LED Schaltung mit CD4001 und BC457

OP #8094852
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Hallo Forum, ich möchte eine LED einschalten wenn 2 andere nicht leuchten. Der Motor wird per Schalter S1 (1-0-1) geschaltet, je nach Drehrichtung leuchtet D1 oder D2. (dieser Teil ist schon vorhanden und funktioniert)

Meine Überlegung war mit einem CD4001 NOR Gatter eine dritte LED D3 einzuschalten wenn der Schalter S1 0Stellung hat. Da der CD4001 nur wenige mA Schalten kann habe ich gedacht dahinter einen Transistor zu schalten. Das ganze soll auf einer (bei Platzmangel auch auf mehreren) Lochraster Platine aufgebaut werden und wird insgesamt für 12 rote LEDs benötigt.

Bevor ich die Sachen bestelle habe ich noch ein paar Fragen zu meinem kleinen Projekt: Funktioniert das so wie auf dem Plan gezeichnet? Gäbe es eine einfachere Lösung oder einen schon passenden IC? Ist die Schaltung verpolungssicher, bzw würde sie Schaden nehmen?

Ich denke ich bin hier an der richtigen Adresse und hoffe mich kann jemand dabei unterstüzen.

Viele Grüße und schon mal Danke im voraus!! Basti

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(Firma: matzetronics) #8094857
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Wenn der Schalter in der 0 Stellung ist, ist der Pegel an den Eingängen des CD4001 alles andere als definiert null Volt. Der Motor hängt ja dann in der Luft. Kann also auch auf Ub floaten oder irgendwas anderes. Du musst also mit hochohmigen Widerständen für saubere null Volt sorgen.

Probier mal den Anhang. Ist noch nicht 100% durchdacht, könnte aber klappen.

Moderne LED leuchten locker bei 1-2mA. Könnte also sein, das du den Transistor nicht brauchst.

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#8094882
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Basti schrieb:

Funktioniert das so wie auf dem Plan gezeichnet?

Nein.

Du brauchst ein XOR Gatter (was man aus den 4 Gattern des CD4001 bauen könnte oder man kauft gleich ein CD4070).

Und du musst direkt an den Motor, nicht die LED kontaktieren.

1
   +15V
2
     |
3
     o
4
    /
5
   o   o
6
   |   |
7
   +---)--+-----47k--| \        LED
8
   |   |  |          |+ )--4k7--|<|-- +15V
9
   +-M-+--(--+--47k--| /
10
   |   |  |  |      CD4070
11
   o   o  |  |
12
    \    10k 10k
13
     o    |  |
14
     |    |  |
15
  Masse   Masse

Die beiden 47k sind als Schutz vor der Gegeninduktionsspannung des Motors eingebaut. Die LED wird direkt von +15V versorgt und wird mit 3mA hell genug sein. Damit ist kein (PNP) Transistor notwendig.

Matthias S. schrieb:

Wenn der Schalter in der 0 Stellung ist

Welche 0 Stellung ? Falscher Film oder absichtlich Anfängerirritation ?

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#8094937
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Basti schrieb:

Schaltplan_V1.jpg

Den haben wir mal besser nicht gesehen.

Mario M. schrieb:

Die Spannungen an den Motoranschlüssen mit Dioden verknüpfen. Der Transistor schließt dann die dritte LED kurz.

Genau das war auch meine Idee, kritzele ich gerade mal auf den Notizzettel.

Speedy G. schrieb:

Wie wäre es mit zwei Optokopplern parallel zu den LEDs?

Du bist sicher, LEDs verstanden zu haben? Die Parallelschaltung von LEDs verletzt jegliche Grundlagen, ein Optokoppler-Eingang ist eine LED.

Moritz L. schrieb:

Falls die Ruhestromaufnahme nicht stört

.. ersetzen wir den bidirektionalen Optokoppler durch zwei simple Dioden.

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#8094985
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Manfred P. schrieb:

Genau das war auch meine Idee, kritzele ich gerade mal auf den Notizzettel.

Sehr schön!

