LED Glühbirne zerbrochen - Gefährlich?

OP #3566666
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Hi Zusammen

Mir ist heute leider eine LED Glühbirne (Ikea Ledare) runtergefallen und 
dabei ist der Glaskolben zerbrochen.
Geht davon bereits eine Gefahr aus oder müsste der Chip selbst 
beschädigt werden, um irgendwelche gefährlichen Stoffe freizusetzen?

Ich bedanke mich bereits im Voraus für eure Antworten.
Mit freundlichen Grüssen

PSt
#3566700
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Mögliche Gefahren bei zerbrochenen LED Lampen:

Du kannst dir an scharfkantigen Teilen die Haut aufschlitzen

Du kannst mit stromführenden Teilen in Berührung kommen, wenn die 
kaputte Birne wieder eingeschraubt wird

Bei Energiesparlampen zusätzlich Quecksilber, das langsam verdampft: 
verschärft lüften, immer wieder, einige Tage lang
OP #3566727
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Die Glühbirne war nicht mehr in Betrieb (ich hatte sie aufgrund eines 
leisen Summens gegen eine andere ersetzt gehabt). Selbstverständlich 
benutze ich sie nicht mehr. Sorgen gemacht hat mir dieser Artikel: 
http://www.apotheken.de/news/article/gesunde-led-lampen-nur-ein-mythos/
aber ich gehe davon aus, dass dafür das Epoxydharz auf der LED 
aufbrechen müsste, was wohl beim runterfallen kaum möglich ist, oder?

Mit freundlichen Grüsse

PSt
#3566753
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Rote LEDs mit geringer Helligkeit gibt es schon längerals das Verbot von 
bleihaltigem Lötzinn. Wenn man Blei sucht, ist man bei funzeligen roten 
LEDs auf der sicheren Seite.

Der Halbleiter in LEDs basiert auf Verbindungen von Gallium, Arsen, 
Phosphor und einigen anderen. Diese Stoffe mit Bordmitteln einer 
Hausfrau / eines Hausmannes zu extrahieren ist nicht möglich, da in 
Epoxidharz verkapselt. Um Schäden zu vermeiden und um kostbare Rohstoffe 
zu recyclen sollte defekte Elektronik einer gesonderten Entsorgung / 
Wiederverwertung zugeführt werden.

Solche Artikel erinnern mich an das Kinderlied
"Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt,
dass Coca-Cola Schnaps enthält..."
#3566756
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Seefisch sollte man auch meiden, da ist ebenfalls Arsen (und andere 
lustige Dinge) drin enhalten.
Ich habe etliche Jahre in der Halbleiterei gearbeitet, wo ich unter 
Maske auch Kammern geputzt habe, worin Arsen dotiert wurde. 
Vorbeugenderweise konnten wir nach getaner Arbeit beim Betriebsarzt ins 
Röhrchen pinkeln. Und wurde klip und klar gesagt, wenn wir mittags 
Seefisch gegessen haben, können wir uns die Aktion gleich schenken ;-)
Persönliche Seite #3566817
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Pascal S. schrieb:
> Sorgen gemacht hat mir dieser Artikel:
> http://www.apotheken.de/news/article/gesunde-led-lampen-nur-ein-mythos/

Was für ein Müllartikel.

"Gehen sie kaputt, können sie einfach in den Restmüll geworfen werden."
FALSCH. Die gehören in den Elektroschrott.

"Quecksilber fanden sie in den LED-Glühlampen zwar nicht, dafür aber 
jede Menge Blei."
FALSCH. Zumindest in der EU gibt es die nette Richtlinie 
RoHS→Bleiverbot. Aber es wurde in Kalifornien getestet, da gibt es das 
natürlich nicht.

"Auch giftiges Arsen konnten sie im Lampenbruch nachweisen."
Sie haben also entdeckt, dass es PN-Dotierung gibt...

"Blei – so sagen die Forscher – schmecke nämlich süß."
Selbstversuch?

