Moin zusammen!
Ich versuche eine eigentlich ganz einfache Schaltung zu entwickeln aber bin leider an einem Punkt (und einer Uhrzeit^^) bei der ich nicht mehr weiterkomme. Auch eine Recherche hier im Forum und sowieso ist bisher leider ergebnislos geblieben, darum mein Eintrag. Wenn einer schon vorhanden sein sollte, bitte gerne verlinken.
Folgendes ist gegeben: • Schaltung soll mit Transistoren aufgebaut werden (Bipolar/Mosfet) • Schaltung soll polwechselnde Impulse von 24V verstärken und damit Relais ansteuern • Hintergrund: Die polwechselnden Kontakte einer Hauptuhr sind schon rund 90 Jahre alt (Siemens HU9 aus den 1920ern) und schalten den vorhandenen Schwinganker zum Aufzug der Uhr nicht mehr zuverlässig • Ziel: polwechselnde Impulse mit möglichst geringem Strom erzeugen
Also habe ich eine Schaltung ausgetüftelt. Als Informationsgrundlage dient mir dieser Artikel: https://de.elv.com/elvjournal/transistor-als-schalter/ Von dort habe ich die Bezeichnungen für die Widerstände entnommen.
Bitte schaut in den angehängten Schaltplan. Das ist mein derzeitiger Stand, aber ich bin mir nicht sicher, ob er funktionieren wird. R1 und R2 sind die oben im Link bezeichneten Vorwiderstände RB. Mein Verständnis ist, dass über RB eine Spannung abfällt, wenn die Diode sperrt. Lege ich an Pin 2 des Anschlusses J1 die positive Spannung an und auf Pin 1 die negative, dann fließt der Strom durch R1 durch, da D1 sperrt. D2 lässt den Strom ungehindert passieren und über R2 fällt keine Spannung ab. Verwende ich statt RB einfach die Relaisspulen, funktioniert die Schaltung. Jeweils ein Relais zieht an, wenn ich eine Spannung anlege. Das andere Relais schaltet, wenn ich die Polarität wechsele. So etwas habe ich bereits erfolgreich gebaut.
Mein Ziel ist nun, einen Transistor einzuschleifen, um den Schaltstrom zu minimieren. Die Relais benötigen ca. 20mA, in einer empfindlichen Version 8mA. Der Transistor benötigt aber noch weniger Strom als dis Relais und schont damit meine Kontakte/macht die Uhr wieder gangbar. Bei meiner ausgedachten Schaltung soll über RB ein Strom abfließen, der den Transistor leitend macht. RBE dient dazu, ein definiertes Potential zu erzeugen. Er ist sehr hochohmig, wie im obigen Link zu lesen. Bei unseren Betrachtungen sollte er eigentlich keine Rolle spielen.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob das so funktioniert. Lege ich auf Pin 2 des J1 24V an, fließt ein Strom über R1 und D2 zum Pin 1 meines Anschlusses J1. Gleichzeitig wird Q1 leitend gemacht. Ein Strom fließt über Basis und Emitter ab. Das Relais K1 zieht somit an, wenn der Stromfluss durch Q1 ausreichend ist. Da der Strom durch D2 läuft, wird auch Q2 angeregt. Das Relais K2 zieht ebenso an, was nicht erwünscht ist.
Nun meine Frage: Wie kann ich die Schaltung aufbauen, damit es funktioniert? Kann ich zwischen RB und RBE noch einen RB2 einbauen, sodass für den Strom kaum Anreiz besteht Q2 auch leitend zu machen? Da RB+RB2 von Q1 > als RB2 Q2 … aber das würde die Logik auch wieder umkehren und am Ende nix bewirken … ?!
Vielleicht ist die Lösung einfach und ich stehe gerade nur auf dem Schlauch. Oder es ist komplexer … Für weitere Fragen bin ich offen, für Vorschläge wie man diese Schaltung aufbauen könnte ebenso ;)
Vielen Dank! Arno/Orgelnator
