Löten kleiner SMD Bausteine

OP #8094788
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Hallo zusammen, ich suche jemanden, der mir zeigen kann wie man kleine SMD Bausteine per Heißluft (oder Heizplatte) und Lötpaste löten kann. Anbei ein Bild von der Platine. Ich komme aus dem Landkreis Biberach. Es wäre schön, wenn sich jemand findet, mit dem ich das idealerweise vor Ort zeigen kann. Normale SMD Bausteine mit Beinchen bekomme ich hin, aber wenn ich nur Pads auf der Unterseite vom Chip habe, scheitere ich. Bezahlung nach Vereinbarung. Viele Grüße!

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#8094792
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Ro B. schrieb:

wenn ich nur Pads auf der Unterseite vom Chip habe, scheitere ich

Du musst die Platine auf einen Pre-Heater legen und von oben den ganzen Chip erwärmen.

Bei der links gezeigten Form gibt es für manuelle Arbeiten eine Alternative: Die Pads etwas länger gestalten, so dass sie um den Chip herum heraus schauen. Dort kann man den Lötkolben ansetzen.

#8094798
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Bezahlung nach Vereinbarung.

So kompliziert ist das nicht. Gib dein Geld lieber fuer Werkzeug aus, schaue ein paar Youtubevideos und uebe. Besonders Uebung ist das wichtigste weil man viel nach Gefuehl macht.

Kauf dir:

Heizplatte MHP30 oder MHP50. Ist etwas Geschmacksache Ein optisches Stereomikroskop. (so 300-350Euro) Eine gute Pinzette. FLussmittel, Loetpaste Eventuell noch eine Heissluftstation 858D

Du bist dann mit 500-600Euro dabei und kannst alles machen.

Also Firma kaufst du natuerlich Mantis, Leica, Weller, Bernstein, JBC. Dann halt so 5000-10000Euro.

Ich hab in der Firma die teure Loesung, alleine schon wegen den Sicherheitsaufklebern, und privat alles in billig. Funktioniert beides gleich gut. :-D

Vanye

#8094935
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Sind die wirklich so viel besser als die No-name-Heizplatten, die es bei Ali für ca 15 EUR gibt? Die MHP kosten ja in etwa das zehnfache (chinesische Händler bei ebay).

Oh Gott, muss es noch billiger sein? Am besten fuer nur ein Euro? Die Teile sind brauchbar und haben sich bei mir bewaehrt. Haben meiner Firma vermutlich schon ihr Gewicht in Gold gespart.

Vanye

#8094940
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Vanye R. schrieb:

Oh Gott, muss es noch billiger sein?

Wenn man so ein Ding privat und nicht täglich (eher alle paar Wochen) braucht, macht es schon nen Unterschied, ob man 170 oder 17 Euro dafür blecht. Sofern man nicht gerade Mose heißt und einem das Gras aus der Hose wächst. Es ist ja nicht das einzige Werkzeug, sondern eines von sehr vielen, die man sich so kauft. Heißluft und Pinzetten wurden auch schon genannt ...

Ich habe selbst so ein Billigding, vor Jahren für ca. 15 EUR gekauft, ähnlich diesem hier: https://de.aliexpress.com/item/1005007016135854.html

Bin damit für meine Ansprüche bisher gut zurecht gekommen. Hatte mir aber schon einige Male überlegt, zum Vergleich mir eine MHP-50 anzuschaffen. Deshalb die Frage, ob es sich lohnen würde, oder ich mir das sparen kann.

#8094971
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Johannes F. schrieb:

Hatte mir aber schon einige Male überlegt, zum Vergleich mir eine MHP-50 anzuschaffen.

Nur mal so : für unter den Mikroskop / Lupe zu hoch (meine Meinung). Nimmt auch auf den Basteltisch viel Platz weck, daher mein Hinweis auf die ALIENTEK HP20. Mein SMD Gedöns ist meistens nur wenige cm² groß - aktuelle Platine ca. 30mm x 22mm. Mit "low Melt" Lötpaste ist auch ein Bestücken möglich - ich nutze diese aber meistens nur zum (punktuellen) Vorwärmen und mach den Rest mit Heißluft oder den klassischen Lötkolben.

