Hallo Zusammen,
ich suche eine Schaltung, die bei einem sehr kurzen positiven Impuls von
ca. 5V am Eingang, den Ausgang auf 5V schaltet und hält. Erst wenn ein
negativer Impuls von ca. -5V am Eingang ankommt, soll der Ausgang wieder
auf 0V schalten.
Ich denke eine bistabile Kippstufe wäre geeignet, finde aber keine
Schaltung, mit der ich das gewünschte Ergebnis erreiche.
Schonmal vielen Dank für eure Unterstützung.
Grüße, Oliver
Oliver schrieb:> Ich denke eine bistabile Kippstufe wäre geeignet,
Ja, Du kannst ein RS-Flipflop nehmen. Die beiden Eingänge werden
über je einen RC-Diskriminator für die positive und negative
Flanke angesteuert.
Danke für die Antwort. Leider sagt mir der Begriff RC-Diskriminator
nichts. Könntest du das bitte noch etwas genauer beschreiben oder
eventuell sogar eine kleine Skizze dazu zeichnen?
Der RC-Diskriminator ist im Prinzip ein Hochpass,
also eine Reihenschaltung von einem Kondensator
und Widerstand nach Masse. Zwischen Kondensator und
Widerstand greifst du dann die Impulse ab.
Man sagt dazu auch Differenzierglied. Es werden damit
nur Impulse aber keine Statischen Spannungen durchgelassen.
Das verstehe ich immer noch nicht so richtig.
Ich habe ja bereits saubere, sehr steile Impulse von +5V und -5V auf
derselben Signalleitung. Wozu dann noch einen Hochpass?
Eigentlich müsste ich doch die +5V Impulse von den -5V Impulsen trennen
und dann die -5V Impulse invertieren bevor ich sie dem Reseteingang
zuführe.
Oder kann ich bei einem RS-Flipflop am Reseteingang einen negativen
Impuls anlegen, wenn ich am Set-Eingang einen positiven benutze?
Gibt es nicht eventuell auch eine Schaltung die das mit nur einem
Eingang realisiert?
Also:
+5V am Eingang -> Schaltung kippt auf high
-5V am Eingang -> Schaltung kippt zurück auf 0
Für Ideen wäre ich sehr dankbar.
Nimm eine Stufe vom CD4093 (da sind vier Schmittrigger drinn),
schalte die beiden Eingänge zusammen,lege da mit einem
Spannungsteiler die halbe Betriebsspannung drauf und schalte
noch einen Kondensator vor dem eingang. Fertig.
Sicherheitshalber kannst du die Eingänge noch mit
einer Diodenklemmschaltung schützen.
Noch ein Hinweis, die Logik der Stufen ist ja
einen Negation, wenn das nicht gewünscht ist,
einfach noch eine Stufe nachschalten, damit
wird die Nagation wieder aufgehoben. Es stehen ja
vier zur ferfügung. Und noch was, den CD4093
mit 12V betreiben wenn du mit +-5V ansteuern willst.
Eure Ideen zur Flankentriggerung sind nicht geeignet, um die
Anforderungen des Threaderstellers umzusetzen, da hierbei nicht
unterschieden wird, ob es sich um die steigende Flanke 0=>5 oder -5=>0
bzw. 5=>0 oder 0=>-5 handelt.
Stattdessen kann man den negativen Impuls mit einem Bipolartransistor in
Basisschaltung mit nachgeschaltetem Inverter/Schmitt-Trigger zu einem
positven Löschimpuls eines RS-Flipflops umsetzen.
Um zu verhindern, dass der negative Impuls den Set-Eingang des Flipflops
beschädigt, sollte der Eingang durch einen Vorwiderstand mit Klemmdiode
geschützt werden.
Leider schweigt sich der Threadersteller darüber aus, was "sehr kurze"
Impulse sind. Ich vermute, dass es hierbei eher um etliche Mikrosekunden
oder gar Millisekunden geht und nicht um wenige Nano- oder Picosekunden.
Genau, bei den positiven Impulsen ist die steigende Flanke exakt 100
Mikrosekunden lang, die fallende 200. Bei den negativen Impulsen
entsprechend umgekehrt.
Oliver schrieb:> Genau, bei den positiven Impulsen ist die steigende Flanke exakt 100> Mikrosekunden lang, die fallende 200. Bei den negativen Impulsen> entsprechend umgekehrt.
Bei solch einer geringen Anstiegsgeschwindigkeit der Flanke sollten
vorzugsweise Schmitt-Trigger vor das Flipflop geschaltet werden.
Wie lang sind denn die eigentlichen Impulse?
Moin,
Wenn's eh' schon 'nen Schmitt-Trigger braucht, wie waer's dann mit
einem, der eine sehr grosse Hysterese (z.B. fast 10V) hat. Dann brauchts
danach kein Flipflop mehr.
Muesste doch mit einem OpAmp und einer Handvoll Widerstaenden gehen. Was
gibts denn fuer Versorgungsspannung(en)?
Gruss
WK
derguteweka schrieb:> Moin,>> Wenn's eh' schon 'nen Schmitt-Trigger braucht, wie waer's dann mit> einem, der eine sehr grosse Hysterese (z.B. fast 10V) hat. Dann brauchts> danach kein Flipflop mehr.
