Hi Leute, ich (Laie) habe folgendes Problem: Ich möchte einen ESP8266-01
an einem Klingeltrafo betreiben (Postmelder mit Magnetkontakt). Der KT
liefert lastfrei ca. 17V.
Zuerst hatte ich eine kleine Schaltung aufgebaut, die mit DB107
Gleichrichter, Elko 470µF 35V und einem 7809 eine, zunächst mal,
ausreichend stabile Spannungsversorgung für einen AMS1117 lieferte (am
Ausgang noch ein Elko 1000µF 10V). Das funktionierte auch ganz
wunderbar, bis mir der ESP abgeraucht ist (nach einigen Stunden
Betrieb). Meine Vermutung war, dass der Strombedarf des ESP in den
Spitzen die Leistung des AMS1117 überstieg, und dieser dann, nach
Ableben, die 9V vom 7809 an den ESP durchgereicht hat.
Idee #2 war dann ein Schaltregler (2575, 2576, 2596). Ich habe zwar ein
paar Kilo Spulen hier rumliegen, aber die exakt passende war wohl nicht
dabei (Wert laut Datenblatt schon, aber womöglich nicht den besten Kern
oder die beste Bauform). Auch ob die ELkos "low ESR"-Typen sind ließ
sich nicht so leicht eruieren. Auf jeden Fall hatte ich einen
unkontrollierbaren Rippel von im besten Fall 145mV RMS (~800mV Vpp); je
nach Spule auch deutlich mehr.
Lastfrei ließ sich das noch reduzieren, aber sobald man 200mA bei 3.3V
abgeholt hat, war der Rippel monströs. Ich hatte das allerdings alles
auf einem Breadboard ausprobiert; auf Platine hätte das vielleicht wegen
der kürzeren Leitungen etwas besser ausgesehen. Mein Fazit war, dass bei
stetig wechselnder Last ein Schaltregler nicht mit wenigen Bauteilen
auskommt. Bei den Schaltregler-Varianten sind auch mehrere ESPs
gestorben.
Also wieder zurück zu den Linearreglern (immer noch AMS 1117, da habe
ich eine größere Menge von). Diesmal habe ich versucht, eine
elektronische Sicherung mit einzubauen (das Gerödel zwischen den beiden
Spannungsreglern). Funktioniert prima, liefert schön saubere 3.288V und
auf dem Steckbrett funktionierte auch die Kurzschlussfestigkeit. Nach
wenigen Minuten raucht mir der ESP ab. 7809 hat ordentlich Temperatur ,
also Kühlkörper dran. Der nächste ESP raucht ab. Oszi dran, Rippel 1,4mV
RMS (10mV Vpp). Last dran, und nach einigen Minuten lässt sich ein
Rippel von bis zu 400mV RMS messen und die Spannung bricht auf 2.5V ein.
Am 7809 messe ich um die 80°C. Laut Datenblatt kann der bis 150°. Warum
die Schaltung nach einigen Minuten so aus dem Ruder läuft, ist mir ein
Rätsel. Wenn ich den 7809 mit Kältespray gefügig mache, normalisiert
sich die Spannung wieder. Merkwürdig.
Ein größerer Kühlkörper/Lüfter kommt aus Platzgründen nicht in Frage.
Wenn ich das Datenblatt richtig lese, kann der AMS1117 18V. Sollte man
den78xx anders dimensionieren? Oder gibt es eine probate Lösung, die
sich in meine Schaltung noch einstricken lässt?
Ich weiß dass es passende Ac/Dc-Wandler für 3.3V gibt, aber die sind
nicht günstig (und ich brauche einige davon) und ich würde es gern
selbst bauen.
Hat vielleicht jemand einen Tipp für mich, wie man das elegant lösen
kann? Wenn es geht mit den Linearreglern, die schon verbaut sind (bin
aber für jeden Vorschlag offen).
Vielen Dank im Voraus
Micha
Micha schrieb:> Hi Leute, ich (Laie) habe folgendes Problem: Ich möchte einen ESP8266-01> an einem Klingeltrafo betreiben (Postmelder mit Magnetkontakt). Der KT> liefert lastfrei ca. 17V.>> Zuerst hatte ich eine kleine Schaltung aufgebaut,
Au-Au-Au
Stromversorgungen schaltet man normalerweise High-Side, also im
Spannungspfad und nicht auf GND.
Micha schrieb:> Ich weiß dass es passende Ac/Dc-Wandler für 3.3V gibt, aber die sind> nicht günstig (und ich brauche einige davon) und ich würde es gern> selbst bauen.
