Ferritkern für Kabel wg. Einkopplungen

OP #8093285
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Hallo in die Runde,

ich habe bisher ein einfach geschirmtes Kabel (RG 213) mit 50 m Länge. Parallel laufen Umrichter mit Rechteck als Ausgangsspannung, welche Störungen (bis max. 2 kHz) verursachen die Einkoppeln.

Ich will das Kabel (neu dreifach geschirmt RG 214) mit Verlegung ändern und in ein verzinktes Stahlrohr einziehen. Ich hoffe damit sind die Einkopplungen weg.

Habt ihr noch starke Klappkerne mit dem Frequenzbereich als Vorschlag für mich? Kabeldurchmesser 11 mm.

https://www.koax24.de/storage/datasheet/de/050311_Datenblatt_arnoflex214LSNH.pdf

Danke.

#8093407
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Egon schrieb:

ich habe bisher ein einfach geschirmtes Kabel (RG 213) mit 50 m Länge. Parallel laufen Umrichter mit Rechteck als Ausgangsspannung, welche Störungen (bis max. 2 kHz) verursachen die Einkoppeln.

Ein Koax - Kabel sollte gegen Einstrahlungen eigentlich immun sein. Noch besser wäre eine differentielle Übertragung. Wie wäre es denn mit CAT7 oder CAT8 Kabel?

Oder gleich mit Glasfaser. Die wäre ultimativ! mfg Klaus

#8093415
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Klaus R. schrieb:

Ein Koax - Kabel sollte gegen Einstrahlungen eigentlich immun sein.

Nope, die Realität sagt: Kommt trotzdem was durch.

Ein geflochtener Schirm hat eben noch immer winzig winzig kleine Löcher. Durch diese Öffnungen koppeln elektromagnetische Felder ein.

Der Strom, der durch die Störung auf dem Schirm fließt, erzeugt wegen des endlichen Widerstands des Schirms eine Spannung im Inneren des Kabels.

Das Magnetfeld der Umrichter geht durch das Kupfergeflecht fast ungehindert durch.

Bei 2kHz ist der Skin Effekt kaum vorhanden.

Das Stahlrohr sollte aber schon echt ordentlich helfen.

Falls das noch nicht ausreichend sein sollte, die hab ich dazu gefunden.

https://vacuumschmelze.de/produkte/induktive-bauelemente/amorphe-und-nanokristalline-kerne

https://www.we-online.com/de/components/products/WE-NCC

Die könnten eventuell Helfen, sind speziell für niedrige Frequenzen ausgelegt wie es scheint.

: Bearbeitet durch User
#8093430
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Klaus R. schrieb:

Kilo S. schrieb:

Ein geflochtener Schirm hat eben noch immer winzig winzig kleine Löcher. Durch diese Öffnungen koppeln elektromagnetische Felder ein.

Aber beim Koaxkabel werden elektromagnetische Felder in Aussenleiter und Innenleiter gleichmäßig durchflutet. Der induzierte Strom hebt sich auf.

Ein winziges Streufeld bleibt immer.

#8093439
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Egon schrieb:

einfach geschirmtes Kabel (RG 213) mit 50 m Länge. Parallel laufen Umrichter mit Rechteck als Ausgangsspannung, welche Störungen (bis max. 2 kHz)

Naja die Einkopplung ist das Eine, Potenzialunterschiede zwischen Anfang und Ende des Kabels treten bei großen Maschinen öfter auf. Da hilft das teuerste Ferrit nicht, eher LWL. Zum Test würde ich das Koax mal weiter entfernt und NICHT parallel verlegen.

#8093443
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Hallo Egon, wenn Du unbedingt ein Koaxkabel einsetzen mußt, dann solltest Du Dir das hier ansehen.

https://www.kabelwissen.de/glossar_stichwortverzeichnis/kabelaufbau/wellmantelkabel/

"Als semi-flexible Koaxialkabel werden Wellmantelkabel mit Low Loss Eigenschaften bezeichnet, die neben einer robusten, stabilen Bauweise eine vielen anderen Kabeln überlegene elektrische Leistung aufweisen. Sie werden häufig im Bereich von Funkanlagen unter anderem für Mobilfunkbasisstationen, HD TV und mobiles Internet verwendet, wo sie aufgrund ihres Außenmantels aus PE auch im Außenbereich eingesetzt werden können."

Mfg Klaus

#8093493
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Egon schrieb:

bisher ein einfach geschirmtes Kabel (RG 213) mit 50 m Länge. Parallel laufen Umrichter mit Rechteck als Ausgangsspannung, welche Störungen (bis max. 2 kHz) verursachen die Einkoppeln.

RG213 ist für <3 GHz spezifiziert.

Umrichter ? Rechteck minimum Frequenz ?

Wie Stark ist das eingekoppelte Signal. Welche Frequenz/BW hat das Nutzsignal über das "geschirmte Kabel"?

Du hast schon erkannt dein Kabel hat einen starken Einfluss. mal schnell von koaxxx herauskopiert RG213 Screening effectiveness dB MHz 100 - 900 dB > 57

RG 214 U Screening effectiveness dB MHz 100 - 900 dB > 78

LMR-400 Shielding Effectiveness dB >90

Aber 2 kHz ist ja noch fast Gleichspannung. Potentialverschiebung ,,, Masse niederohmig .... "Brummschleife"

Kann viele Gründe haben.

Ohne weitere Info, Meßergebnisse, Fotos vom Aufbau können wir nur Raten.

#8093577
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Egon schrieb:

Parallel laufen Umrichter mit Rechteck als Ausgangsspannung, welche Störungen (bis max. 2 kHz) verursachen die Einkoppeln. Ich will das Kabel (neu dreifach geschirmt RG 214) mit Verlegung ändern und in ein verzinktes Stahlrohr einziehen. Ich hoffe damit sind die Einkopplungen weg.

Es gibt speziell für FU betriebene Antriebe geschirmte Motorleitungen. Ausserdem ist es hilfreich die Motorleitungen zusätzlich in Alurohr zu verlegen, und das mit einem zentralen Erdungspunkt zu verbinden. Wichtig ist es, den Schirm der Motorleitung streng nach Herstellervorgaben anzuschliessen. In den Anleitungen von Danfos FUs ist von einem einseitig angeschlossenen Schirm zu lesen. Ach ja, Ausgangsfilter am FU sind selbstverständlich. Imho macht es mehr Sinn den Verursacher zu behandeln, als woanders die Nebenwirkungen.

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