Hallo
ich kenn mich mit Windows einigermasse aus, würde aber gern mal mit Linux abeiten. Ich hab mir mal ein Buch für Linux vom Kofler gekauft, aber das ist mehr sowas wie ein Lexikon. Wer kennt da ein gutes Linuxbuch (evtl am Beispiel Mint), mit dem man sowas wie nen Einführungskurs machen kann? Literatur für Linux gibts ja wie Sand am Meer, aber was ist für nen Einsteiger sinnvoll? Ich will in erster Linie Linux selbst, Aufbau und auf Kommandozeilenebene kennenlernen, dazu die Einbindung in ein Windows-Heimnetzwerk.
Was ist zu empfehlen?
Weiß nicht, ob das für dich als Einsteiger vielleicht gleich ne Nummer zu viel ist, aber eventuell kannst du Dir mal Bücher zum Thema LPIC-1 mal anschauen. Ich hatte mal eins von Harald Maaßen und fand das sehr gut geschrieben, gerade was die Kommandozeilenbefehle betrifft. Da gehts u.a. um die üblichen Shell-Befehle, aber auch um bisschen Benutzerverwaltung, das Filesystem und Rechteverwaltung und auch Paketverwaltung. Man muss das ja nicht unbedingt zum Zwecke einer LPI-Prüfung lesen, sondern informativ geht ja auch...
Ah ja, danke, da hab ich dann erst mal was zum lesen.
LPIC-1 auch interessant, aber sowas wie nen Kurs, den man durcharbeitet????? Gibt es sowas? ich will halt kein Nachschlagwerk wie das von Kofler.
Ich hab mir mal ein Buch für Linux vom Kofler gekauft,
aber das ist mehr sowas wie ein Lexikon. [...]
Was ist zu empfehlen?
Von Herrn Kofler gibt es mehrere Bücher, und Deine Beschreibung liest sich so, als hättest Du seine "Linux Kommandoreferenz" [1]. Für Einsteiger ist aus meiner Sicht sein "Linux -- Das umfassende Handbuch" [2] besser geeignet, idealerweise in der aktuellsten Version.
Herzlich willkommen in der Linux-Welt. Du wirst feststellen, daß Linux an vielen Stellen ganz anders funktioniert als Windows, aber mit ein bisschen Fachkenntnis wirst Du merken, daß das mit ein bisschen Fachkenntnis alles weder Hexenwerk noch Raketenwissenschaft ist.
Deswegen finde ich Deinen Ansatz, Dir zunächst ein wenig Fachwissen anzueignen, sehr klug und sinnvoll, zumal versierte Windows-Nutzer diesen Schritt leider oft überspringen, weil sie irrigerweise denken, Ihre Kenntnisse einfach übertragen zu können. Das ist aber leider nicht möglich und beinahe eine Garantie dafür, früher oder später zu scheitern.
ich kenn mich mit Windows einigermasse aus, würde aber gern mal mit
Linux abeiten.
(...)
Wer kennt da ein gutes Linuxbuch (evtl am Beispiel Mint), mit dem
man sowas wie nen Einführungskurs machen kann?
(...)
Ich will in erster Linie Linux selbst, Aufbau und auf
Kommandozeilenebene kennenlernen, dazu die
Einbindung in ein Windows-Heimnetzwerk.
Ein umfassendes Buch kaufen und gemütlich im Sessel lesen ist nicht verkehrt ... aber es liefert dann mehr oder weniger einen Blick über den Tellerrand. Da wird vieles drinstehen, was Du für Deine (tägliche) Arbeit mit Linux nie brauchen wirst. Und es ist für einen Neuling schwierig einzuschätzen, was man brauchen wird und was nicht.
Mein Rat wäre: Installiere Dir (ggf. auch zusätzlich zum lesen im Buch) Linux Mint auf einem Rechner, und schau mal, wie weit Du mit den User-Foren und den im Internet auffindbaren Informationen kommst.
https://linuxmint.com/
Dort sind auch die offizielle Dokumentation (mit Guides für Installation, Benutzung, etc.) und die User-Foren verlinkt.
https://linuxmint.com/documentation.phphttps://forums.linuxmint.com/
Danke für die Infos. Tatsächlich ist es abder doch so, dass man sich erst dann mit einem Thema auseinandersetzt wenn man irgend ein Problem hat. Ich hab mir jetzt zwar Mint auf nem rechner installiert und denke mir ja, sieht gut aus, aber ich seh nicht was ich jetzt machen könnte um da reinzukommen - ohne ein Problem. Daher die Idee mit nem Kurs, wo mal so grundlegendes drinsteht. Wenn du keine Ahnung hast, weisst du auch gar nicht was du fragen könntest/solltest.
Da du ja erwähntest, dass du dich auch mit der Shell auseinander setzen möchtest, ein paar Anmerkungen zum Einstieg.
Für praktisch jedes noch so kleine Werkzeug gibt es die Optionen a) -h oder b) --help um eine Übersicht zu bekommen. Wenn man mehr möchte, hilft der Befehl man, wie in man ls, man echo oder was richtig Fettes: man bash
Falls man noch nicht einmal genau weiß, wonach man sucht: apropos <suchbegriff>
Gerade für die bash (Shell) kann man auch ein eigenes Doku-Paket namens bash-doc installieren. Da steht dann wirklich so ziemlich alles drin.
Eines noch, Ctrl-C unterbricht, Ctrl-D schließt das Terminal nach Benutzung.
Hm..ich glaube sowas gibt es nicht mehr. Sowas gab es ja mal mit der CD gleich im Buch, aber ist wohl von gestern. :)
Das Problem ist das die Distributionen alle sehr unterschiedlich sind und selbst da ist es unter Umstaenden erheblich von der Version der Distribution abhaengig. Systemd ja/nein, Wayland ja/nein, welche shell, was hast du installiert, jeweils anderer Paketmanager.
Vermutlich ist es klueger du schaust was eine Distribution gleich auf ihrer Internetseite anbietet und loest die restlichen Probleme indem du die Google-Ki befragst.
"Linux kurz & gut"
und
"Produktiv auf der Linux-Kommandozeile"
beide von Daniel J. Barrett, erschienen bei O`REILLY. Ersteres ist eine Übersicht der wichtigsten Kommandozeilenbefehle, das zweite Buch zeigt an Hand von zahllosen Beispielen wie man die Befehle im Kombination verwendet. Mir ist erst durch das Lesen des Buches wirklich klar geworden wie unfassbar mächtig die Kommandozeile ist und mit wie wenig Aufwand man selbst hoch komplexe Aufgaben damit lösen kann.
Meiner Meinung nach sind beide Bücher ein absolutes Muss wenn man sich näher mit den Möglichkeiten der Kommandozeile beschäftigen will
Ich hab mir jetzt zwar Mint auf nem rechner installiert und
denke mir ja, sieht gut aus, aber ich seh nicht was ich jetzt machen
könnte um da reinzukommen - ohne ein Problem.
Dann funktioniert schon alles genau so wie Du willst? Cool!
Normalerweise kommt doch nach der Erstinstallation recht schnell das erste "Problem" - also sowas in der Art wie: "Wie komme ich jetzt an meine Netzlaufwerke?" oder "Unter Windows hatte ich Progamm X oder Information Y schön übersichtlich aufm Desktop / in der Startleiste. Wie bekomme ich das ähnlich schön mit Linux Mint hin?"
Ein grundsätzlicher Unterschied zu Windiws ist, dass Linux keine Laufwerksbuchstaben hat und dass Verzeichnisse mit / anstatt \ getrennt werden
C:\ entspricht unter Linux dem Hauptverzeichnis /
Alle weiteren Laufwerke werden unter Linux als Verzeichnis eingeblendet. Ein zweites Laufwerk (D:) könnte unter Linux ganz simpel /d heissen. Oder /daten oder /home/stefan/videos-festplatte oder ... Das ist letztendlich frei konfigurierbar. Beim Installieren von Linux wird das in der Regel sinnvoll eingerichtet. USB Speicher, die man später ansteckt werden automatisch eingebunden und im Dateimanager gesondert angezeigt, deswegen muss man deren Verzeichnis nicht auswendig wissen.
Das Problem ist das die Distributionen alle sehr unterschiedlich sind
So ein Quatsch.
und selbst da ist es unter Umstaenden erheblich von der Version der
Distribution abhaengig. Systemd ja/nein, Wayland ja/nein, welche shell,
was hast du installiert, jeweils anderer Paketmanager.
Bitte erzähl' einem Newbie doch keinen Unsinn, für Einsteiger sind diese Unterschiede marginal und vernachlässigbar. Systemd benutzen mittlerweile alle großen Distributionen, Wayland ebenso, und seit Jahrzehnten ist die Standardshell die Bourne Again Shell (bash).
Für Einsteiger gibt es im Wesentlichen zwei Paketmanager, den Red Hat Package Manager (rpm) der RH-Familie und das Advanced Packaging Tool (apt) in der Debian-Familie.
Wenn aus dem Einsteiger ein Fortgeschrittener geworden ist, der mit Alpine oder Arch Linux experimentieren möchte, dann weiß er auch, was ein Paketmanager tut und kann, und wo er die Dokumentation dazu findet. Bis dahin sind alle Unterschiede vollkommen egal.
Ne, stimmt, mit dem Zugriff auf das Windows Heimnetz habe ich mich
nochnicht beschäftigt. Das wäre dann mal eine erste Herausforderung..
Das Paket "cifs-tools" enthält die notwendige Software, nach Installation kannst Du mit
1
sudo mount -t cifs -o username=user,password=pass //192.168.1.50/sharename /mnt/myshare
Deine Windows-Freigabe mounten. "user", "pass" und "192.168.1.50" dürften klar sein, "sharename" ist der Name der Windows-Freigabe und "/mnt/myshare" ist das (vorhandene) Verzeichnis, unter dem das Freigegebene auf dem Linux erscheint.
Es gibt auch verschiedene Kommandozeilenclients (smbclient, smbinfo, smbget und weitere) im Paket "smbclient", aber die sind wohl eher was für Fortgeschittene. :-)
Womit man bei Distributionen wie Raspberry Pi OS bzw. deren Desktop aber schon scheitert, wenn man eine Datei auf ein externes USB-Drive kopieren will. Gibt eine Fehlermeldung, daß irgendeine Berechtigung fehlt.
Genau solche Dinge sind IMHO der Grund, warum Linux bisher weit davon entfernt war, sich als Mainstream-Desktop-OS durchzusetzen. Daß man bereits für solch triviale Dinge auf die Kommandozeile zurückgreifen muß, schreckt halt die meisten ab.
Gab es IMHO auch mal als PDF. 90% davon ist immer noch gueltig, Details, wo in welcher Datei man was einstellt, gerne auch unterschiedlich bei unterschiedlichen Distributionen haben sich aber geaendert. Ich nehme an uucp und slip ist mittlerweile ausgestorben. :-D
Ansonsten hat aber unter Linux/Unix jedes Kommando auch eine Manpage, also z.B mal "man man" eingeben. Das sollte mit jedem Kommando klappen.
Hier noch eine aktuelle sehr einfache und grundlegende Einführung. Sie bezieht sich auf das aktuelle Debian Trixie. Vieles ist aber auch auf andere Debian basierte Distributionen anwendbar. Gibt es auf Deutsch
Oh Mann, ihr schüttet mich hier mit soviel Wissen zu, das ich eigentlich
lernen möchte.
sudo mount -t cifs -o username=user,password=pass
//192.168.1.50/sharename /mnt/myshare
und 192.168.1.50 ist als beispiel der Linux-rechner? Wie krieg ich das
raus?
Nein, das ist die IP-Adresse (oder der Netzwerkname) des Windows-Rechners mit der Freigabe. Der Client auf dem Linuxsystem muß ja wissen, wo er den Server findet.
Womit man bei Distributionen wie Raspberry Pi OS bzw. deren Desktop aber
schon scheitert, wenn man eine Datei auf ein externes USB-Drive kopieren
will. Gibt eine Fehlermeldung, daß irgendeine Berechtigung fehlt.
Das finde ich … wie soll ich's formulieren … wenig glaubwürdig.
Wann auch immer ich als normaler Benutzer ein USB-Drive anschließe, kann ich auch davon lesen und darauf speichern. AUẞER ich selbst habe vorher die Berechtigungen eingeschränkt bzw. verstellt.
Dann allerdings bekomme ich nicht irgendeine Berechtigung fehlt Fehlermeldung, sondern eine sehr Spezifische.
Solltest du allerdings darauf anspielen, dass man ohne Berechtigung kein ISO auf ein Device schreiben kann … JA! ZU RECHT.
Wann auch immer ich als normaler Benutzer ein USB-Drive anschließe, kann
ich auch davon lesen und darauf speichern. AUẞER ich selbst habe vorher
die Berechtigungen eingeschränkt bzw. verstellt.
Bei Raspberry Pi OS scheinbar nicht. Verstellt habe ich nix.
Womit man bei Distributionen wie Raspberry Pi OS bzw. deren Desktop aber
schon scheitert, wenn man eine Datei auf ein externes USB-Drive kopieren
will. Gibt eine Fehlermeldung, daß irgendeine Berechtigung fehlt.
Das wollte ich genauer wissen, deswegen habe ich gerade einen USB-Stick in einen Raspberry Pi 5 gesteckt und mit dem Dateimanager eine Datei darauf kopiert, ohne Fehlermeldung. Dann habe ich denselben USB-Stick in meinen Laptop mit Kubuntu 26.04 LTS gesteckt und die Datei auf dem Stick hatte denselben Namen und dieselbe SHA256-Prüfsumme wie zuvor auf dem RasPi. Was habe ich flashc gemacht?
Das wollte ich genauer wissen, deswegen habe ich gerade einen USB-Stick
in einen Raspberry Pi 5 gesteckt und mit dem Dateimanager eine Datei
darauf kopiert, ohne Fehlermeldung.
Möglicherweise wurde das durch ein Update verbessert. So etwas soll es ja hin und wieder geben. Der geschilderte Fall war vor ca. einem Jahr bei mir aufgetreten.
An meiner damit gemeinten Kernaussage, daß unter Linux vieles (um nicht zu sagen: alles außer Browser und andere vorinstallierte Anwendungen öffnen) nicht so straight-forward wie unter Windows (durch ein paar Menüs klicken) zu machen geht, ändert das nichts. Und das soll keine grundlegende Kritik an Linux sein (höchstens an die Desktop-Environment-Entwickler), sondern es erklärt eben m.E.n., warum immer noch Windows über 90 % Marktanteil auf Desktop-PCs hat.