Wieviel hat Dich denn das Abrauchen bisher gekostet?
DC-DC Wandler gibt es mit Eingangsspannungen bis 100V, nimm einfach
einen solchen vom Versender Deiner Wahl.
Beispiel:
http://www.ebay.de/itm/XL4015-Step-Down-Wandler-36V-5A-Spannungregler-DC-DC-Arduino-/162451442096?hash=item25d2dc49b0:g:FKUAAOSw62VZ2qaD
rgds
Micha schrieb:> Am 7809 messe ich um die 80°C. Laut Datenblatt kann der bis 150°.
Nein, das ist die Temperatur IM Chip. Wenn der raußen 80Grad warm wird
ist der am Ende. Und wann kann er 80°C dauerhaft aushalten (siehe
Datenblatt)?
Überlege mal wieviel Leistung dein Linearregler umsetzen muss. 17V AC
sind so mal etwa 25V DC. Gibt 16V Spannungsabfall mal 200mA = 3,2W.
Dämmert's warum d er warm wird?
rgds
Spannungsregler möchten auf beiden Seiten einen Kondensator haben, sonst
können sie schwingen (siehe Datenblatt).
Und zu den Elkos auch ein 100nF Keramik direkt am IC parallel.
Micha schrieb:> Mein Fazit war, dass bei> stetig wechselnder Last ein Schaltregler nicht mit wenigen Bauteilen> auskommt. Bei den Schaltregler-Varianten sind auch mehrere ESPs> gestorben.
Da wäre mein Fazit dass du auf deinen Breadboard-Aufbauten
viel Mist gemacht hast.
Warum sollte denn ein sauber aufgebauter Spannungsregler, sei
er linear oder schalt, eine Zielschaltung zerschiessen?
Das andere Fazit ist dass ein Schaltregler mit sehr wenigen
Bauteilen auskommt verglichen mit dem was du an Bauteilen
zusammengekleistert hast.
Zeig mal ein Video vom Abrauchen. Ich stell mir das unterhaltsam vor.
Erst ploppt der Deckel des Linearreglers ab, und dann der Rest, wenn die
17 Volt durchkommen.
Anstelle einer Briefkastenheizung würde ich sparsamere Funkmodule
nehmen, mit meiner Fernbedienung könntest du 12 Briefkästen überwachen:
Beitrag "RFM69 12-Kanal Fernbedienung"
G. H. schrieb:> Naja, wenn du dem 3.3v Regler die Masse (Bezugspotential) wegschaltest> ....
Du meinst T1/Q1? Die sollen den Strom auf 200mA begrenzen. Unterhalb
dieses Wertes ist DS doch offen. Oder hab ich da falsch gedacht?
Sehe gerade: die 30Ohm von R3 sind 3,3Ohm auf meiner Platine. Das müsste
dann für 200mA passen, oder?
Gruß
Micha
6a66 schrieb:> Au-Au-Au> Stromversorgungen schaltet man normalerweise High-Side, also im> Spannungspfad und nicht auf GND.
Wie schon geschrieben bin ich blutiger Anfänger... Kannst Du das etwas
näher erläutern?
> Wieviel hat Dich denn das Abrauchen bisher gekostet?> DC-DC Wandler gibt es mit Eingangsspannungen bis 100V, nimm einfach> einen solchen vom Versender Deiner Wahl.> Beispiel:> Ebay-Artikel Nr. 162451442096
Ja, hat schon Geld gekostet bisher. Aber anders lernt man auch nix. ;)
Von diesen Wandlern habe ich einige hier rumliegen. Da ich annheme, dass
die keine ungeglättete Spannung haben möchten, würden zum Gleichrichter
ja nochmal 1-2 Elkos kommen. Dann wird das bautechnisch aber schon
wieder größer (das ESP muss ja auch noch mit rein).
Gruß
Micha
6a66 schrieb:> Und wann kann er 80°C dauerhaft aushalten (siehe> Datenblatt)?
Hm, ich finde da keinen anderen Wert außer "Operating Junction
Temperature Range -20 +150 °C".
> Überlege mal wieviel Leistung dein Linearregler umsetzen muss. 17V AC> sind so mal etwa 25V DC. Gibt 16V Spannungsabfall mal 200mA = 3,2W.> Dämmert's warum d er warm wird?
