Drehimpulsgeber reparieren?

OP #8096620
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Hallo,

kennt jemand dieses Labornetzteil und hat es vielleicht schon mal aufgemacht?

Die beiden Drehimpulsgeber sind schrottig, man kann den Sollwert zwar verstellen, nur die Richtung, also ob die Zahl größer oder kleiner wird, ist zufällig.

Der hier:

https://www.youtube.com/watch?v=ov4K2OeLfa4

hat einfach zwei Kondensatoren an den Drehimpulsgeber gelötet, Keramik, bedrahtet Beschriftung 104, er sagt das wären 1µ (ich hätte das für 100n gehalten).

Meinungen dazu, oder einfach genauso machen?

Besten Dank, Gruß, Roland

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#8096624
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Roland D. schrieb:

Der hier: hat einfach zwei Kondensatoren an den Drehimpulsgeber gelötet, Keramik, bedrahtet Beschriftung 104,

Ja, das ist ein probate Methode kratzende Drehgeber nicht nur bei Flankeninterrupt sondern auch bei polling Auswertung wieder zur Mitarbeit zu überreden, der Kapazitätswert sollte nicht zu gross sein um die auswertbare Drehgeschwindigkeit nicht zu reduzieren, auch 10nF sind je nach pull up gut .

Denn schlechte Drehgeber verlieren bei Bewegung über die Kontaktfläche immer kurzzeitig Kontakt und irritieren damit die Auswertung, nur optische Encoder haben das Problem nicht .

#8096631
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Vorsicht! Wenn ein kontaktbasierter Drehgeber gegen GND schaltet und PullUp Widerstände hat, kann das einfache Parallelschalten von 100 nF die Kontakte komplett ruinieren. Die drehgeberkontakte schließen jedesmal einen aufgeladenen MLCC-Kondensator gegen Masse kurz, der Entladesrromstoß ist kurz aber heftig und verbrennt die Kontakte. Es mag (bei schlechter Drehgeberauswertung, wenn nicht per Timerinterrupt-Polling als Gray-Code ausgelesen wird) zunächst eine Verbesserung eintreten, allerdings werden die Kontakte dadurch so schnell zerstört, daß die nicht allzu lange anhält.

Also bei Kondensator-Entprellung von Drehgebern unbedingt einen strombegrenzenden Widerstand (Größenordnung 100Ω) für den Entladestrom der Cs vorsehen, sofern der in der Schaltung nicht schon vorhanden ist.

Ansonsten repariert man sein Gerät kaputt.

OP #8096633
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Moin,

Thorsten S. schrieb:

strombegrenzenden Widerstand (Größenordnung 100Ω) für den Entladestrom der Cs vorsehen, sofern der in der Schaltung nicht schon vorhanden ist. Ansonsten repariert man sein Gerät kaputt.

Hier (Bild) aus irgendeinem Datenblatt. Aber gut, dann muss ich mal sehen, was davon vorhanden ist und wie man was dazu basteln kann. Widerstand in Reihe zum Kondensator sollte dem hinreichend nahe kommen. Leiterbahnen unterbrechen und einen Widerstand reinhängen ist ja nicht so angenehm einfach.

Gruß, Roland

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