Habe einen LCD TV hier, bei dem beim Drücken einer bestimmten Taste (nicht der An-Taste) hinten am Fernseher dieser ausgeht. Es ist der CH+ Knopf. Mit dem Multimeter habe ich da keinen Schluss feststellen können zwischen diesem Taster und dem An-Taster.
Das Tastermodul über eine lange Zuleitung zum Mainboard. Das 8 Pin Flachkabel ist in der Mitte geteilt auf 2x4. Das ist ungeschirmt, keine Ferritmantel. Die beiden Adern liegen nicht nebeneinander. Die Platine ist sogar so aufgebaut, dass die benachbarten Taster so weit wie möglich voneinander am Stecker belegt sind. Taster werden über Pullup auf 3.3V gehalten.
Die Zuleitung untereinander weg zu halten und die Zuleitung an sich vom Fernseher weg haben nichts gebracht. Ein 10uF Kondensator beim An-Taster hat auch nichts gebracht.
Fernbedienung emuliert über Smartphone kann ich den Kanal höherschalten.
Jetzt würde ich da gerne mal reinschauen auf Signalebene.
Ich müsste auch mal schauen, wo/wie ich da messe. Am besten so nah am SoC wie möglich, Leiterbahn müsste ich ankratzen und dann mal was anlöten, was zum Anhaken, da finde ich schon was.
Ich suche Ratschläge zum richtigen Einstellen des Oszis und andere Dinge, die euch bei dem Vorhaben, vielleicht auch aus Erfahrungswert, einfallen.
Mechanische Spannungen (Power wird mit gedrückt beim betätigen von CH+) ausgeschlossen?
Modell des Fernseher?
Modifikationen an der Firmware/Android?
In den Digital-Speichermodus schalten. Trigger auf Kanal A/CH+ legen, Falling Edge wählen und Level auf ca. 1,6 V stellen. Single-Button (bzw. Reset) drücken, bis die Ready-LED leuchtet. Timebase auf ca. 20 ms/Div.
Nutze am besten beide Kanäle. Kanal 1 (B) an den Power-Taster, Kanal 2 (A) an den CH+-Taster. So siehst du das zeitliche Verhältnis (Übersprechen vs. mechanische Verzögerung).
Schau nicht nur, ob der Power-Pin fällt, sondern achte im Single-Shot auch auf die 3,3V.
(Bricht sie ein?) und die Masseleitung. (gibt es dort einen Ausschlag nach oben?)
Mehr fällt mir gerade nicht ein an Fragen und Tipps.
Nutze am besten beide Kanäle. Kanal 1 (B) an den Power-Taster, Kanal 2
(A) an den CH+-Taster. So siehst du das zeitliche Verhältnis
(Übersprechen vs. mechanische Verzögerung).
Schau nicht nur, ob der Power-Pin fällt, sondern achte im Single-Shot
auch auf die 3,3V.
(Bricht sie ein?) und die Masseleitung. (gibt es dort einen Ausschlag
nach oben?)
Die sind ja auf hoch gestellt. Taster zieht die auf GND.
Mehr fällt mir gerade nicht ein an Fragen und Tipps.
Finde das auch sehr interessant. Taster sind nicht nebeneinander, und auch zumindest auf dem Tasterboard nicht nebeneinander geroutet.
Meine Optionen sind halt messen, oder auf dem Mainboard gucken.
Ersteres ist umständlich, wenn ich schon das Teil auseinandergebaut habe.
Deswegen, ist auch eine schöne Gelegenheit mal mit dem Oszilloskop mehr zu lernen.
Ich müsste so nah am SoC wie möglich messen, richtig?
Weil den 10uF Kondensator (zugegeben, Folienkondensator) habe ich behelfsmäßig einfach auf der Unterseite am Taster des An-Tasters gelötet.
Ich habe jetzt erstmal analog gemessen, und war von den Ergebnissen sehr überrascht.
Einmal wird beim Drücken des Power-Tasters erstmal die 3,3V dauerhaft runtergezogen, bis der Fernseher sie nach dem Startvorgang wieder hochsetzt. Interessante Art das Tastfeld zu blockieren.
Dann reagiert die Spannung am Power-Taster unterschiedlich, je nach Taster, der gedrückt wird. Hier mal eine Tabelle, was bei Druck des jeweiligen Tasters am Power-Taster ranhängt. CH+ schaltet den Fernseher ab.
Anmerkung, Widerstände beim Drücken der Taster sind in Ordnung. Ich kann aber am Oszi sehen es gibt kein elektrisches Entprellen. Beispiel: Wenn ich den Source-Taster drücke, liegen am Ende des Power-Tasters nur noch 1V an. Sobald ich den Source-Taster loslasse, liegen am Power-Taster wieder die 3,3V an.
