Forum: Offtopic High frequency trading?


von Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)


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Mir ist bei der Suche nach FSO und anderen Optischen Kabel Technologien 
das unter die Finger gekommen:

http://www.mrv.com/sites/default/files/appnotes/us_pdfs/mrv-an-fd_lowlatency.pdf

Verstehe ich das jetzt richtig, daß es Organisationen, Firmen gibt, die 
wörtlich eine Gelddruckmaschine haben? Die es ausnuzten können, paar ns 
schneller zu sein als andere, und damit einen Vorteil bei 
Aktiengeschäften haben? Wie soll denn sowas gehen?

von (prx) A. K. (prx)


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Martin G. schrieb:
> Wie soll denn sowas gehen?

Wenn du der erste bist, der auf Informationen wie Kursänderungen oder 
Handelsaufträge Anderer reagieren kann, dann hast du einen Vorteil.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hochfrequenzhandel

von c. m. (Gast)


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der gesetzesvorschlag zur regulierung des hochfrequenzhandels 
beinhaltete afair auch die vorschrift das gekaufte papiere mindestens 
1,5 sekunden gehalten werden müssen bevor sie wieder verkauft werden.

das ist eine perversion des marktes, sonst nichts.

von Falk B. (falk)


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@A. K. (prx)

>https://de.wikipedia.org/wiki/Hochfrequenzhandel

Einfach nur kranke SCH****E!!!!
DIe Börse ist ja schon längst ein Zockerverein, auch ohne oder mit 
"langsamen" Computern, aber das setzt allem kranken Wahn dir Krone auf. 
Ich kann nur hoffen, dass dieses "Handelsform" ganz schnell ganz groß 
betrieben wird und dieses System endlich mal kollabiert!

von Paul B. (paul_baumann)


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Hochfrequenzhandel?
Gehört das nicht in "HF, Funk und Felder"?

Ich habe hier ein paar Quarze und auch Oszillatoren mit teils
beträchtlichen Mega-Hertzen, da könnte ich doch auch handeln.
;-)
MfG Paul

@Falk
Absolute Zustimmung!

von (prx) A. K. (prx)


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Falk Brunner schrieb:
> Einfach nur kranke SCH****E!!!!

Das ist einfach nur die innigste und intensivste Form der Anbetung des 
für unsere heutige Gesellschaft zuständigen Gottes.

von Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)


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"...Knight Capital am 1. August 2012 aufgrund eines Softwarefehlers in 
45 Minuten 440 Millionen $ verloren hatte..."

Da schleckt wohld das Eis zurück :D

von Jeffrey L. (the_dude)


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Och, Ihr seid doch nur neidisch dass Eure DSL-Leitung mit stolzen 
768kBit/s nicht solche Latenz- und Pingzeiten her gibt =))


Aber mal eine richtige Frage: kann sich ein solches System nicht 
"aufschwingen"?
wenn die Komunikation nur noch zwischen Computern statt findet, ist dann 
denn noch gewährleistet dass ein solches System nicht selbst ständig 
"den gleichen Rotz" an- und verkauft!?

Dass sowas "krank" ist, steht hier ausser Frage....

von (prx) A. K. (prx)


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Die Risiken sind - wie könnte es anders sein - umstritten:
https://en.wikipedia.org/wiki/High-frequency_trading#Risks_and_controversy

Paul Baumann schrieb:
> Gehört das nicht in "HF, Funk und Felder"?

Eher nach FPGA, VHDL & Co.: "More specifically, some companies provide 
full-hardware appliances based on FPGA technology to obtain 
sub-microsecond end-to-end market data processing."

von Michael B. (laberkopp)


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Jeffrey Lebowski schrieb:
> kann sich ein solches System nicht "aufschwingen"?

Das tut es doch schon seit über 10 Jahren.

Beachte mal die Volatilität,
so schnell ändert sich kein realer Wert einer Firma.

Es sind bloss noch Phantastillionen von Spielgeld,
derzeit mit dem Glück daß das gedruckte Spielgeld nicht
auf echte Werte verteilt wird.

Echte Werte gibt es nämlich nicht mla für 10% der Geldmenge.
Würde man von heute auf morgen die Spekulation verbieten,
würden alle echten Werte 10 x so teuer werden,
also eine Inflation um 900% stattfinden.

von Hagen R. (hagen)


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c. m. schrieb:
> der gesetzesvorschlag zur regulierung des hochfrequenzhandels
> beinhaltete afair auch die vorschrift das gekaufte papiere mindestens
> 1,5 sekunden gehalten werden müssen bevor sie wieder verkauft werden.
>
> das ist eine perversion des marktes, sonst nichts.

Nö keine Perversion sondern eine logische Konsequenz aus den aktuell 
herrschenden Faktoren des gewählten Modells, eg. ein folgerichtiges 
Symptom unserer Ökonomie. Seis drum ich finde es nicht schlecht denn 
folgerichtig betrachtet beschleunigt es, eg. verkürzt die Zeitspanne bis 
zum finalen Ergebnis des, Experimentes.

von (prx) A. K. (prx)


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Michael Bertrandt schrieb:
> so schnell ändert sich kein realer Wert einer Firma.