Ja, schon. ;) Deswegen habe ich ja gefragt ob es Sinn macht, den anders
zu dimensionieren. Die 200mA sind natürlich Peaks. Der ESP braucht,
glaube ich, so 70mA im Betrieb. Ist natürlich trotzdem noch mehr, als
das Datenblatt empfiehlt (0,5W). Hm.
Gruß
Micha
Peter D. schrieb:> Spannungsregler möchten auf beiden Seiten einen Kondensator haben, sonst> können sie schwingen (siehe Datenblatt).> Und zu den Elkos auch ein 100nF Keramik direkt am IC parallel.
Ah, okay. Ich habe jetzt einen Elko 100nF zwischen die beiden Regler
gebraten. Bisher sieht das im Oszi richtig gut aus (2-3 Minuten) und
auch der 7809 lässt sich noch mit dem Finger anfassen. So einfach?
Vielen Dank für den Tipp auf jeden Fall!
Gruß
Micha
Einfach Regler schrieb:> Ein einziger Regler für alles, für schlappe WenigEURO:
Ja, wie schon geschrieben, da habe ich ein paar Stück rumliegen. Da gibt
es ja auch welche als AC/DC-Wandler, aber die brauchen alle 85-230V oder
so. An einem Klingeltrafo werden die wohl eher nicht laufen, oder?
Gruß
Micha
Einfach Regler schrieb:> Da wäre mein Fazit dass du auf deinen Breadboard-Aufbauten> viel Mist gemacht hast.
Naja, grundsätzlich liest man ja schon dass es weniger Sinn macht,
Schaltregler auf Breadboards aufzubauen scon allein wegen der unsicheren
Verbindungen und der langen Leitungen. Kann also schon sein.
>> Warum sollte denn ein sauber aufgebauter Spannungsregler, sei> er linear oder schalt, eine Zielschaltung zerschiessen?
Ja, das frage ich mich ja auch die ganze Zeit. Ich habe schon einige
solcher Schaltungen im Betrieb (für LEDs, Arduinos etc.) und bisher ist
mir eigentlich noch nicht viel abgeraucht, außer mal eine Diode beim
Nano wg. Kurzschluss oder so. Ich denke, die ESP-01 sind einfach sehr
empfindlich, und bei einem Rippel im Voltbereich vermutlich ein
intoleranter Miesepeter. Möglich auch, dass meine Fähigkeiten sich
einfach noch sehr bescheiden ausnehmen. Eins von beiden wird stimmen. ;)
> Das andere Fazit ist dass ein Schaltregler mit sehr wenigen> Bauteilen auskommt verglichen mit dem was du an Bauteilen> zusammengekleistert hast.
Yep, deswegen war das ja auch auf der Speisekarte. Ist mir aber leider
auf dem Breadboard nicht gelungen das mit tolerierbarem Rippel
aufzubauen.
Wenn ich eine Schaltung mit Schaltregler finden könnte, die man direkt
am KLingeltrafo einhängen kann, wäre ich glücklich.
Gruß
Micha
Johannes S. schrieb:> Anstelle einer Briefkastenheizung würde ich sparsamere Funkmodule> nehmen, mit meiner Fernbedienung könntest du 12 Briefkästen überwachen:
Okay, das schaue ich mir mal genauer an. Im Tiefschlaf sind die ESP-01
ja auch relativ sparsam (klar, meine Stromversorgung in der Form nicht),
aber Deep-Sleep setzt voraus, dass sich der Wert des Schalters nach dem
Aufwachen auslesen lässt. Im Moment habe ich das mit Magnetschalter
gelöst. Über Post werde ich per SMS informiert. Wenn ich den Zustand des
Magnetschalters speichere (Flip-Flop oder so), würde mir während des
Deep-Sleep ein mehrmaliges Öffnen der Klappe entgehen. Richtig intensiv
habe ich da aber noch nicht drüber nachgedacht. Deine FB schaue ich mir
aber jetzt mal genauer an. Vielen Dank.
Gruß
Micha
Wenn du einen Chip hinter einem 3,3V SPannungsregler betreibst und dann
diesem die GND oder Sense Leitung weg nimmst und die Zielschaltung von
irgendwo anders her GND bekommt (z.B. vom Oszilloskop oder vom PC via
USB Kabel) dann wird die Zielschaltung mit einer ungereglten Spannungen
betrieben, die viel zu hoch ist.
1
12V o------[3,3V Regler]-----[ESP Chip]---USB-Kabel---o PC Gehäuse
falls es eines der üblichen Chinesenbretter ist, eignet es sich
überhaupt nicht für Schaltungen wo mehr Strom als zwischen Logikpegeln
für digitale Schaltkreise fließt.