An meiner damit gemeinten Kernaussage, daß unter Linux vieles (um nicht
zu sagen: alles außer Browser und andere vorinstallierte Anwendungen
öffnen) nicht so straight-forward wie unter Windows (durch ein paar
Menüs klicken) zu machen geht, ändert das nichts. Und das soll keine
grundlegende Kritik an Linux sein (höchstens an die
Desktop-Environment-Entwickler), sondern es erklärt eben m.E.n., warum
immer noch Windows über 90 % Marktanteil auf Desktop-PCs hat.
Kleiner Tipp: Je weniger du von nun an weiter redest, desto weniger disqualifizierst du dich.
Kleiner Tipp: Je weniger du von nun an weiter redest, desto weniger
disqualifizierst du dich.
Ich habe nirgendwo behauptet, ein "qualifizierter" Linux-User zu sein. Bin ich auch nicht, dafür habe ich mich bisher viel zu wenig mit Linux beschäftigt.
Meine oben von dir zitierte Aussage bezog sich auf den Eindruck, den man von Linux bekommt, wenn man Windows gewohnt ist.
Ich habe nirgendwo behauptet, ein "qualifizierter" Linux-User zu sein.
Bin ich auch nicht, dafür habe ich mich bisher viel zu wenig mit Linux
beschäftigt.
Dann solltest du (viel) weniger reden und (viel) mehr lernen.
Diese ganz spezielle Phase, dass man die Schuld immer nur bei anderen sucht, diese Phase haben viele durchgemacht. Aber dann feierten sie ihren achten Geburtstag und alles wurde anders.
Diese ganz spezielle Phase, dass man die Schuld immer nur bei anderen
sucht, diese Phase haben viele durchgemacht. Aber dann feierten sie
ihren achten Geburtstag und alles wurde anders.
Aha. Und, wann steht er dir bevor, dieses Jahr noch? :-)
Meine oben von dir zitierte Aussage bezog sich auf den Eindruck, den man
von Linux bekommt, wenn man Windows gewohnt ist.
Und wer Linux oder Mac OS oder Solarus oder BSD oder ... gewohnt ist, der bekommt den selben Eindruck umgekehrt von Windows. Zuzüglich Fragezeichen im Kopf, wenn Updates und andere geheimnisvolle Wartungsprozesse laufen.
Windows macht vieles ohne Notwendigkeit anders als alle anderen. Also wer ist im Fluss der Geisterfahrer? Microsoft!
Möglicherweise wurde das durch ein Update verbessert. So etwas soll es
ja hin und wieder geben. Der geschilderte Fall war vor ca. einem Jahr
bei mir aufgetreten.
Hm, die Tage werde ich mal wieder daheim sein, da gibt es auch noch alte Raspbian-Images und ungenutzte Raspis zum Testen.
An meiner damit gemeinten Kernaussage, daß unter Linux vieles (um nicht
zu sagen: alles außer Browser und andere vorinstallierte Anwendungen
öffnen) nicht so straight-forward wie unter Windows (durch ein paar
Menüs klicken) zu machen geht, ändert das nichts. Und das soll keine
grundlegende Kritik an Linux sein (höchstens an die
Desktop-Environment-Entwickler), sondern es erklärt eben m.E.n., warum
immer noch Windows über 90 % Marktanteil auf Desktop-PCs hat.
Das kann ich nicht beurteilen, weil ich seit > 25 Jahren einen möglichst großen Bogen um Windows mache und deswegen keine Erfahrung damit habe. Aber wenn die Benutzererfahrungen damit so viel besser sein sollen als mit KDE, LXDE, XFCE, WindowMaker und Pixel, müssen sie absolut großartig sein. Warum lese ich trotzdem so viele Klagen darüber?
Meine oben von dir zitierte Aussage bezog sich auf den Eindruck, den man
von Linux bekommt, wenn man Windows gewohnt ist.
Im Laufe der Jahre habe ich jetzt mittlerweile einige Benutzende beim Einstieg in und beim Umstieg auf Linux unterstützt. Meine wichtigste Erfahrung dabei ist: je umfangreicher ihre Windows-Erfahrungen sind, desto schwerer tun sie sich.
Das "Buch mit der Bohrmaschine" -> "Unix-Powertools" galt damals (Neunziger) als Klassiker für den Alltag unter Unix (Linux war dazumals nichtverbreitet).
Es ist nach Alltags-Themen strukturiert, nicht an durchgehender Tool-Vorstellung und es widmet " Alltags-/Teil-aspekten" wie "das schnellste grep: egrep, fgrep oder grep" ganze Kapitel.
Wegen dem Alter "fehlen" heute übliche Themen wie Netzwerk oder http-Browser - dafür kommen Alltags-themen unverkrampft rüber.
Na super! Bei so vielen Tipps brauch ich keine Bücher mehr. Jetzt bin
ich erst mal beschäftigt.
Danke für die vielen Hinweise und Buchtipps.
Viel Spaß und Erfolg!
Mich würde nur noch interessieren, ob meine Vermutung stimmt, und Du von Herrn Kofler bisher nur die "Linux Kommandoreferenz" hast, oder ob sich Deine Eröffnungsaussage auf sein "Linux: die umfassende Referenz" (Rheinwerk Verlag), oder deren Vorgänger "Linux: Installation, Konfiguration, Anwendung" (Verlag Addison-Wesley) bezog.
Na super! Bei so vielen Tipps brauch ich keine Bücher mehr. Jetzt bin
ich erst mal beschäftigt.
Danke für die vielen Hinweise und Buchtipps.
Viel Spaß und Erfolg!
Mich würde nur noch interessieren, ob meine Vermutung stimmt, und Du von
Herrn Kofler bisher nur die "Linux Kommandoreferenz" hast, oder ob sich
Deine Eröffnungsaussage auf sein "Linux: die umfassende Referenz"
(Rheinwerk Verlag), oder deren Vorgänger "Linux: Installation,
Konfiguration, Anwendung" (Verlag Addison-Wesley) bezog.
Mir gelang der Einstieg vor vielen Jahren (als wir noch kein Internet hatten) mit den gedruckten Handbüchern von SuSE Linux. Was auch der Grund war, diese Distribution zu kaufen anstatt eine CD aus einer Computerzeitschrift.
Heute bevorzuge ich Debian und Ubuntu. Beide haben leider keine Handbücher dieser Art, auch nicht online.
Zwar dreißig Jahre alt aber heute wie damals summieren sich eins und eins immer noch zu zwei.
Nach meiner Meinung entgegen dem Titel eher was für den Selbstverwalter als für den Anwender, da kräftig in den Bereich Administration "abgetaucht" wird. Aber vielleicht ist es ja genau das, was der TO sucht.
Um zu Lernen wie Linux funktioniert sind die manpages ungeeignet. Das ist so als ob man jemanden, der Schreiner werden will, rät sich die Bedienungsanleitung einer Kreissäge durchzulesen.
Mich würde nur noch interessieren, ob meine Vermutung stimmt, und Du von
Herrn Kofler bisher nur die "Linux Kommandoreferenz" hast, oder ob sich
Deine Eröffnungsaussage auf sein "Linux: die umfassende Referenz"
(Rheinwerk Verlag), oder deren Vorgänger "Linux: Installation,
Konfiguration, Anwendung" (Verlag Addison-Wesley) bezog.
letzteres. Ist aber auch nur ein Nachschlagewerk.
Oh... ich hatte das so in Erinnerung, daß anfangs die meisten Zusammenhänge, und weiter hinten verschiedene Programme beschrieben wurden. Ist das nicht mehr so? :-(
Mir gelang der Einstieg vor vielen Jahren (als wir noch kein Internet
hatten) mit den gedruckten Handbüchern von SuSE Linux. Was auch der
Grund war, diese Distribution zu kaufen anstatt eine CD aus einer
Computerzeitschrift.
Bei mir war es ein blauer Wälzer namens "UNIX System V", mit dem ich eigentlich mehr über Solaris lernen wollte, mit einem beiliegenden DLD Linux 2.irgendwas. Etwas später bin ich dann auf SuSE Linux gewechselt, kurz nachdem die SuSE von ihrem Monat-Jahr-Versionsschema auf Version 5 (?) umgestiegen sind. Damals noch mit FvWM! :-)
Heute bevorzuge ich Debian und Ubuntu. Beide haben leider keine
Handbücher dieser Art, auch nicht online.
Aber ja doch, gucktu hier [1] und hier [2]. Die sind zwar beide schon ein bisschen älter, aber für die Basics immer noch sehr brauchbar.
bin ich dann auf SuSE Linux gewechselt, kurz nachdem die SuSE von ihrem Monat-Jahr-
Versionsschema auf Version 5 (?) umgestiegen sind. Damals noch mit FvWM! :-)
Verwoehntes Bengelchen! Haettest mal mit openlook mit 8Bit Farbpalette anfangen sollen wo die Palette jedesmal umgeschaltet wurde wenn man die Maus zum naechsten Fenster geschoben hat. :-D
Ich denke auch das vieles von dem alten Wissen heute noch genauso brauchbar ist, allerdings leider auch manches nicht. Ich sag da nur mal "systemd". Gerade fuer Anfaenger kann es dann bloed sein wenn man seitenweise das falsche erklaert bekommt.
Dazu kommt leider das heute vieles von deiner huebschen bunten Oberflaeche aus eingestellt wird, manches aber doch im Terminal, manchmal ueberschreiben dir aber dann die modernen Oberflaechen deine alten Einstellungen, oder sie sind nur noch fuer alte Anwendungen da, werden aber nicht mehr vom System genutzt.
Manchmal aergert dich dann das neue (z.B wayland) weil gute alte Sachen nicht mehr gehen. Hatte z.B am Wochenende ein paarmal erhoehten Blutdruck weil dieses Kacksystem absurde Vorstellungen zur Rechtevergabe hat damit andere User Grafikterminals aufmachen koennen. Andererseits konnte ich aber xv relativ problemlos frisch kompilieren und nutzen!
bin ich dann auf SuSE Linux gewechselt, kurz nachdem die SuSE von ihrem
Monat-Jahr-
Versionsschema auf Version 5 (?) umgestiegen sind. Damals noch mit FvWM! :-)
Verwoehntes Bengelchen! Haettest mal mit openlook
Hieß bei Sun OpenWindows, war der Nachfolger von Suntools / SunView und der Vorgänger des Common Desktop Environment. Wie bei Suns GUI-Software üblich, waren die alle ein bisschen speziell... vorsichtig gesagt. Sehr vorsichtig.
Dazu kommt leider das heute vieles von deiner huebschen bunten
Oberflaeche aus eingestellt wird, manches aber doch im Terminal,
manchmal ueberschreiben dir aber dann die modernen Oberflaechen deine
alten Einstellungen, oder sie sind nur noch fuer alte Anwendungen da,
werden aber nicht mehr vom System genutzt.
Sowas höre ich bisweilen, aber da hab' ich es dank KDE ziemlich gut.
Naja, zwei Opas erzählen vom Krieg. Wollen wir unseren Exkurs beenden und wieder zum Anliegen unseres TO zurück kehren?
Mit Buchempfehlungen ist es immer schwierig. Es hängt dabei sehr viel von den persönlichen Fragen und Vorzügen ab. Was will ich lernen? Systemadministration, Netzwerkzeug, irgendwas Development, gewöhnliche Haushaltsdinge wie Wörd, Ätzel usw., CAD, Programmieren, Foto, Film, ... und was auf kurze Sicht und was später?
Für diese Frage bzw. die Frage "ich will was aus dem Computerbereich lernen" war die Meinung von div. Experten, dass man mit einer KI am besten weiter kommt. Da kann man ganz unten anfangen zu fragen und sich dann, je nach Interesse, weiter durchfragen und auch Aufgaben lösen. Billiger geht es kaum. Ein weiterer Riesenvorteil von KI dabei ist, dass, wenn man was nicht verstanden hat, die KI fragen kann und man eine Antwort bekommt (Dialog statt Monolog). Und wenn man die Antwort nicht versteht, kann man weiter fragen, die KI hat Geduld ohne Ende, das ist ein großer Vorteil, den selbst Dozenten nicht liefern können. Selbiges wurde auch zum Lernen von Programmiersprachen empfohlen. Statt ein Buch kaufen, frag eine KI. Oder frage die KI direkt, ob die Kiste dir einen maßgeschneiderten Kurs zusammenbauen kann.
Für diese Frage bzw. die Frage "ich will was aus dem Computerbereich
lernen" war die Meinung von div. Experten, dass man mit einer KI
am besten weiter kommt.
Das denke ich auch, allerdings zumindest fuer die Basics ist ein Buch IMHO auch sinnvoll. Damit man weiss was man fragen soll. Es muss einem auch erstmal jemand von "man" erzaehlt haben bevor man die manpage von "man" lesen kann. .-)
Ein Schmankerl von KI, wollte gestern zufaellig mal vlc als root starten. Will aber nicht weil mehr Delphine gerettet werden wenn man das nicht macht. Hab KI gefagt. Antwort:
sed -i 's/geteuid/getppid/g' /usr/bin/vlc
Also echt, darauf waere ich jetzt nicht gekommen. Funktioniert ueberigens. (mit einer Kopie testen!!!)
Windows macht vieles ohne Notwendigkeit anders als alle anderen. Also
wer ist im Fluss der Geisterfahrer? Microsoft!
Das ist allerdings angesichts von >>90% Markanteil auf dem Desktop
offensichtlich nur eins: vollkommener Quatsch.
Verzeihung, aber nein, das ist es nicht. Denn als die Entscheidungen über das System- und Softwaredesign getroffen wurden, gab es die meisten anderen Systeme (oder die Grundsätze, nach denen sie funktionieren) bereits, und von einer Marktführerschaft war Microsoft zum damaligen Zeitpunkt noch weit entfernt. Microsoft hat sich aber gezielt dazu entschieden, mit den vorhandenen Systemen inkompatibel zu sein.
So einen Anteil kann man nur erreichen und über Jahrzehnte halten, wenn
die meisten Nutzer zumindest einigermaßen zufrieden mit dem Gebotenen
sind.
