Ich hatte letztens eine Rolle Kerkos geholt um das Mäuseklo aufzufüllen in dem ich die Lagere, habe mal spaßhalber mit dem Multimeter die Kapazität gemessen damit ich sie nicht falsch einsortiere und statt der erwarteten 1µF waren das nur 1nF Kerkos. Nun was fängt man mit so einem Wert an? Würde mir jetzt nur zum Kombinieren als RC Eingangsfilter für einen µC Pin einfallen. Werde die vermutlich in die Markt Rubrik reinstellen.
Würde mich mal interessieren wofür ihr soetwas benutzen?
Kleine Tiefpässe.
Hf-Anpassglieder.
Überspannungspulse (Esd, wenig Energie) an mittelschnellen Signalen dämpfen.
An Schaltreglern überall dort, wo der Hersteller/Auslegung welche vorsehen (Schleifenkompensation z.B.).
Als Abblockkomdensator an schnellen Digital-ICs (z.B. FPGAs), wenn der Hersteller/das Design welche vorgeben.
Also du weißt schon, dass du bedrahtet auch 1pF bekommst? D.h. noch mal einen Faktor 1000 kleiner als deine 1nF. Als SMD gibt es sogar Bruchteile von Pikofarad.
1pF Kondensatoren (und alles drüber) sind auch kein spezieller moderner Trend. Hier ist ein Ausschnitt aus einem Röhrenradio wo ein paar 1pF eingebaut waren
1nF als Abblockkondensator ist deutlich seltener als 10nF, 100nF und
1uF.
Nö. 1n (oder 4n7) parallel mit 100n ist eine geläufige Kombination zur VCC-Abblockung bei erhöhten Anforderungen (z.B. FPGAs). 10n habe ich da noch nicht gesehen.
Ich habe die in keinem Warenkorb gefunden, vermutlich habe ich die aus einer Wanderkiste aus dem Forum. Beschrift sind sie mit 0805, 1µF, 50V, X7R aber da das 1 µF schon nicht stimmt ist der rest auch fraglich.
Habe Sie in den Markt zum Verschenken geworfen, meine Schaltungen sind dafür zu langsam da starte ich bei 100nF und vielleicht mal etwas im pF Bereich beim Quarz.
habe mal spaßhalber mit dem Multimeter die Kapazität gemessen damit ich
sie nicht falsch einsortiere und statt der erwarteten 1µF waren das nur
1nF Kerkos.
Wie viele davon hast du eigentlich gemessen?
Da die Quelle unbekannt ist (Aliexpress?) wäre auch denkbar, daß Ausschuß darunter ist, den du zufällig erwischt hast.
3 Stück habe ich getesten und die hatten alle den gleichen Wert. Zum Querchecken des Messgerätes habe ich 100nF und 1µF Kerkos verglichen die von Mouser stammen und dort zeigte das Messgerät korrekte Werte.
Man baut in dort ein, wo ein solcher Wert erwartet wird.
So ganz bescheuert ist die Frage nicht, allerdings ungeschickt formuliert. Es müsste heißen "Was fängt man mit 1 nF in X7R und Bauform 0805 an".
Kompensation Schaltregler: ja, aber eher 0603. Und auch wenn X7R für die niedrigen Frequenzen taugt, werden die meisten eher C0G einsetzen.
Einstreuungen ableiten: klingt nach HF, da würde ich C0G und kleine Bauform wählen
VCC Abblockung, z.B. am FPGA: eher in 0603 oder 0402.
Die große Bauform würde man z.B. an der KL30 im Auto einsetzen, die ist etwas robuster gegen Elektromigration. Für ESD-Schutz ist der Wert aber zu niedrig (da haben wir 47 nF 50 V oder 22 nF 100 V), für EMV würde man eher C0G bevorzugen.
z.B. um die Schwingneigung von OpAmps in Regel- und
Verstärkerschaltungen zu unterbinden...
Da würde man aber auch eher kein Klasse-2-Dielektrikum wie X7R haben wollen, sondern Klasse 1, was es bei solchen relativ geringen Kapazitäten auch problemlos in kleinen Baugrößen gibt.
Ich verwende 1nF fuer Datenleitungen auf Kabel, gegen Einstreuungen. zB RS485, RS232, Damit werden Hochfrequente Stoerungen kurzgeschlossen bevor sie auf die Leiterplatte kommen. Also Signal gegen Masse, resp Gehaeuse.