Die "Kontaktfedern" dürfte aus korrodierten Bierdosen gepresst sein und
schon nach ein paar Mal ein-/ausstecken liegt der Draht nur mehr "an".
Da hat man auf der gleichen Reihe vom untersten zum obersten Loch
schnell mal -zig Ohm "Kontaktwiderstand".
Leider ist da kaum mehr brauchbares zu bekommen.
Natürlich kann man auch Versorgungen "Low-side" schalten, aber gerade
wenn man nicht so sattelfest ist, hat man schnell was (z.B. Reedkontakt)
an die falsche Masse geklemmt ...
Ob der AMS1117 es mag, wenn er plötzlich "rückwärts" gespeist wird?
100nF KerKo vor und hinter den Spannungsreglern ist meist auch in den DB
vorgesehen.
Stefan U. schrieb:> 10.000µF köntnen zu viel sein. Die meisten Spannungsregler haben im> Datenblatt eine Angabe, wie hoch ihre kapazitive Last maximal sein darf.
Am Eingang sind es 470µF und am Ausgang 1000µF. Die habe ich extra etwas
größer als im DB angegeben dimensioniert, weil ein Klingeltrafo unter
Last wohl recht flatterhaft sein soll (habe ich irgendwo gelesen). Wenn
ich jetzt genauer drüber nachdenke, wäre mit dieser Begründung der
dickere Elko am Eingang besser aufgehoben, oder?
Gruß
Micha
Stefan U. schrieb:> Wenn du einen Chip hinter einem 3,3V SPannungsregler betreibst und dann> diesem die GND oder Sense Leitung weg nimmst und die Zielschaltung von> irgendwo anders her GND bekommt (z.B. vom Oszilloskop oder vom PC via> USB Kabel) dann wird die Zielschaltung mit einer ungereglten Spannungen> betrieben, die viel zu hoch ist.
Ahhh....ja! Das leuchtet sogar mir ein. Aber das wäre ja nur dann der
Fall, wenn der Strom 200mA übersteigt, oder? Und ja auch nicht ganz,
weil Q1 ja langsam zu macht, wenn ich das richtig überlegt habe. Aber
klar, das ist natürlich nicht sehr gründlich überlegt. Wie kann man das
denn besser umsetzen?
> Noch eine mögliche Fehlerursache: Die Stromaufnahme des ESP ist beim> Schlafen zu niedrig, der Spannungsregler benötigt eventuell mehr Last.
Ich sehe schon, mit dieser Schaltung wird das wohl nix.... ;) Vielen
Dank für die Erklärung.
Gruß
Micha
Micha schrieb:> aber Deep-Sleep setzt voraus, dass sich der Wert des Schalters nach dem> Aufwachen auslesen lässt.
wie wird denn der Schalter ausgelöst? Mit öffnen der Klappe? Dann sollte
das doch genug Zeit sein das der ESP aufwacht und die IO lesen kann.
Oder braucht der so lange für seine Initialisierung? Mein µC läuft in
<1ms, das reicht auch für kurze Tastendrücke.
Mit einem FlipFlop oder kleinem Hilfs µC wäre der ESP sicher auch lange
mit Batterien zu betreiben, AA Zellen z.B. gibts auch mit Lithium und
3000 mAh.
Soll ein ESP mehrere Kontakte auswerten? Sonst sollte doch reichen:
Wecken, 'Post ist da melden', wieder schlafen legen.
Micha schrieb:> Wie schon geschrieben bin ich blutiger Anfänger...> da habe ich ein paar Stück rumliegen.
Wie kommt ein blutender Anfänger zu einem Oszi,
...und so vielen elektronischen Bauteilen ?
Woher hast du diese Schaltung ?
Frage deshalb, weil Regelung im Massekreis, das ist unüblich.
naja, bis sich ein esp mit dem AP verbunden und ein Netzwerkpaket
abgesetzt hat, können schon mal 3-5s vergehen.
Allerdings ist es natürlich Energieverschwendung, den esp die ganze Zeit
nur den Kontakt abfragen zu lassen.
Wenn es nur ein Kontakt ist, kann man eine "Selbsthalteschaltung" mit
dem EN und einem IO machen und der esp deaktiviert sich nach Versenden
der Meldung selbst.
So ca. 470µ auf der 3.3V Seite beim esp dürfen schon sein um die Spitzen
beim Senden zu stützen.
