Nach über 48 Jahren SEGOR-electronics schließen wir zum Jahresende 2026 unseren Geschäftsbetrieb.
Fünf erfolgreiche Jahrzehnte liegen hinter uns, auf die wir sehr stolz sind.
Wir sind nicht insolvent, aber ohne zukünftigen Mietvertrag. Leider hat uns der jetzige
Eigentümer (einer der größten Immobilienentwickler weltweit) einen neuen Vertrag nur
zu Konditionen angeboten, die für uns untragbar sind. Wir werden unser Geschäft nun
bedauerlicherweise schließen. Nach so langer Zeit fällt uns der Abschied sehr schwer.
Der letzte Verkaufs- und Versandtag ist der 23.12.2026. Noch vorhandene Gutscheine bitten
wir bis dahin einzulösen.
Wir sagen Danke an alle Stammkunden und Geschäftspartner für die langjährige Treue
und die angenehme Zusammenarbeit. Auf Ihr Vertrauen konnten wir bauen. Ihr Interesse,
Ihre Kreativität und Ihre Anregungen haben uns zu jeder Zeit motiviert.
Es geht in diesem Thread übrigens um den Elektronik-Einzelhändler Segor.
Das dürfte einer der letzten in ganz Deutschland sein, der noch ein Ladengeschäft betreibt und obendrein ein gutes Sortiment sowie fähiges Verkaufspersonal hat.
Das dürfte einer der letzten in ganz Deutschland sein, der noch ein
Ladengeschäft betreibt und obendrein ein gutes Sortiment sowie fähiges
Verkaufspersonal hat.
Selbst in der Kaiserin-Augusta-Allee gibt es ja einigen Leerstand und die Kundschaft würde vermutlich auch in einen anderen Bezirk folgen. Wie an anderer Stelle schon geschrieben, scheint ein Ladengeschäft keine hinreichende Perspektive für die Zukunft zu bieten, als dass der Aufwand gerechtfertig wäre.
Ein Trost: auch andere werden älter ;-)
Doch, um SEGOR und seine höchst bedauerliche Geschäftsaufgabe aufgrund rücksichtloser Profitinteressen ging es in diesem Thread hier und zuletzt in Beitrag "Und wieder einer weniger", bevor das Thema von Verschwörungstheoretikern und AnNebensatzAufgeilern gekapert wurde. Vielleicht sollte ein Moderator hier mal aufräumen.
SEGOR hat auch keine Polemisierung oder Herabwürdigung seiner Geschäftsidee nötig noch verdient, noch eine entsprechende Würdigung der Profitabilität. Es könnte uns hier schlicht völlig egal sein, wer bei solchen Geschäften, die hier vermutlich in armseliger Unkenntnis der Realität als "Saftladen" beschimpft werden, draufzahlt. Wenn SEGOR das Haus gehören würde und sie ihren Laden als Hobby betreiben würden, während die vermieteten Wohnungen darüber das Geld dafür einspielen, wäre das auch völlig in Ordnung. Und wenn sie einfach keine Lust mehr auf den Laden hätten, bräuchten sie keine Mieterhöhung als Grund vorschieben - sie würden den wahren Grund einfach nennen, schließen und den Ruhestand genießen, statt einem Immobilienkonzern die Schuld dafür zu geben.
Dass der Immobilienentwickler seinerseits am Stock gehen würde, wenn SEGOR die geforderte höhere Miete nicht aufbringen kann, steht sicher nicht zu befürchten. Man braucht sich keinen Illusionen hingeben, welches Klientel mit welchen Zielen hinter dieser Form von "Immobilienentwicklung" steht.
Harald hat leider in allem Recht, was er dazu schreibt, meine ich.