#8094997
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Johannes F. schrieb:

Es ist ja nicht das einzige Werkzeug, sondern eines von sehr vielen, die man sich so kauft.

Dann halt nach und nach Kaufen.

Noch komm ich Drumherum und kaufe andere Werkzeuge aber der Tag an dem ich mir so ein Modell wie das verlinkte kaufen werde, wird auch noch kommen.

Ich arbeite nicht nur an kleinen Platinen.

Für Zuhause kann man sich auch mit einer Pfanne voll feinem Sand behelfen, Vogelsand geht da sehr gut für. Macht man warm und legt die Platine auf den Sand, da ist ein Thermometer ganz hilfreich.

Keks F. schrieb:

Versandkosten!

Deshalb auch "um 100€", beinhaltet sowohl die Möglichkeit das es teurer, als auch billiger sein kann.

Aber da ist ordentlich Platz drauf, finden den Preis nicht mal ungerechtfertigt.

Kenne das Modell von der Arbeit, gibt nix angenehmeres als da ein iPad runter zu nehmen und den schön gleichmäßig darauf aufgewärmten Digitizer sauber entfernen zu können.

Spudger in die Kante, herumfahren, fertig. Nur mit einem Heißluftfön braucht das alles viel länger.

#8095023
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Wenn man so ein Ding privat und nicht täglich (eher alle paar Wochen) braucht, macht es schon nen Unterschied, ob man 170 oder 17 Euro dafür blecht.

Wie kommst du auf die Preise?

https://de.aliexpress.com/item/1005004013308643.html MHP30 81.69Euro

https://de.aliexpress.com/item/1005008963004427.html MHP50 124Euro

Ausserdem sollte man doch annehmen das Leute die mit solchen Tools was anfangen koennen ein gewisses Mass an Wissen&Erfahrung mitbringen. Wenn du zu dieser Gruppe gehoerst, wie lange wuerdest du fuer 17Euro arbeiten? Glaubst du ernsthaft das man dafuer irgendwas wie Qualitaet erwarten kann? Waere das nicht sehr naiv?

Aus der Erinnerung raus hab ich im uebrigen fuer beide Platten jeweils so 20Euro weniger bezahlt. Der Markt sagt also wohl das die Geraete und Kundenzufriedenheit so gut sind das man mehr nehmen kann. Das beantwortet ja auch die Qualitaetsfrage irgendwie. :-D

Vanye

#8095024
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Welches Stereomikroskop hast du?

Es gibt zu Stereomikroskopen hier mehrere eigene Threads welche die Teile in allen Aspekten beleuchten. Es bringt auch wenig ein bestimmtes Modell zu erwaehnen weil der Markt da sehr volatil ist und man selbst auch sehr unterschiedliche Eigenschaften erwarten kann, sei es von der Halterung oder ob man z.B ein Trinokular will oder nicht.

Vanye

#8095349
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Für die gezeigten ICs ist ein Mikroskop wenig hilfreich. Für Rs und Cs aber durchaus, je nach Sehstärke.
Ich hab ein Stereo-Mikroskop (AmScope ähnlich), ein Mikroskop von Adonstar (ca. 120 €) tut es aber auch. Die sind nicht mal so schlecht. Ich hab mir das mal als Messmikroskop gekauft und war angenehm überrascht.

#8095361
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Nick schrieb:

ein Mikroskop von Adonstar (ca. 120 €) tut es aber auch.

Stereo ist schon angenehmer, wer das von den Augen her schafft, kann aber auch so richtig richtig günstig davon kommen. ;-)

Bei mir sind es zwei, eines mit USB und mein Eigenbau.

Kinder TV Mikroskop über Composite an einem 12V KFZ Bildschirm. Grottenhässlich, hab nur schnell einen Halter mit Magneten zusammengepfuscht, aber zum ablesen von IC oder werten auf kleinen R funktioniert das gut.

Für die Objektivdeckel bekommt man günstig linsen, da kann man nochmals optimieren.

USB Mikroskope, da gibt es große Unterschiede in der Qualität. Erst hatte ich ein Noname in schwarz, jetzt ein grünes aus einem Franzis Experimentierkasten.

