Hi
Meßgeräte haben heutzutage Sicherheitsstecker, Netzgeräte Polklemmen.
Sicherheitsstecker passen nicht in Polklemmen.
Gibt es Adapter Bananenstecker - Sicherheitsbuchse?
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Adapter Sicherheitsstecker - Bananenstecker?Hi Meßgeräte haben heutzutage Sicherheitsstecker, Netzgeräte Polklemmen. Sicherheitsstecker passen nicht in Polklemmen. Gibt es Adapter Bananenstecker - Sicherheitsbuchse? Hallo, zB A-SLK4 von Stäubli. Grüße
Sicherheitsstecker passen in Sicherheitspolklemmen. Aim-TTi hat diese schon lange an Netzteilen: https://www.aimtti.com/safety-terminals Inzwischen bietet auch Rohde & Schwarz Netzteile mit 4-mm-Sicherheits-Schraubklemmen an. Es gibt Laborstecker mit gefederter Schiebehülse. Sind ungesteckt geschützt und passen mit Hülse in Sicherheitsbuchsen. Bei normalen 4 mm Buchsen oder Polklemmen schiebt sich die Hülse gegen Federkraft ein und sie passen auch.
Es gibt auch Netzgeräte mit Sicherheitsbuchsen. Was aber hindert Dich daran, Kabel ohne Sicherheitsstecker zu verwenden? Solange Du nicht in einer Schule o.ä. mit Auszubildenden arbeitest, liegt das ja in Deiner Verantwortung. Aber vielleicht hilft Dir ja auch schon das hier: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/adapterbuchse_ebergangstecker_4_mm_rot-346995 Steckspreiz-Adapter A-SLK4... diese sind eher für ein Festinstallation gedacht, da ihr Stecker rau und mit einer Inbus-Madenschraube spreizbar ist. Ich verwende das Multilam-Metallteil aus den stapelbaren Bananensteckern LQ-4..., LM-4..., SLQ4.., SLM4.., , ggf,. mit Schrumpfschlauch isolieren: 66.2028 LS-SLQ-4N vernickelt, Querloch zum Löten 66.2029 LS-SLQ-4A vergoldet, Querloch zum Löten 66.2030 LS-SLM-4N vernickelt, Schraubanschluss 66.2031 LS-SLM-4A vergoldet, Schraubanschluss
Die Kabel sind vorhanden, die Geräte mit den Buchsen auch. Ich könnte die Sicherheitshülsen abschneiden, aber das ist auch nicht so schön... Ich habe mal einen kleinen Bund Sicherheitsmesstrippen geschenkt bekommen. An denen habe ich die tollen Stecker abgeschnitten und weggeschmissen. An den Leitungenhabe ichdann gute Stäubli Stecker Ohne Sicherheitskragen angebracht. Würde ich jederzeit wieder so machen. Mit dem bescheuerten Sicherheitszeug kann man ja noch nicht mal eben die Steckerspitze zum Bestromen wo dran halten weil da meist noch eine Plasikspitze aufgesetzt ist. Sinnvoll benutzbar geht anders. Hallo Armin.
Je nach Anwendung ist es so ok.
Naja, wenn Du an 900V DC Sammelschinen, die dutzende kA nachschieben können, herummmist, sind zusätzliche Sicherheitsmassnahmen schon beruhigend. Sind ja nicht alle Adrenalin-Junkies. ;O) Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http:www.dl0dg.de
Wenn die Bananenstecker im MM stecken, kann man keine Spannungen berühren. Und die Stecker rausziehen, während das andere Ende der Meßstrippe an Spannung hängt, sollte man nicht.
