TTL schrieb:
> könnte mir vielleicht einer erklären, was man unter einem On-Widerstand
> versteht?
In der Digitaltechnik werden die meisten MosFets oder Transistoren als
"Schalter" verwendet.Wird an einem (selbstsperrenden) MosFet z.B. eine
genuegend hohe Gatespannung angelegt,besteht zwischen dem Drain und der
Source die maximal beste leitende Verbindung.Idealerweise sollte diese
Verbindung 0 Ohm betragen um die Verlustleistung gering zu halten.Dies
ist aber in der Praxis nicht der Fall und je nach MosFet-Typ liegt
dieser Widerstand zwischen einigen MilliOhm und mehreren Ohm =>
ON-Widerstand.
Kleine Rechnung:Bei einem ON-Widerstand von 0.1 Ohm und einem Drainstrom
von 10A entsteht eine Verlustleistung von 10W! Da laeuft ohne Kuehlung
nix...
Ist die Gatespanung nicht hoch genug,dann wird der MosFet auch leitend
aber er befindet sich im "analog"-Betrieb und uebernimmt mehr oder
weniger die Funktion als einstellbarer Widerstand (Wert zwischen
MilliOhms bis hin zu mehreren 100kOhm...)
Im Grunde genommen hat eigentlich jedes Bauteil das als Schalter
eingesetzt wird einen ON-Widerstand - z.B. auch ein pobeliger
mechanischer Lichtschalter:Auch der hat in der Regel ein paar MilliOhm
im Neuzustand und wenn die Kontakte anfangen zu verkokeln wird dann aus
MilliOhm schnell mal ein paar Ohm.Die Folge sind Erwaermung,weiteres
Verkokeln und irgendwann Totalausfall