Mögliche schnelle Veränderungen im Wert von Firmen ist eine Eigenheit 
der Börse an sich, nicht des HFT. Das gab es schon vor der Erfindung der 
Computers. Das HFT ändert nur das Tempo des Crashs.

von Hagen R. (hagen)


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Michael Bertrandt schrieb:
> Echte Werte gibt es nämlich nicht mla für 10% der Geldmenge.
> Würde man von heute auf morgen die Spekulation verbieten,
> würden alle echten Werte 10 x so teuer werden,
> also eine Inflation um 900% stattfinden.

Falsch, es würde zur Deflation kommen (nach der Hyperinflation).

von Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)


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Mir ist aufgefallen, auch bei Bitcoin, das alles sehr nach Sägezahn 
aussieht.
Die Leute vertrauen der Aktie / Währung langsam immer mehr, und dann, 
irgendwann, wenn ein großer Hai all seine lieben Aktien für viel Geld an 
dumme verkauft hat, schreit er, "...ups, die Firma ist ja gar nicht so 
viel Wert..." Das bringt man dann in den Medien, oder anders, und schon 
fällt der Wert ins bodenlose. Meistens mit automatischen 
Verkaufsaufträgen, wonach diese den Effekt extra beschleunigen. Ich 
denke diese automatischen Verkäufe sollten verboten werden, denn genau 
die sind die verstärkenden Elemente eines Kursabsturzes.

von Rainer U. (r-u)


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Hab zwar keine Ahnung - aber war das HFT nicht die Sache, der man mit 
der Finanztransaktionssteuer die Attraktivität nehmen wollte?

von (prx) A. K. (prx)


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Die Idee dazu ist zwar viel älter als das HFT, aber im Prinzip schon. 
Aber da man schon seit der Weltwirtschaftskrise vor dem 2.WK drüber 
redet und immer noch nichts substantielles dabei heraus kam (etwas, das 
mehr ist als ein paar Buchstaben auf Papier) wird es dazu wohl ein paar 
weitere Krisen brauchen.

von Hagen R. (hagen)


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A. K. schrieb:
> Die Idee dazu ist zwar viel älter als das HFT, aber im Prinzip schon.
> Aber da man schon seit der Weltwirtschaftskrise vor dem 2.WK drüber
> redet und immer noch nichts substantielles dabei heraus kam (etwas, das
> mehr ist als ein paar Buchstaben auf Papier) wird es dazu wohl ein paar
> weitere Krisen brauchen.

Was dann aber wiederum eine Krise darstellt da man ja des gewählte 
ökonomische System infrage stellt ohne es an den Ursache selbst zu 
ändern. Man doktort also an den Symptomen rum und auf Dauer wird dies zu 
keiner sauberen Lösung führen können. Diese Krise wäre dann aber keine 
rein ökonomische mehr sondern eine politisch gesellschaftliche 
Sinnfrage.

von Lasst mich A. (ich_bin_durch)


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Das HFT kommt in einem Punkt dem vollkommenen Markt sehr nahe, es gibt 
praktisch keine Verzögerungszeiten mehr. Leider ist das nur in einem 
Punkt der Fall. Ist jetzt eine Taktung der Börsen sinnvoll? Welche 
possitiven Auswirkungen hat es, gerne auch näher erleutert? Da wäre doch 
der Ansatz der Transaktionssteuer ideal, da kann es gar nicht schnell 
genug gehen, der Staat gewinnt dann immer (und nicht nur die Banken).

von Vn N. (wefwef_s)


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Falk Brunner schrieb:
> Ich kann nur hoffen, dass dieses "Handelsform" ganz schnell ganz groß
> betrieben wird und dieses System endlich mal kollabiert!

Sicher? Der letzte größere Kollaps feiert bald sein hundertjähriges, ist 
fraglich, ob du das wieder willst. Und als Beispiel der Gegenwart 
brauchst du dir nur Kiev ansehen, wie es aussehen kann, wenn die 
Stummung kippt (wovon aber mittelfristig nicht auszugehen ist, der 
Deutsche und der Österreicher lassen sich eh alles gefallen, letzterer 
sowieso[1]).

[1] 
http://derstandard.at/1392685805275/In-Deutschland-haben-politische-Verfehlungen-Folgen

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, A. K.,

> Die Risiken sind - wie könnte es anders sein - umstritten: ...