Dazu haben aber wohl auch Knebelverträge, intensives Lobbying, diverse wettbewerbswidrige und kundenfeindliche Geschäftspraktiken und gezielte Inkompatibilitäten gehört. Du kennst die Geschichten und vermutlich auch die Gerichtsurteile gegen Microsoft sicherlich selbst, da müssen wir wohl nicht weiter in die Details gehen. Aber zu behaupten, daß Microsoft allein wegen der überlegenen Qualität seiner Software zum Marktführer im Desktopbereich geworden sei und diese Position gehalten hätte, verleugnet die Realität.
Selbiges wurde auch zum Lernen von Programmiersprachen empfohlen.
Mich beschleicht ein gewisses Unbehagen bei dem Gedanken an zukünftige (z.B. Sicherheits-) Software, die von derart ausgebildeten Programmieren entwickelt wird.
Tatsächlich ist es abder doch so, dass man
sich erst dann mit einem Thema auseinandersetzt wenn man irgend ein
Problem hat.
Richtig.
Das sich von Problem bzw. Aufgabe zu hangeln ist ein kleinschrittiger Lernprozess, den ich auch gegangen bin, und nach meiner Ansicht für im wesentlich "Nur-User" wie mich auch der Effizienteste.
Ich hab mir jetzt zwar Mint auf nem rechner installiert und
denke mir ja, sieht gut aus, aber ich seh nicht was ich jetzt machen
könnte um da reinzukommen - ohne ein Problem.
Fang an das zu Nutzen. Schreib Texte und E-Mails, surf im Internet, mal Bilder, programier etwas. Grafische Benutzeroberflächen funktionieren meistens so ähnlich wie unter Windows auch, zumindest bei "traditionellen" Programmen, inklusive <ctr-c> und <ctr-v>. Beim Nutzen wirst Du mit der Nase auf Fragen stoßen. Angefangen mit der Frage "Welches Programm verwende ich dafür".
Bei den Fragen hilft dir dann eine Suchmaschine weiter. Die gibt Dir die ersten Hinweise.
Damit probierst Du dann, und dann, wenn etwas nicht funktioniert, suchst Du weiter mit detailierteren Hinweisen, die Du aus Deinen vorherigen Versuchen gewonnen hast. Sei vorsichtig mit KI Antworten. KI neigt dazu, frei zu halluzinieren. Selbst "richtige" Antworten können funktionierende aber problematische Vorgehensweisen empfehlen (manche User auch), und manche Fehler stecken in winzigen Details. z.B. ein Linux Dateipfad, der von den Ordnern her richtig ist, aber mit "C:" anfängt und "\" statt "/" enthält. ;O)
Achte darauf, dass die Antworten, die Du liesst, nicht zu alt sind. Linux ist wie Windows ein "Work in Progress", d.h. es ändert sich langsam aber stetig. Trotzdem können veraltete Antworten hilfreich sein, weil sie etwas über die Geschichte hinter einem Problem vermitteln, und mit der Kenntnis darüber fällt es mir oft leichter, etwas zu lernendes einzuordnen und dann besser zu behalten. Natürlich nur, wenn Dir auch bewusst ist, dass das was Du da liest veraltet ist.
Entgegen allen Gerüchten sind etliche openSource Projekte gut dokumentiert. Diese Dokumentation kann Dir auch weiterhelfen.
Daher die Idee mit nem
Kurs, wo mal so grundlegendes drinsteht. Wenn du keine Ahnung hast,
weisst du auch gar nicht was du fragen könntest/solltest.
Richtig. Aber weil das Feld so groß ist, und keiner weiss, was der Leser eigentlich genau vorhat, bzw. weil es so viele unterschiedliche Leser mit unterschiedlichem Bedarf gibt, ist ein solches Buch fast unmöglich zu schreiben.
Darum kann sich so ein Kurs nur auf das Beschränken, was eigentlich alle User zu Anfang benutzen:
Grafische Oberflächte, Dateibrowser und Ordnerstruktur, die wichtigsten Internetbrowser, Textverarbeitungsprogramme, Update- und Programm Installation/Deinstallation, Suchprogramme und grafischen Utilities.
Die Beschränkung ist schon schwer genug, weil es für Linux halt je nach Geschmack unterschiedliche Desktopoberflächen gibt. Persönlich würde ich da auf eine unkomplizierte "Butterbrot"-Oberfläche wie xfce beschränken. Stylischeres kann man später immer noch machen. Aber zu Anfang solte es eben einfach sein.
Dann Sinn- und Zweck der Kommandozeile, und deren wichtigsten Befehle. Nicht zu sehr in die Tiefe, aber andeuten oder zeigen dass es eine "Tiefe" gibt.
Auch wer gerne ins kalte Wasser springt, sollte ohne Übung und Erfahrung nicht zu weit raus schwimmen.
Für diese Frage bzw. die Frage "ich will was aus dem Computerbereich
lernen" war die Meinung von div. Experten, dass man mit einer KI am
besten weiter kommt.
Komische Experten. Quelle?
Da kann man ganz unten anfangen zu fragen und sich
dann, je nach Interesse, weiter durchfragen und auch Aufgaben lösen.
Billiger geht es kaum.
Doch geht es, s.u.
Ein weiterer Riesenvorteil von KI dabei ist,
dass, wenn man was nicht verstanden hat, die KI fragen kann und man eine
Antwort bekommt (Dialog statt Monolog).
Ein Riesennachteil von KI ist es, dass sie Dich u.U. mit Unsinn volltextet und ein Anfänger das nicht mal merkt.
Selbiges wurde auch zum Lernen von Programmiersprachen empfohlen.
Und die Einführungstutorials zu Programmiersprachen werfen wir alle weg!
Statt ein Buch kaufen, frag eine KI. Oder frage die KI direkt, ob die Kiste dir einen
maßgeschneiderten Kurs zusammenbauen kann.
KI ist ein super Werkzeug, um den zu Unterstützen, der Ahnung von der Sache hat. Man muß nämlich beurteilen können, ob das, was man vorgesetzt bekommt, Sinn ergibt. Für Leute ohne Ahnung halte ich KI für nahezu ungeeignet.
Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee, mal ne Bibliothek zu besuchen. Da kann man ausleihen ohne kaufen zu müssen und dann die Bücher raussuchen, die zu einem passen. Gerde eben mal geguckt. Hier am Ort sind fast 50 einigermaßen aktuelle Bücher zum Thema Linux sofort verfügbar.
Zudem gibt es noch die digitale Bibliothek, die auch vom letzten Dorf aus erreichbar ist und IMHO 10€ Jahresbeitrag kostet.
Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee, mal ne Bibliothek zu
besuchen. Da kann man ausleihen ohne kaufen zu müssen und dann die
Bücher raussuchen, die zu einem passen
Weil es womöglich kaum noch Bibliotheken gibt?! Meine Kinder müssten hier genau 2:17h mit dem Bus und Zug fahren um zu unserer nächsten Bibliothek zu kommen. Die Zeiten als jede Kleinstadt eine hatte sind schon gar sehr lange vorbei!
Und was soll ein Buch bringen? Veraltete Kernel-Syntax? Veralteten Parameter? Veraltete Programme? Falsche Distri?
Zudem gibt es noch die digitale Bibliothek, die auch vom letzten Dorf
aus erreichbar ist und IMHO 10€ Jahresbeitrag kostet.
Dann könnten sie auch direkt die KI fragen und würden dies auch tun. Hast du noch Kinder in der Schule? Du wirst überrascht sein wieviel Prozent davon ausschließlich nur noch KI ist... Ist aber nicht schlimm. Ihr Noten in den Arbeiten passen.
Ein Riesennachteil von KI ist es, dass sie Dich u.U. mit Unsinn
volltextet und ein Anfänger das nicht mal merkt.
Das ist Bullshit und das weißt du auch. Gib mir eine Linux Anfänger Frage bei der dir z.b. ChatGPT Unsinn erzählt. Nur eine bitte... Wir reden hier von Anfängerfragen und nicht von Treibercompilierung exotischster Hardware oder Obfuscated Bash Srcipts.
Mich beschleicht ein gewisses Unbehagen bei dem Gedanken an zukünftige
(z.B. Sicherheits-) Software, die von derart ausgebildeten Programmieren
entwickelt wird.
rhf
Braucht dich nicht. Aktuell sind die unter kernel.org im Bug-Report eingereichten und genehmigten Änderungen zu 75.7% von KI gefundene Bugs. Du hast einfach nur ein falsches oder veraltetes Bild.
Naja, (nicht nur) eine KI zählt bspw. auch "Verletzung" von Style guide als Bug, bspw. identifier die nicht den willkürlich erhobenen Namenskonventionen genügen.
Ein auf Team-Erfolg fokussierter Entwickler belastet nicht die Freigabe mit solchen Pillepalle und erledigt das bei Gelegenheit ohne grosses Tamtam.
Es sollen ja schon Teams ihre Arbeit eingestellt haben, weil sie von KI-generierten Geschiss überschüttet wurden:
Es ist aber auch interessant mal selbst in die KI-Problematik bei kernel.org zu recherchieren.
Da finden sich ähnliche Klagen über KI-Geschiss wie bei curl etc.
"Die private Mailingliste security@kernel.org erhält derzeit eine überwältigende Anzahl an von KI-Tools generierten Bug Reports. Oft handelt es sich dabei um die gleichen Bugs, die unterschiedliche Nutzer mit den gleichen Tools gefunden haben und unkommentiert an die Mailingliste weiterleiten. ... "
" ... sei sinnlose Scheinarbeit. Torvalds macht ganz deutlich: Wer einen Bug mit KI findet, sollte davon ausgehen, dass jemand anderes ihn auch schon mit dem gleichen Tool gefunden hat. ..."
"Wer KI nutzt, soll auch eigene Arbeit beitragen"
"Torvalds betont, dass KI-Tools ihren Nutzen haben, jedoch sollte der Einsatz produktiv sein und mit eigener Arbeit verbunden werden. Einen Bug mit KI zu finden ist an sich noch keine eigene Leistung; statt einen unkommentierten Bug Report zu schicken, rät Torvalds, stattdessen die Dokumentation durchzulesen und einen Patch zu erstellen. "
Das kann man auch so zusammenfassen, das es auch auch oder gerade im KI-Zeitalter weiterhin eine gründliche Ausbildung (und Selbststudium) bedarf, um ein fähiger Programmierer zu sein.
Denn als die Entscheidungen
über das System- und Softwaredesign getroffen wurden, gab es die meisten
anderen Systeme (oder die Grundsätze, nach denen sie funktionieren)
bereits, und von einer Marktführerschaft war Microsoft zum damaligen
Zeitpunkt noch weit entfernt.
Das stimmt schlicht nicht. Es gab eine riesige Basis von Hardware, die dazu gedacht war, (MS)DOS laufen zu lassen und eine dementsprechend riesige Zahl DOS-basierter Software.
Und genau die Nutzer dieser DOS-Basis wollte MS mitnehmen. Und deshalb natürlich alles so designed, dass sich für die DOS-Nutzer so wenig Brüche wie möglich ergeben haben.
Das war natürlich vorteilhaft für MS, das ist unbestritten. Aber es war eben auch sehr vorteilhaft für die Nutzer der existierenden DOS-Basis.
Microsoft hat sich aber gezielt dazu
entschieden, mit den vorhandenen Systemen inkompatibel zu sein.
Nein, eben nicht. Im Gegenteil war die Kompatibilität mit DOS-Software lange Zeit primäres Designziel.
Dazu haben aber wohl auch Knebelverträge, intensives Lobbying, diverse
wettbewerbswidrige und kundenfeindliche Geschäftspraktiken und gezielte
Inkompatibilitäten gehört.
Ja, das ist ohne Zweifel so. Aber das alleine erklärt eben keinesfalls den jahrzehntelangen Erfolg. Wenn sie die Interessen und Wünsche der (DAU)-Nutzer genauso konsequent missachtet hätten, wie z.B. Linux das lange Zeit getan hat (und teilweise heute noch tut), würden Windows auch bei ein, zwei Prozent rumdümpeln.
Aber OK, seit Windows 7 verliert MS das alte Konzept der User-Zufriedenheit auch zunehmend aus den Augen. Und verliert eben dadurch konsequenterweise auch Marktanteile.
Allerdings kaum an Desktop-Linux, sondern eher an Android. Viele Leute leisten sich einfach keinen PC mehr.
Denn als die Entscheidungen
über das System- und Softwaredesign getroffen wurden, gab es die meisten
anderen Systeme (oder die Grundsätze, nach denen sie funktionieren)
bereits, und von einer Marktführerschaft war Microsoft zum damaligen
Zeitpunkt noch weit entfernt.
Das stimmt schlicht nicht.
Aber natürlich stimmt das. Meine Güte.
Es gab eine riesige Basis von Hardware, die
dazu gedacht war, (MS)DOS laufen zu lassen
Vor MSDOS gab es kein MSDOS, und ich habe durchaus (auch) von Entscheidungen geredet, die bei der Entwicklung von MSDOS getroffen wurden.
MS hat Inkompatibilität auch etliche Male als Waffe gegen die Wettbewerber und für die aktive Kundenbindung benutzt. Denk nur an Browserkriege, die Nummer mit Sun und Java, proprietäre Dateiformate und Protokolle, und so weiter. Es war immer Microsofts oberstes Ziel, mit dem Rest der Welt inkompatibel zu sein und die Kunden dadurch einzusperren.
Ja, das ist ohne Zweifel so. Aber das alleine erklärt eben keinesfalls
den jahrzehntelangen Erfolg.
Leider doch.
Wenn sie die Interessen und Wünsche der
(DAU)-Nutzer genauso konsequent missachtet hätten,
Gnau das haben sie doch und das sogar in verschiedensten Gerichtsprozessen verteidigt. Immer wenn eine Wahl zwischen Kundenfreundlichkeit und der eignen Gier getroffen werden mußte, hat Microsofts die Gier gewählt. Immer.
wie z.B. Linux das
lange Zeit getan hat (und teilweise heute noch tut),
Linux ist ein System von mündigen Menschen für mündige Menschen. Wenn der Klügere immer nachgibt, regieren am Ende die Dummen. Insofern ist Linux zwar benutzerfreundlich, aber es sucht sich seine Freunde sehr genau aus.
Genau deswegen freue ich mich auch über diesen Thread und die Fragen des TO. Sie zeigen wie man richtig in ein neues System einsteigt: indem man sich darüber informiert.
