Hallo Forum, aufgrund altersbedingter Probleme sehe ich mich außerstande, meinen kleinen Kopfhörer-Verstärker selbst zu reparieren, geschweige ihn erst einmal zu öffnen. Möchte aber auch nicht das Gehäuse durch meine ungeschickt gewordenen Hände vermackeln. Und dann kommen auch noch die Bauteil bedingten Probleme der SMD Bestückung, die ich einfach nicht mehr optisch genau erkennen kann. Wer kann mir gegen einen kleinen Obolus das Gerät reparieren?
Es handelt sich um ein Topping MX3, der bei mir recht selten benutzt wird. Aufgefallen ist mir ein rhythmisches blinken bzw. flackern der LED am ext. Netzteil. Das Gerät selbst ist kmpl. tot und das Display dunkel. Das ext. Netzteil schaltet sich wohl aufgrund einer Überlastung sofort selbst ab, um Schlimmeres zu verhindern. Es scheint ein Kurzschluss Fehler vorzuliegen. Die Netzteil LED leuchtet im Leerlauf ohne Last dauerhaft. Ausgangsspannung ist mit DC 24V OK. Betrieben wurde der Verstärker nur im Kopfhörerbetrieb. Lautsprecherbetrieb nie. Es wurden also keine größeren Leistungen vom MX3 abverlangt.
Man kann im Web lesen, dass oft die Schutzdiode D17 direkt vor dem Wandler überhitzt, weil sie versucht, den massiven Stromfluss zu blockieren. Gründe werden meist im Bereich alterndes Bauteil oder Unterdimensionierung gemutmaßt, egal ob die 24V ständig am Gerät anliegen oder nicht. Seltener der DC/DC-Wandler selbst. Vielleicht war die Ursache auch „nur“ eine Spannungsspitze. Wer könnte mir behilflich sein? Ansonsten wäre das Gerät ein finanzieller Totalschaden und ich musste mir einen neuen Verstärker zulegen.
In Deutschland gibt es rund 1.750 Repair-Cafés, in denen Sie kaputte Gegenstände mit Hilfe von Ehrenamtlichen kostenlos reparieren können. Natürlich freuen diese sich auch immer über Spenden.
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hallo an Alle, vielen Dank erst einmal für eure Reaktionen. Mit Repair Cafés habe ich leider nicht so gute Erfahrungen gemacht, da sie im Bereich von Microelectronics nicht unbedingt Expertise haben, es sei denn, man hat Glück und gerät an einen versierten Menschen. Ansonsten finde ich ein Repair Cafe eine segensreiche Einrichtung. Ich versuche morgen mein erneutes Glück um den Verstärker selbst zu öffnen. Ich möchte das kleine Ding auch mechanisch nicht stressen, da es auch optisch etwas hermacht. Mal sehen. ob ich Glück habe. Hallo Hans und Matthias: Das Bild stammt aus dem Web und zeigt nicht meine Platine. Ich hatte nach einem Bestückungsplan gesucht und nur das Bild gefunden. Es wäre auch zu schön. Matthias, Mein Standort ist neuerdings in Ascheberg / NRW und mobil bin ich auch.
Freue mich auf eure Antworten und Lösungsvorschläge. Wenn ich weiterkomme, lasse ich es euch wissen. beste Grüße Matt
Mit Repair Cafés habe ich leider nicht so gute Erfahrungen gemacht, ...
Wobei ich hier empfehlen würde sich zum ersten Reparaturversuch in einem Internetcafe mit einem Helfer aus dem Forum zu treffen. In der Regel wäre dort einiges an Werkzeug vorhanden und man muss weniger mitschleppen.
"Das Öffnen des Gehäuses des Topping MX3 ist etwas knifflig, da die Frontblende keine sichtbaren Schrauben besitzt und das Gehäuse aus einem durchgehenden Aluminium-Strangpressprofil besteht. Erfahrungsberichten aus Reparatur-Foren zufolge ist das Gerät „von hinten nach vorne“ aufgebaut... "
Zustimmung. Zuerst das Netzteil checken - auch oszillografisch - das Netzteil sollte unter seiner spezifierten Last nicht zusammenbrechen. Leerlaufspannung sagt nicht viel.
Das Netzteil ist mit 3,75A@24V spezifiziert und sollte 2 in Reihe geschaltete 12V 21 Watt aus dem Kfz-bereich (oder 2 Stiftsockel-Halogen 12V 20W) ohne Murren befeuern können, wenn keine elektronische Last zur Verfügung steht.