Ich frage mich immer wieder, wie meine Kollegen und ich die knapp 50 Berufsjahre lebend überstehen konnten. Bei Spannungen bis 110kV AC, 20kV DC und Strömen bis 500kA DC. Kopfschüttelnde Grüße
Danke! Da hast Du eine Frage beantwortet, die mich unterschwellig schon fast ein Vierteljahrhundert begleitet hat. ("Welchen Sicherheitsgewinn sollen neue Kabel mit Tüllenstecker bieten, wenn jetzt überall diese Adapterstecker herumstecken, die ihrerseits beim Abziehen wieder die blanken Kontakte freilegen???") :
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Die Verwendung von Bananensteckern mit Isolierhülse ist in meinen Augen überzogenes Sicherheitsdenken. In die gleiche Kategorie fällt für mich die Forderung, dass bei neuen Installationen der Energieverteilung nach dem Abnehmen der Abdeckung immer noch IP20 Berührschutz bestehen muss. Wie konnten all die Elektroinstallateure bisher überleben? Wenn Laien mit Bananensteckern hantieren sollen, dann ist auch die Begrenzung auf Schutzkleinspannung und ggf. Strombegrenzung schon eine wirksame Maßnahme. Oder man schaltet einfach aus, so lange noch offene Stecker herumliegen. :
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Survivorship Bias. Die über den Daumen gepeilten 4000 tote Fachkräfte schreiben halt nichts mehr. 90 % davon sicher in den ersten 10 der letzten 50 Jahre. Edit: Rechtschreibung. :
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Und Du meinst, die hätten mit Sicherheitsbananensteckern überlebt? Ich habe selbst erlebt wie ein Kollege zwecks Service in die falsche Hochspannungszelle gegangen ist. Der Lichtbogen hat einige Sekunden angestanden. Der verbliebene Rest war nicht mehr als menschlicher Körper zu erkennen gewesen. Der hat die fünf Regeln der Elektrotechnik nicht eingehalten. Ein Sicherheitsbananenstecker hätte da auch nicht geholfen. Sicherheitsstecker? Ist ja fast wie kodierte TAE-Stecker früher(TM). Die musste Mann halt "dekodieren". ☺ Also: Messer raus, ISO-Hülle weg. Und: Keine Angst. Es sind dann immer noch genug Laborkabel mit ISO übrig... Hallo Peter, Dieter, Rainer und Lukas.
~~ ~ Rainer D. schrieb im Beitrag #8077667:
Alles richtig, aber trotzdem kann ich nicht verstehen, wie man eine solch überzogene Selbstsicherheit haben kann. Ich und andere machen genug Fehler, also sollte man sich Maßnahmen und Prozeduren ausdenken, die die eigenen Fehler wegfangen. Die fünf Sicherheitsregeln gehören übrigens dazu.
Genau das ist es.
Du vergisst die, die solche Vorfälle überlebt haben, aber sich nach einem solchen "Schuss vor den Bug" eine andere Tätigkeit gesucht haben. Von denen hörst Du natürlich auch nicht so schnell wieder etwas, weil sie sich in einem anderen Umfeld bewegen. Mit freundlichem Gruß Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de :
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Kannst Du noch ruhig schlafen? Schonmal Auto gefahren? Oder eine Strasse überquert? Oder auf ne Leiter gestiegen? Man kann überzogenes Sicherheitsdenken auch völlig übertreiben. Ich war übrigens während der Dienstzeit erst Sicherheitsbeauftragter, später Sicherheitsing. Man sollte einfach mal realistisch bleiben, und den gesunden Menschenverstand benutzen. Letzteres scheint mehr und mehr abhanden zu kommen. Wenn ich sehe das Mehrheiten zweimal Trump, und den Brexit gewählt haben, usw. Hallo Rainer.
Letztlich handhabe ich das vermutlich genauso wie Du, aber ich nenne das nicht "gesunder Menschenverstand" sondern "zocken". Weil genau das ist es auch. Man lernt mit seiner Erfahrung Risiken einzuschätzen, und entscheidet dann. Aber das bleibt in letzter Konsequenz immer ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten, also "zocken". Es gibt sehr viele Situationen, wo uns das Leben dazu zwingt zu zocken. Den Euphemismus "gesunder Menschenverstand" halte ich aber für sehr überheblich.
Den Sicherheitsbeauftragten hab ich auch mal gemacht. Aber ich bin halt kommunikativ nicht so begabt. Darum habe ich das irgendwann auch wieder gelassen. Man muss seine Grenzen kennen, auch wenn es wenig gibt, was deprimierender ist, als seine Grenzen zu kennen.
Ich hätte beides nicht gemacht, ich habe grundsätzich ein Problem mit Charismatikern und Leuten, die den Willen zum Führen haben. ;O) Mit freundlichem Gruß Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de Vielleicht sollte man sich, bevor die Fetzen fliegen, mal den konkreten Anwendungsfall ansehen. Bei Kabeln, die auch mal mit Netzspannung zu tun bekommen, halte ich Sicherheitshülsen für sehr viel wichtiger, als bei Kabeln, die im Korad 3005 stecken, das gerade mal 30 V ausgeben kann ...