Immer wenn eine Wahl zwischen Kundenfreundlichkeit und der eignen
Gier getroffen werden mußte, hat Microsofts die Gier gewählt. Immer.
Das ist zu 100% richtig, gilt aber fuer jede Firma die nicht Inhabergefuehrt ist, erst recht wenn es Aktiengesellschaften sind. Die wollen immer morgen mehr Kohle machen wie heute und wenn ihr selber Aktien habt dann denkt ihr ganz genauso. .-)
Allerdings ist es bei amerikanischen Firmen nochmal schlimmer weil der amerikanischer Mindset selbst im privaten extrem Kohlebasiert ist.
Linux ist ein System von mündigen Menschen für mündige Menschen.
Wenn der Klügere immer nachgibt, regieren am Ende die Dummen.
Insofern ist Linux zwar benutzerfreundlich, aber es sucht sich
seine Freunde sehr genau aus.
Die Frage ist was ist Linux. :-)
Ist es der Kernel? Dann ist Linux eher sowas (grober Vergleich) wie eine Inhaber gefuehrte Firma. Linus entscheidet selbst worauf er Bock hat und solange er sich seine Sonntagsbroetchen leisten kann ist ihm alles egal weil er nicht gierig ist. Das macht ihn so sympathisch.
Oder sind es die Distributionen? Es war ein weiter weg vom Austausch von ein paar Disketten oder einem DC6150 Tape auf Parties zu heute. Wieso gibt es soviele Distributionen? Wegen kohlegeilheit natuerlich! Wieso gibt es unterschiedliche Paketformate? Wegen ertraeumten Vendorlockin. Diese Diversifiktation an dieser Stelle ist schaedlich!
Im Ergebnis fuehrt das dann zu einer interessanten Mischung. Man will und muss zum einen keinen Kunden in den Arsch kriechen weil man keine Kunden braucht. In der Tat ist es viel angenehmer wenn man seinen Usern sagt, sei einfach nicht bloed und lern etwas! Das war (ist?) lange Zeit der grosse Vorteil von Linux weil halt diese Nervtypen nicht da waren. Andererseits haben die Distributionen viel in Richtung Kundenfreundlichkeit getan. Mich nervt z.B immer das ein frisch installiertes Linux sich wie der Aussatz aus Redmond bedient und nicht wie ein Unix und man da erstmal 1-2h rumkonfigurieren muss bis es wieder normal ist. Oder wieso kann man bei der Installation nicht mehr auswaehlen welches einzelne Paket man installiert haben moechte? Das war ja auch mal normal. Heute bekommst du 1GB komplett auf die Platte gekuebelt und kannst allein zwischen schraeg groben Flavors wie Anwender, Entwickler oder Server unterscheiden. Was soll der Quatsch das es man es seit einiger Zeit den Leuten immer schwerer macht etwas als root zu erledigen? Es weiss doch jeder das man normal nicht root ist. Oder nicht? Wieso glaubt mich ein Betriebsystem belehren zu muessen?
Linux hat sich etwa seit 2000 durchaus (relativ, nicht absolut) verschlechtert. Aber es ist immer noch 10x besser wie alles was Microsoft jemals geschafft, kopiert oder geklaut (vgl:Visicalc) hat, aber halt nicht mehr 100x. Daher ist es noch alternativlos.
Wieso gibt es soviele Distributionen? Wegen kohlegeilheit natuerlich!
Wieso gibt es unterschiedliche Paketformate? Wegen ertraeumten
Vendorlockin.
Ja … Debian, Arch und so sind die Turbokapitalisten schlechthin, und die Paketformate sind proprietär und hochverschlüsselt, damit auch ja keiner auf die Idee kommt, in einer PKBUILD für Arch einfach ein Debianpaket als Quelle anzugeben, und daraus ein Paket für Arch bauen zu lassen. [/ironie]
Literatur für Linux gibts ja wie Sand am Meer, aber was ist für nen
Einsteiger sinnvoll?
Die Bedienungsanleitung der gewählten Distribution. Die gibt es zwar heute nur noch von wenigen als Buch, aber durch die Wikis kann man sich gut klicken. Zudem lernen, wie die Systemdoku (Manpages, Programmoptionen, …) zu nutzen ist, und dann in erster Linie: Praxis. Dinge probieren. Zuerst das mit den Snapshots, damit man nicht, wie unsereins früher, nach ’ner Fehlbedienung erstmal das System neu aufsetzen muss, und dann alles andere, was interessiert. Auch wäre ein Account in einem Forum für die gewählte Distribution anzuraten, denn dort trifft man üblicherweise die Leute, die sich damit auskennen und einem bei Fragen gerne weiterhelfen.
Und was soll ein Buch bringen? Veraltete Kernel-Syntax? Veralteten
Parameter? Veraltete Programme? Falsche Distri?
Ein gutes Buch kann zunächst einmal die Grundlagen vermitteln, in einer (hoffentlich) didaktisch durchdachten Weise.
Die anderen Fragen stellen sich eigentlich nicht. Die Kernel-Schnittstellen ändern sich nur selten, und Linus achtet dabei sehr auf Ab- und Aufwärtskompatibilität. Dasselbe gilt für die Kernelparameter und die allermeisten Shell-Befehle. Auch Linux-Software verändert sich relativ selten so stark, daß sich das Wissen über eine alte Version nicht auch auf die nächste übertragen und anwenden läßt. Und wer eine Distribution beherrscht, kann sein Wissen leicht auf andere übertragen.
Insofern kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum Du Dich so vehement gegen Bücher aussprichst. Seit Jahrhunderten werden Bücher benutzt, um Wissen zu weiterzugeben, das war und ist ein sehr erfolgreiches Konzept. Ob eine KI das insbesondere didaktisch so gut hinbekommt, erscheint mir bisher noch nicht erwiesen.
Also ich will mich nicht gegen ein Buch aussprechen, aber bei Linux bräuchte man dann ja auch direkt 10 Bücher. Und liest wirklich jemand ein Linux Buch von vorne bis hinten durch und merkt sich das alles? Einiges ist dann eh wieder veraltet etc. Klar für paar Grundlegende Sachen wie vielleicht Benutzerrechte mag das sinnvoll sein. Aber ist der Rest nicht viel zu zerfasert für Grundlagen-Bücher? Es gibt keine einheitliche GUI, es gibt unzählige Distributionen mit ihren Eigenheiten, es gibt beispielsweise systemd, was dann wieder xtausend Kacke finden, etc etc. Wie will man das sinnvoll mit einem Buch erschlagen?
Ich würde mir eine Distribution wie Ubuntu nehmen und dann konkrete Probleme suchen die ich lösen will und dann mit irgendeiner KI loslegen.
Ich wollte mir auf einem ProxmoxServer Linux mit Docker mit jellyfin einrichten, NAS einbinden und eine gewisse suite mit arr am Ende installieren.
Da hat man genug zu tun und ich sehe nicht, wie man das mit irgendeinem Buch schaffen will. Sondern man hangelt sich von Problem zu Problem und selbst wenn dann alles läuft hat man 3 Tage später plötzlich wieder neue Probleme weil irgendein tmp Laufwerk voll ist und dadurch alles stillsteht.
Ich denke vor 5 Jahren wäre ich daran kläglich gescheitert, jetzt mit AI ein lösbares Problem.
Also ich will mich nicht gegen ein Buch aussprechen, aber bei Linux
bräuchte man dann ja auch direkt 10 Bücher. Und liest wirklich
jemand ein Linux Buch von vorne bis hinten durch und merkt sich das alles?
Selbstverstaendlich. Gulbins einmal komplett. Du beteiligst dich doch nicht hier an Diskussion ohne den memoriert zu haben oder? :-D
Immer wenn eine Wahl zwischen Kundenfreundlichkeit und der eignen
Gier getroffen werden mußte, hat Microsofts die Gier gewählt. Immer.
Das ist zu 100% richtig, gilt aber fuer jede Firma die nicht
Inhabergefuehrt ist, erst recht wenn es Aktiengesellschaften sind. Die
wollen immer morgen mehr Kohle machen wie heute und wenn ihr selber
Aktien habt dann denkt ihr ganz genauso. .-)
Niemand hat bestritten, daß das eine ausgesprochen erfolgreiche Geschäftsstrategie war, wie Microsofts Quasimonopol auf dem Desktop beweist. Aber es ging ja um die Behauptung, daß das Monopol eine Folge der hohen Qualität von Microsofts Software sei. In einem freien Wettbewerb, ohne die miesen Tricks, hätte Microsoft dieses Monopol niemals erreicht. Denn abgesehen von der grafischen Benutzeroberfläche ab Windows 95 konnte Microsoft nie durch qualitativ hochwertige oder gar innovative Produkte überzeugen.
Linux ist ein System von mündigen Menschen für mündige Menschen.
Wenn der Klügere immer nachgibt, regieren am Ende die Dummen.
Insofern ist Linux zwar benutzerfreundlich, aber es sucht sich
seine Freunde sehr genau aus.
Die Frage ist was ist Linux. :-)
Das ist zwar eine spannende Frage, hier aber meines Erachtens ohne Belang.
Ist es der Kernel? Dann ist Linux eher sowas (grober Vergleich) wie eine
Inhaber gefuehrte Firma. Linus entscheidet selbst worauf er Bock hat und
solange er sich seine Sonntagsbroetchen leisten kann ist ihm alles egal
weil er nicht gierig ist. Das macht ihn so sympathisch.
Oder sind es die Distributionen? Es war ein weiter weg vom Austausch von
ein paar Disketten oder einem DC6150 Tape auf Parties zu heute. Wieso
gibt es soviele Distributionen? Wegen kohlegeilheit natuerlich!
Das mag für einige kommerzielle Distributionen zum Beispiel von RedHat oder Novell (SuSE) gelten. Die meisten Distributoren verdienen aber kein Geld mit ihrer Arbeit, und einige investieren sogar ihr privates Geld.
Das liegt daran, wie OpenSource ganz allgemein funktioniert: da hat einer eine Idee und implementiert sie in Software, dann hat der nächste eine Idee, wie man es besser machen kann, implementiert sie, und der Rest ist dann eine Abstimmung der Benutzer mit ihren Füßen. Manchmal gewinnt eine Software, manchmal halten sich beide.
Im Ergebnis fuehrt das dann zu einer interessanten Mischung. Man will
und muss zum einen keinen Kunden in den Arsch kriechen weil man keine
Kunden braucht.
Das stimmt, ist aber andererseits natürlich ein gravierender Nachteil gegenüber einem Unternehmen, das 44.000 Mitarbeiter für Vertrieb und Marketing beschäftigt und enorme Summen in diese Bereiche investiert. All das hat Linux nicht und es trotzdem geschafft, unangefochtener Marktführer im Serverbereich, auf Supercomputern und anderen Bereichen geworden zu sein. So sieht Erfolg durch Qualität aus!
Andererseits haben die Distributionen viel in Richtung
Kundenfreundlichkeit getan. Mich nervt z.B immer das ein frisch
installiertes Linux sich wie der Aussatz aus Redmond bedient und nicht
wie ein Unix und man da erstmal 1-2h rumkonfigurieren muss bis es wieder
normal ist.
Das mit der Systeminstallation mache ich ja hin und wieder, und bei mir geht das genau bis zu dem Punkt, an dem der SSH-Zugriff mit Zertifikat und sudo(8) laufen. Danach übernimmt Ansible den Rest, und fertig ist mein konfiguriertes System.
Oder wieso kann man bei der Installation nicht mehr
auswaehlen welches einzelne Paket man installiert haben moechte?
Das solltest Du mit Deinem Distributor klären.
Linux hat sich etwa seit 2000 durchaus (relativ, nicht absolut)
verschlechtert.
Also ich will mich nicht gegen ein Buch aussprechen, aber bei Linux
bräuchte man dann ja auch direkt 10 Bücher. Und liest wirklich jemand
ein Linux Buch von vorne bis hinten durch und merkt sich das alles?
Einiges ist dann eh wieder veraltet etc. Klar für paar Grundlegende
Sachen wie vielleicht Benutzerrechte mag das sinnvoll sein. Aber ist der
Rest nicht viel zu zerfasert für Grundlagen-Bücher?
Nein, bei den Grundlagen nicht. Die sind bei allen Linux-Distributionen gleich.
Ich wollte mir auf einem ProxmoxServer Linux mit Docker mit jellyfin
einrichten, NAS einbinden und eine gewisse suite mit arr am Ende
installieren.
An Server-Setups sollte man sich wagen, wenn man die Grundlagen kann, und auch nur dann ergibt der Einsatz von KI einen Sinn. Denn bevor man von der KI vorgegebene Befehle auf dem eigenen System ausführt oder Konfigurationen der KI anwendet, sollte man mindestens grob verstanden haben, was da warum passiert -- und am Besten auch noch, wie man dessen Ergebnisse verifizieren kann.
Ja, Jürgen Gulbins: "Eine Einführung in Begriffe und Kommandos von UNIX — Version 7, bis System V.3".
Da UNIX und nicht Linux im Titel steht, wird er wohl von den jüngeren Generationen ignoriert. Dabei nicht nur eines der wenigen Bücher in Deutsch zu Thema, obendrein noch methodisch eher an der Praxis orientiert. Wobei der Sprachduktus für meinen Geschmack etwas zu spröde geraten ist. Jedenfalls nach meinem Empfinden vor 25 Jahren. Aber vielleicht muss das ja so, wenn's aus dem Springer-Verlag kommt.
Wobei der Sprachduktus für meinen Geschmack etwas zu spröde geraten ist.
Ist wohl so deutscher Professorensprech. Deshalb lese ich oft lieber englische Buecher, bzw von nicht deutschen Autoren. Bei uns muss ein Text immer erstmal beweisen das der Autor was drauf hat.
Aber trotzdem war das natuerlich mal die Referenz. Man koennte natuerlich Fragen ob heute ein Linuxneueinsteiger bis auf die Kommandozeile runter will. .-)
An Server-Setups sollte man sich wagen, wenn man die Grundlagen kann,
und auch nur dann ergibt der Einsatz von KI einen Sinn. Denn bevor man
von der KI vorgegebene Befehle auf dem eigenen System ausführt oder
Konfigurationen der KI anwendet, sollte man mindestens grob verstanden
haben, was da warum passiert -- und am Besten auch noch, wie man dessen
Ergebnisse verifizieren kann.