LED-Lampen sind genauso gefährlich, als wenn man an Platinen und ICs 
leckt.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3566869
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1
Quecksilber fanden sie in den LED-Glühlampen zwar nicht, dafür aber jede Menge Blei.
2
Rote Lämpchen enthielten dabei achtmal mehr Blei als das Gesetz in Kalifornien erlaubt.
Es gibt also in Kalifornien ein Gesetz, das regelt, wieviel Blei in 
einer LED enthalten sein darf. Beachtlich! Die sind uns weit voraus, die 
Amerikaner...
1
LEDs liefern das Licht der Zukunft – das zumindest vermitteln viele Hersteller
2
den Verbrauchern. Forscher aus Kalifornien glauben daran aber nicht.
Mal vom grauenhaften Satzbau abgesehen: ist das eine Glaubensfrage?
1
Blei – so sagen die Forscher – schmecke nämlich süß.
Die haben tatsächlich untersucht, ob man Lichterketten essen kann? Ich 
ahnte, dass Amerika zu Recht eine hochentwickelte Industrienation sein 
könnte. Jetzt weiß ich es sicher.
#3567825
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J. Ad. schrieb:
> Ich hoffe, ausgiebiges Lüften und Arnica D6 genügen um nicht unmittelbar
> zu erkranken.

Ich empfehle, dich morgen beim Apotheker deines Vertrauens mit 
Homöopathika und Schüsslersalzen einzudecken, mit Chlor ist nicht zu 
spaßen. Auch ist durch das Glas des Salzstreuers die Gefahr einer 
Silikose gegeben, gegen diese helfen Bachblüten.
Moderator #3568012
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vn nn schrieb:
> Ich empfehle, dich morgen beim Apotheker deines Vertrauens mit
> Homöopathika und Schüsslersalzen einzudecken, mit Chlor ist nicht zu
> spaßen.

In den Schüssler Salzen ist aber ebenfalls böses Chlor, ebenso böses
Kupfer, noch böseres Chrom und noch viel böseres Arsen enthalten.

  http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%BCssler_Salze#Die_15_.E2.80.9EErg.C3.A4nzungsmittel.E2.80.9C

Da kann man sich genauso gut mit LEDs therapieren, die sind
wahrscheinlich billiger :D
#3568155
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Yalu X. schrieb:
> In den Schüssler Salzen ist aber ebenfalls böses Chlor, ebenso böses
> Kupfer, noch böseres Chrom und noch viel böseres Arsen enthalten.

Aber doch nur in homöopathischen Mengen, damit kehrt sich die Wirkung 
um. Gegen eine Chlorvergiftung nimmst du also am besten die 
Chlortabletten.

Mal so ganz im Ernst: im Verlinkten Wikiartikel steht ernsthaft, dass es 
Schüsslersalze gegen Leichtgläubigkeit gibt? Das wäre ja wie ein 
Elektroauto, gesponsert von Shell und BP.
Moderator Persönliche Seite #3568592
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J. Ad. schrieb:
> Ich hoffe, ausgiebiges Lüften und Arnica D6 genügen um nicht unmittelbar
> zu erkranken.

Arnica (egal in welcher Dosierung) hilft dir höchstens dann, wenn du
den Salzstreuer an die Birne bekommen hast, ähem, Rübe meine ich, oder
auf die Zehen. :-)

Aber solange du das Zeug nicht elektrolysierst, wird es dir kaum
gelingen, irgendwie freies Chlor aus dem NaCl zu entlocken …

K. Laus schrieb:
> "Auch giftiges Arsen konnten sie im Lampenbruch nachweisen."
> Sie haben also entdeckt, dass es PN-Dotierung gibt...

Für rote bis gelbe LEDs ist es nicht nur Dotiermaterial, sondern auch
Basismaterial.  Allerdings muss man es wohl schon ziemlich fein
zerreiben, bevor man vom enthaltenen Arsen irgendwelche nennenswerten
Mengen aufnehmen könnte.
#3569003
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Die kleinen Chips die in einer Hochleistungs-LED drin sind haben eine 
Größe von maximal 1x1mm und die Chips von Status-LEDs oder in der 
Weihnachtsbaumbeleuchtung sind so winzig dass man eine starke Lupe 
benötigt um irgend was zu sehen.

Die Kathode ist in LEDs eh meist als eine Art Pfanne hergestellt worden 
so dass der kleine Chip dort nur mit größtem Aufwand entfernt werden 
kann.

Die Chipmasse die man aufnehmen könnte wenn man die Chips aus 100 LEDs 
rausbekommt und diese dann verschluckt ist sehr gering, sie decken 
bestimmt nicht mal die nötige Menge an Arsen die man jeden Tag braucht 
um zu überleben.

Also ein hoher Aufwand für nichts und wieder nichts.
Gast #3569463
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Pascal S. schrieb:
> Mir ist heute leider eine LED Glühbirne (Ikea Ledare) runtergefallen und
> dabei ist der Glaskolben zerbrochen.

Sei froh. Die Ledare haben eine bescheidene Effizienz und einen ekligen 
Farbstich. Die mögen akzeptable Möbel machen, aber deren Lampen - auch 
die ESL - sind Schrott.

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