Ich bin jetzt doch nochmal einen Schritt zurück gegangen und habe versucht im Oszilloskop das fallende Signal bei Tasterdruck mit dem Singleshot-Modus zu erfassen. Ich kriege die Konfiguration nicht hin, ich müsste mal ein Video erstellen später.
Ich muss dann wohl das Mainboard ausbauen.
Von oben erstmal kein UART zu sehen. Der Kühlkörper ist auf dem SoC
verklebt, ich versuche mal ob Wärme reicht.
Kannst auch gerne Bilder mit hochladen, vier Augen sehen mehr als zwei.
Ich bin jetzt doch nochmal einen Schritt zurück gegangen und habe
versucht im Oszilloskop das fallende Signal bei Tasterdruck mit dem
Singleshot-Modus zu erfassen.
Ich möchte jetzt erstmal doch themengetreu bei der Oszilloskopbedienung bleiben. Ich habe das mal mit Handy und stativ versucht aufzunehmen.
Wenn ich davon rede, dass der Bildschirm "stehen bleibt", dann meine ich damit, dass das Signal dann auf dem Bildschirm komplett einfriert. Das ist im Video nicht zu erkennen, weil die Linie durch das starke Licht unscharf erscheint. Es ist eigentlich eine aufgrund des Signales eher rauschende Punktmatrix, die dann auch den Signalverlauf anzeigt, weil ich die X Achse recht groß gestellt habe. Nur sobald ich den Singleshot Modus auswähle, friert die Anzeige komplett ein. Das muss man mir dann "glauben", wenn ich das sage.
Zum Zeitpunkt des Hochladens hat Youtube noch nicht mehr als 480p für das Video freigeschaltet. Ich bitte da um Nachsicht, das dauert wohl noch etwas. Und ja, ich bin vielfach älter als ich klinge. :)
Das Oszilloskop wartet das sich der Zustand am Kanal ändert, in dem Moment wo die Schwelle überschritten ist startet es quasi die Aufnahme und du hast danach ein stehendes Bild am Oszilloskop.
Das Signal kannst du danach in Ruhe ansehen das sollte am Bildschirm "Stehen bleiben".
Auf meinem Bildschirm siehst du das "Starten" des kleinen royer davor. (An der Basis eines der Transistoren)
Ist ein echt cooles Feature, ist auch mein erstes Digitales Oszilloskop und ich arbeite mich auch gerade richtig in die Bedienung ein.
Schau mal ob die Triggerschwelle stimmt und achte drauf alles was stört abzuschalten. Ich Brauch am royer nicht mal antippen, um den Trigger auszulösen.
Reicht wenn ich in die Nähe der feedbackwindungen komme, bei zu niedrigem Trigger, dann löst es aus.
Mir ging es tatsächlich nur um das Oszilloskop.
Ich finde es aber sehr interessant, wieso die Spannung auf dem Aus-Taster dann reproduzierbar und festgelegt auf bestimmte Spannungen abfällt, abhängig davon, welcher Taster gedrückt wird. Der Sinn dahinter erschließt sich mir noch nicht. Vielleicht sind da mehrere Tasten in einem Widerstandsnetzwerk eingebettet um sich Pins zu sparen.
Vielleicht sind da mehrere Tasten in einem Widerstandsnetzwerk
eingebettet um sich Pins zu sparen.
Gut möglich, so braucht es nur einen ADC Pin. So habe ich zum Pins sparen auch schon kleine Tastenfelder selbst gebaut.
Das ist bei mir nur eine Teilerkette bei der VCC an den entsprechenden Widerstand gelegt wird beim Drücken.
Zeichne mal den Schaltplan ab, dann erkennst du das eigentlich schnell. Wenn CH+ und Power den selben wert am ADC geben, ist das klar das der Fernseher das fehlinterpretiert.
Der blaue Streifen ist GND, die Kamera App hat den Teil abgeschnitten.
Oben links ist der Taster mit den 12k der An-Taster, zwei darunter, mit 5k, der CH+-Taster.
Meine Messwerte vorhin sind auf der rechten Seite vom An-Taster gewesen bzw. links vom der linkesten Widerstandsspalte.
Ich werde mal hinter dem oberen 100 Ohm Widerstand messen mit dem Oszi, und dann schauen was passiert.
Evtl. muss ich den 5k Widerstand anpassen. Der ist genauso "genau", wie der untere 5k der zweiten Tastengruppe, wo ich kein Crosstalk festgestellt habe (gut, der An-Taster ist da ja auch nicht, vielleicht habe ich da einen weiteren Zweitdruck mit einem Taster aus dem Teilfeld übersehen).
Vielleicht ist die Spannungsreferenz da gekippt. Die werde ich eh nicht finden, eher den 5k durch einen Poti ersetzen und schauen was ich einbauen muss.
UART konnte ich beidseitig nicht finden. Relativ mittig ist für THT ein USB2.0 Header unpopuliert. Entweder wurde da programmiert, oder direkt über den aufgelöteten Flash, oder über eine Audio- oder Bild-Buchse.