Ev. läßt sich die Situation mit einem kleinen Widerstand (47-68Ohm) vor
dem 7809 entschärfen damit der nicht "alles" wegstecken muss.
Und wie gesagt, kleine Kos (Keramik, Folie) zur Unterdrückung der
Schwingneigung schaden nie; ein Elko hilft da wenig.
Eine Mindestlast für den AMS1117 kann man z.B. durch Verlegen der LED
auf die 3.3V Schiene erreichen (falls es schon ESP-01 ohne Powerled
sind).
> Wenn ich jetzt genauer drüber nachdenke, wäre mit dieser Begründung> der dickere Elko am Eingang besser aufgehoben, oder?
Allerdings, ja!
>> Wenn du einen Chip hinter einem 3,3V SPannungsregler betreibst und dann>> diesem die GND oder Sense Leitung weg nimmst und die Zielschaltung von>> irgendwo anders her GND bekommt ... dann wird die Zielschaltung mit einer>> ungereglten Spannungen betrieben, die viel zu hoch ist.> Ahhh....ja! Das leuchtet sogar mir ein. Aber das wäre ja nur dann der> Fall, wenn der Strom 200mA übersteigt, oder?
Wie kommst du auf 200mA? Der Effekt hat mit der Stromstärke gar nichts
zu tun.
Johannes S. schrieb:> wie wird denn der Schalter ausgelöst? Mit öffnen der Klappe? Dann sollte> das doch genug Zeit sein das der ESP aufwacht und die IO lesen kann.
Nee, da ist der ESP zu langsam für, denke ich. Meine Schaltung läuft so,
dass beim Öffnen der Klappe ein Impuls auf einem GPIO eine Meldung in
FHEM ausgibt und von dort aus wird dann per Telegram eine SMS versandt.
Beim Abholen der Post wird dann über einen zweiten GPIO der Switch
(espeasy) wieder geschlossen. Außenklappe hat einen Magnetkontakt,
Innenklappe einen Kontaktschalter.
> Mit einem FlipFlop oder kleinem Hilfs µC wäre der ESP sicher auch lange> mit Batterien zu betreiben, AA Zellen z.B. gibts auch mit Lithium und> 3000 mAh.
Da denke ich auch schon länger drüber nach, weiß aber noch nicht ganz
genau wie sich das realisieren lässt. Allerdings liegt in meinem
Briefkasten die Spannung vom Klingeltrafo ja an (für die Beleuchtung),
deshalb kann man das auch später noch nachbessern.
> Soll ein ESP mehrere Kontakte auswerten? Sonst sollte doch reichen:> Wecken, 'Post ist da melden', wieder schlafen legen.
Ja, so ist das schon gedacht. Aber bei Deep-Sleep würde ja das Öffnen
der Außenklappe das Event zum Wecken darstellen. Da der Postbote ja
nicht nach 5 Sekunden die Klappe nochmal öffnet, käme dann ja nichts
mehr was auszuwerten wäre. Also müsste das Wecken an sich schon zur
Meldung durch den Kontroller führen. Da der ESP-01 nur zwei GPIOs hat
habe ich das so gelöst: beim Öffnen der Außenklappe wird das Signal auf
High gesetzt, bis der Schalter der Innenklappe es wieder auf Low setzt.
Das ist mit Sleep-Mode nur schwer hinzubekommen, glaube ich.
Gruß
Micha
so isses schrieb:> Wie kommt ein blutender Anfänger zu einem Oszi,> ...und so vielen elektronischen Bauteilen ?
Ich bin halt konsequent. :) Ich habe im letzten Jahr angefangen ein
bisschen mit Arduinos zu spielen. Bei der Bastelei fiel mir auf, dass
ich ein Netzteil brauche. Nach einigen "Selbstbauten", die hin und
wieder sogar ganz gut funktionierten, habe ich mir zwei Labornetzteile
von Rohde und Schwarz gekauft (20V/5A, 35V/10A), ein Oszi (ertstmal
Tektronix, das war etwas üppig deswegen gegen ein preisgünstiges 1054Z
Rigol getauscht), einen Funktionsgenerator, diverse Messgeräte und
mehrere Lötstationen - bis ich schlussendlich und glücklicherweise bei
JBC gelandet bin. Zeitgleich habe ich fast jeden Tag beim Chinamann
bestellt, vom Edelschrott Teile ausgeschlachtet und alles an Elektronik
gesammelt was ich in die Griffel bekommen konnte. Jetzt habe ich eine
nette Elektronikwerkstatt und mir fehlt nur noch eins: Ahnung. ;) Ich
lese Bücher, probiere viel und habe Spass. Ist ein schönes Hobby, finde
ich. Aber wenn man das nicht hauptberuflich macht, vergisst man Vieles
so schnell wie man es gelernt hat...