Ok, ich lösche wieder alles. a) muss man ja mal irgendwo anfangen und b) macht es schon einen Unterschied, ob ich mir hier auf meinem homeserver was zurecht bastel oder ich nun so tu, als ob ich der super Sysadmin wäre und mein Zeug in Produktivsystemen auf die Menschheit loslasse
Also allein was sind DIE Grundlagen, da dürfte jeder eine etwas andere Definition haben.
Aber wenn ich mir deine Beiträge im Thread so anschaue, weiß ich das ich mit dir nicht weiter diskutieren brauch. Du hast deine Ansicht und die sei dir nicht genommen.
Ich für meinen Teil finde für den Anfang bei etwas so weitläufigem wie Linux ein Buch fehl am Platz, da dort dann alles mögliche drinsteht, aber nun nicht unbedingt auf Seite 10, wie er nun einen Datenaustausch mit Windows und Linux hinbekommt.
Und das wäre ja nun mal ein konkretes Problem mit dem man starten kann....nachdem man andere Probleme wie: welche Distribution nehme ich denn nu? gelöst hat
Das mit der Systeminstallation mache ich ja hin und wieder, und bei mir
geht das genau bis zu dem Punkt, an dem der SSH-Zugriff mit Zertifikat
und sudo(8) laufen. Danach übernimmt Ansible den Rest, und fertig ist
mein konfiguriertes System.
da fragt jemand, wie er erste Schritte mit Linux machen kann und du kommst dann mit ansible...wie gesagt...ist müßig mit dir zu diskutieren da komplett am Thema vorbei
da fragt jemand, wie er erste Schritte mit Linux machen kann und du
kommst dann mit ansible...wie gesagt...ist müßig mit dir zu diskutieren
da komplett am Thema vorbei
Das war eine Antwort auf Vanye, wie Du am vorangestellten Zertifikat erkennen kannst. :-)
So Grundlagen für den TE könnten meiner Ansicht nach so Dinge sein, wie:
der Klassiker ›man man‹, aber auch das Geheimnis von /usr/share/doc/
die Shell, und hier insbesondere, wie man die History hübsch konfiguriert, sowie das Geheimnis der mächtigen Tab-Taste. Eigentlich würde ich hier die zsh nahelegen, weil die viele Sachen einfacher und komfortabler macht, aber als Default hat sich ja an den meisten Stellen die Bash etabliert, sodass man wohl am besten damit anfängt. Wenn später mehr gebraucht wird, kann man immer noch die anderen schönen Sachen anschauen.
Paketmanagement der gewählten Distribution (bringt nix, apt zu lernen, wenn man beispielsweise Cachy nutzen will)
root und sudo, und dass man verdammt nochmal Dinge, die keine Rootrechte erfordern, nicht mit einem vorangestellten ›sudo‹ ausführt, wie’s man es in Ubuntus Foren häufiger sieht
Dateisystem und Rechte/Attribute (insbesondere Leute mit Erfahrungen im Rechtemanagement von Windows tun sich hier häufig etwas schwer, bevor es dann „Klick“ macht)
Wahl des Editors und grundlegende Bedienung (einem Einsteiger würde man heute wohl nano empfehlen, wenngleich ich persönlich immer noch finde, dass man am besten gleich die Grundlagen von Vim (nicht vi) mitlernt, wenn man sowieso schonmal dabei ist, sich was Neues draufzuschaffen)
wo befinden sich die Konfigurationsdateien (systemweit und per User), was ist das System dahinter, und so
was ist das Journal und wie nutzt man es (halte ich tatsächlich bei jemandem, der sonst nur sowas wie die „Ereignisanzeige“ von Windows kennt, für zwingend notwendig, da eine Einführung zu haben um zu sehen, dass Logs hier tatsächlich etwas aussagen – bei wirklich sehr vielen Problemen, die in den einschlägigen Foren aufschlagen, steht dort die Ursache und nicht selten gar eine mögliche Lösung im Klartext drin)
wie wird das Netzwerk vorgesehenerweise in der gewählten Distribution konfiguriert (klar kann man es so machen, wie man denkt – aber gerade Einsteiger sind meiner Meinung nach gut beraten, das zu nutzen, was halt beim gewählten System vorgesehen ist)
wie geht das mit dem SMB/CIFS (um das vorhanden Windows-Heimnetzwerk nutzen zu können)
Grundlagen der grafischen Oberfläche, wenn gewünscht – wenngleich ich auch hier empfehlen würde, den Default der gewählten Distri zu verwenden
[…]
Irgendwie hat da jeder andere Vorstellungen, wie da ranzugehen wäre. Ich denke aber, anhand praktischer Anwendungen könnte man im Verlauf auch die wichtigsten Tools wie find, grep, sed, cat, echo, Variablen, Pipes, Umleitungen, …, im Einsatz zeigen, statt jeweils in einem Kapitel im Grunde ’ne verkürzte Manpage runterzuschreiben und anzunehmen, dass der geneigte Lernende das nun auswendig lernt. Letztlich ist’s ja auch die Frage, wie weit sich Gerhard da reinlehnen möchte.
Wo ich mir derzeit nicht sicher bin: Würde man einem Einsteiger heute beispielsweise noch find, grep und so als Erstes anbieten, oder würde man erstmal fd, ripgrep nehmen, die ja zumindest bei einfachen Sachen intuitiver zu bedienen sind? Mit beispielsweise find kann man zwar sehr elegante Sachen machen, aber jemand ganz am Anfang mag mit einem ›fd teilvomdateinamen‹ vielleicht besser zurechtkommen, als mit ›find ./ -iname "*teilvomdateinamen*"‹
Insofern kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum Du Dich
so vehement gegen Bücher aussprichst. Seit Jahrhunderten werden Bücher
benutzt, um Wissen zu weiterzugeben, das war und ist ein sehr
erfolgreiches Konzept. Ob eine KI das insbesondere didaktisch so gut
hinbekommt, erscheint mir bisher noch nicht erwiesen.
Um gottes Willen, ich spreche mich in keinster Weise gegen Bücher aus - Ganz im Gegenteil. Ich widerspreche aber vehement der Äußerung das die KI keine Grundlagenfragen beantworten könne - das ist faktisch falsch - da sich an den Grundlagen seit Jahrzehnten nichts geändert hat.
Aber ja, ich denke mir das eine KI es sogar didaktisch besser vermitteln kann als ein Buch - einfach aus dem Grund: Ich kann eine Frage gezielt stellen! Ich bekomme eine Antwort genau auf meine Bedürfnisse und keine rudimentären Veralgemeinerungen welche mir ein Buch bietet - was ja naturgemäß so sein muss - da ein Buch (gerade bei Linux) ein weites Spektrum abdecken muss.
Nur ein kleines Beispiel: Ich möchte gerne lernen wie ich ein Netzwerk per CLI konfiguriere. Ein Buch muss dann alles abdecken - angefangen bei Netplan, über systemd-networkd, NetworkManager bis zu ifupdown... Wenn ich der KI sagen das ich Debian 13 nutze und würde gerne lernen wie man ein Netzwerk konfiguriert - dann wird mir haargenau erklärt und beigebracht wie ich mein Netzwerk verwalten kann und da wird dann auch auf das spezielle Verhalten von Trixie mit dem DNS Server eingegangen - was bei einem Buch nicht möglich wäre welches vor 2025 auf dem Markt gekommen / geschrieben wurde.
Weißt du was ich meine? Die Zeit ist da teilweise einfach zu schnelllebig geworden für Bücher.
Paketmanagement der gewählten Distribution (bringt nix, apt zu lernen,
wenn man beispielsweise Cachy nutzen will)
IMHO geht es grundsätzlich allerdings erst einmal darum, überhaupt zu lernen, was ein Packetmanagement überhaupt tut und kann.
Dateisystem und Rechte/Attribute (insbesondere Leute mit Erfahrungen
im Rechtemanagement von Windows tun sich hier häufig etwas schwer, bevor
es dann „Klick“ macht)
Meine persönliche Erfahrung ist, daß die meisten Windows-Nutzer ohnehin nur sehr wenig Erfahrung mit dem Rechtemanagement haben.
Wo ich mir derzeit nicht sicher bin: Würde man einem Einsteiger heute
beispielsweise noch find, grep und so als Erstes anbieten, oder würde
man erstmal fd, ripgrep nehmen, die ja zumindest bei einfachen Sachen
intuitiver zu bedienen sind? Mit beispielsweise find kann man zwar sehr
elegante Sachen machen, aber jemand ganz am Anfang mag mit einem ›fd teilvomdateinamen‹ vielleicht besser zurechtkommen, als mit ›find ./ -iname "*teilvomdateinamen*"‹
man locate :-)
Aber grep(1) gehört definitiv zu den Grundlagen. Nicht einmal wegen dieses Werkzeuges selbst, sondern vielmehr wegen der Regular Expressions.
Aber ja, ich denke mir das eine KI es sogar didaktisch besser vermitteln
kann als ein Buch - einfach aus dem Grund: Ich kann eine Frage gezielt
stellen!
Damit kannst Du zwar kurzfristig (D)ein Problem lösen, lernst aber keine Grundlagen.
Eine bewährte "didaktik" ist "Learning by doing" (heute auch "hands-on practice" genannt).
Letzlich ist es egal, ob man sich aus einem Buch oder die KI "vorkauen" lässt,
entscheidend ist, das man bspw. die zu erlernente CLI-Befehle in die CLI hackt und schaut (sowie versteht) was passiert.
"Lernen" ist keine Beschäftigungstherapie für einen Lehrer oder KI.
Eine bewährte "didaktik" ist "Learning by doing" (heute auch "hands-on
practice" genannt).
Ja, oder "training on the job". Ohne Grundlagen führt das aber zu keinem dauerhaften Lernerfolg, vor allem: zu keiner Problemlösungskompetenz.
Letzlich ist es egal, ob man sich aus einem Buch oder die KI "vorkauen"
lässt,
entscheidend ist, das man bspw. die zu erlernente CLI-Befehle in die CLI
hackt und schaut (sowie versteht) was passiert.
"Lernen" ist keine Beschäftigungstherapie für einen Lehrer oder KI.
Sie setzen das so verschämt in Klammern, aber genau darum geht es: um das Verstehen. Nur wer verstanden hat, wie die Dinge ineinander greifen, kann selbst Probleme lösen.
Wir können ja mal sammeln:
Aufbau#aufbau
[...]
Bestimmt hab ich noch was vergessen, aber für die meisten
grundsätzlichen Zusammenhänge dürfte das schon ein ganz brauchbarer
Anfang sein.
Vllt. ist dieser Anfang schon zu weit fortgeschritten.
So Grundlagen für den TE könnten meiner Ansicht nach so Dinge sein, wie:
(Shell, Paketmanagement, Netzwerk usw.)
Auch hier, schon zu weit, wie ich finde.
Wenn jemand aus der Win-Dos Welt kommt und bis gestern nur das Zeug benutzt hat und jetzt auf Linux umsteigt, der kommt sicher am Anfang mit der Frage: Wo ist meine Festplatte C: und wo ist D:? Damit geht es doch schon los. Das ist einer DER Fragen anfangs. Jetzt muss man den Win-Dos Benutzer beibringen, dass das unter Linux so nicht gibt sondern etwas anders funktioniert und vllt. auch warum.
Wenn man sich für Linux als Umsteiger interessiert, dann will man das offensichtliche auch fragen können bzw. eine Antwort darauf. Was macht man da am besten? Ich würde das genau so z. B. Gemini fragen.
Q:Ich will von Windows auf Linux wechseln und habe auch die Linux Mint Demo starten können, allerdings finde ich meine Festplatten C und D nicht mehr. Geht das nicht oder wo sind die? Irgendwie verstehe ich das nicht.
A: Deine Festplatten C: und D: sind noch da, aber Linux Mint zeigt sie nicht mit Buchstaben an.
Linux funktioniert anders als Windows. Es gibt keine Laufwerksbuchstaben.
Wo du deine Festplatten findest
Öffne die Dateiverwaltung (das Ordner-Symbol in der Leiste unten oder im Startmenü).
Schaue in die linke Seitenleiste des Fensters.
Klicke auf den Punkt Anderen Orten (oder Other Locations).
Dort siehst du deine Festplatten als Symbole mit ihrer jeweiligen Speichergröße.
Klicke auf eine Festplatte, um sie zu öffnen.
Linux bindet das Laufwerk dann ein und du siehst deine Windows-Ordner (wie Benutzer oder Dokumente).
Warum du C: und D: nicht sofort siehst
Keine Buchstaben: Linux nutzt eine Baumstruktur für Dateien. Festplatten werden in Ordner eingehängt (gemountet).
Dateisystem: Deine Windows-Partitionen nutzen meist das Format NTFS. Linux Mint kann NTFS-Festplatten lesen und beschreiben.
Das häufigste Problem: BitLocker
Wenn du eine Festplatte anklickst und eine Fehlermeldung kommt oder sie sich nicht öffnen lässt, ist oft BitLocker aktiv.
BitLocker ist die Festplatten-Verschlüsselung von Windows.
Linux kann verschlüsselte Windows-Festplatten standardmäßig nicht öffnen.
Lösung: Starte den PC noch einmal neu in Windows. Schalte dort in den Einstellungen die BitLocker-Verschlüsselung für die Laufwerke aus. Danach kannst du unter Linux Mint problemlos darauf zugreifen.
Sag mir gerne bescheid:
Siehst du den Ordner Anderen Orten im Dateimanager?
Erhältst du eine Fehlermeldung, wenn du versuchst, das Laufwerk anzuklicken?
Dann helfe ich dir beim nächsten Schritt.
Damit hätte der Umsteiger schon mal ein wichtigen Teil gelernt, es gibt kein C:, kein D: und was weiß ich für einen Buchstaben für einen USB-Stick. Und wer neugierig ist fragt einfach, warum es unter Linux keine Laufwerksbuchstaben gibt oder auch andersherum, warum hat Win-Dos Laufwerksbuchstaben?
Und mit diesen Grundlagen und auch grundlegende Fragen zu anderen Themen kann man wohl jede KI fragen und erhält eine richtige und aktuelle Antwort. Bei Büchern, gerade aus Bibliotheken, wäre ich mir da nicht so sicher, sofern Bibliotheken noch Computerliteratur haben sollten (veraltert sehr schnell).
Q:Könntest du mir einen Linux-Grundlagenkurs für mich als Windows Umsteiger erstellen mit vllt. Übungsaufgaben? Ich habe zuletzt intensiv mit Windows 11, Office und Cloud gearbeitet.
