Ich brauch mal Euren Rat: auf dem Foto ist ein Netzstecker in einem US-Gerät zu sehen. So ist das halt üblich, da drüben. Da stülpt man einfach die Buchse vom Kabel aus der Wandsteckdose drüber und gut ist. Keine Schutzkontakterdung. Mag manchmal im Musikinstrumentenbereich, aus dem der vorliegende Fall ohnehin stammt, nützlich sein (Vermeidung von Erdschleifen), aber wenn man dann am Keyboard sitzt, das Gehäuse berührt und gleichzeitig beim Gesang das Mikro berührt, mag es dem Musikvortrag noch ein besonderes Fortissimo verleihen.
Kurz und gut, ich suche nach einer Lösung, die möglichst wenig invasiv ausfällt.
Kaltgeräteeinbaustecker Euro C14 mit Flansch wäre ein Ansatz, aber da haben wir das 32mm Loch und dann evtl. Blech und Bohren?
Schön wäre es, wenn es etwas von Amphenol gäbe. Hat Neutric sowas im Programm?
Ratschläge willkommen. 3D-Druck?
Grüße
Christoph
Anm.: Das Gerät ist schon (Netztrafo) intern auf 230V Betrieb umgebaut. Die 117V waren wohl einmal mit einem entsprechenden Etikett überklebt.
Danke für den Vorschlag (Neutrik Powercon). Wäre eine letzte Option. Nur wehe, man vergißt mal das Kabel bei einem Auftritt. Ich bin in Gedanken schon fast beim 3D-Druck.
Blende für die C14 (oder C8), und die dann auf das 32mm Loch
kleben. Könnte man aus einem Stück Platinenmaterial anfertigen.
Danke. Blende schon mal gut. Lücken müssen ja geschlossen werden. Kleben nicht so prickelnd. Fliegt bei Belastung ab. Die rückwärtige Fixierung mittels des Sprengrings möchte ich möglicherweise übernehmen. Ich frage momentan auch meine amerikanischen Freunde.
Diese Euro C13/14 Stecker/Kabel gibt es doch auch in den USA (an PCs etc. oder?)
Auf dem ersten Bild sehe ich ein drittes rundes Loch oberhalb der Flachstifte. Da könnte ursprünglich mal ein Erdstift drin gewesen sein. Würde für mich jedenfalls zum 3-Poligen Stecker in den USA passen.
Als Vorschlag für den Umbau hätte ich jetzt spontan eine C5 Einbaubuchse vorgeschlagen ("Kleeblattstecker"), da die Kaltgerätebuchse ja zu gross ist für das 32 mm Loch.
Das Problem an diesem Vorschlag ist, dass ich keine C5 Einbaubuchse zum kaufen finde. Nur Kabel und Adapter (die man vielleicht zu dem Zweck verbasteln könnte).
Für C7, also der 2-Polige Stecker ohne Erde der ähnlich ist wie der C5, da gibt es Einbaubuchsen. Aber ich finde auch, dass es nicht komplett verkehrt ist, dass Metallgehäuse auf Erde zu legen.
Auf dem ersten Bild sehe ich ein drittes rundes Loch oberhalb der
Flachstifte. Da könnte ursprünglich mal ein Erdstift drin gewesen sein.
Ja, das ist richtig beobachtet. Es sieht so aus, als wurde der absichtlich (werkseitig) entfernt.
Würde für mich jedenfalls zum 3-Poligen Stecker in den USA passen.
Als Vorschlag für den Umbau hätte ich jetzt spontan eine C5 Einbaubuchse
vorgeschlagen ("Kleeblattstecker"), da die Kaltgerätebuchse ja zu gross
ist für das 32 mm Loch.
Das Problem an diesem Vorschlag ist, dass ich keine C5 Einbaubuchse zum
kaufen finde. Nur Kabel und Adapter (die man vielleicht zu dem Zweck
verbasteln könnte).
