UV härtender Kleber Qualität

OP #8092935
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Moin, im Laufe der letzten Jahre habe ich immer mal wieder UV härtenden Klebstoff ausprobiert. Eher aus neugier. Obwohl ich verschiedene Produkte ausprobiert habe, waren sich doch alle sehr ähnlich. Das Aushärten funktioniert sehr gut und extrem schnell (es wird bei der Reaktion auch deutlich Wärme frei). Nachteilig ist jedoch, dass die anfängliche Härte der Klebestelle bereits nach einem Tag wieder deutlich weicher wird. Der Kleber wird dann elastisch, was an der Klebestelle eben grade nicht gewünscht ist. Ich verwende dann bisher doch immer wieder 2K Epoxy oder Sekundenkleber. Kennt von Euch jemand einen UV Kleber, der die Hartplasikartige Kosistenz für lange Zeit bzw. "für immer" beibehält?

Schönen Sonntag noch an alle.

P.S.: bitte in "Mechanik und Werzeug" verschieben.

: Verschoben durch Moderator
#8092950
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Quasi, ja.

Speziell wenn es pigmentierte Kleber sind, da holt Quasi die Hitze an der Oberfläche die Lösungsmittel aus der Masse.

Ich war mit solchen Klebern (vorzugsweise schwarz) erfolgreich in dem ich einfach (je nach Notwendigkeit) dünner auftrage oder länger belichte.

Warm machen könnte auch helfen, also mit Heißluft leicht nachhelfen.

Habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.

#8093126
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Jük P. schrieb:

Beste Qualität Ich habe das hier gerade auf AliExpress gefunden: AMAOE 3S-INK 3-Sekunden Schnell Härtende UV-Lötmaskentinte für Motherboard-Flywire-Reparatur und PCB-Fixierung https://a.aliexpress.com/_EJ6dCWA

Das ist farbiger Lötstopplack. Den kann man zwar verwenden, der ist aber für sehr dünne Schichten im Mikrometer-Bereich gedacht. Dementsprechend ist da das Problem dass das UV-Licht tiefere Schichten nicht so leicht erreicht, noch stärker als bei transparenten Lacken.

Ich hab ähnlichen und verwende den zur Abdeckung nach Nacharbeiten an Platinen, also z.B. Trennen von Leiterbahnen oder Anlöten von Fädeldrähten für Korrekturen. Man muss ziemlich aufpassen mit der Schichtdicke.

#8093127
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Lu schrieb:

Bei Schichten bin ich mir nicht sicher, ob die vorherige Schicht genug Haftwirkung hat oder evtl. angerauht werden muß, wenn sie 100% ausgehärtet ist. Das sollte man vorsorglich testen.

Muss man eh bei jeder Klebung machen:
Kleber auftragen, Teile zusammenfügen und aushärten.
Dann wieder trennen, nächste Schicht auftragen und die anderen Schritte wiederholen.
Und das eben solange, bis man es nicht mehr trennen kann, oder die Raumgrösse nicht mehr ausreicht.

#8093152
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Hallo,

ich habe UV-Kleber bisher bei Verbindungen Plexiglas in Kombination mit ABS Gehäusen (Bopla) benutzt. Sekundenkleber war dabei ungeeignet, wegen Gasung und Nebel an den Kleberändern. Acrifix 192 funktioniert gut, auch bei dickem Auftragen. Anschließend 30min in die Sonne gelegt.

Grüße.

#8093155
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Nick schrieb:

Da mangelt es mir an Phantasie wie dadurch dann zwei Teile zusammengelebt werden.

Nur weil es dir an Phantasie fehlt, heißt das nicht das es nicht klappt.

Das Zeug das ich habe löst automatisch durch das enthaltene Lösungsmittel die oberste Schicht der vorherigen lage an und verbindet sich so mit dieser.

Ausprobieren, mehr kann man da nicht machen.

Und die lagen sind bei teilen die zusammengefügt werden in der regel an den Stellen, an denen abgesplitterte Stücke fehlen. Dort fülle ich wenn nötig entsprechend.

#8093164
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Kilo S. schrieb:

Nur weil es dir an Phantasie fehlt, heißt das nicht das es nicht klappt. Das Zeug das ich habe löst automatisch durch das enthaltene Lösungsmittel die oberste Schicht der vorherigen lage an und verbindet sich so mit dieser.