A: Hier ist dein kompakter Linux-Grundlagenkurs. Als erfahrener Windows 11- und Cloud-Nutzer wirst du viele Parallelen entdecken. Der Kurs konzentriert sich genau auf die Unterschiede, die du jetzt für den Umstieg kennen musst. [...]
Vllt. ist dieser Anfang schon zu weit fortgeschritten.
Wo ist meine Festplatte C: und wo ist D:? Damit geht es doch schon los.
Das ist einer DER Fragen anfangs.
Deswegen fand sich der Punkt „Dateisysteme und Rechte/Attribute“ in der Liste. Die Frage wird auch ziemlich weit vorne im Manual jeder ernstzunehmenden Distribution, bzw. in jedem Einsteigertutorial behandelt.
Was AI angeht, liefert dein Beispiel eine nette Illustration eines der Hauptprobleme dieser Herangehensweise: Ein Einsteiger kann nicht einschätzen, ob das LLM Dummfug von sich gibt – etwa wenn es behauptet, dass man den Bitlocker-Schutz unter Windows entfernen müsse, um unter Linux darauf zugreifen zu können. Und solche Fehler treten erfahrungsgemäß nicht nur in bedauerlichen Einzelfällen auf. Wenn dann was nicht funktioniert, ist unklar, ob der User etwas verkehrt gemacht hat, oder ob das LMM mal wieder rumdietert – und das kann enorm frustrierend sein. Von Didaktik hat so ein Modell auch keine Ahnung.
Ihr könnt gerne damit aufhören euch jetzt irgendwelche Beispiele aus dem Hintern zu zaubern, um pro Buch/pro KI zu argumentieren
ist doch eh alles sehr akademischer Natur. Man könnte auch sagen beim Buch ist nach lesen des Glossars Schluss, da dort nirgendwo Bitlocker erwähnt wird.
Klar kann die KI Bullshit erzählen und ich weiß nicht genau woran es liegt. Mit der nächsten Fehlermeldung komme ich aber evtl. wieder einen Schritt weiter. Beim Buch muss ich erstmal irgendwas finden, was auch nur Ansatzweise zu meinem Problem passt.
Und gerade bei Linux sind Foren/Mailinglisten ja nun absoluter usus (gewesen). Da darf man sich dann aber erstmal 3 Seiten von irgendwelchen Cracks anpflaumen lassen, weil denen irgendwas an der Fragestellung nicht passt oder sie antworten "RTFM". Alles Punkte die einem eine KI erspart.
Also ich halte ein Buch über Linux zu lesen für wenig sinnvoll. Installier es doch einfach auf deinem PC und Programme, die du verwendest. Bei Problemen muss man sich eben dann mit dem OS auseinandersetzen. Google hilft dann weiter. Nebenbei erwähnt nutze ich Arch. Aber das ist nur für Profis zu empfehlen!
Nein. Durch seinen minimalistischen Ansatz ist es für jeden zu empfehlen, der den Bottom-Up-Ansatz beim Lernen von Dingen bevorzugt und gewillt ist, einen angemessenen Teil Zeit in die Grundlagen zu stecken, um dadurch weiter oben umso souveräner agieren zu können und dann Zeit zu sparen. Die exzellente Doku tut ihr Übriges.
Nicht zu empfehlen ist es für Leute, die im Grunde nur einen Ersatz für Windows wollen und gehört haben, dass Linux mittlerweile ganz gut wäre – für die sind Mint, MX, Cachy und so geeignet.
Wieso nicht? Und hinsichtlich des Kennenlernens empfiehlt sich auch Arch, viel besser als LFS, das ist teilweise etwas chaotisch. Das ist zwar keine Literatur, aber eine gute Lernbasis. Und die Bücher oben sind auch gut zum Nachschlagen und Lernen. Linuxe sind halt komplex, weswegen man ein wenig mehr Perspektiven braucht.
Welches ist eigentlich das gute Hacking Buch von früher? Das von Erik Amberg? Oder das von John Erikson?: "Hacking: Die Kunst des Exploits". Letzteres ist auch sehr gut zum Lernen.
2)"C Programming Language: ANSI C" von Brian Kernighan und Dennis
Ritchie
Sag mal geht es noch, zum Einstieg in ein neues OS sich erst mal mit einer Programmiersprache befassen? Das wäre dann für dieses OS, unabhängig welches, das KO Kriterium. Man schafft den Einstieg in die Unixwelt auch ohne das man sich mit einer Programmiersprache befasst. Aus Anwendersicht ist das OS lediglich das Vehikel, um die für ihn notwendigen Apps/Programme nutzen zu können.
Selbst das Compilieren eines Kernels gelingt ohne umfassende C Kenntnisse, wenngleich im Fehlerfall diese durchaus nützlich sind.
Sag mal geht es noch, zum Einstieg in ein neues OS sich erst mal mit einer
Programmiersprache befassen?
Also 1991 war das vollkommen normal. Ich weiss noch das ich als erstes den Source von einem Terminalprogramm angepasst habe weil damals die ganze Software halt fuer andere Unixmaschienen war.
Okay, heute scheint mir das nicht mehr immer notwendig, aber filtert halt diejenigen aus die den Umstieg nicht ernst meinen. ROTFLFTC
Sag mal geht es noch, zum Einstieg in ein neues OS sich erst mal mit
einer Programmiersprache befassen?
Wenn man so fragt, kann man keinen blassen Schimmer davon haben, inwiefern Unix und C miteinander "verheiratet" sind. Dieser Punkt wurde für Linux nicht 100% übernommen, aber zu einen großen Teil (wie auch die Abteilung "kryptische Kürzel"). In Windows gibt es zwar auch C, aber grundsätzlich konnte man sich da auch mit Basic, VBA, Excel-Gedöns, Assembler oder C++ beschäftigen - oder sich mit Python etwas herumärgern. Keiner hält einen davon ab, was mit Basic (oder Pascal) in Linux zu machen - passt aber irgendwie nicht ins System. Die Desktops in Linux erinnern in gewisser Weise an alte Lisp-Zeiten (viele Dialekte), und der Editor "Emacs" ist ein Kind davon. Dazu kommt, dass ich bisher nicht den Eindruck hatte, dass diese Lisp-Sprachen in Windows sonderlich gut funktionieren. Internetseitenprogrammierung und die Sprachen da sind weniger problematisch, falls man einen Vergleich braucht (nur ist Java irgendwie auch C oder Lisp).
Man könnte in Linux einen Neuanfang mit D wagen und schauen, wie gut das da funktioniert.
Internetseitenprogrammierung und die Sprachen da sind weniger
problematisch, falls man einen Vergleich braucht (nur ist Java irgendwie
auch C oder Lisp).
Abgesehen davon: Kein Mensch, der in die Nutzung von Linux einsteigen möchte, muss sich antike Werke über Sprachen in uralten Versionen reinziehen, die er eh nicht nutzen wird. Sinnvoller wären da eher Scriptsprachen, und hier insbesondere zuerst die der verwendeten Shell (zumindest die Grundlagen), dann Python (das heute in Linuxsystemen allgegenwärtig ist und Perl an fast allen Stellen abgelöst hat) und mittlerweile vielleicht auch Lua, welches zunehmend auch für die Konfiguration von Software zum Einsatz kommt.
Solange man keine Treiber schreiben oder den Code von Linux lesen können will, gibt es heutzutage eigentlich kaum einen Grund für C – insbesondere nicht zum Einstieg in die Linuxwelt. Und Perl wäre auch nur dann sinnvoll, wenn man mit alten Systemen oder alten Softwarekomponenten zu tun hat – was bei einem Einsteiger üblicherweise nicht der Fall ist.
Daher die Frage an dich, Rbx: Warum trollst du? Was hat der TE dir getan, dass du ihn in so eine Richtung schicken willst?
Das ist inzwischen schon über 30 Jahre her, also etwa 3/4 eines Gesamtarbeitslebens.
Und auch damals brauchte man nicht zwangsläufig programmieren um sich in ein Betriebssystem einzuarbeiten.
Wenn dann eher Skriptprogrammierung.
Also 1991 war das vollkommen normal. Ich weiss noch das ich als erstes
den Source von einem Terminalprogramm angepasst habe weil damals die
ganze Software halt fuer andere Unixmaschienen war.
Das war überhaupt nicht normal und ist es bis heute nicht. Als Anwender muß ich so etwas nicht können. Dennoch kann ich, wenn die Sourcen sauber aufgesetzt sind, Programme oder den Kernel aus den Sourcen compilieren - geht völlig problemlos und ich habe das auch schon recht häufig gemacht. Ich habe zwar C Kenntnisse, allerdings sind die nicht so profund, daß ich den Kernelsourcen oder in Sourcen eines komplexen Programmes rum fuhrwerken würde. Im Übrigen ist es mit dem alleinigen Wissen um C nicht getan, da gehört noch deutlich mehr dazu. Wenn Du das kannst, dann ist das schön für Dich, die meisten Anwender (ich schätze mal im oberen 90% Bereich) von Unix/Linux im Desktopbereich können das nicht. Die nutzen das System um ihre Arbeit zu erledigen.
Wenn man so fragt, kann man keinen blassen Schimmer davon haben,
inwiefern Unix und C miteinander "verheiratet" sind.
Hast Du zu heiß gebadet? Natürlich ist der vermutlich größte Teil SW für Linux in C oder in C++ geschrieben, dennoch muß ich keine der Programmiersprachen beherrschen, um mit dem OS arbeiten zu können. Ich muß auch nicht wissen wie die Apps intern aufgebaut sind.
Ich muß auch kein objektive C können, um mit einem Mac arbeiten zu können.
Ich habe viele Jahre mit HP-UX gearbeitet und damit Geld verdient, ohne das ich C näher kannte. Mit C habe ich mich erst näher befaßt, als als ich mit µC begonnen habe.
In Windows gibt es zwar auch C, aber grundsätzlich konnte man sich da
auch mit Basic, VBA, Excel-Gedöns, Assembler oder C++ beschäftigen -
oder sich mit Python etwas herumärgern. Keiner hält einen davon ab, was
mit Basic (oder Pascal) in Linux zu machen - passt aber irgendwie nicht
ins System.
Es ist völlig wurscht in welcher Programmiersprache Software für ein System geschrieben ist, solange das Buildsystem den Programmcode so umsetzt, daß dieses nativ unter dem jeweiligen OS und HW ausgeführt werden kann. Welche Programmiersprache am Ende genutzt sieht der Anwender gar nicht ist auch völlig egal. Gute Programmierer wenden i.d.R. die Programmiersprache an, mit der sich die Aufgabe am besten umsetzen läßt. Ich kenne Leute die haben viel mit Java gemacht und das arbeitet, eine passende JVM und JRE vorausgesetzt, perfekt z.B. mit HP-UX zusammen. Heute nimmt man vielfach Python und auch das funktioniert prima mit so ziemlich allen OS.
Ob eine Sprache gut in ein System passt hängt allein vom Buildsystem (Compiler, Linker, Assembler) ab, ob da am Ende was vernünftiges raus kommt.
Vermutlich. Oftmals veraltet Linux-Literatur schnell, je nach Problemkreis. Prinzipiell kann man hier dieselbe Analogie mit Windows zu DOS betrachten - viel neu aufgegossene Sachen waren technisch, schaute man unter die Haube, doch ein alter Hut.
Überhaupt weiß ich nicht, ob Literatur tatsächlich ein guter Zugang ist, Abteilung: wasch mich, aber mach mich nicht nass. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wieviel Stunden, Tage und Wochen ein Zimmernachbar sich mit BibTeX herumgeärgert hatte.
Bei anderen Sachen wie z.B. Octave konnte man immer wieder eine gute Hilfe finden.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wieviel Stunden, Tage und Wochen
ein Zimmernachbar sich mit BibTeX herumgeärgert hatte
Was ist daran so schwierig? Da habe ich keine Stunde gebraucht, um das in meine mit TeX geschriebenen Dokumentationen einzubinden. Man muß ja nur das entsprechende TeX-Modul einbinden und eine Datei mit Literaturverweisen erstellen. Danach verweist mit \cite{...} auf die gewünschte Literaturstelle, das ist nun wirklich kein Teufelswerk. Aufpassen muß man nur bei der Erstellung der Datei mit den Literaturverweisen, die muß schon so sein wie das BibTeX erwartet.
Da gibt es bei (La)TeX ganz andere Stolpersteine, die es zu umschiffen gilt. Aber auch da habe ich keine Wochen gebraucht, um die Probleme zu lösen. Wenn man in der Lage ist sein Anliegen einigermaßen in Worte zu fassen findet man sehr schnell eine Lösung im Netz. Mittlerweile gibt dabei sogar KI eine gute Figur ab und man hat sehr schnell ein Lösung für sein Problem, sogar ganz ohne Programmierkentnisse.
Wenn man in der Lage ist sein Anliegen einigermaßen in Worte zu fassen
findet man sehr schnell eine Lösung im Netz.
Damals gab es noch keine Lösungen im Netz. Außerdem brauchte man früher auch die Bände von Kopka, wenn man mit LaTeX zurechtkommen wollte. Allerdings mag ich selber BibTeX nicht, ich komme da besser mit einfacher Literaturverwaltung zurecht. Frisst aber viel Zeit, egal von welcher Seite. Ich bin da eher ein Fan von dem MealMaster-Format ;)
Warum man da versucht etwas zusammen zu führen, was eigentlich gar nicht zusammen paßt erschließt sich mir nicht wirklich. Aber wenn es für Dich gut ist, dann ist das ja in Ordnung. Ich würde es nicht machen, weil solche Sonderlocken die Wartbarkeit verschlechtern, insbesondere dann, wenn man im Team arbeitet.
Fällt mir gerade ein: Um sich mit Linux anzufreunden wäre für Windows 10/11 Nutzer WSL eine Option. Damit installiert man praktisch ein Linux unter Windows.
Die Installation ist recht einfach. Ein Terminalfenster oder eine Powershell mit Administratorrechten öffnen und "wsl --install" eingeben. Damit wird ein Linuxsystem auf Ubuntu basierend installiert. Man kann auch ein anderes Linuxsystem installieren, wenn man dies wünscht, Näheres dazu siehe hier https://learn.microsoft.com/de-de/windows/wsl/install .