Der Spannungsabfall am SoC Input ist beim An-Taster am niedrigsten. Bei den anderen ist die Spannung bei Druck tiefer.
Ich komme nicht an die Platine ran, weil mein Prüfspitzen Kabel zu kurz ist und ich das eine nicht zum anderen tragen kann. Ich habe das jetzt mit dem Multimeter gemessen.
Beim Test kam es auch vor, dass CH- den Fernseher einmal abgeschalten hatte (ist am selben Zweig).
Ich frage mich gerade, wie ich die Schaltflanke härter/schneller machen kann.
Den 5k Vorwiderstand und die darauffolgenden im Wert halbieren?
Den 100Ohm Widerstand vor dem SoC Input auf irgendwas abändern?
Den 5k habe ich schon durch einen 3,3k ersetzt in der Hoffnung, dass die Schaltzeit gleich bleibt, aber die Spannung tiefer sinkt, und der Pin dadurch schneller vom An-Taster Wert runterkommt. Hat nicht geholfen.
Wenn die also die Variante mit dem Lookup Tablet benutzen musst du innerhalb gewisser Grenzen bleiben, sonst kann die Auswertung das nicht verarbeiten.
Formeln sind anfällig für rauschen und Schwankungen in der Versorgung.
Ist an der Stelle Multi Key möglich? Also reagiert der Fernseher auf Tastenkombinationen drücken am Tastenfeld?
Ich habe mir das nochmal genauer angeschaut.
Die 3,3k haben schon etwas geholfen. Dann habe ich nochmal entlang der X Achse vergrößert, und es waren sehr asymptotische Schaltflanken zu sehen. Bei einigen Tastern mehr als bei anderen. Und auch sehr zufällig. Habe dann einen testweise getauscht, und die waren deutlich besser. Ich habe das bei allen 3 Tastern von dem Teilbereich gemacht, der Fernseher läuft jetzt.
Trotz Reinigung der Taster war das zu viel Zigarettenrauch scheinbar.
Ich hab sie auch sofort gemessen, sauber gemacht, aber entweder nicht genug oder falsches Lösungsmittel.
Ist dann auch schwierig beim ersten Mal den Trigger richtig einzustellen. Darf nicht zu weit unten sein und nicht zu hoch, richtige Auflösung der Zeitachse, richtiges Holdoff, und dann braucht es auch einen guten Vergleichstaster um das mal in vernünftig zu kennen.
Tut mir Leid für das hin und her. Aber es ging ja um die Lernerfahrung beim Oszilloskop.
Ich hatte kürzlich einen ähnlichen Fall bei Bekannten, dass ein Blaupunkt-Fernseher an einer Telekom-MagentaTV-Box One (2. Gen) HW2.0/EY über HDMI angeschlossen war.
Die Ursache für das Ausgehen des Fernsehers ist ganz anders:
Die TV-Box hat das Blaupunkt-IR-Fernbedienungs-Signal (ich glaube, es war Volume-Up) falsch interpretiert und über HDMI den TV ausgeschaltet. Draufgekommen bin ich, weil die Box weiter entfernt vom TV steht und die Richtung, in der die Fernbedienung gehalten wird, darüber entschied, ob die Fehlfunktion auftritt. Ich vermute, dass die TV-Box ein Online-Update bekam, weil die Fehlfunktion erst seit Ende Juli auftritt.
HDMI-Geräte prüfen: Wenn z. B. ein Receiver, Fire-TV-Stick oder eine Konsole angeschlossen ist, kann HDMI-CEC Befehle zum Ein-/Ausschalten übertragen. Zum Testen alle HDMI-Geräte abziehen.
Kann jemand herausfinden (z.B. mit einem Universal-Bauteil-Tester = Transistortester) mit IR-Empfänger herausfinden, welche Codes für die Funktionen Volume-Up, Volume-Down, Channel-Up und Channel-Down bei der Blaupunkt-RC (ich denke, es ist die BLFRMC0002 (NEC oder RC10?)) verwendet werden?
Die TV-Box hat das Blaupunkt-IR-Fernbedienungs-Signal (ich glaube, es
war Volume-Up) falsch interpretiert und über HDMI den TV ausgeschaltet.
Seltener Fall, kenne ich aber auch das eine Fernbedienung zufällig für mehrere Geräte auf einer oder mehreren tasten Aktionen auslösen kann.
Für sowas kann mein Handy IR, mit IRPlus als App hat man eine gute vorangelegte Datenbank mit Geräten und deren kompletten Layout der Fernbedienung.
An kann sich auch eignen zusammenstellen und sämtliche hinterlegten Codes und Protokolle an den Geräten testen.
welche Codes für die Funktionen Volume-Up, Volume-Down, Channel-Up und
Channel-Down bei der Blaupunkt-RC (ich denke, es ist die BLFRMC0002 (NEC
oder RC10?)) verwendet werden?