UV-härtend und Lösungsmittel bzw. Angriff der vorherigen Lage passt schlecht zusammen. Vielleicht sollte mal die chemische Basis beschrieben werden? Hart und resistent sind Poly-Methyl-Methacrylate "PMMA", deren Polymerisation erst durch das UV-Licht vollendet wird. (Siehe Daten Röhm Acrifix)

(prx) A. K. schrieb:

Zahnarzt fragen, der kennt was, das auch nicht wieder weich wird.

Ein führender Hersteller ist 3M mit dem Markennamen "protemp". Die Kronen "protemp crown" zeigen, dass auch mehrere Millimeter zügig durchhärten, ich habe eine solche. Kunststoffüllungen lassen sich auch in einem Stück aufbauen, sind auch PMMA.

Ich befürchte allerdings, dass die Produkte unfreundliche Preise haben, weil dem Medizinbereich unterliegend.

Jens M. schrieb:

Medizinprodukt zertifiziert, ist das schweineteuer.

Es riecht aber interessanterweise exakt so wie das Zeug, das man in einen 3D-Drucker mit dem UV-LCD kippt.

Jou, ist die gleiche Chemiebasis.

#8093275
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Nick schrieb:

Kleber in dünnen Schichten auftragen und aushärten lassen!? Da mangelt es mir an Phantasie wie dadurch dann zwei Teile zusammengelebt werden. Wie viele von den dünnen Schichten braucht es dazu?

Fehlt es dir wirklich an Fantasie, dass man damit nicht nur mit einer dünnen Schicht zwei Bauteile zusammenfügen kann, sondern auch Unebenheiten füllen oder ihn gar zum Füllen von Lücken oder Löcher benutzen kann. Genau dann wird die Schichtdicke so groß, dass man mehrere Schichten benötigt.

Warum man das allerdings jemandem vorkauen muss der sich selbst hier immer mal wieder als Mechanik-Guru darstellt ist mir schleierhaft.

#8093294
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Horst schrieb:

Nick schrieb:

Im ganzen Artikel kommt nicht einmal "Schicht" oder "Lage" vor.

Das hatte ich auch nie behauptet. Ich gab mehrere Infos aus zwei Quellen.

Hast du nicht behauptet, stimmt. Noch schlimmer, du hast dich selbst widerlegt. In dem Artiel wird doch recht gut beschrieben, wie Klebungen mit den UV-Klebern durchzuführen sind. Wenn der schichtweise Aufbau Teil davon wäre, dann würde das wohl auch explizit drinnen stehen.

Udo S. schrieb:

sondern auch Unebenheiten füllen oder ihn gar zum Füllen von Lücken oder Löcher benutzen kann.

Wenn man den Kleber in mehreren Schichten aufträgt und aushärtet, was passiert dann? Durch Oberflächenspannung des Klebers wird der Spalt mit jeder Schicht nur noch größer und die Spalte am Rand der Klebefläche auch.

Als kleine Brücke der Schreiner-Spruch: "Nur wo Leim austritt ist auch Leim drinnen".
Wenn du Unebenheiten ausgleichen musst, dann nimm halt den richtigen Kleber. Ganz einfache Regel: Je größer der Spalt/die Unebenheiten, desto größer die Viskosität. Spaltfüllende Kleber sind nie niedrigviskos.
Wenn ein Klebespalt sogar gewünscht ist (z.B. als Dehnfuge / konstruktives Element), dann geht es immer mehr Richtung Paste. Bekanntes Beispiel sind Montagekleber.

Udo S. schrieb:

Warum man das allerdings jemandem vorkauen muss ...

Du kannst nur fabulieren. Das ist das Problem.

#8093300
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Was für mich bei diesem Beitrag herausgekommen ist, als ich vor Jahren diese verschiedenen Kleber ausprobiert hatte, lag es wohl daran, dass ich mich zu sehr an die Anleitungen gehalten habe. Offensichtlich muss man diese Kleber deutlich länger aushärten lassen. Deshalb waren die Ergebnisse so deutlich unterschiedlich. Vielen Dank allen die das hier klar gestellt haben! Noch vielleicht ein Tipp: Silikonkleber hält auch für viele Anwendungen. Manchmal sind sie nicht so deklariert und man sieht es erst, wenn die Tube offen ist.