Insofern nicht leichtfertig ein Ersatznetzteil versuchen, das vielleicht noch mehr verbrät. Labornetzteil mit sinnvoller Strombegrenzung, schrittweise erhöhen. Das sollte ein RepairCafe haben. Mehr als 200 mA im Leerlauf würde ich erst mal nicht versuchen. Im EEVBlog waren schon 12V 500 mA zuviel.
Dort wurde der Fehler am Ende nicht gefunden.
Also ich würde es mir anschauen, weiß aber nicht ob es sich angesichts Porto hin und her lohnt. Wenn Du das komplett tragen möchtest plus Ersatzteile okay. Auch wenn die Anfahrt mit 90km überschaubar wäre macht das keinen Sinn da man i.d.R. auf Ersatzteile warten muss.
Edit: Wenn allerdings die Beschreibung aus eevblog zutrifft ist der 3.3V Kreis mit 24V beaufschlagt worden was das finale Todesurteil für die gesamte Baugruppe ist. Du könntest vorab mit einem 12V Netzteil testen um zu sehen ob es das Netzteil oder das Gerät ist. 12V z.B. an einer FRITZ!Box (prüfen!)
Ja, wenn die Theorie stimmt (und das ist durchaus wahrscheinlich), fragt man sich, wie ein Defekt im Wandler überhaupt so auf den 3,3V-Bereich durchgreifen konnte. Da wäre doch im Design mächtig was schiefgelaufen.
Ein Jammer. Viel Glück!
Ja, wenn die Theorie stimmt (und das ist durchaus wahrscheinlich),
fragt man sich, wie ein Defekt im Wandler überhaupt so auf den
3,3V-Bereich durchgreifen konnte. Da wäre doch im Design mächtig was
schiefgelaufen.
Ein Jammer. Viel Glück!
Wahre Worte! Habe in der Repaircafe Praxis so einige Designs gesehen, wo man nur den Kopf schütteln kann:
Keyboard: Class D Endstufe defekt weil VCC direkt durchgeroutet zur DC Eingangsbuchse, kein ESD, keine TVS, kein Bead, nichts.
Industrieterminal: RS485 mit auf dem Stecker, wo 24V auf dem Nachbarpin liegt. Einmal 24V auf RS485 und Gerät tot. Hauptplatine getauscht, 500€ (Durfte/sollte nicht durch das RC repariert werden)
Video-Klingelanlage, also lange Drähte und parallel zu anderen Leitungen: 3.3V Buck direkt an der Klemme, kein TVS, kein ESD, absolute Max Rating 25V. Funktioniert auf dem Labortisch, stirbt sehr schnell in der Praxis.
Also ich würde mich schämen als verantwortlicher Designer.
Also ich würde es mir anschauen, weiß aber nicht ob es sich angesichts
Porto hin und her lohnt. Wenn Du das komplett tragen möchtest plus
Ersatzteile okay. Auch wenn die Anfahrt mit 90km überschaubar wäre macht
das keinen Sinn da man i.d.R. auf Ersatzteile warten muss.
Edit: Wenn allerdings die Beschreibung aus eevblog zutrifft ist der 3.3V
Kreis mit 24V beaufschlagt worden was das finale Todesurteil für die
gesamte Baugruppe ist. Du könntest vorab mit einem 12V Netzteil testen
um zu sehen ob es das Netzteil oder das Gerät ist. 12V z.B. an einer
FRITZ!Box (prüfen!)
Ich lese das eher so, als dass da die Vermutung im Raum steht, kein Beweis. Da der Schaltplan unbekannt ist, fehlen dem Reparateur Punkte, an denen er sehen kann, wo sich die 3V3 weiter verteilen und wo man sie testweise auftrennen könnte.
Auch würde ich, um weitere Schäden zu vermeiden, auf jeden Fall nur CC fähige Netzteile zur weiteren Prüfung verwenden. Einfach ein anderes NT dran stecken ist da nicht hilfreich.
Wenn es dir das ganze wert ist, wir sind 115km auseinander, könnte ich das ganze mal mit meiner P3 Warmebildkamera begutachten. (Nur Versandkosten! Möchte nichts extra haben!)
Mein Nachbar kam gestern auch mit einem Verstärker um die Ecke den ich heute repariere.
Fehlersuche (Gerät ist bereits geöffnet gewesen) 120 Sekunden.
12V mit 100mA Begrenzung reingejagt, Drei IRLZ44N Fets und ein Bipolar leuchten dabei auf.
Dann wäre auch gleich klar wie weit der schaden fortgeschritten ist.
Gerät konnte ich gestern in einem Repair Cafe kurzfristig abgeben. Mal sehen, was für ein Ergebnis dabei rauskommt. Ich lasse es Euch wissen. Erst einmal vielen Dank für die Rückantworten LG Matt