Nach der Installation startet man einfach durch Eingabe von wsl Linux, welches dann in einem Fenster läuft. Ich habe das auf meinem Windowssystem installiert und das funktioniert sehr gut.
Ich denke das dieser Weg für Umsteiger gar nicht so schlecht ist. Man kann sich halt z.B. in die Linuxshell einarbeiten und hat zugleich noch ein funktionierendes und laufendes System in dem man sich auskennt zur Hand, um sich z.B. im Internetbrowser ein Linuxtutorial zum aktuellen Thema anzeigen zu lassen. 2 Bildschirme wären für dieses Szenario natürlich optimal.
Warum dann nicht gleich noch "UNIX Network Programming", ebenfalls von W. Richard Stevens? Und dann am Besten gleich noch die LaTeX-Bücher von Helmut Kopka, "Computer Networks" von Andrew S. Tanenbaum, "Das Postfix Buch" von Peer Heinlein und natürlich "The Design and Evolution of C++" von Bjarne Stroustrup. Danach natürlich zudem noch die "Lehrbücher der Softwaretechnik", von Helmut und Heide Balzert, und am Besten dazu auch "JavaScript: the Good Parts" von Douglas Crockford.
Ich würde für den Anfang die Shell ganz weg lassen. Damit kann man sich
bei Bedarf später befassen - falls überhaupt jemals der Bedarf dazu
entsteht.
Der TO hatte explizit danach gefragt. Und ich persönlich glaube auch: wenn man ein Linux wirklich beherrschen will, dann gehören die Shell und ein paar Basics dazu. Wohlgemerkt: wer ein Linux nur benutzen möchte, braucht (heute) keine Shell mehr. Wer es beherrschen, oder gar seine größten Stärken ausnutzen will, kommt um eine Shell nicht herum.
Das war überhaupt nicht normal und ist es bis heute nicht. Als Anwender
muß ich so etwas nicht können.
Natuerlich war das damals normal weil Linux damals nur aus 2-4Disketten bestand und du ausser dem 0.95er Kernel, der Shell und dem gcc nicht viel hattest. Du musstest damals selbstverstaendlich C koennen weil es kaum Software gab und man Sachen von anderen Systemen erst anpassen musste. make linux ging da noch nicht.
Aber natuerlich ist meine Einlassung auch ein Witz gewesen, weil heute ist es sicher nicht mehr normal oder notwendig! Wo ist eigentlich euer Sinn fuer Ironie geblieben?
So langsam artet es aus.
Man muss nicht:
-Programmieren können
-die Shell benutzen
-#tex können
-den Kernel selbst erstellen können
Man muss:
-sich ein Linux installieren
-den Paketmanager nutzen können
Der Rest ergibt sich aus aufkommenden Problemen.
Am besten mit bekannten Distries, Debian, Ubuntu, OpenSuSE, RedHat in einer VM testen.
Arch, LFS sind nicht empfehlenswert für Leute die nach "linuxliteratur" suchen.
Mit LFS lernt man eh nichts außer ./configure && make && make install.
Früher(TM) war das besser, da kam SuSE mit einem extrem fetten Handbuch daher, windows dagegen hatte afaik, noch nie ein wirkliches Handbuch und trotzdem nutzen das viele.
Um sich mit Linux anzufreunden wäre für Windows 10/11 Nutzer WSL eine
Option.
Der nächste Schritt könnte dann sein, mit Hyper-V (ist bei den meisten Win11-Varianten dabei) eine VM zu erstellen und sich an der Installation und Konfiguration zu üben. Da lassen sich auch recht einfach Snapshots anlegen, sodass man einfach Dinge probieren und zurückrollen kann.
Wenngleich ich persönlich glaube, dass es dem tieferen Verständnis äußerst zuträglich war, damals auch richtig kaputte Systeme wieder zurechtbiegen zu wollen, um die zu der Zeit dann doch lange und teils umständliche Neuinstallation zu vermeiden. Hat dann in der Summe vermutlich oft länger gedauert und häufig lief’s dann doch auf ein Neuaufsetzen hinaus, aber so hat sich gut erschlossen, was wie zusammenarbeitet. Ich verstehe aber, wenn das heute anders gesehen wird.
Man muss: -sich ein Linux installieren -den Paketmanager nutzen können
Noe, Paketmanager brauchst du auch nicht nutzen koennen. Du hast da heute auch eine grafische Oberflaeche die sich um alles kuemmert. Du musst nur "will haben" klicken.
TUI: aptitude (Zeigt alle Pakete, größere Kontrollmöglichkeiten)
aptitude lässt auch sich wie apt und apt-get nutzen. Soweit ich weiß, ist apt auch eher eine Art Wrapper für verschiedene Komponenten. Aber hatte sich Gerhard nun schon auf Debian oder eines der Derivate festgelegt?
SysV-Init, LPD/BPS, ... und fvwm2? Ob das nach 25 Jahren noch
empfehlenswert ist?
Die Geschichte eines Betriebssystems zu kennen ist immer empfehlenswert!
Gerade für Slackware mit SuperbMiniServer (SMS) und Webmin war es hervorragend.
SMS und Webmin waren für Slackware in den späten 2000er- und frühen 2010er-Jahren eine hervorragende und durchdachte Lösung.
SMS (https://sms.it-ccs.com/) war eine auf Slackware basierende Server-Distribution mit LILO Bootloader. Sie kam ohne grafische Oberfläche (wie KDE oder GNOME) aus, was sie schlank und ressourcenschonend machte. Stattdessen brachte sie eine Vielzahl an Diensten wie einen Web-, (Samba-)Datei-, Druck-, SSH-, FTP- und Fax-Server, einen Mail-Server mit Spam- und Virenschutz sowie eine Firewall bereits vorkonfiguriert mit.
Das sparte enorm viel Zeit und machte sie ideal für kleine DynIP-Server, die heute noch machen, was sie sollen.
SysV-Init, LPD/BPS, ... und fvwm2? Ob das nach 25 Jahren noch
empfehlenswert ist?
Die Geschichte eines Betriebssystems zu kennen ist immer empfehlenswert!
Gerade für Slackware mit SuperbMiniServer (SMS) und Webmin war es
hervorragend.
Richtig. Vor allem wenn es um das Verstehen und Behalten von scheinbar unlogischen Zusammenhängen und Reihenfolgen geht. Die erklären sich oft aus der Geschichte.
Ob das aber schon für die allerallerersten Schritte beim Kennenlernen eines Betriebssystems gilt?
Ob das aber schon für die allerallerersten Schritte beim Kennenlernen
eines Betriebssystems gilt?
Hängt von den Erwartungen ab. Knoppix hatte mich damals regelrecht aus den Pushen gehauen - sehr positive Überraschung. War aber damals schon klar, dass man die Hardware anpassen muss. Und die mobile Datenverarbeitung (Disketten, USB, SD-Karten) waren teilweise noch in den Kinderschuhen. Immerhin konnte man Disketten auf Linux deutlich flexibler als auf Windows oder auf DOS formatieren - wenn man wollte.
Die Debian-Manuale und eine große Softwarezusammenstellung zum Offline nutzen gibt es aktuell immer noch bei Debian. Die Debian-Manuale waren schon früher eine gute Empfehlung.
Aber hatte sich Gerhard nun schon auf Debian oder eines der Derivate
festgelegt?
Er hatte ganz zu Anfang mal Mint erwähnt und das ist wohl, falls ich da nicht falsch liege, Debian->Ubuntu->Mint basiert.
Aber viel wichtiger ist natürlich, man fängt nicht mit irgendwelchen extremen Exoten an, nur weil sie schön bunt sind und die Fonts auf dem Kopf stehen und wackeln. ;-)
Aber viel wichtiger ist natürlich, man fängt nicht mit irgendwelchen
extremen Exoten an, nur weil sie schön bunt sind und die Fonts auf dem
Kopf stehen und wackeln. ;-)
Das sollte man aber eigentlich den Desktop-Entwicklern erzählen. Früher beim KDE-Desktop waren oft dümmliche Gimmicks darin. Später auf Solaris war der einfache Gnome-Desktop dagegen sehr gut und richtig funktionell eingerichtet - und war so eher ein Vorbild.
Das war aber auch früher schon eher eine Frage der Konfiguration. Wobei Gnome den Ruf hatte, sehr unflexibel konfigurierbar zu sein, während KDE da recht viele Möglichkeiten bot (die man allerdings nicht nutzen musste).
Das war aber auch früher schon eher eine Frage der Konfiguration. Wobei
Gnome den Ruf hatte, sehr unflexibel konfigurierbar zu sein, während KDE
da recht viele Möglichkeiten bot (die man allerdings nicht nutzen
musste).
War auch alles immer so gut dokumentiert..
"man Scheißgimmicks", hatte jedenfalls nicht funktioniert ;)
Könnte man als Variante von "RTFM" einstufen -> wo andere vernünftige Leute längst die passende Schublade "Arroganz" aufmachen konnten - sofern man auf die Persönlichkeitsebene fixiert ist.
Bei Sidux war man ja auch so freundlich, wichtige Teile des Manuals nur Online zur Verfügung zu stellen, und das in Zeiten wo Hausinternetanschlüsse noch nicht so verbreitet waren. Da war es dann viel wichtiger, mit der Gemeinschaftskasse stiften zu gehen - wo man sich dann fragte, welche Persönlichkeitseigenschaften man neben "Arroganz" wohl noch so findet.
Könnte man als Variante von "RTFM" einstufen -> wo andere vernünftige
Leute längst die passende Schublade "Arroganz" aufmachen konnten -
sofern man auf die Persönlichkeitsebene fixiert ist.
Ansichtssache. Ich halte die Attitüde gegenüber jemandem, der Sachen, die ihm grad nicht gefallen, pauschal als „Scheißgimmicks“ bezeichnet, eher noch für zurückhaltend. Angesichts deines Auftretens (offensichtlich nur oberflächliche Kenntnisse, darauf aufbauend aber eine tiefgefestigte Meinung mit exklusivem Anspruch auf Deutungshoheit) lag’s mir unter den Fingern, noch deutlich explizitere Formulierungen zu verwenden.
Ein Beispiel für Äußerungen, die mich lediglich oberflächliche Kenntnisse annehmen lassen, damit mir keiner nachsagt, ich würde unbegründet unterstellen:
Bei Sidux war man ja auch so freundlich, wichtige Teile des Manuals nur
Online zur Verfügung zu stellen, und das in Zeiten wo
Hausinternetanschlüsse noch nicht so verbreitet waren.
Sidux war Rolling Release, basierend auf Sid. Die ausdrücklich vorgesehene Betriebsweise war, regelmäßig Updates zu fahren, weil in Sid nunmal regelmäßig Neuerungen und Änderungen einflossen, die weitestgehend direkt weitergegeben wurden. Entsprechend hätte es keinen Sinn gemacht („machen“ in der Bedeutung von „ergeben“ – für die Leute, die in der deutschen Sprache nicht so sattelfest sind), die Doku in irgendeiner anderen Form anzubieten. 2007 dürften „Hausinternetanschlüsse“ auch nicht mehr die Ausnahme gewesen sein.
Sidux war Rolling Release, basierend auf Sid. Die ausdrücklich
vorgesehene Betriebsweise war, regelmäßig Updates zu fahren, weil in Sid
nunmal regelmäßig Neuerungen und Änderungen einflossen, die
weitestgehend direkt weitergegeben wurden. Entsprechend hätte es keinen
Sinn gemacht („machen“ in der Bedeutung von „ergeben“ – für die Leute,
die in der deutschen Sprache nicht so sattelfest sind), die Doku in
irgendeiner anderen Form anzubieten.
Sofern die News Online gestanden hätten. War aber nicht so, sondern einfach grundlegende Infos hinsichtlich der Bedienungsanleitung. Zum Vergleich ist die Online-Doku bei Fedora viel besser.
2007 dürften „Hausinternetanschlüsse“ auch nicht mehr die Ausnahme
gewesen sein.
Aber nicht in unserem Dorf, das ging erst so um 2010 richtig los.
Naja, und "Scheißgimmicks" sind schon real gemeint. Ich denke, so einen Begriff kann man eindeutig einordnen, und läuft nicht Gefahr zur Missdeutung. Bei anderen Distributionen sind mit diese SGs eher gar nicht aufgefallen. Auch Pardus hatte den KDE-Desktop gut aufgeräumt präsentiert, also ohne völlig überflüssige Kaspereien. Prinzipiell könnte man sich ja an "weniger ist mehr" orientieren - oder an "gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht".
Sofern die News Online gestanden hätten. War aber nicht so, sondern
einfach grundlegende Infos hinsichtlich der Bedienungsanleitung.
Hattest du dich nicht gerade noch beschwert, dass die betreffende Doku nur online zur Verfügung gestanden hätte? Abgesehen davon stand dir die Doku von Debian selbst zur Verfügung, und die war auch damals ziemlich gut – hättest du jemanden gebraucht, der’s dir vorliest, oder was genau war nun das Problem?
Aber nicht in unserem Dorf, das ging erst so um 2010 richtig los.
Da stellt sich aber schon etwas die Frage, warum man sich dann ausgerechnet für eine Distri entscheidet, die prinzipbedingt eine gute Netzanbindung voraussetzt, und sich dann drüber beschwert, dass die gewählte Distri eine gute Netzwerkanbindung voraussetzt.
Ich denke, so einen Begriff kann man eindeutig einordnen,
Ich kann mir tatsächlich gar nichts darunter vorstellen. Sowas wie xeyes, nur mit dem Kot-Emoji, das dem Mauszeiger folgt? Benenn’s doch mal beim Namen.
Abgesehen davon: Hat dich jemand gezwungen, Funktionen zu nutzen, die du nicht wolltest?
Ich kann mir tatsächlich gar nichts darunter vorstellen. Sowas wie
xeyes, nur mit dem Kot-Emoji, das dem Mauszeiger folgt? Benenn’s doch
mal beim Namen.
Das kann er leider nicht, fürchte ich. Sonst würden wir womöglich bemerken, daß seine angeblichen "Scheißgimmicks" in Wirklichkeit nützliche Funktionen sind -- sofern man sie denn zu nutzen weiß.
Hattest du dich nicht gerade noch beschwert, dass die betreffende Doku
nur online zur Verfügung gestanden hätte? Abgesehen davon stand dir die
Doku von Debian selbst zur Verfügung, und die war auch damals ziemlich
gut – hättest du jemanden gebraucht, der’s dir vorliest, oder was genau
war nun das Problem?