#8093344
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Nick schrieb:

Wenn man den Kleber in mehreren Schichten aufträgt und aushärtet, was passiert dann? Durch Oberflächenspannung des Klebers wird der Spalt mit jeder Schicht nur noch größer und die Spalte am Rand der Klebefläche auch.

Sag das mal allen Zahnärzten, die UV härtenden Kleber und Füller für die Zähnen benutzen. Und zwar oft genug in mehreren Schichten.

Nick schrieb:

Du kannst nur fabulieren. Das ist das Problem.

Sagt der größte Märchenonkel :-)

#8093361
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Udo S. schrieb:

Füller

Füller <> Kleber
So langsam kommst du näher! Und es ging dem TO um KLEBER, nicht um das was du hier versuchst zu entgleisen.

Nur für dich nochmal: Die Viskosität ist der Knackpunkt. Wenn dein Zahnarzt glaubt, mit einem niedrigviskosen KLEBER modellieren zu können, könntest du dir überlegen ihn zu wechseln.
Das ist wie wenn er versucht mit Wasser eine Skulptur zu bauen. Mach er es mit Eis/Schnee, dann geht es. Ich hab das schon mal weiter oben beschrieben, damit soll es genug sein.

Die Modellbauer haben das schon lange kapiert. Als hochviskose CA-Kleber eher schwer zu bekommen waren, haben sie mit micro-ballons gearbeitet. Heute ist die Innovation Backpulver. Naja, nicht erst seit gestern gibts CA-Kleber als Gel sogar beim Penny.

Hier kannst du dir mal anschauen, wie Profis kleben: https://youtu.be/dfvdsFN_RzQ?t=1280

#8093383
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Stefan M. schrieb:

Nachteilig ist jedoch, dass die anfängliche Härte der Klebestelle bereits nach einem Tag wieder deutlich weicher wird.

Ich hab zuletzt einen der billigsten von Amazon genommen, diesen hier: https://www.amazon.de/dp/B0DPKR2CBZ – das Teststück ist nun nach ’nem Dreivierteljahr noch hart wie ausgehärtetes Epoxy (und erstaunlich klar, btw.)

Wichtig dafür ist meiner Beobachtung nach, dass einerseits die Wellenlänge passt (entgegen der Beschreibung der beiligenden Lampe (395nm) härtet das Zeugs bei mir unter 405nm-LEDs am besten, wie 3D-Druckharz halt auch), und dass es andererseits klares Harz ist, also keine Pigmente drin sind, welche ein Durchhärten verhindern. Durchhärten ist sowieso wichtig, denn bei mir wurden die Stücke langsam wieder weich, die zu kurz belichtet wurden.

#8093440
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Frank O. schrieb:

Was für mich bei diesem Beitrag herausgekommen ist, als ich vor Jahren diese verschiedenen Kleber ausprobiert hatte, lag es wohl daran, dass ich mich zu sehr an die Anleitungen gehalten habe.

Da fehlt ja wohl ein "nicht", beachten der Verarbeitungsanleitungen hat hier noch nie geschadet.

Offensichtlich muss man diese Kleber deutlich länger aushärten lassen.

Das Problem ist eher, dass man als Heimwerker die Randbedingungen nicht zuverlässig unter Kontrolle hat. UV-Kleber wird eine Mindestmenge UV-Dosis brauchen, also Strahlung mal Zeit. Für eine Großserienfertigung misst und optimiert man das, für Einezlbastelei schätzt man irgendwas ab und gibt großzügig Reserve drauf.

Noch vielleicht ein Tipp: Silikonkleber hält auch für viele Anwendungen.

Das sehe ich nicht als Tipp, sondern als komplett andere Welt.

H. H. schrieb:

Man kann die UV-Lampen ganz deutlich sehen...

Hier gab es eine Firma, die aus Plexiglasplatten Leuchttransparente angefertigt hat, da habe ich einge Male Reststücke unterschiedlicher Farben bekommen. Geklebt wurde UV-härtend, neben der Werkstatt gab es einen Raum, der mit ganz vielen UV-Leuchtstoffröhren beleuchtet war.