> Woher hast du diese Schaltung ?
Die habe ich schon selbst erstellt (ist ja nicht viel dran), aber die
Regelung für die Strombegrenzung habe ich von hier:
http://praktische-elektronik.dr-k.de/Projekte/Elektronische-Sicherung/Elektronische-Sicherung.html
Gruß
Micha
Stefan U. schrieb:> Wie kommst du auf 200mA? Der Effekt hat mit der Stromstärke gar nichts> zu tun.
Erstmal hat der AMS ja GND. Und das bleibt ja auch solange so, bis die
Strombegrenzung den Hahn komplett zudreht (über Q1). Oder denke ich da
falsch?
Gruß
Micha
Micha schrieb:> Da gibt> es ja auch welche als AC/DC-Wandler, aber die brauchen alle 85-230V oder> so. An einem Klingeltrafo werden die wohl eher nicht laufen, oder?
Für die brauchst Du keinen Trafo, weil das NETZTEILE sind.
der schreckliche Sven schrieb:> Für die brauchst Du keinen Trafo, weil das NETZTEILE sind.
Ja, schon klar. Was ich brauche ist ein AC/DC Wandler, den ich an einen
Klingeltrafo anschließen kann und der mir stabilisierte 3.3V liefert.
Ich wollte nur sagen, dass diese Teile aufgrund der hohen
Eingangsspannung nicht für meine Zwecke taugen.
Gruß
Micha
G. H. schrieb:> Allerdings ist es natürlich Energieverschwendung, den esp die ganze Zeit> nur den Kontakt abfragen zu lassen.
Das stimmt natürlich. Mein erster Plan war auch, alle ESPs über Batterie
laufen zu lassen. Das habe ich mit einem Thermostat verwirklicht und das
hat auch gut funtkioniert, weil sich das Thermostat ja jederzeit
abfragen lässt. Bei einem reinen Taster ist das schon schwieriger,
deshalb Plan B = Dauerbetrieb.
> Wenn es nur ein Kontakt ist, kann man eine "Selbsthalteschaltung" mit> dem EN und einem IO machen und der esp deaktiviert sich nach Versenden> der Meldung selbst.
Was ist "EN"? Kannst Du das etwas näher erklären?
> So ca. 470µ auf der 3.3V Seite beim esp dürfen schon sein um die Spitzen> beim Senden zu stützen.
Jo, da werde ich die Werte aus dem Schaltplan 1:1 tauschen (so es denn
bei der Schaltung bleibt; bis jetzt läuft sie mit dem zusätzlichen Elko
gut).
> Ev. läßt sich die Situation mit einem kleinen Widerstand (47-68Ohm) vor> dem 7809 entschärfen damit der nicht "alles" wegstecken muss.
Im Moment läuft die Schaltung mit elektronischer Last bei 200mA und der
7809 hat um die 40°. Ich werde das morgen mal ausprobieren, vielleicht
komme ich dann gänzlich ohne KK aus.
Gruß
Micha
Micha schrieb:> Ich bin halt konsequent. (...) Ist ein schönes Hobby, finde> ich. Aber wenn man das nicht hauptberuflich macht, vergisst> man Vieles so schnell wie man es gelernt hat...
Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich bin schon länger dabei, aber für
sowas wie Rohde und Schwarz hat es noch nie "gereicht"...
(Ha - tun wir uns doch zusammen! Ich hab Erfahrung, Du die Geräte... :)
Also, es gibt schon eine Art "Weg zum erfolgreichen Unprofessionellen".
Das Ganze gestaltet sich aber für Erwachsene etwas schwieriger, als für
Jugendliche (deren Gehirne noch alles "aufsaugen").
Die absoluten Grundlagen müssen (auch, wenn´s Mühe kostet) sozusagen
"erst mal sitzen". Wozu man den Lehrstoff am besten mehrmals
durcharbeiten, und regelmäßig Fortschritte kontrollieren sollte. (Sollte
Dir - dank Deiner "Konsequenz" - mit der richtigen Methodik nicht all zu
schwer fallen.)