Manfred P. schrieb:

.. ersetzen wir den bidirektionalen Optokoppler durch zwei simple Dioden.

Oder noch besser durch die LEDs zur Drehrichtungsanzeige, welche TO ja sowieso haben wollte. Hier mal in die Skizze eingefügt...

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#8095176
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Basti schrieb:

Meine Überlegung war mit einem CD4001 NOR Gatter eine dritte LED D3 einzuschalten wenn der Schalter S1 0Stellung hat.

Das klappt, wenn man die geforderte Funktion durch die "Digitale Brille" betrachtet und nicht einfach, wie in einigen Beiträgen zum Thema geschehen, willkürlich irgendwelche Bauteile in die Schaltung einfügt (mich wundert, dass noch niemand einen Mikrokontroller vorgeschlagen hat ;-).

Am einfachsten läßt sich das Problem durch eine Wahrheitstabelle in den Griff bekommen, wobei vorausgesetzt wird, dass die Wahrheitstabelle bzw Auswerteschaltung in !jeder! Schalterstellung an den Eingängen definiertes Potential vorfindet. Im angehängten PDF ist die Vorgehensweise beschrieben.

mfg

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#8095190
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Und wenn man jetzt noch das demorganische Theorem anwendet und R1 bis R4 einschließlich die LEDs nicht nach GND, sondern an Vcc anschließt, könnte man den CD4001 durch einen CD4093 (NAND) ersetzen. Das hat den Vorteil, dass der CD4093 ein Schmitt-Trigger ist und könnte dadurch noch problemlos RC-Glieder vorschalten, um Motorstörungen vom Gatter fernzuhalten.

Der positive Nebeneffekt wäre noch, dass alle LEDs dadurch an plus angeschlossen sind und somit bräuchte man nur noch ein 4-adriges Kabel um die 3 LEDs auf der Schalttafel zu verbinden.

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OP #8095223
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Mit so vielen Antworten habe ich nicht gerechnet, DANKE

Matthias S. schrieb:

Wenn der Schalter in der 0 Stellung ist, ist der Pegel an den Eingängen des CD4001 alles andere als definiert null Volt. Der Motor hängt ja dann in der Luft.

Heißt ich müsste "nur" Widerstände vom Motor gegen GND schalten, dann hätte ich am Motor definiert 0V und meine Schaltung würde funktionieren?

Oder ich kann wie von mehreren vorgeschlagen Optokoppler bzw einen Bidirektionalen Optokoppler zu verwenden der einen Transistor ansteuert, aber warum muss dieser die LED kurzschließen könnte man den Transistor nicht in Reihe zu der LED schalten (also so wie ich es gezeichnet habe) dann würde doch auch kein Ruhestrom fließen, oder?

@Moritz L. Guter Punkt mit den möglichen überspannungen. Relais: ist glaube ich einfach zu einfach:DD

Manfred P. schrieb:

.. ersetzen wir den bidirektionalen Optokoppler durch zwei simple Dioden.

Max M. schrieb:

Oder noch besser durch die LEDs zur Drehrichtungsanzeige,

Otto K. schrieb:

Das wird nicht funktionieren, weil die Durchbruchspannung der jeweils ausgeschalteten LED dabei überschritten wird.

Warum würden hier Beide LEDs Leuchten?

G. O. schrieb:

Am einfachsten läßt sich das Problem durch eine Wahrheitstabelle in den Griff bekommen, wobei vorausgesetzt wird, dass die Wahrheitstabelle bzw Auswerteschaltung in !jeder! Schalterstellung an den Eingängen definiertes Potential vorfindet. Im angehängten PDF ist die Vorgehensweise beschrieben. mfg

Du hast in deinem Schaltplan 3NOR Gatter parallel geschaltet, ich nehme an um den Transistor zu sparen, richtig? Wo würde die LED3 GND her bekommen? Die Wiederstände R1 und R4 sind damit der Motor definiert auf GND liegt wenn Schalter in 0 Stellung? Und du hast 4Dioden (D1-D4) eingebaut, zum Überspannung vermeiden?