#8093496
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Manfred P. schrieb:

Das Problem ist eher, dass man als Heimwerker die Randbedingungen nicht zuverlässig unter Kontrolle hat.

Wenn du so einen in der Werbung angepriesen Kleber kaufst, der das UV-Licht gleich mit liefert und du statt vielleicht angegebenen 5 Sekunden zwischen 5 und 10 Sekunden belichtest, das aber offensichtlich nach den Angaben hier nicht reicht, dann taugt der Kleber nicht. Und hier spielt weder das Material oder der Ort eine Rolle, denn er wird ja genau für diesen Ort, diese Belichtungszeit und mit der Anleitung verkauft. Dass man 30 Sekunden hätte belichten sollen stand da nicht. Ein anderes Mal hatte ich den Kleber danach, mehr zufällig, noch in der Sonne liegen lassen und das hatte funktioniert. Aber als Anwender muss ich mich schon auf die Angaben verlassen können, wie ich finde.

#8093501
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Aber als Anwender muss ich mich schon auf die Angaben verlassen können, wie ich finde.

Dazu gehoert auch die Beachtung des Haltbarkeitsdatums. Wenn manche glauben ueberlagerten Kram aufbrauchen zu koennen den andere abgeben haben weil das Haltbarkeitsdatum ueberschritten wurde, dann braucht man sich nicht mehr an Qualitaetsdiskussionen zu beteiligen.

Vanye

#8093507
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Jack V. schrieb:

Wichtig dafür ist meiner Beobachtung nach, dass einerseits die Wellenlänge passt (entgegen der Beschreibung der beiligenden Lampe (395nm) härtet das Zeugs bei mir unter 405nm-LEDs am besten ...

Was heißt "entgegen"?
Nur weil deine 405nm-LEDs keine 395nm-Quecksilberlinie produzieren, heißt das doch nicht, dass das Zeugs nicht aushärten darf.
Sooh schmalbandig ist der Prozess nicht.

: Bearbeitet durch User
#8093517
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Rainer W. schrieb:

Nur weil deine 405nm-LEDs keine 395nm-Quecksilberlinie produzieren, heißt das doch nicht, dass das Zeugs nicht aushärten darf. Sooh schmalbandig ist der Prozess nicht.

Lies nochmal: Ich schrieb, dass es bei den mit 405nm angegebenen LEDs besser funktionierte; nicht, dass es bei den 395nm der beigelegten Lampe (laut Beschreibung) nicht funktioniert hätte.

Hg hat keine Linie bei 395nm, btw.

Frank O. schrieb:

Wenn du so einen in der Werbung angepriesen Kleber kaufst, der das UV-Licht gleich mit liefert und du statt vielleicht angegebenen 5 Sekunden zwischen 5 und 10 Sekunden belichtest, das aber offensichtlich nach den Angaben hier nicht reicht, dann taugt der Kleber nicht.

Was die Zeiten betrifft: Die hängen im hohen Maß von der Schichtdicke ab. Wenn auf der Packung 5s steht, dann wird das vermutlich für eine sehr dünne Schicht reichen; ein dicker Tropfen wird innen weich bzw. flüssig bleiben. Das lässt meiner Ansicht nach keine Rückschlüsse auf den Kleber zu, sondern ist prinzipbedingt so.

: Bearbeitet durch User
#8093592
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Vanye R. schrieb:

Dazu gehoert auch die Beachtung des Haltbarkeitsdatums. Wenn manche glauben ueberlagerten Kram aufbrauchen zu koennen den andere abgeben haben weil das Haltbarkeitsdatum ueberschritten wurde, dann braucht man sich nicht mehr an Qualitaetsdiskussionen zu beteiligen.

Was konstruierst du dazu? Als ich vor Jahren von diesen Klebern las, wollte ich die ausprobieren und selbstverständlich habe ich die nach Lieferung ausprobiert. Da war nichts überlagert und habe ich auch nicht geschrieben.
Du bringst hier Sachen ins Spiel, du du irgendwie an den Haaren herbei ziehst, nur um irgendwie dagegen zu sprechen. Bleib doch bei dem was da steht!

#8093595
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Jack V. schrieb:

Was die Zeiten betrifft: Die hängen im hohen Maß von der Schichtdicke ab.

