Versehendlich Spammail angeklickt, was tun?

#8083615
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Ich habe versehentlich auf dem Android Handy eine Spammail angeklickt. Die Mail war angeblich eine Bestätigungsanfrage von DPD. Als ich sie in den Spambereich verschieben wollte hab ich wohl mit einem Finger draufgeklickt. Irgendwas wollte öffnen, ich habs gleich geschlossen. Letzteres hat vermutlich nix mehr bewirkt.

Die Mail habe ich nun auf dem Rechner wieder angezeigt, weil Spam ohne Inhalt. Aber die Fläche rechts unten ist mit einem Link verbunden. Irgendeine Sternenzauber HP in der Schweiz.

sternenzauber-eberlich ch

Siajemmaiosanebeasm

Kennt das jemand? Was passiert da?

Angehängte Dateien:
(Firma: Hobbytheoretiker) #8083637
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Rainer D. schrieb:

Kennt das jemand?

Nein, gleiche Email habe ich nicht.

Was passiert da?

Wenn Du keine Email-App oder Postzustellungs-App auf dem Gerät verwendest, geht es vielleicht noch gut.

Aber Dein Browser hat an die vorhergehende Adresse den Link zu Deinem Postfach übertragen. Ich hatte bei meinem Postfach, wo einmal die isländische Airline inflitriert war, eine Nachricht erhalten, dass zugleich auf mein Emailpostfach aus dem Ausland zugegriffen wurde, den der Anbieter aus unplausibilitätsgründen geblockt hatte. Aber heute sind diese Hacker etwas schlauer und nutzen diese Links vom richtigen Land aus.

#8083657
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Hans W. schrieb:

Die wahrscheinlichste Auswirkung ist, dass deine eMail Adresse nun in die Liste bevorzugter Ziele eingetragen wurde, denn du hast reagiert (den Link geöffnet).

Ich bekomme sowieso schon reichlich Spam, hab ja ca 20 Jahre lang mehrere Internetseiten betrieben.

Dieter D. schrieb:

Wenn Du keine Email-App oder Postzustellungs-App auf dem Gerät verwendest, geht es vielleicht noch gut.

Doch doch, hab die Telekom eMail App.

H. H. schrieb:

Die hätten von dir deine Kreditkartendaten abfischen wollen, so blöd wärst du doch bestimmt nicht gewesen.

Ich kann weder Onlinebanking noch sonstwas hochbrisantes. Einzig Paypal. Aber da muss ich mich zusätzlich einloggen, bekomme ne eMail und eine SMS.

Aber vor Jahren wurde mal mein Netflix Zugang gehackt, und mein Kleinanzeigen Zugang :-( Hab danch alle Passworte geändert.

Jaja, als alter Sack ist man zu naiv und blauäugig, seuftz.

#8083681
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Rainer D. schrieb:

Ich kann weder Onlinebanking noch sonstwas hochbrisantes.

Ist das immer noch "hochbrisant", seitdem inzwischen so ziemlich jede Online-Banking-Anwendung Zwei-Faktor-Authentifizierung erfordert?

Rainer D. schrieb:

Aber vor Jahren wurde mal mein Netflix Zugang gehackt, und mein Kleinanzeigen Zugang :-( Hab danch alle Passworte geändert.

Deshalb nutzt "man" inzwischen v.a. bei kritischen Dingen 2FA, wird seit Jahren fast überall zumindest optional angeboten.

(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #8083697
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Rainer D. schrieb im Beitrag #8083657: ...

Ich kann weder Onlinebanking noch sonstwas hochbrisantes. Einzig Paypal. Aber da muss ich mich zusätzlich einloggen, bekomme ne eMail und eine SMS.

...

Da täuscht du dich. Dank Digitalisierung des Staates ist ALLES von dir im NETZ und können von Konsorten wie T...p. mißbraucht werden.

Noch schlimmer: nicht können, sie tun es!