OP #8095232
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Otto K. schrieb:

Und wenn man jetzt noch das demorganische Theorem anwendet und R1 bis R4 einschließlich die LEDs nicht nach GND, sondern an Vcc anschließt, könnte man den CD4001 durch einen CD4093 (NAND) ersetzen. Das hat den Vorteil, dass der CD4093 ein Schmitt-Trigger ist und könnte dadurch noch problemlos RC-Glieder vorschalten, um Motorstörungen vom Gatter fernzuhalten.

Würde die LED nicht bei einem NAND Gatter immer leuchten?

#8095276
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Otto K. schrieb:

Das wird nicht funktionieren, weil die Durchbruchspannung der jeweils ausgeschalteten LED dabei überschritten wird.

Bösartiger Weise wird es vermutlich funktionieren, weil keine LED bei genau 6V stirbt. Aber niemand weiß, wie lange - deshalb baut man das so nicht.

Basti schrieb:

Otto K. schrieb:

Das wird nicht funktionieren, weil die Durchbruchspannung der jeweils ausgeschalteten LED dabei überschritten wird.

Warum würden hier Beide LEDs Leuchten?

Sie würden nicht leuchten, sondern defekt werden. Typische LEDs vertragen in Sperrichtung nur 6 Volt, Du hast mehr.

Moritz L. schrieb:

Das ergibt eine zu hohe Spannung an der dunklen LED in Sperrichtung. Also noch zwei Dioden hinzufügen (die mehr Spannung vertragen), dann klappt das.

Macht keinen Sinn, weil es nichts einspart. Er kann seine zwei LEDs lassen wo sie sind und den Transistor für die dritte mit zwei simplen 1N4148 oder ähnlich ansteuern.

G. O. schrieb:

Am einfachsten läßt sich das Problem durch eine Wahrheitstabelle in den Griff bekommen, Stillstand_Led.pdf (42 KB)

Wie gestört muß man sein, diese simple Sache so anzugehen? Die Wahrheit ist, dass Logic-ICs hier fehl am Platze sind.

Basti schrieb:

@Moritz L. Guter Punkt mit den möglichen überspannungen. Relais: ist glaube ich einfach zu einfach:DD

Das wäre in der Tat die einfachste Lösung, Kleinrelais mit Öffnerkontakt.

Manfred P. schrieb:

.. ersetzen wir den bidirektionalen Optokoppler durch zwei simple Dioden.

Wie so oft ist der Optokoppler überflüssig. Vor der Schaltlogik her wäre er hier ein Relais mit Schließer. Wenn es unbedingt kein Relais sein darf, sehe ich den Vorschlag mit zwei Dioden als sinnvollsten Weg.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8095284
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Es geht natürlich auch aufwendiger, wenn bei "LED aus" nicht der Stromverbrauch höher sein soll, wie bei "LED an".

Der 22 Ohmwiderstand soll nur den Kurzschlussstrom begrenzen, wenn eine Diode durchlegieren sollte.

Der 1 Ohm-Widerstand ist hier nur für die Simu, weil hier manuell in der Simu ein Kurzschluss möglich ist. Für die O-Stellung hätte ich sonst noch zwei weitere Schalter bnötigt, wie im zweiten Bild gezeigt.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8095295
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Wobei das auch viel einfacher geht.

Bei jeder Drehrichtung des Motors hat einer der beiden Anschlussseiten immer eine Spannung die über Uss/2 (bei 15V als 7,5V) liegt. Das kann man sich zunutze machen für eine einfache Differenzverstärker oder Komparatorschaltung. Das setzt aber voraus, dass in der 0-Stellung beide Schalter so wie im Schaltplan bei Ottos folgenden Post ...

Otto K. schrieb:

Und wenn man jetzt noch das demorganische Theorem

... aufgebaut sind.

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#8095297
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Dieter D. schrieb:

Anbei noch eine Lösung mit falstad.com zum nachsimulieren.

Schwachsinnig.