Ich hatte damals das testen wollen und schauen, ob man so den Bereich der benutzten Kleber erweitern kann. Woran, wenn nicht an der Bedienungsanleitung, soll man sich halten?
Das waren keine Versuche im üblichen Sinne, sodass man alles bis ins Kleinste testet, sondern einfach der Versuch, klebt das Zeug wie in der Werbung versprochen und erweitert das meinen Bereich. Natürlich macht man im Laufe der Jahre trotzdem gute Erfahrungen mit verschiedenen Einsatzzwecken. So benutze ich heute oft Sekundenkleber, dass das erstmal hält. Drum herum dann zwei Komponentenkleber. Klebe im Badezimmer ein Centstück an die Fliesen mit Sekundenkleber. Nicht mehr abzubekommen. Warte einige Wochen, dann fällt der von selbst runter. Nur, bei den UV-Klebern habe ich das dann wieder verworfen. Aber vielleicht sollte ich doch mal wieder welchen bestellen ...

: Bearbeitet durch User
#8093750
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Frank O. schrieb:

So benutze ich heute oft Sekundenkleber, dass das erstmal hält. Drum herum dann zwei Komponentenkleber.

Wenn ich das mit meinem 5-Minuten-Epoxy mache, wird das wie Gummi anstelle des üblichen Glashart.

Frank O. schrieb:

Klebe im Badezimmer ein Centstück an die Fliesen mit Sekundenkleber.

Warum macht man sowas?

Frank O. schrieb:

Warte einige Wochen, dann fällt der von selbst runter.

Zwei Stoffe mit so verschiedenem Ausdehnungsverhalten mit einem nichtelastischen Kleber kleben ist ja quasi schon "man will das es nicht geht". Ich klebe die Haken auf Fliesen mit Pattex 100%, das hält tatsächlich Jahrelang 100%. Oder, falls gerade ne Kartusche offen ist, mit Silikon, Acryl oder Montagekleber.

#8093765
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Mein Universal UV-Kleber ist von der Fa.Best, die Nr. 5023. Ein UV-härtender Acrylatklebstoff

Eigentlich für die Verklebung von Ganzglasvitrinen oder für Metall- teile auf Glas. Der zeigt ein interessantes Verhalten, da er auch wie ein anaerober Kleber (z.B. Loctite) funktioniert.

Nur wenn 2 Faktoren zusammenkommen (möglichst minimaler Spalt und Licht), wird er fest. Ein Tropfen auf der Arbeitsplatte wird auch mit Licht nicht fest.

Eine Verklebung Metall auf Metall wird durch eine Startbelichtung auf der kaum sichtbaren Klebefuge fest.

Beim Kleben von Vitrinen ist das Zeug klasse. Überflüssiger Kleber wird nicht fest ( nicht in den ersten Tagen). Also lieber mehr Kleber nehmen, glasklare, blasenfreie Klebefugen, überflüssigen Kleber am nächsten Tag mit Universalverdünnung entfernen.

Grüße Bernd

#8093849
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Jens M. schrieb:

Warum macht man sowas?

Man kann natürlich auch alles falsch verstehen (wollen?).
In dem Fall (wirklich ewig her) zum testen. Da irgendwas Geklebtes von selbst herunter fiel. Und die heutige Methode, da werden die Kleber nicht vermischt, sondern mit genügend Abstand aufgetragen. Das hält dann auch. Sonst würde ich es sicher nicht so machen.

Natürlich kann es an mir liegen, dass ich was verkehrt mache, aber dann weiß ich nicht was.
Vor einiger Zeit kaufte ich einen Vergrößerungsspiegel. Mit dem mitgelieferten Klebepad auf den anderen Spiegel im Bad angeklebt. Nach ca. zwei bis drei Monaten lag das Teil im Waschbecken.
Nochmal so einen sündhaft teuren Spiegel gekauft und dieses Mal 3M Klebepads dazu.
Was soll ich sagen? Den konnte ich zum Glück noch retten. Natürlich habe ich mir bei der Vorbereitung sehr viel Mühe gegeben.
So eine elektronische Parkuhr habe ich ohne besondere Mühe an die Frontscheibe geklebt und als ich die nach Jahren mitnehmen wollte, waren die Klebepads nur noch mit einer Rasierklinge abzubekommen. Mit neuen 3M Pads ins neue Auto geklebt, nach mehreren Wochen lag das Teil auf dem Armaturenbrett.
Deshalb auch in meinem ersten Post, dass ich es eher für Glückssache halte.
Wer kann denn schon nachweisen, dass das am Kleber lag? Und wenn schon ICs gefälscht werden, dann womöglich auch Kleber.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #8093854
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Wenn etwas dauerelastisch kleben soll, dann Silicon.