Das "Umstritten" muss nicht mehr sein, seit Benoit M. Mandelbrot (der 
mit den Apfelmännchen-Diagrammen, 
http://de.wikipedia.org/wiki/Beno%C3%AEt_Mandelbrot) aufgeklärt hat:
"Mandelbrot fand heraus, dass die Preisschwankungen der Finanzmärkte 
nicht durch eine Normalverteilung, sondern durch eine Lévy-Verteilung 
beschrieben werden können, die theoretisch eine unendliche Varianz 
aufweist."

a) Der Börsenkurs einer Aktie - wie aller Güter, die an einer Art Börse 
frei gehandelt werden - unterliegt fraktalen Gesetzen. Der bisherige 
Verlauf ermöglicht keine verlässliche Prognosen des zukünftigen 
Verlaufes.
Folgerung: Die Beschleunigung des Handels an der Börse dient nur dieser 
und den Maklern, die an der Courtage verdienen.

b) Spekulation lohnt sich allenfalls aus zusätzlichen Informationen. Wer 
das Wetter zur Zeit der Ernte früher treffend voraussagen kann, dessen 
Warentermingeschäfte werden erfolgreicher ausgehen. Die Erlaubnis, an 
denjenigen Stellschrauben drehen zu dürfen, welche die Gewinne eines 
Unternehmers steigen oder fallen lassen, macht den besonders 
erfolgreichen Fondsmanager aus.


Folgerungen:

a) Mit der Beschleunigung werden vor allem die Möchtegern-Abzocker 
abgezockt.

b) Wer ständig auf Aktienkurse starrt, der hat halt keine Zeit, in 
Manelbrots Buch zu lesen.

c) Wer unbedingt in sein eigenes Unglück rennen will, den soll man nicht 
aufhalten. Schon der Versuch wäre Bevormundung.

d) Daher macht es keinen Sinn, sich äber diese Leute aufzuregen.

Ciao
Wolfgang Horn

von (prx) A. K. (prx)


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Wolfgang Horn schrieb:
> d) Daher macht es keinen Sinn, sich äber diese Leute aufzuregen.

Das sind jene Leute, die Gewinne in die eigene Tasche stecken, Verluste 
aber aus anderer Leute Tasche finanzieren, wenn sie gross genug sind. 
Und das finde ich nicht so prickelnd.

Ich habe da noch einen Satz im Ohr, der gut drauf passt: "I make my 
faults with other peoples money". Hatte der ganz stolz erzählt.

von Mark B. (markbrandis)


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Falk Brunner schrieb:
> Die Börse ist ja schon längst ein Zockerverein

In dieser Pauschalität ist die Aussage natürlich Unsinn. Es gibt etliche 
Börsenteilnehmer, die weder Hochfrequenzhandel noch Leerverkäufe noch 
sonstige "Zockereien" betreiben.

Martin G. schrieb:
> Mir ist aufgefallen, auch bei Bitcoin, das alles sehr nach Sägezahn
> aussieht.

Wo siehst du hier bitte einen Sägezahn?

http://www.finanzen.net/devisen/bitcoin-euro-kurs
http://www.ariva.de/btc-usd-bitcoin-us-dollar-kurs

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, A. K.,

>> d) Daher macht es keinen Sinn, sich äber diese Leute aufzuregen.
>
> Das sind jene Leute, die ...

Mag ja sein. Deswegen habe ich mit dem "daher" eingegrenzt, was ich 
meine.

Ciao
Wolfgang Horn

von Peter F. (flag)


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Ihr habt euer Geld wohl bei der Sparkasse.

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, Peter,

> Ihr habt euer Geld wohl bei der Sparkasse.

Vor allem vertraue ich eher bewährten Weisheiten als der neuesten Mode:

„Nichts ist leichter, als dem Publikum Wertpapiere zu verkaufen, wenn 
man den Leuten zeigen kann, wie hoch sie schon geklettert sind.“ (André 
Kostolany)

Ciao
Wolfgang Horn

von P. M. (o-o)


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Wolfgang Horn schrieb:
> d) Daher macht es keinen Sinn, sich äber diese Leute aufzuregen.

Natürlich muss man sich über diese Leute aufregen. Die machen nichts 
geringeres, als mit unserer Wirtschaft zu zocken. Mit Aktien zu 
spekulieren ist genau das selbe, als würde man einem Händler, der einem 
Bauer auf Kredit einen Traktor verkauft hat, dieses Guthaben auf Pump 
abkaufen, damit ins Glücksspiel zu betreiben und wenn man es verzockt 
hat, muss der Bauer seinen Traktor verkaufen, damit man seine Schulden 
begleichen kann.

von (prx) A. K. (prx)


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P. M. schrieb:
> Mit Aktien zu spekulieren ist genau das selbe

Willst auf Abschaffung von Aktien hinaus? Oder willst du bloss 
Kauf/Verkauf von Aktien verbieten?

von Wolfgang H. (Gast)


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Hi, P. M.,

> Natürlich muss man sich über diese Leute aufregen. Die machen nichts
> geringeres, als mit unserer Wirtschaft zu zocken.

Solltest Du Verbrechen beweisen können, dann zeige diese an.
Ansonsten gehe in ie Politik un mach bessere Gesetze.

Ciao
Wolfgang Horn

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