Ja, dafür müsste man doch gut einen 555 nehmen können. Der hat eine
Hysterese von 1/3 der Betriebsspannung.
Guten Morgen,
Danke dass sich doch einige meinem Problem angenommen haben und viele
gute Hinweise gegeben haben.
Zu euren Rückfragen:
Andreas S. schrieb:> Wie lang sind denn die eigentlichen Impulse?
100 Mikrosekunden steigende Flanke
200 Mikrosekunden fallende Flanke
das war's.
derguteweka schrieb:> Muesste doch mit einem OpAmp und einer Handvoll Widerstaenden gehen. Was> gibts denn fuer Versorgungsspannung(en)?
Versorgungsspannungen sind verschiedene vorhanden. Bis jetzt auf jeden
Fall 12VDC und 5VDC. Wenn dir eine Schaltung einfällt, mit einem OpAmp
und ein paar Widerständen, bitte gern posten.
Andreas S. schrieb:> Muss der Schaltzustand beim Einschalten wohldefiniert> sein?
Ja bitte, beim Einschalten soll 0 am Ausgang liegen.
Harald W. schrieb:> Ja, dafür müsste man doch gut einen 555 nehmen können. Der hat eine> Hysterese von 1/3 der Betriebsspannung.
Gute Idee, der 555er ist einer der wenigen ICs die ich sogar vorrätig
hab. Hast du eventuell eine passende Beschaltung im Kopf?
Bin auch für weitere Ideen und Hinweise offen.
Vielen Dank und Grüße
Moin,
Dann schmeiss' ich mal diese Schaltung in den Ring...
Mit dem Kondensator parallel zu dem einen Widerstand koennte man evtl.
sichererstellen, dass nach dem Einschalten am Ausgang 0V anliegen.
Gruss
WK
Ist die gesuchte Schaltung nicht ganz einfach ein Schmitt Trigger in
seiner Grundform?
Ich stelle mir einem CD40106 (oder CD4584) vor.
VDD an +5V
VSS an -5V
Ich schalte zwei gatter hintereinander, um die Negation des ersten
Gatter aufzuheben.
1
_______ _____
2
| _ | | |
3
In o-----| _// |o-----| 1 |o----o Out
4
|_______| |_____|
Bei etwa +3 bis +5V schaltet der Ausgang auf High.
Bei etwa -3 bis -5V schaltet der Ausgang auf Low.
In dem Bereich dazwischen bleibt der Ausgang unverändert.
Tag.
Ich würde keinen OpAmp für solch eine Schaltung nehmen, weil es ein Job
für ein Comparator ist. Die Schaltung ist im Prinzip gut und lässt sich
für einen billigen Comparator wie den LM311 adaptieren.
Grund keinen OpAmp zu nehmen ist, das die Eingänge eines OpAmps
typischerweise keine Spannungsdifferenz über 2V vertragen. Da die
Schaltung aber mit positivem Feedback/Hysterese arbeitet ist dies aber
leider der Normalzustand.
Was passiert wenn man über die typischen 2V geht hängt vom OpAmp ab.
Einige saturieren einfach und werden langsam, andere nehmen auf Dauer
schaden.
Comparatoren haben eben genau dieses Problem nicht.
Sorry, ich muss was korrigieren:
> Bei etwa +3 bis +5V schaltet der Ausgang auf High.> Bei etwa -3 bis -5V schaltet der Ausgang auf Low.
Richtig wäre eher
> Bei etwa +2 bis +5V schaltet der Ausgang auf High.> Bei etwa -2 bis -5V schaltet der Ausgang auf Low.
Stefan U. schrieb:> VDD an +5V> VSS an -5V> Bei etwa +3 bis +5V schaltet der Ausgang auf High.> Bei etwa -3 bis -5V schaltet der Ausgang auf Low.
Allerdings kommen dann nicht High und Low raus,
sondern +5V und -5V.
Harald W. schrieb:> Ja, dafür müsste man doch gut einen 555 nehmen können. Der hat eine> Hysterese von 1/3 der Betriebsspannung.
Klingt passend, aber auch der liefert +5V und -5V,
nicht die geforderten
Oliver schrieb:> Erst wenn ein> negativer Impuls von ca. -5V am Eingang ankommt, soll der Ausgang wieder> auf 0V schalten.
Moin,
Serviervorschlag fuer einen OpAmp oder Komperator hab' ich grad' keinen
im Aermel stecken, den ich einfach so rausschuetteln koennt'. Die
OpAmps, die ich kenne, kommen mit 5V nicht zurecht. Muesst' ich auch
erst nachgucken.
Zu den Vorschlaegen mit 555 oder CMOS-Schmittriggern: Die +/-5 Volt aus
der Eingangsbedingung lassen sich da evtl. genauso wie bei meinem
Vorschlag per Spannungsteiler auf +5V/0V verbiegen. Damit koennte das
genauso gehen. Man muss halt mit der vorgegebenen Hysterese leben und
die ist je nach CMOS-Familie auch noch unterschiedlich. Muss man halt
genau im Datenblatt gucken und dann auch genau diesen Chip einsetzen.
Gruss
WK