Darf es warm verarbeitet werden, Heisskleber.
Aber nur wenn beim Kleben die Werkstücke auch heiss gemacht wurden.

Darf es hart werden, Sekundenkleber und Natron.
Sollen es Saugnäpfe werden, dann muss man die innen anfeuchten.

Mineralische Kleber wie Gips, Mörtel, Spachtelmasse:
Kontaktflächen vorher anfeuchten.

#8093863
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Ich habe mal gerade eine Frage zum UV-Licht. Hier schrieb jemand, dass das Kleben mit anderer Wellenlänge besser klappte. Gibt es günstige Methoden das Licht zu messen? Ich habe eine ziemlich leistungsstarke Taschenlampe mit angegebenen 365nm. Die 365nm wird sie auch haben, aber so etwas zu testen/messen will man keine Geräte kaufen, die 3000 Euro kosten. Welche Wege, außer drauf vertrauen, dass die Angaben stimmen, gibt es?

#8093865
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Bernd F. schrieb:

Mein Universal UV-Kleber ist von der Fa.Best, die Nr. 5023. Ein UV-härtender Acrylatklebstoff

Moin Bernd!
Ich würde den jetzt bei Best direkt bestellen, außer du kannst mir eine sichere Quelle nennen, wo es den Kleber günstiger zu kaufen gibt.
Es ist ja meistens extra so, dass das beim Hersteller teurer ist, sodass die Wiederverkäufer auch noch was verdienen.

#8093897
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Frank O. schrieb:

Ich habe mal gerade eine Frage zum UV-Licht. Hier schrieb jemand, dass das Kleben mit anderer Wellenlänge besser klappte. Gibt es günstige Methoden das Licht zu messen? Ich habe eine ziemlich leistungsstarke Taschenlampe mit angegebenen 365nm. Die 365nm wird sie auch haben, aber so etwas zu testen/messen will man keine Geräte kaufen, die 3000 Euro kosten. Welche Wege, außer drauf vertrauen, dass die Angaben stimmen, gibt es?

https://www.youtube.com/watch?v=MgogwcXUIoc

#8093994
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Frank O. schrieb:

Bernd F. schrieb:

Mein Universal UV-Kleber ist von der Fa.Best, die Nr. 5023. Ein UV-härtender Acrylatklebstoff

Moin Bernd! Ich würde den jetzt bei Best direkt bestellen, außer du kannst mir eine sichere Quelle nennen, wo es den Kleber günstiger zu kaufen gibt. Es ist ja meistens extra so, dass das beim Hersteller teurer ist, sodass die Wiederverkäufer auch noch was verdienen.

Ich hatte meinen Kleber direkt bei der Fa.Best gekauft. Das Mindesthaltbarkeitsdatum darf man nicht so eng sehen. Meine Restflasche ist jetzt 10 Jahre drüber und funktioniert noch einwandfrei.

Grüße Bernd

#8094914
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Heute ist der Best Kleber gekommen. Zwei 3mm Schrauben. Keine wirklich flachen Köpfe, aber seht selbst!
Ich denke bei den damaligen Versuchen war die Led mist, die bei einem Kleber dabei war.
Die 10W Lampe, da wurde der Kleber nach ein paar Sekunden hart. Habe dann aber von allen Seiten insgesamt ein Minute drauf gehalten.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
#8095124
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Danke Bernd! Auch für den Hinweis mit dem Tageslicht.
Heute Morgen habe ich die Schrauben auseinander gezogen.
Obwohl die Klebung und das Material überhaupt nicht optimal waren, so war die Klebekraft schon wirklich ziemlich stark. Für den richtigen Einsatzzweck ist der Kleber wirklich gut.

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