(Firma: Hobbytheoretiker) #8083720
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Heinz R. schrieb:

wie soll das gehen, rein durch anklicken eines Links?

https://rotering-net.de/tut/clientinfo.html

Die URL der Webseite, über die Sie zu dieser Seite gelangt sind: https://www.google.com/ Wenn Sie einem Link im Web folgen, sendet Ihr Browser üblicherweise die URL der Seite mit, auf der der Link angebracht war, den sogenannten Referer. Dadurch kann sich der Website-Betreiber einen Überblick verschaffen, von wo aus auf seine Webseiten verlinkt wird. Als Nutzer kann man das Übermitteln des Referers in der Regel abschalten, allerdings meist nur über einen Eingriff in die interne Konfiguration oder über Plug-Ins.

#8083732
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Heinz R. schrieb:

Aber Dein Browser hat an die vorhergehende Adresse den Link zu Deinem Postfach übertragen.

wie soll das gehen, rein durch anklicken eines Links?

Eine übliche Methode von Spammern ist es, die Link-URL mit Parametern (à la "&id=430659") auszustatten, welche einen Rückschluss auf die Empfänger-Mailadresse der Spam-Mail erlauben. Damit reicht bereits ein HTTP-Request an diese URL, um dem Spammer die Kenntnisnahme der Mail mitzuteilen. AFAIR hatte ich auch mal welche, wo sogar meine Mailadresse im Klartext als Parameter in der URL war.

#8083734
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Heinz R. schrieb:

Kenntnisnahme der Mail ja , aber Postfach, Passwort usw - nein

Was bedeutet für dich "Postfach" wenn nicht Mailadresse? Einloggen in das Postfach durch den Spam-Absender samt Zugriff auf Nachrichten etc.? Das kann lediglich über Link-Anklicken eher nicht passieren, dazu bedarf es Malware auf dem Client des Opfers, die ein Passwort abgreift etc. (denkbar bei Herunterladen oder gar Öffnen eines Anhangs).

#8083748
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Dieter D. schrieb:

Aber Dein Browser hat an die vorhergehende Adresse den Link zu Deinem Postfach übertragen.

Kannst Du nicht einfach mal die Klappe halten, wenn Du keine Ahnung hast?

Heutzutage wird kein Mail-Anbieter mehr HTTP ohne S verwenden, und bei HTTPS schneiden die Browser im Refer(r)er-Header Pfad und Parameter ab, so dass der Spammer allenfalls weiss, dass der Webmail-Client genutzt wurde.

Zudem hatten die Webmail-Anbieter schon zu HTTP-Zeiten Sprung-URLs dazwischen, die a) den Refer(r)er verschleiern und b) ggf. noch eine Warnung ausgeben.

Meistens wäre Dein "Link zum Postfach" ohnehin wertlos, weil für die Authentifizierung ein Cookie verwendet wird.

Schwurbeldieter-Standardanmerkung: Spar Dir Deine üblichen Versuche, Deine Fehler wegzudiskutieren. Dass Du insbesondere vom Internet keinerlei Ahnung hast und nur mit KI-"Wissen" glänzt, ist hinreichend bekannt.

#8083780
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Mittlerweile wird Passkey propagiert. Früher konnte man mit Login, Passwort und SMS auf "Mein XYZ" problemlos zugreifen, wenn auch manchmal die SMS auf sich warten ließ und eventuelll nochmal angefordert werden musste. Jetzt wird das geändert. Passkey mag ich nicht. Was meint Ihr dazu. Wat der Buer nich kennt, dat fret hei nich. Die ganze Windows-Hello-Suite ist mir zutiefst suspekt. Ist das zugewiesene "Gerät" einmal gewreckt, läuft garnichts mehr. Früher hatte ich im Falle eines Falles zumindest noch die Möglichkeit, mich von einem anderen PC aus in den Account einzuloggen.

ciao
gustav

#8083788
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Es gibt technisch super ausgefuchste Methoden. Aber wenn die Benutzer es nicht verstehen, dann können sie es nicht sicher benutzen.

Dazu kommt, dass man dauernd aufgefordert wird, irgendwelchen Unternehmen zu vertrauen, wo man niemanden persönlich kennt und im Fall des Falles auch vollkommen machtlos gegen sie ist.

Ein Stück Papier, auf das ich acht gebe, ist mir ehrlich gesagt sympathischer.

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