Das spezifische Sidux-Manual. Und such dir nicht ständig Ausflüchte, dass du hier kein dümmliches RTFM betreibst.
Da stellt sich aber schon etwas die Frage, warum man sich dann
ausgerechnet für eine Distri entscheidet, die prinzipbedingt eine gute
Netzanbindung voraussetzt, und sich dann drüber beschwert, dass die
gewählte Distri eine gute Netzwerkanbindung voraussetzt.
Auch wieder so ein Flucht-Konstrukt. Ich glaube die Zeitschrift CHIP hatte mehrere Distributionen auf CD im Heft - und Sidux war eine davon.
Ich kann mir tatsächlich gar nichts darunter vorstellen. Sowas wie
xeyes, nur mit dem Kot-Emoji, das dem Mauszeiger folgt? Benenn’s doch
mal beim Namen.
Woher soll ich wissen, wie diese Scheißgimmicks im KDE-Desktop geheißen haben? War jedenfalls nichts Bekanntes, was man sonst so kennt. Prinzipiell Sachen, die im Desktop eher nichts zu suchen haben bzw. was ich sonst noch nirgendwo gesehen hatte. Diese Gimmicks änderten sich auch von Update zu Update.
Abgesehen davon: Hat dich jemand gezwungen, Funktionen zu nutzen, die du
nicht wolltest?
In erster Linie ging es gar nicht um Funktionen als viel mehr um verstehen, wie was hier läuft. Prinzipiell habe ich den Nutzen einiger "Neuerungen" auch gar nicht verstanden, es kamen ja keine Erklärungen mit.
Und wenn ich die KI frage, kommen viele Antworten zum Tragen. Naja, viele Test-Updates..Sidux war ja kein Stable-Realease.
Ich kenne Leute die haben viel mit Java gemacht und das
arbeitet, eine passende JVM und JRE vorausgesetzt, perfekt z.B. mit
HP-UX zusammen.
An dieser Stelle möchte ich kurz daran erinnern, wo Java herkommt. Das wurde bei Sun Microsystems entwickelt, einem der großen klassischen UNIX-Hersteller. Wenn eine von einem solchen Hersteller entwickelte Peogrammiersprache nicht gut mit unixoiden Systemen laufen würde, wäre das doch sehr seltsam.
Was AI angeht, liefert dein Beispiel eine nette Illustration eines der
Hauptprobleme dieser Herangehensweise: Ein Einsteiger kann nicht
einschätzen, ob das LLM Dummfug von sich gibt
Absolut richtig. Zudem halte ich es für hochproblematisch, Einsteiger dazu zu erziehen, unverstandene Befehle in den eigenen Rechner einzugeben, schlimmstenfalls sogar noch als privilegierter Benutzer.
An dieser Stelle möchte ich kurz daran erinnern, wo Java herkommt. Das
wurde bei Sun Microsystems entwickelt, einem der großen klassischen
UNIX-Hersteller. Wenn eine von einem solchen Hersteller entwickelte
Peogrammiersprache nicht gut mit unixoiden Systemen laufen würde, wäre
das doch sehr seltsam.
An dieser Stelle möchte ich kurz daran erinnern, wo Java herkommt. Das
wurde bei Sun Microsystems entwickelt, einem der großen klassischen
UNIX-Hersteller. Wenn eine von einem solchen Hersteller entwickelte
Peogrammiersprache nicht gut mit unixoiden Systemen laufen würde, wäre
das doch sehr seltsam.
Hatten die nicht auch die Rechte an UNIX?
AFAIK nicht, die Rechte an der Marke UNIX gingen von AT&T zu Novell und von da zur X/Open (heute: The Open Group) über. Sun hatte System 5 Release 4 (SVR4) allerdings vollständig lizensiert (IP-Rechte und Code) und daraus SunOS (heute: Oracle Solaris) entwickelt.
An dieser Stelle möchte ich kurz daran erinnern, wo Java herkommt. Das wurde bei Sun
Microsystems entwickelt, einem der großen klassischen UNIX-Hersteller.
Njein, "SUN" (abstammend aus "Stanford University Network") war kein "SW-Hersteller", schon garnicht ein "klassischer". Und das SUN OS basiert auch auch nicht auf dem älteren System V sondern auf einer BSD-Variante. Und BSD steht für "Berkley Software Distribution" wobei Berkley auch wieder auf eine "Universität" verweist.
Der Ursprung in US-Universitäten ist hier besonders wichtig, da es darauf verweist, das diese mit öffentlichen Geldern (bspw. Doktorranden-Gehälter) finanziert wurden und in den USA die Regelung gilt, das mit öffentlichen Geldern finazierte "Produkte" der Allgemeinheit "gehören", also nicht privatwirtschaftlich "hergestellt".
Und UNIX-Lizenzen wurden meines Wissens gern an Universitäten "verschenkt" (um die Studenten quasi anzufixen).
SUN ist auch relativ jung, da erst 1982 gegründet. Ganz im Unterschied zu den Telekommunikationsausrüstern AT&T mit den "Bell Labs" (von denen sich Apple "bediente"). Die Bell Labs geben als Gründungsjahr 1877 an.
Fun Fact: Sun Microsystems wurde von einem Studenten aus Deutschland mitgegründet, der zu bequem war, immer von seiner Studentenbude in das Rechnerkabinett der Uni zu pendeln und sich deshalb ein Netzwerk von der Uni zu seiner Studentenbude "organisierte".
Das spezifische Sidux-Manual. Und such dir nicht ständig Ausflüchte,
dass du hier kein dümmliches RTFM betreibst.
Was ist denn nun damit? War es nun online verfügbar, wie in einem früheren Beitrag von dir, oder eben nicht, wie in einem späteren Beitrag von dir?
Und dass ich der Ansicht bin, dass jeder, der ein komplexeres System benutzen möchte, das dazu passende Freundliche Manual zur Rate zieht, ist kein Geheimnis – wie du da auf „Ausflüchte“ kommst, ist mir entsprechend nicht völlig klar. Das ist bei jedem System so – insbesondere auch bei Windows (um das direkt vorwegzunehmen), wie ich in meiner Zeit im Support gelernt habe: Mindestens 95% der Anfragen, mit denen die Leute da angekommen sind, hätte es nicht gegeben, hätte der Betroffene vorher oder spätestens beim Auftreten des Problems einfach mal in die Anleitung geschaut.
Auch wieder so ein Flucht-Konstrukt. Ich glaube die Zeitschrift CHIP
hatte mehrere Distributionen auf CD im Heft - und Sidux war eine davon.
Und was genau ändert das daran, dass die Distri auf regelmäßige und engmaschige Updates ausgelegt war – und zwar dergestalt, dass direkt nach der Installation vom Offline-Medium in der Regel schon eine Menge Updates anstanden, wofür eine vernünftige Netzanbindung nunmal Voraussetzung ist?
Woher soll ich wissen, wie diese Scheißgimmicks im KDE-Desktop geheißen
haben?
Dann schreib doch einfach, was sie gemacht haben – mich interessiert wirklich, was jemanden dazu bringen kann, dass er die gut gemeinte und kostenlos zur Verfügung gestellte Arbeit anderer Leute mit Fäkalsprache belegt.
Und schreib, warum du sie nicht einfach deaktiviert hast, denn die Default-Config stellt nunmal eher einen Serviervorschlag, als eine für dich persönlich maßgeschneiderte Arbeitsumgebung dar, und wenn mir an meinem System, wie’s aus der Schachtel fällt, etwas nicht gefällt, dann ist’s doch das Erste, was ich ändere, und gut ist’s? Im Fall von KDE sind’s nicht mehr als eine Handvoll Mausklicks.
Zudem halte ich es für hochproblematisch, Einsteiger dazu zu erziehen,
unverstandene Befehle in den eigenen Rechner einzugeben,
schlimmstenfalls sogar noch als privilegierter Benutzer.
Ist mir letztens wieder aufgefallen, als ich mal faul sein wollte und mir Optionen für ein von mir weniger genutztes Programm von einem LLM zusammestellen lassen wollte. Das hat dem problemlos als Nutzer auszuführenden Aufruf das ›sudo‹ nach Ubuntu-Art vorangestellt. Hatte mich interessiert und ich hab bisschen rumprobiert: Das ist da eher die Regel, als die Ausnahme.
Ist zwar nicht verwunderlich, wenn man drüber nachdenkt, denn die ›sudo‹-Seuche (nicht falsch verstehen – ich halte ›sudo‹ selbst für ein tolles Tool – richtig konfiguriert und genutzt) hat sich nunmal durchs ganze Netz gezogen und ist entsprechend prominent in den Trainingsdaten, aber erschreckend finde ich es schon sehr – insbesondere, da es derzeit ja doch ziemlich viele Umsteiger gibt, und deren erste Anlaufstelle ist heutzutage nunmal das LLM.
Dass es das LLM auch nicht geschafft hat, mir die Optionen nach Vorgabe zusammenzustellen, und ich letztlich doch wieder bei ›man programm‹ gelandet bin, hat dieses Nutzererlebnis dann irgendwie schön abgerundet :)
Falls dich die tiefe des Betriebssystems interessiert gibt es weitere, Portierungs- und Entwickler Bücher: https://docs.freebsd.org/en/books/
FreeBSD ist ein echtes Betriebssystem und nicht irgendein bullshit. Falls du doch bei Linux bleiben möchtest empfehle ich dir Linux From Scratch: https://www.linuxfromscratch.org/
Das hat dem problemlos als Nutzer
auszuführenden Aufruf das ›sudo‹ nach Ubuntu-Art vorangestellt.
Das sollte aber wirklich nicht sein, das ist ja gefährlich.
Leider machen das tatsächlich viele so, weil bevor es aus irgendeinem Grunde nicht geht....
Trotzdem bleibt "Sudo" die beste Alternative für Sachen, die Unbedingt als root erledigt werden müssen, so als eine Art "Wegwerf Anmeldung"....aber eben auch nur dafür.
An dieser Stelle möchte ich kurz daran erinnern, wo Java herkommt. Das wurde bei
Sun
Microsystems entwickelt, einem der großen klassischen UNIX-Hersteller.
Njein, "SUN" (abstammend aus "Stanford University Network") war kein
"SW-Hersteller", schon garnicht ein "klassischer".
Sun war absolut ein klassischer UNIX-Hersteller und bot -- wie AT&T, IBM, Silicon Graphics und Hewlett-Packard -- Hard- und Software aus einer Hand an.
Und das SUN OS
basiert auch auch nicht auf dem älteren System V sondern auf einer
BSD-Variante.
Ab Version 5.0, erschienen im Jahr 1992, basierte SunOS auf SVR4. Um das auch nach außen zu zeigen, wurde es ab diesem Zeitpunkt unter dem Namen Solaris vermarktet, intern aber weiterhin stets SunOS genannt.
Ok, Du kannst also nicht einmal eine Internet-Suchmaschine unfallfrei bedienen. Aber was sollte man von jemandem erwarten, den schon die Zitatfunktion dieses Forums überfordert.
Zudem halte ich es für hochproblematisch, Einsteiger dazu zu erziehen,
unverstandene Befehle in den eigenen Rechner einzugeben,
schlimmstenfalls sogar noch als privilegierter Benutzer.
Ist zwar nicht verwunderlich, wenn man drüber nachdenkt, denn die
›sudo‹-Seuche (nicht falsch verstehen – ich halte ›sudo‹ selbst für ein
tolles Tool – richtig konfiguriert und genutzt) hat sich nunmal durchs
ganze Netz gezogen und ist entsprechend prominent in den Trainingsdaten,
aber erschreckend finde ich es schon sehr – insbesondere, da es derzeit
ja doch ziemlich viele Umsteiger gibt, und deren erste Anlaufstelle ist
heutzutage nunmal das LLM.
Hm, irgendwie google ich ja auch nach allem Möglichen, aber eine ausufernde Nutzung von sudo(8) für Dinge, die das gar nicht brauchen würden, habe bisher noch nie bemerkt, aber ich werde künftig mal genauer darauf achten. Davon abgesehen könnte sudo(8) aber natürlich trotzdem nichts dafür, wenn es zu häufig empfohlen wird, nmap(1) ist ja auch nichts daran schuld, daß es häufig für Angriffsvorbereitungen benutzt wird.
Wie dem auch sei, zum Thema dieses Threads halte ich es für besonders wichtig, Einsteiger schon sehr früh auf die Gefahren hinzuweisen, die sich ergeben, wenn sie nicht verstandene Befehle aus egal welcher Quelle in ihre Shell eingeben. Da wäre man dann auch sofort bei weiteren Themen wie Dateirechten (darunter auch Execute-, Setuid- und Setgid), Benutzern und Benutzerrechten, Man- und Infopages, und so weiter. Außerdem erinnert man den neuen Linuxuser dabei auch gleich daran, daß die Shell ein extrem mächtiges Profiwerkzeug ist, mit dem man nicht nur die tollsten Dinge machen, sondern auch alles zerstören kann.
Das hat dem problemlos als Nutzer
auszuführenden Aufruf das ›sudo‹ nach Ubuntu-Art vorangestellt.
Das sollte aber wirklich nicht sein, das ist ja gefährlich.
Leider machen das tatsächlich viele so, weil bevor es aus irgendeinem
Grunde nicht geht....
Gerade das führt dann aber erst Recht dazu, daß etwas nicht geht. Beliebter Klassiker: Konfigurationsdateien werden mit dem Besitzer "root" angelegt, können von der Software dann nicht gelesen oder verändert werden, und die Fehlermeldung "permission denied" ohne weiteren Kontext ist dabei häufig auch nicht allzu hilfreich.
Trotzdem bleibt "Sudo" die beste Alternative für Sachen, die Unbedingt
als root erledigt werden müssen, so als eine Art "Wegwerf
Anmeldung"....aber eben auch nur dafür.
Naja, sudo(1) ist auch für viele andere Anwendungsfälle ein extrem mächtiges Tool. Aber Features wie die Beschränkung von Benutzern auf definierte Befehle (gerne auch ohne die Eingabe eines Paßworts), Verzeichnisse und Hosts ist nicht allzu breit bekannt. Jedoch: wenn mehrere Benutzer oder Gruppen privilegierte Aufgaben erledigen sollen, ist sudo(1) ein absolut großartiges und hochflexibles Werkzeug.