Für C7, also der 2-Polige Stecker ohne Erde der ähnlich ist wie der C5,
da gibt es Einbaubuchsen. Aber ich finde auch, dass es nicht komplett
verkehrt ist, dass Metallgehäuse auf Erde zu legen.
C8 (H.H.) lieber nicht, weil ich doch auf Erdung hinauswill und die Kabelstärke für das angeschlossene Gerät ca. 120VA etwas mickrig wäre.
Stephan, danke für die Links. Aber um die Stecker selbst ging es mir nicht. Es ging mir um eine Integration in die bestehende Geometrie ohne Bohren und Schrauben. hhinz kommt mit seinem Klebevorschlag schon ganz gut hin. Auch wenn es noch so bombenfeste Kleber geben mag - mir graut vor dem Gedanken, jemand tritt auf's Kabel und auf einmal baumelt der Stecker heraus. Hier noch mal die Situation im Bild.
Danke für die Vorschläge. Ich komme langsam meine 3D-Druckerlösung näher. Auch etwas gewürgt, aber eingeschoben und geklebt und mit dem Sprengring von hinten gesichert müßte es auch gehen.
Danke für die Vorschläge. Ich komme langsam meine 3D-Druckerlösung
näher. Auch etwas gewürgt, aber eingeschoben und geklebt und mit dem
Sprengring von hinten gesichert müßte es auch gehen.
Da wird eher dein 3D-Druckteil zerbröseln als dass der passende Kleber nachgibt.
TPU Thermoplastisches Poly-Urethan, ein 3D-Druckmaterial. https://de.wikipedia.org/wiki/Polyurethane
Ich würde die Einbaudose senkrecht anordnen, so dass ein gewinkeltes Kabel nach unten zeigt.
Man könnte aus einem alten PC-Netzteil das hintere Blech samt der Dose ausschneiden und draufschrauben. Das geht sogar non-invasiv, wenn man ein zweites identisches Blech hinter dem Fender-Blech (also im Geräte-Inneren) anbringt und die beiden Bleche mit 2-4 M3-er Schrauben zusammenschraubt (innen M3-Sicherungsmuttern). PC-Komponenten gibt's am Wertstoffhof oder im Repair-Cafe.
3 Plättchen mit Löchern zu feilen und zu verschrauben, ich wollte es mir auch selbst aufmalen, ansonsten wärs mir eher egal. Man könnte auch im nicht sichbaren Bereich eine kleine Aussparung für ein Bohrloch feilen, um mehr Platz im originalen Loch zu haben
Danke, carypt, für die Skizze. Ja, das wäre auch eine Möglichkeit. Ich werde aber erst die 3D-Druck Variante ausprobieren, komme allerdings erst Freitag an den 3D-Drucker.
Da ich nur nach Bedarf Drucke und nur Teile für den Eigenbedarf, kann ich nur von PLA sprechen, wo ich ebenfalls absolut Recht geben muss. Druckst du das Teil mit PLA wird dir das relativ schnell zerbröseln.
Ein Transport bei Hitze >55-60°C und es gibt Verformungen, es ist Spröde und nicht biegsam, Nicht UV und Wasserbeständig.
Ich würde mir ebenfalls ein paar Bleche dafür herstellen.
Willst du unbedingt das gedruckte Teil, sind folgende Materialien zum Druck besser geeignet:
PETG/PETG-CF, ASA, ABS,PA/PA-CF.
Den ganzen Aufwand könnte man z.B. sparen, wenn man ins Gerät eine Zugentlastung für ein ganz normales Schuko-Kabel macht und eine geeignete Gummi-Durchführung durch das äußere Blech macht, damit das Kabel später nicht aufgeschlitzt wird.
Kurzer Schlußbericht s. Fotos.
Ich mußte den Sprengring und Umgebung mit Epoxydharz fixieren.
Es ist nicht perfekt aber für den Anwendungsfall ausreichend.