Das ist aber nicht alles was einen Sicherheitsfuzzy ausmacht bzw einem Sicherheitsfuzzy das Leben so unsäglich schwer macht wenn man die Kollegen ständig von überzogenen Sicherheitsmaßnahmen überzeugen muss hinter denen man selber nicht zu 100% stehen kann weil manchmal schon Lebensfremd. Ich habe bei uns immer wieder gesagt : Ich brauche mich, wenn ich durch unsere Anlagen laufe, nur an alle meine Sicherheitsunterweisungen halten, dann brauche ich, wenn ich unterwegs bin mein Hirn nicht zu benutzen weil mir nichts passieren wird. Und ja, ich hab für meinen Bereich auch mal Betriebsanweisungen geschrieben. Alte jedoch auch schon mal abgeändert weil meine Vorgänger so viel Stuss mit dazu geschrieben haben um ja alle irgendwie erdenklichen Gefahren sowie Nebengefahren zu erfassen, zu benennen und davor zu warnen. Wir hatten über 40 Maschinenbetriebsanweisungen und an die 50 Gefahrstoffbetriebsanweisungen. Alle hatte der Meister wenigstens einmal Jährlich vorzutragen. Und unser Meister war schlecht im Vorlesen. Ich höre besser auf...🥱🫢 :
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Das sehe ich nicht als "Zocken". Darunter verstehe ich uA Extremsportler, die sich zB, mit was auch immer, irgendwelche Berge herunter stürzen, dann ggf von Bergrettern geborgen werden müssen. Sowas würde ich als "Zocken" bezeichen. Aber nicht die Entscheidung ob ich Bananenstecker oder Sicherheitsstecker verwende. Als Sicherheitsmensch ist man natürlich immer der Doofe, wenn man anderen Ihr Handeln vor Augen führt. Aber allein die ganzen Schriften mit Unfallszenarien, die man so in die Hände bekommt, beeinflussen das Denken über sein Handeln im Handwerk. Und dann sollte es einem auch nicht mehr sooo schwer fallen, gelegentlich zum "Doofen" zu werden. Aber das verändert nicht mein Denken über den Einsatz des gesunden Menschenverstandes. Während hier diskutiert wird, ist mir mein 24 Volt-Lötkolben explodiert, mit eindrucksvoll lautem Knall. Passen diese Sicherheitsstecker auch in normale Schukosteckdosen?
Das klappte dank natürlicher Auslese, wer den Darwinaward gewann war halt nicht 50 Berufsjahre tätig. Ich habe mir auch Jahre später nie abgewöhnen können eine Hand immer in der Hosentasche zu behalten, verhindert das beidhändige anfassen.
Faszinierend. Was ist in einer Magnastat drin, was explodieren könnte?
Natürlich nicht, sofern sie nicht die Sonderbauform mit federnd angebrachten Schuthülsen sind, die man zurückschieben kann. Und das ist auch gut so, damit niemand auf die Idee kommt, so etwas zu machen.
Nein. Man steckt diese Sicherheitsstecker in Sicherheitskrokoklemmen, steckt zwei Nägel in die Steckdose und klemmt die Krokoklemmen dort an. Sicherheit geht eben vor! Genau so wird es gemacht!
Bitte beachten dass bei den neumodischen Steckdosen mit Kindersicherung beide Nägel exakt gleichzeitig reingedrückt werden müssen.
Beidhändig arbeiten, dann geht das. -- (Muss ich für die einfacher gestrickten Mitforenten hier wirklich einen Hinweis darauf unterbringen, daß das nicht die hellste Torte unter den Handlungsanweisungen ist?)
wo kommt die Zahl 4000 her, mWn sind das eher 400? (was aber natürlich auch 400 zuviel sind) "über den Daumen gepeilt" und "90 % davon sicher" klingt auch nicht sehr vertrauenswürdig Hallo Rainer.
Das ist eher eine Unterscheidung, ob man es als Broterwerb betreibt oder als Hobby. Aber es ist beides das gleiche: Ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten, also "zocken". Natürlich kann man auch mehr oder weniger Arbeit und Geschick darauf verwenden, wie man die Wahrscheinlichkeiten einschätzt. Allerdings: Auch "Profis" machen da viel aus dem Bauch heraus. Mit freundlichem Gruß Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de Hallo Harald, Joachim und Walter.