DC Leitungen, wie Speisung, Sensoren, usw werden mit 100nF abgeblockt. Also Signal gegen Masse, resp Gehaeuse.
Und zwar alles grad am Gehauese. Denn eine 1cm lange Leitung ist bereits eine Antenne bei 3 GHz, Den ueblichen Frequenzen.
Wenn ich's noch besser machen will, nehm ich auch noch Ferrite, zB 1kOhm bei 100MHz
Zum Beispiel um kritische Signale an MOSFET-Gates, Controllereingängen, usw. robuster gegen Störungen zu machen oder als Gleichtaktfilter (zwei Stück gegen GND) vor einem Instrumentierungsverstärker damit das Gegentakt-Nutzsignal nicht zu stark gedämpft wird aber hochfrequente Gleichtaktstörungen trotzdem gefiltert werden.
Auch bei den beiden zuletzt genannten Anwendungen würde ich eher C0G einsetzen als X7R, und eine kleinere Bauform wie z.B. 0603 oder 0402 wählen. Bei X7R 0805 liegt die Resonanz doch relativ weit unten.
HF-technisch wenig bewanderte Leser könnten geneigt sein zu glauben,
dieses Konstrukt wäre ein Beispiel eines Durchführungskondensators. :-)
Wobei man dieses Konstrukt auch dafür hernehmen kann. Wenn man den Fred so liest, fällt auf, dass da wenig HF-Erfahrung vorliegt. Ist ja auch ein µC-Forum. Meine kleinsten SMD-Cs sind übrigens 0.5pF und die Bauform aus HF-Keramik ist deutlich größer als 0805.
@p.s. ich fand eine niedrige Gatekapazität fürs schnelle Schalten bisher ganz gut. Wenn ich da Probleme hätte würde ich da eher einen hochohmigen Pullup/-down hinmachen, aber gut habe die Erfahrung noch nicht gemacht das er ungewollt durchsteuerte. Im Automotivbereich bin ich mal über https://www.infineon.com/assets/row/public/documents/10/49/infineon-bts4140n-datasheet-en.pdf gestolpter ist ein MOSFET welcher aber einen dauerhaften Strom am Eingang benötigt also nicht nur zum umladen der Gatekapazität, soll warscheinlich genau das verhindern was du beschreibst.
1 nF Kerkos eignen sich vorzüglich, um mit "N.C." bezeichnete Pins
eines Packages vor HF-Einstreungen zu schützen, die sonst in das
Die einkoppeln könnten.
Dabei aber nicht dem Falschgeiz verfallen. Es sollte für jeden Pin
schon ein eigener Kerko sein.
1 nF Kerkos eignen sich vorzüglich, um mit "N.C." bezeichnete Pins
eines Packages vor HF-Einstreungen zu schützen, die sonst in das
Die einkoppeln könnten.
???
Wenn da n.c. am Pin steht, dann mache ich genau das: nix anschließen!
1 nF Kerkos eignen sich vorzüglich, um mit "N.C." bezeichnete Pins
eines Packages vor HF-Einstreungen zu schützen, die sonst in das
Die einkoppeln könnten.
???
Wenn da n.c. am Pin steht, dann mache ich genau das: nix anschließen!
Das ist fallweise unterschiedlich!
Es gibt nämlich N.C.- und D.N.C.-Pins!
Du meinst sicher die Letzteren.
hat aber auch eine Doppelbedeuting, bei einigen IC Hesteller meint es es ist dort nichts angeschlossen also der Pin ist im IC frei,
Bei anderen IC Hesteller meint es das dort NICHTS angeschlossen werden darf weil es intern verbunden ist (z.B. test- oder programmier- Pins)
bei einigen IC Hesteller meint es es ist dort nichts angeschlossen also
der Pin ist im IC frei,
Bei anderen IC Hesteller meint es das dort NICHTS angeschlossen werden
darf weil es intern verbunden ist
Deshalb ist die Abkürzung üblicherweise irgendwo im Datenblatt erklärt, z.B. oft per Fußnote.
HF-technisch wenig bewanderte Leser könnten geneigt sein zu glauben,
dieses Konstrukt wäre ein Beispiel eines Durchführungskondensators. :-)
Wobei man dieses Konstrukt auch dafür hernehmen kann.
Dann müßte es aber anders ausgeführt werden als oben von Soul_Eye beschrieben, nämlich die MLCCs radial angeordnet, die inneren Anschlüsse mit dem durchzuführenden Leiter verlötet und die äußeren auf die Abschirmwand gelötet?