Cheese erkennt beide als "inskam", bei den Noname ist das aber ein Graus, die laufen nicht flüssig.

Die USB Mikroskope sind im mobilen Einsatz echt genial. Smartphone, Laptop und theoretisch auch an Oszilloskopen mit Android Unterbau. (DOV704, funktioniert einwandfrei)

Was mir als fast unerlässlich einfällt: Zahnarztbesteck, Glasfaserpinsel und eine isolierte Pinzette mit Zirconia-Keramik Spitzen. Wechselbar, verschraubt am Griff, würde ich bevorzugen.

Diese Pinzette hat mir schon das ein oder andere mal geholfen wo meine Stahl versagte. (Bauteile kleben an der Spitze usw..)

Findet man im Zubehör für Dampfer, Coilmaster hat da ein brauchbares Set mit kleinem Saitenschneider, Stahl und Zirkonia Pinzette, Schere usw..

Das hab ich von meinen Dampfer Sachen zur Elektronik gepackt und bin super zufrieden damit.

Und der Preis ist, finde ich, auch fair.

https://www.intaste.de/coil-master-DIY-Kit-Mini-v2

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#8095411
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Stereo ist schon angenehmer, wer das von den Augen her schafft, kann aber auch so richtig richtig günstig davon kommen. ;-)

Ich glaube eher es gibt Leute die trotz zwei funktionierender Augen keine richtige 3D-Wahrnehmung haben. Die wissen gar nicht was denen fehlt wenn sie nur auf einen platten Monitor schauen. Ausserdem gibt es auch Leute mit so krassen Brillen das sie deshalb auch nicht mehr richtig sehen koennen.

Und dann gibt es natuerlich Unterschiede in den erwarteten Faehigkeitsleveln. Ich hab letzte Woche einen 1.2Mohm in 0201 gebraucht, aber mein Sortiment ging leider nur bis 1M. Also hab ich links einen 1M aufs Pad geloetet, rechts einen 200k und oben kurz mit etwas Loetzinn verbunden. Mach nach. Danach wissen die Helden der JBC-Anbetung hier auch warum man eine 0.2mm oder jetzt neu sogar 0.1mm Loetspitze braucht. .-)

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/loetspitze_1snw_0_1_mm_rund_gerade_unbenetzbar-438791?PROVID=2788

Vanye

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#8095470
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Vanye R. schrieb:

Also hab ich links einen 1M aufs Pad geloetet, rechts einen 200k und oben kurz mit etwas Loetzinn verbunden.

;-) Hochkant auf der Seite stehend, 0Ohm Brücken.

Sogar hier im Forum dokumentiert. (Zeigt her eure Kunstwerke...)

Ja, Dreidimensionales denken, räumliches Vorstellungsvermögen, ist bei mir ebenfalls Recht gut ausgeprägt.

Oder auch die THT Männchen und kunstvollen Figuren die so mancher daraus gemacht hat.

Beitrag #8095480 wurde von einem Moderator gelöscht.
#8095583
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Kilo S. schrieb:

Stereo ist schon angenehmer, wer das von den Augen her schafft, kann aber auch so richtig richtig günstig davon kommen. ;-)

Das 3-D-Sehen ist unbestritten ein Vorteil! Nur kauft man den sich mit einer Zwangshaltung vor den Okularen ein. Beim Digitalmikroskop sitzt man deutlich entspannter davor. Muss aber dann mit der fehlenden 3. Dimension zurechtkommen. Geht aber. Ich hab das Dingens (als Messmikroskop, noch nie zum Löten verwendet). Ist schon witzig, wenn man auf einem großen Monitor 1/100 mm mit dem Meterstab ausmessen kann.

Wer mal ein Mantis verwendet hat, lacht über beide Lösungen. Das Lachen vergeht aber dann beim Preis.

Ich hab das (die Ausstattung war wohl etwas anders):
https://andonstarmicroscope.com/de/products/tri-lens-microscope-246sm-249sm
Ist natürlich nichts hochwertiges, man muss sich mit viel Plastik zufrieden geben. An den HDMI-Ausgang passt dann ein ausrangierter Monitor. Es gibt sogar eine Software dazu, die aber beim Löten wenig hilft.

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