Hi,
ich habe ein Beleuchtungsproblem.
Ich habe eine LED-Lichterkette, die mit 12 Volt Gleichspannung läuft.
Schließe ich die LED-Lichterkette an 12 Volt Gleichspannung an, dann
funktioniert sie problemlos. Jetzt hab ich aber folgendes Problem, dass
der Ort, an dem ich die Kette einbauen will, nur 12 Volt Wechselspannung
hat. Dazu war ich zunächst in einem Elektronikgeschäft und dort habe ich
mir eine kleine Platine gekauft, einen Wechselrichter B80C1500 und einen
Kondensator mit 240uF. Den Kondensator sollte ich in Reihe zwischen den
Wechselrichter und dem einen Ende der Lichterkette machen, also hab ich
den negativen Pol des Kondensators an den positiven Pol des
Wechselrichters angeschlossen und dann hatte ich ja an dem zweiten
Kondensatorbein wieder den Pluspol.
Und jetzt passiert folgendes: Schließe ich jetzt die 12 Volt
Wechselspannung an, dann leuchten die Lampen ganz kurz hell auf und
leuchten danach nur noch ganz schwach. Ich habe auch mal die Spannung
gemessen, sie beträgt immer noch 12 Volt und ich habe auch mit dem
Messgerät überprüft, ob es wirklich Gleichstrom ist und es zeigt dann
dafür eine Gleichspannung an.
Das ist mir so ein kleines Rätsel. Was mir vielleicht einfällt ist, dass
der Kondensator, da er ja in Reihe geschaltet ist, auch ein bißchen
Spannung braucht und dann für einen Spannungsabfall sorgen könnte, so
dass dann nicht mehr genug Spannung für die Lichterkette da ist, aber
ich hab es halt so gemacht, wie es mir gesagt wurde, dass ich den
Kondensator in Reihe dazuschalte. Was würde denn passieren, wenn ich den
Kondensator stattdessen parallel zu der Lichterkette schalte, oder noch
anders gefragt, was wäre, wenn ich gar keinen Kondensator nach dem
Gleichrichter dranbauen würde? Aber wahrscheinlich muss so ein
Kondensator mit dadran, sonst wäre er mir ja nicht mit verkauft worden,
oder?
Das was Du da hast ist ein Gleichrichter und das ist auch gut so. Und
der Kondensator kommt parallel zu den Anschlüssel der Lichterkette an
die Ausgänge des Gleichrichters. Falls es ein Elko ist, auf Polung
achten.
So long,
Sid
>>Aber wahrscheinlich muss so ein
Kondensator mit dadran, sonst wäre er mir ja nicht mit verkauft worden,
oder?
Du glaubst an das Gute im Menschen, nicht wahr : )
So ein Kondensator ist zur Glättung / Pufferung da. Und er ist hinter
einer Gleichrichterbrücke sinnvoll. Über die 240 uF kann man
(irgendjemand anders) streiten, aber besser als nix : )
Herzlichen Dank für Eure schnellen Antworten. In der Tat meinte ich auch
einen Gleichrichter.
Sid schrieb:> Über die 240 uF kann man> (irgendjemand anders) streiten, aber besser als nix :
sollte der Kondensator eher noch eine größere Kapazität haben? Wenn es
zu wenig ist, dann kann ich ja einfach einen anderen dranmachen.
Und jetzt bei der Polung heisst es dann auch - positiver Kontakt des
Kondensators zum Positiven Ende des Gleichrichters? Weil wo ich es in
Reihe geschaltet hatte, da war es ja umgekehrt, da musste ich den
negativen Pol an den positiven anschließen.
Der '-'-Anschluss des Kondensators kommt an den '-'-Ausgang (0V) des
Gleichrichters. Probiers mal mit dem Kondensator aus und wenn Du mit dem
Ergebnis zufrieden bist (kein Flackern...) dann isset jut.
shiwa schrieb:> Besteht nicht die Gefahr das die Spannung zu hoch wird, weil sich der> Kondensator auf U spitze aufläd (12V*1.41=16,9V) ?
Was bedeutet denn das? Das verstehe ich jetzt garnicht, was das mit den
16,9 Volt bedeutet? In der Tat hatte ich mich gewundert, als ich vorhin
den Kondensator in Reihe dazwischen geschaltet hatte, dass die
Gesamtspannung um die 16 Volt betrug und nicht 12 Volt wie beim
Netzgerät herausgekommen ist. Nun hab ich ihn rausgelötet und parallel
dazu eingesetzt, flackern tut jetzt nichts mehr. Liegt das mit der
höheren Spannung daran, dass die 12 Volt Wechselspannung nur diese
Effektivwerte sind oder so und die Spannungsspitze dann bis zu den 16,9
Volt beträgt? Aber müsste denn dann auf der anderen Seite der
Kondensator diese Spitze nicht wieder relativ flott abbauen?
Jetzt bin ich echt ein bißchen verunsichert mit dieser Spannungsspitze,
muss ich notfalls zum Schutz der LED-Lichterkette noch einen
Vorwiderstand zwischenlöten?
Ja, die 12V sind der effektivwert und der Kondensator läd sich auf die
Spitzenspannung auf (diese 16,9V). Der Kondensator gleicht nur Werte
unterhalb der Spitzenspannung aus. Deshalb glättet er bei größere
Kapazität besser.
Ob das jetzt mit nem einfachen Vorwiderstand getan ist kann ich dir
nicht sagen.
Leuchten den die Led heller als vorher?
Wie groß ist die Spannung am Kondensator wenn du die Lichterkette dran
hast?