In meinem Falle die Netzwechselspannung die z.B. in einen PFC hineingeht und die 400V DC, die dort wieder herauskommen. Bei meistens ca. 3kW maximal.
Und ob das ganze potentialfrei ist. Also Trenntrafo bzw. Hochvoltlabornetzteil, das ausgangsseitig nicht geerdet ist. Allerdings kann man sich auch bei solchen Systemen trotzdem eine Erdung zuziehen. Wenn z.B. ein Isolationsfehler auftritt, oder man eine interne Masseverbindung für Messungen benötigt.
Das ist eine ganz typische Frage, die einem immer wieder begegnet, und die eine Antwort hat: Survivorship Bias. Wurde auch oben schon genannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Survivorship_Bias
Und genau dass ist der Survivorship Bias. ;O) Wer das aber "Darwinaward" nennt, übersieht, dass doofe Fehler jedem passieren können. Auch eine Form der Überheblichkeit.
Den Reflex habe ich auch, aber das geht nicht immer, weil in der Energietechnik vieles zu schwer oder sperrig zum festhalten mit einer Hand ist. Und ich habe schon Cheffs kennengelernt, die darum sagten, wer sich an Sicherheitsregeln hält fliegt, weil er ist zu langsam. Das Wirtschaftsleben ist eine Form von Krieg, und tote und Verletzte werden einkalkuliert. Wir leben halt in einem Wohlstand, der uns den Luxus von Arbeitssicherheit meistens erlaubt. Das Problem ist andersherum, das gerade Wohlstand über den Klimawandel die Existenz der Menschheit grundsätzlich gefährdet.
Möglicherweise hierher: https://www.bgetem.de/arbeitssicherheit-gesundheitsschutz/institute/institut-zur-erforschung-elektrischer-unfaelle/statistik-der-stromunfaelle D.h. es gibt weniger tödliche Stromunfälle bei einschlägigen Fachkräften als es tödliche Blitzschläge in Deutschland gesamt gibt. https://www.med.uni-rostock.de/medien/pressemitteilungen/aktuelles/news/bis-zu-1000-verletzte-pro-jahr-rostocker-rechtsmediziner-warnt-vor-unterschaetzten-blitzschlaegen und https://www.vde.com/de/blitzschutz/infos/bitzunfaelle-blitzschaeden
Das ist auch nicht richtig. 4000 tote Fachkräfte kommt wohl für Deutschland nicht hin. Möglicherweise aber weltweit, wenn man die gruseligen Installationen mancherorten kenn. Nicht das ich solche Installationen nicht auch hier schon gesehen hätte, aber die sind halt seltener. Außerdem hat er nicht dabei geschrieben seit wann. Seit der Entdeckung und Nutzbarmachung der Elektrizität könnte das für Deutschland schon sehr gut hinkommen. Mit freundlichem Gruß Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de :
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Solche Chefs musste ich zum Glück nicht kennenlernen. In den Firmen, in denen ich gearbeitet hab (Anfangs Groß- und Schwerindustrie, später im Rundfunkbereich) wurde auf Sicherheit immer großen Wert gelegt. Besonders im letzt genannten Bereich gab es jährliche Sicherheitsunterweisungen, alle 3 Jahre Erste Hilfe Auffrischungskurse, regelmäßige Rettungsübungen (zB Abseilen aus großen Höhen), alle 4 Jahre Brandschutzübungen, usw usw. Wichtig ist doch in unserem Bereich neben der Beachtung der 5 Sicherheitsregeln, keine Oberflächlichkeiten aufgrund der Gewohnheit aufkommen zu lassen, und eben den grauen Pudding zwischen den Ohren zu benutzen.
Man muss sich glücklicherweise nicht an den schwächsten orientieren und die als Maßstab nehmen. Auch hierzulande war das ein langwieriger Lernprozess.
Das muss man wohl unter "Evolutionsverlusten" einsortieren. Hats auf dieser Welt immer wieder gegeben, und es gibt keinen Grund weshalb das ausgerechnet mit unserer Spezies aufhören sollte. Klingt böse, ist aber so.
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