Doch hat man diesen Zustand mal erreicht, kann man anders weitermachen:
Man taucht tiefer in einen Bereich (oder mehrere) der Materie ein (dort,
wo man das meiste Interesse hat), "macht großteils, wozuman grade Lust
hat" - verlangt seinem Gehirn aber immer wieder mal "kleine
Auffrischungen" der Grundlagen ab...
Diese Auffrischungen hat man, falls man in der Nähe freundliche
Bastel-Kollegen hat, sogar teils nebenbei... denn oft genug werden
Theorien / mögliche Projekte auch völlig außerhalb des (eigenen)
"Haupt-Betätigungsfeldes" erörtert / diskutiert. An allen möglichen
Orten, zu allen möglichen Zeiten.
Allerdings sind "aktive" Auffrischungen mehr oder weniger oft (kann ganz
unterschiedlich sein) schon auch nötig - soll heißen, z.B. von Zeit zu
Zeit nebenbei auf dem Klo "alten" Lehrstoff zu lesen, schadet bestimmt
nicht... :) ...effizienter aber ist es, jedes WE mal ein Kapitel daraus
konzentriert (!) durchzulesen - auf der Schüssel bin ich nur wenig
fokussiert.
Das Mischen von alt und neu fördert die Bildung von Neuronenverbindungen
in dem Bereich ---> irgendwann geht der Großteil der (auch der
komplizierteren) Grundlagen, Zusammenhänge und Regeln... ins absolute
Langzeitgedächtnis über - und wird zu einer ähnlichen "Routine", wie die
Reihenfolge z.B. im Bad.
Und dann reicht die Beschäftigung mit neuem, um das Gehirn immer wieder
zu beschäftigen, und "frisch zu halten" - die Grundlagen vergißt man nie
mehr.
Kurz: Erst mal Grundlagen pauken (dieser allererste Zeitraum kann etwas
mühsam sein - aber nur der). Danach Themen vertiefen (auch gegen
"Langeweile"), und hin und wieder mal Grundlagen "auffrischen". (In der
Anfangszeit keine monatelangen Pausen vom Hobby machen - sonst fängt man
bei null an.)
Bleibt man eine gewisse Zeit dahinter, wird man zum Semi-Pro, und zwar
ganz von alleine (wie gesagt, mit Ausnahme der "Grundausbildung" - wenn
man diese knallhart/schnell durchziehen will, kostet es hin und wieder
ernsthaft Anstrengung/ Hartnäckigkeit). Ist aber völlig abhängig von
einem selbst. Und "aller Anfang ist schwer".
Also - Thema "Vergeßlichkeit" - ich nannte eine mögl. Lösung...
>> Wie kommst du auf 200mA? Der Effekt hat mit der Stromstärke gar nichts>> zu tun.> Erstmal hat der AMS ja GND. Und das bleibt ja auch solange so, bis die> Strombegrenzung den Hahn komplett zudreht (über Q1). Oder denke ich da> falsch?
Ja stimmt so.
Bedenke, dass deien Strombegrenzung nicht jur die Zustände an und aus
kennt, sondern beliebig viele dazwischen. Das ist auch ohne externe GND
Verbindungen ein gefährlicher Bereich, wo die Ausgangsspannung des 3,3V
Reglers überhöht sein wird.
Die Strombregrenzung muss unbedingt in der 3,3V Leitung liegen, nicht in
der GND Leitung. Und sie sollte VOR dem 3,3V Spannunsgregler sein, sonst
hast du keine stabilen 3,3V.
Strombegrenzung bei 200mA halte ich allerdings für fragwürdig, denn der
ESP zieht ja beim Senden kurzzeitig schon weit mehr Strom. Rechne mit
bis zu 500mA, dann läuft er stabil.
Nimm einfach einen 3,3V SPannungsregler, der ab Werk bei ca 500mA
begrenzt. Dann kannst Du dir die unsichere Schaltung mit den beiden
Transistoren ganz sparen.
Hi,
über den EN oder CHPD pin läßt sich der esp (de)aktivieren.
mit einem pull-down und einem Reedkontakt nach V+ wird er somit mal
aktiviert.
Wenn du jetzt einen gpio (über eine Schottkydiode) mit EN verbindest und
den Pin in setup() als erstes als Ausgang mit "High" aktivierst, bleibt
der esp solange "an" bis du den Pin wieder auf Low setzt.
Aber es geht auch anders:
den Reedkontakt an Masse und rst mit pull-up.