Dieter D. schrieb:

Es geht natürlich auch aufwendiger, wenn bei "LED aus" nicht der Stromverbrauch höher sein soll, wie bei "LED an".

In dem Fall würde ich hinter den zwei Dioden plus N-Transistor einen P-Transistor setzen.

Es wird immer bekloppter und ich mache mit ... die beste Lösung wäre ein (kleines) Relais.

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(Firma: Hobbytheoretiker) #8095313
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Anbei noch eine einfachere Lösung. Es wird hier ausgenutzt, dass im eimgeschalteten Zustand immer ein Anschluss des Motors auf Masse liegt. Aus diesem Grunde ist es möglich über Dioden abgeblockt einen kleinen Phantomstrom (hier über 47k) einzuspeisen. Wenn der Motor läuft, fallen über der Diode und den Widerstand ungefähr 1,5V ab. Wird in der Stellung 0 die Masse unterbrochen, dann fließt der Strom durch den Transistor (ZD sichert eine Schaltschwelle über 2V) und die LED leuchtet.

Der Vorteil dieser einfachen Schaltung ist, dass bei O-Stellung beider Schalter auch nicht durch generatorischen Betrieb des Motors (symbolisiert durch 50 Ohm Widerstand) die (dritte) LED zu leuchten anfängt.

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#8095508
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Basti schrieb:

Würde die LED nicht bei einem NAND Gatter immer leuchten?

Nicht wenn man die beiden Widerstände am Eingang gegen Vcc schaltet, anstatt gegen GND. Außerdem braucht man nicht 3 Gatter am Ausgang als Treiberstufe parallel zu schalten. Wenn man eine moderne helle LED nimmt, genügt auch ein einziges Gatter, denn er will schließlich am Ende 4 Motoren mit insgesamt 12 LEDs ansteuern, dafür benötigt er schon genau diese 4 NAND-Gatter, die in dem CD4093 bereits enthalten sind.

Aber grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass hier kein CMOS-Tüddelkram hingehört, sondern dass man das Problem mit Optokopplern und/oder Transistoren lösen sollte.

Beitrag #8095516 wurde vom Autor gelöscht.
#8095520
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Otto K. schrieb:

Aber grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass hier kein CMOS-Tüddelkram hingehört, sondern dass man das Problem mit Optokopplern und/oder Transistoren lösen sollte.

Die einfachste Lösung ist die mit einem Relais, wie schon erwähnt:

Manfred P. schrieb:

Es wird immer bekloppter und ich mache mit ... die beste Lösung wäre ein (kleines) Relais.

Motor aus = Relais aus = LED an

Da reicht ein kleines Reedrelais. Benutzt wird der NC Kontakt.

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#8095585
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Manfred P. schrieb:

In dem Fall würde ich hinter den zwei Dioden plus N-Transistor einen P-Transistor setzen.

Da hatte ich einen Knoten im Kopf, meine "Dritte_LED.png" funktioniert nicht wie gefordert!

H. H. schrieb:

Ein winziges Signalrelais tuts auch.

Oder auch ein großes, wenn man es zufällig im Bestand hat.

Otto K. schrieb:

Um ein teures mechanisch anfälliges Reedrelais einzusparen,

Dass Relais anfällig sind, wird von ahnunglosen Leuten geschrieben oder von Amateuren, die sie unsachgemäß betreiben.

würde ich das Problem mit einem Optokoppler LTV814 entgegentreten.

Die Unsinnigkeit eines Optokopplers wurde bereits erwähnt, nur nicht in für Dich begreifbarer Form.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8095663
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G. O. schrieb:

Hier die überarbeitete Version

Diese ist aehnlich der Loesung

Dieter D. schrieb:

Hier die Schaltung für den pnp statt npn.

Der R6 bei G. O. verhindert, dass die LED bei kleinen Leckstroemen schon leicht leuchtet. Das waere auch sinnvoll bei meiner Schaltung zu ergaenzen.

Bei mir wurde die Schwelle mit einer ZD angehoben, damit kleine Einstreuungen über die Leitungen nicht zum Leuchten der LED fuehren.

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