem ich mir seinerzeit das Datenblatt vom ersten dieser Sorte angesehen hatte, war mir klar wieso die da drin waren. Gut, heute haben auch andere direkte Motortreiber eingebaut. Aber zu dem Zeitpunkt (ist auch lange her) hatte ich noch nie was von Renesas gehört.
Deshalb frage ich mich schon bei jedem neuen Hype, diskutieren wir in unserer Blase völlig am Markt vorbei?
Deshalb frage ich mich schon bei jedem neuen Hype, diskutieren wir in
unserer Blase völlig am Markt vorbei?
Das kann schon sein - macht das einen Unterschied?
Der eigene Betrachtungswinkel ist hier nach wie vor Hobby, da man hier in der EU ohnehin lebensmüde ist, wenn man Produkte produziert und anbietet.
Das kann nur mit Entwicklungen funktionieren die eine exorbitante Gewinnspanne haben, oder indirekt durch die Beratung und den Service den Gewinn einspielen.
Statt dessen eher ziemlich alte Controller oder halt Renesas.
Könnte auch damit zu tun haben, was einem so an Hardware begegnet. Wer in erster Linie Unterhaltungselektronik zerlegt, wird andere Erfahrungen machen, als jemand, der Eisenbahntechnik verschrottet, und der wiederum andere Erfahrungen, als jemand, der Weiße Ware von anderen Herstellern als BSG auseinandernimmt. Und der wiederum andere, als jemand, der in Autoelektronik herumstochert.