Moien,
ich baue gerade an einem 27MHz Sender (ohne Antenne) und das nach dem
Buch "Mastering Electronics" (Auszug hier
https://dl.dropboxusercontent.com/u/20044292/mastering_electronics.png )
Was ich nun nicht verstehe ist, warum in Bild 19.3 der Schwingkreis, der
am Transistor 2N3702 hängt, noch immer die Schwingung ausgibt, wenn ich
den Emitter anstelle an +9V an 0V hänge. Ich muss dazu sagen, dass ich
den 2N3702 gegen einen BC557C getauscht habe, weil ich die vorrätig
habe, aber beide sind ja PNP Transistoren.
Ich würde gerne verstehen, warum da nun doch noch eine Schwingung über
das Kabel zu "Output to Power Stage" kommen kann, wo doch oben nichts
durchkommen sollte.
Ich bin noch Anfänger und mache mich mit dem ganzen Eletronikskram erst
noch vertraut :), daher hoffe ich, dass ich das vernünftig beschrieben
habe und mir jemand da auch durch die Ferne auf die Sprünge helfen kann.
Danke im Voraus,
Andreas
Normalerweise bricht die BE-Strecke bei 4-5 Volt durch, wenn also der
Emitter auf Null liegt, hat vermutlich die Basis keine 9V mehr.
Und wie Helmut schon schrieb, kannst Du Dir die BC-Strecke und die
BE-Strecke als einen Kondensator mit 2-3pF vorstellen. Solange der
nachfolgende Schwingkreis nicht belastet wird, schwingt dieser in
Resonanz schön mit.
Warum möchtest Du den Emitter auf 0Volt legen?
Andreas Hornig schrieb:> Was ich nun nicht verstehe ist, warum in Bild 19.3 der Schwingkreis, der> am Transistor 2N3702 hängt, noch immer die Schwingung ausgibt, wenn ich> den Emitter anstelle an +9V an 0V hänge.
Du tauschst also C und E dieses Transistors? Oder wie?
Falls du die beiden tauschst, dann betreibst du den Transistor einfach
mit schlechter Stromverstärkung im Inversbetrieb.
B e r n d W. schrieb:> Warum möchtest Du den Emitter auf 0Volt legen?
weil anstelle der verbindung vom Emitter zur +9V Leitung dort dann die
Modulation rein kommt. Da ich da On-Off-Keying einkoppeln möchte, sollte
da ja 0V dann rein gekoppelt werden, wenn bei der Leitung zum Verstärker
nichts raus soll.
Grüße, Andreas
Moien
Lothar Miller schrieb:> Du tauschst also C und E dieses Transistors? Oder wie?
ne, ich habe da ein Jumper Wire als Leitung vom Emitter zur +9V Leitung
und stecke nur das Ende vom +9V auch in Ground. B und C bleiben so wie
im Bild.
> Falls du die beiden tauschst, dann betreibst du den Transistor einfach> mit schlechter Stromverstärkung im Inversbetrieb.
Und das bewirkt dann was?
Grüße, Andreas
Andreas Hornig schrieb:> Lothar Miller schrieb:>> Du tauschst also C und E dieses Transistors? Oder wie?> ne, ich habe da ein Jumper Wire als Leitung vom Emitter zur +9V Leitung> und stecke nur das Ende vom +9V auch in Ground. B und C bleiben so wie> im Bild.
Na, dann koppelt eben wie schon erwähnt etwas über die BC-Strecke des
Transistors...
>> Falls du die beiden tauschst, dann betreibst du den Transistor einfach>> mit schlechter Stromverstärkung im Inversbetrieb.> Und das bewirkt dann was?
Eine schlechtere Stromverstärkung bewirkt u.U. das Nichtfunktionieren
einer Schaltung.
> weil anstelle der verbindung vom Emitter zur +9V Leitung dort dann die> Modulation rein kommt.
So geht das dann wohl nicht. Aber ich würde für On-Off-Keying auch nicht
jedesmal den Schwingkreis neu anschwingen lassen. Da gehört eigentlich
ein Schalter in den Signalpfad...
Lothar Miller schrieb:> Na, dann koppelt eben wie schon erwähnt etwas über die BC-Strecke des> Transistors...
das ganze ist ja von B als auch C Seite am Schwingen, das kann also von
beiden Seiten sein... hmmm.
> Eine schlechtere Stromverstärkung bewirkt u.U. das Nichtfunktionieren> einer Schaltung.
Wie kriege ich das raus? Also verstärkt wird es ja, zumindest ganz zum
Ende nach dem Amplifier ist es 5 mal so hoch wie vorher.
> So geht das dann wohl nicht. Aber ich würde für On-Off-Keying auch nicht> jedesmal den Schwingkreis neu anschwingen lassen. Da gehört eigentlich> ein Schalter in den Signalpfad...
An sowas dachte ich auch, also einfach noch vor dem 100pF Kondensator
des Verstärkers noch ein Schalter bauen, nur weiss ich noch nicht genau
wie. Wie würdest du das denn machen und wohin?
Grüße, Andreas