DIgital Analog Wandler Baustein DAC

OP #5743388
Hallo,


kennt jemand einen 12 oder 16 bit Digital Analogwandler den man Parallel 
anschliesen kann ? Und den es Ohne Probleme zu Kaufen gibt ?


Parallel anschliessen meine ich jedes bit einzel auf einen Pin, den ich 
möchte von einen Kaskadierten Zählerbaustein dieses ansteuern.



Grüsse Huber M.
12 Bit gab es noch, aber 16 parallel? Das haben schon die ersten 
CD-Spieler seriell gemacht. Eventuell ein uralter "multiplying DAC" mit 
12 Bit.

https://www.mouser.de/Semiconductors/Data-Converter-ICs/Digital-to-Analog-Converters-DAC/_/N-4c44d?P=1z0w0o4Z1z0vhtu
Ergebnisse: 618

https://www.maximintegrated.com/en/products/analog/data-converters/digital-to-analog-converters/MX7845.html

na mindestens ein 16-Bit, TI  DAC8820 (ACTIVE) 16-Bit, Parallel Input 
Multiplying DAC
http://www.ti.com/product/DAC8820
Gast
bei Digikey gibt es noch etwas Auswahl:
https://www.digikey.de/products/de/integrated-circuits-ics/data-acquisition-digital-to-analog-converters-dac/701?FV=2640005%2C3cc00a0%2C3cc00ae%2C3cc00b5%2C3cc0018%2Cffe002bd%2C1f140000&quantity=0&ColumnSort=0&page=1&k=dac&pageSize=500&pkeyword=dac

Michael H. schrieb:
> Und den es Ohne Probleme zu Kaufen gibt ?

Bei Digikey kannst du ganz normal bestellen, ist halt ggf. nicht ganz 
billig.

Aber wenn es dir nur um ein Einzelstück geht: manche von den Teilen 
kannst du dir vom Hersteller kostenlos als Sample schicken lassen 
(üblicherweise nach vorheriger Registrierung).
(Firma: matzetronics)
Der R2R DAC steht und fällt mit der Genauigkeit der parallelen Ausgänge, 
die wirklich exakte Spannung (und alle die gleiche) liefern müssen und 
der Widerstände.
Viele integrierte DAC arbeiten zwar nach diesem Prinzip, aber die werden 
auch in hochwertigen und reporduzierbaren Prozessen hergestellt.
Gast
Andreas M. schrieb:
> Man könnte ja auch gegurtete Widerstände nehmen und die nicht in der
> Bastelkiste zusammensuchen.

Nicht nur die Widerstände müssen auf 0,001% passen (und das ohne mit der 
Temperatur davonzulaufen). Auch die Spannungen der Digitalausgänge 
müssen entsprechend genau sein. Und der Ausgangswiderstand der 
Digitalausgänge muss in einem entsprechenden Verhältnis vernachlässigbar 
sein gegenüber dem Widerstand des Netzwerks.

Wie schon von anderen geschrieben wurde: viele malen das Prinzipbild 
eines solchen Schaltplans; und manche bauen auch mal so ein R2R-Netzwerk 
erfolgreich auf. Aber nur ganz, ganz wenige erreichen damit annähernd 
die Performance, die ein integrierter 16Bit DAC hat.

Andreas M. schrieb:
> R2R-Widerstandsnetzwerkes?
> Schneller und einfacher gehts nimmer.

Nö: wenn man tatsächlich in den Bereich einer 16Bit-Performance kommen 
will, ist das einer der schwierigsten Wege.
Gast
Andreas M. schrieb:
> Man könnte ja auch gegurtete Widerstände nehmen

Gute Idee! Aus einem Gurt mit 64 Stück wird dann ratz-fatz ein 32 Bit 
DAC.


> Auf einer Streifenleiterplatte kann man das prima zusammenlöten.

Am besten noch mit Goldlack anstreichen und mit blinkenden blauen LEDs 
beleuchten.
(Firma: matzetronics)
Andreas M. schrieb:
> Man könnte ja auch gegurtete Widerstände nehmen und die nicht in der
> Bastelkiste zusammensuchen.

Du hast nur die Hälfte verstanden. Die 16 Ausgänge müssen auf 
1/65535tel, das sind weniger als 0,6 Promille, übereinstimmen - und zwar 
bei Low und bei High.
Ausserdem wärest du überrascht, wenn du mal mit einem genauem Ohmmeter 
deine gegurteten Widerstände durchmisst. Ich habe neulich für eine 
Phantomspeisung 2 Stück 6,8k aus 100 Stück eines Gurtes durchsucht. Die 
sollten auf 10 Ohm übereinstimmen und das war nicht einfach.
Matthias S. schrieb:

> Ausserdem wärest du überrascht, wenn du mal mit einem genauem Ohmmeter
> deine gegurteten Widerstände durchmisst. Ich habe neulich für eine
> Phantomspeisung 2 Stück 6,8k aus 100 Stück eines Gurtes durchsucht. Die
> sollten auf 10 Ohm übereinstimmen und das war nicht einfach.

Ich habe mal als Faustformel gehört, das die Paarung von benachbarten
Widerständen etwa 10fach besser als dessen Toleranzklasse wäre. Das
wären bei 1%igen Widerständen dann 0,1%. Hast Du diesen Wert erreicht?
OP
Jetzt habe ich noch eine Alternative für mich gefunden (LTC1257), einen 
den ich mit drei leitungen Seriell ansteuern kann, allerdings nur mit ca 
+10V am Ausgang.

Ich brächte aber einen der zumindest +- 10V kann mit möglichst ohne 
opamp als externe Beschaltung


kennt vielleicht jemand so einen ?
(Firma: matzetronics)
m.n. schrieb:
> Kohleschicht?
> ;-)

Jaja, das war Kohleschicht 5%, weil ich 6k8 nicht als Metallfilm da 
hatte. Zugegeben keine repräsentative Untersuchung, aber ich hätte 
selbst bei gegurteten Kohleschichtlern etwas mehr beieinanderliegende 
Werte erwartet.

Harald W. schrieb:
> Das
> wären bei 1%igen Widerständen dann 0,1%.

Aber selbst das würde, und da sind wir uns sicher einig, nicht für einen 
16-Bit DAC reichen. Wir wollen ja 0,006%, um da einigermassen stetig am 
Ausgang zu sein - und das auch an den Speisungseingängen. Und es braucht 
ja noch einen hochohmigen Buffer, damit man das Ergebnis nicht gleich 
wieder zermanscht.
Für einen 4-8 Bit DAC kann man R2R schon mal machen. Aber 16-bit sicher 
nicht.
Abhängig von der benötigten Samplerate gibt es ja auch noch die "PWM und 
tiefpassfiltern"-Methode ... ich kann allerdings nicht einschätzen 
welche Nichtlineartitäten man dabei hat, und ob das für 16 Bit 
Genauigkeit reicht. 16 Bit Auflösung sind damit jedenfalls leicht zu 
erzielen ;)

Dazu könnte man die parallelen Eingänge an einen Mikrocontroller hängen 
der dann die PWM erzeugt. Das Programm dafür wäre sehr einfach, man muss 
nur den GPIO-Port-Wert in das Timer-Register kopieren.
Gast
Matthias S. schrieb:
> Jaja, das war Kohleschicht 5%,

Ich bewundere Deinen Mut gleich zweifach. Zum einen, daß Du diese 
Widerstände noch verwendest, und zum anderen, daß Du es hier sogar 
noch zugibts ;-)
Mit Metallfilmwiderständen hat man mit Selektierung recht hohe Ausbeute. 
Nach meiner Erfahrung liegen bei einem 100er Abschnitt < 5 außerhalb 
einer relativen Toleranz von 0,1 - 0,2%. Das reicht aber gerade einmal 
für 8 Bit Genauigkeit, sofern die Schalter entsprechend kleinen 
Innenwiderstand aufweisen.

12 Bit PWM geht bestens selbst mit einem schlichten AVR, wenn man mit 
langsamer Einschwingzeit zufrieden ist: Linearität und Monotonie sind 
kein Problem. Geschickterweise verwendet man ein TP-Filter 3. oder 4. 
Ordnung, dessen OPV auch gleich für eine niedrige Ausgangsimpedanz 
sorgt.
Aber wie schnell der DAC arbeiten soll, ist ja noch nicht bekannt.
Gestern war es ein paralleles Interface, heute seriell und morgen 
vermutlich USB. Abwarten, bis Freitag ist!
OP
m.n. schrieb:
> Aber wie schnell der DAC arbeiten soll, ist ja noch nicht bekannt.
> Gestern war es ein paralleles Interface, heute seriell und morgen
> vermutlich USB. Abwarten, bis Freitag ist!

Mein Problem ist sie haben mir meinen bevorzugten Wandler (AD7846) 
abgekündigt (das er nicht mehr hergestellt wird) und jetzt suche ich 
einen mit dem ich wieder so einfach arbeiten kann und diese 
Möglichkeiten habe, aber da wird es wohl schlecht ausschauen.

Und deshalb zog ich evtl auch noch einen Seriellen in betracht, der 
einfach anzusteurn ist das ich überhaupt wieder irgend etwas machen 
kann.
(Firma: matzetronics)
m.n. schrieb:
> Nach meiner Erfahrung liegen bei einem 100er Abschnitt < 5 außerhalb
> einer relativen Toleranz von 0,1 - 0,2%. Das reicht aber gerade einmal
> für 8 Bit Genauigkeit, sofern die Schalter entsprechend kleinen
> Innenwiderstand aufweisen.

Darauf wollte ich ja eigentlich hinaus. Für die Phantomspeisung reichen 
die 0,1% ja aus, aber selbst 0,01% reichen nicht für die 16-bit. Man 
wird also bei Metallfilm aus einer Charge immer noch ganz schön suchen 
müssen.

m.n. schrieb:
> daß Du diese
> Widerstände noch verwendest

Das ist nur ein kleines Testadapter für unsere Mikrofone, also nichts, 
was Produktionsqualität haben sollte, sondern nur schnell mal aus einer 
passiven DI-Box gebastelt. Wäre das was wichtiges, hätte ich sicher 
Metallfilm benutzt.
Matthias S. schrieb:

>> Nach meiner Erfahrung liegen bei einem 100er Abschnitt < 5 außerhalb
>> einer relativen Toleranz von 0,1 - 0,2%. Das reicht aber gerade einmal
>> für 8 Bit Genauigkeit, sofern die Schalter entsprechend kleinen
>> Innenwiderstand aufweisen.
>
> Darauf wollte ich ja eigentlich hinaus. Für die Phantomspeisung reichen
> die 0,1% ja aus, aber selbst 0,01% reichen nicht für die 16-bit. Man
> wird also bei Metallfilm aus einer Charge immer noch ganz schön suchen
> müssen.

So isses. M.W. werden käufliche R2R-Netzwerke alle nachträglich 
getrimmt.

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