Wenn der esp (das erste mal anläuft) zum Schluß endlos in den Tiefschlaf
[ESP.deep_sleep(0)] schicken. Jetzt ist er so lange im super low power
Modus bis er über "rst" aufgeweckt wird. Und hier wiederholt sich die
Geschichte: Meldung absetzen und in ewigen Tiefschlaf.
Ratsche schrieb:> Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich bin schon länger dabei, aber für> sowas wie Rohde und Schwarz hat es noch nie "gereicht"...
Naja, ich nehme an, dass ein Labornetzteil von C in der unteren
Preisklasse für meine Zwecke auch gereicht hätte. Die R&S-Geräte habe
ich gebraucht bei Kleinanzeigen geschnappt. Die waren jetzt auch nicht
so günstig, aber im Falle eines Verkaufs bekommt ja auch wieder gutes
Geld dafür.
> (Ha - tun wir uns doch zusammen! Ich hab Erfahrung, Du die Geräte... :)
Aber gern! :) Großraum Dortmund?
> Also, es gibt schon eine Art "Weg zum erfolgreichen Unprofessionellen".> Das Ganze gestaltet sich aber für Erwachsene etwas schwieriger, als für> Jugendliche (deren Gehirne noch alles "aufsaugen").
Ja, leider ist das so. Vor allen Dingen dann, wenn man neben mehreren
zeitraubenden Hobbys auch beruflich noch die Mütze anstrengen muss. Da
hilft auch kein BioVital. ;)
> Die absoluten Grundlagen müssen (auch, wenn´s Mühe kostet) sozusagen> "erst mal sitzen". Wozu man den Lehrstoff am besten mehrmals> durcharbeiten, und regelmäßig Fortschritte kontrollieren sollte. (Sollte> Dir - dank Deiner "Konsequenz" - mit der richtigen Methodik nicht all zu> schwer fallen.)
Ja, die richtige Methodik... Wenn man ein Problem hat und Google bemüht,
bleiben am Ende 20 Tabs im Browser offen, die man unbedingt noch lesen
muss. Es ist schwierig, konzentrierte Infos zu finden die auch für Laien
verständlich sind und das Thema auch richtig treffen. Wenn man z.B. bei
einer Recherche auf Instructables landet, bleiben da gleich 10 neue
Bastelprojekte hängen und oft hat man dann immer noch keine Antwort auf
die eigentliche Frage. ;)
> Das Mischen von alt und neu fördert die Bildung von Neuronenverbindungen> in dem Bereich ---> irgendwann geht der Großteil der (auch der> komplizierteren) Grundlagen, Zusammenhänge und Regeln... ins absolute> Langzeitgedächtnis über - und wird zu einer ähnlichen "Routine", wie die> Reihenfolge z.B. im Bad.
Ja, das merke ich deutlich. Ohne Beruf und Familie würde ich das auch
schneller hinbekommen.... ;) Wir haben heute natürlich Glück mit den
Möglichkeiten, sich zu informieren. Allerdings ist die schnelle Lösung,
die man im Netz findet, auch schwerer ins Langzeitgedächtnis zu
bekommen. Deshalb notiere ich viel und lese regelmäßig meine Notizen. Am
Anfang überliest man ja auch so ziemlich jede mathematische Formel,
obwohl das eigentlich ein Kernbereich der Elektronik ist. Später wird
dann die Theorie zunehmend interessanter.
> "Langeweile"), und hin und wieder mal Grundlagen "auffrischen". (In der> Anfangszeit keine monatelangen Pausen vom Hobby machen - sonst fängt man> bei null an.)
Ja, das ist ja das eigentliche Problem: Zeit. Man muss ja auch Geld
verdienen und seinen anderen Verpflichtungen nachkommen, da lassen sich
lange Pausen manchmal nicht vermeiden. So versiert und schlau, wie
einige hier im Forum, wird man als Hobbyist ja ohnehin nicht mehr
werden, deshalb ist es schön, dass man (auch mal dumm) nachfragen kann.
;)
Sorry für OT.
Gruß
Micha
Stefan U. schrieb:> Bedenke, dass deien Strombegrenzung nicht jur die Zustände an und aus> kennt, sondern beliebig viele dazwischen. Das ist auch ohne externe GND> Verbindungen ein gefährlicher Bereich, wo die Ausgangsspannung des 3,3V> Reglers überhöht sein wird.
Ja, möglicherweise hat das ja auch eingen ESPs das Leben gekostet.
> Die Strombregrenzung muss unbedingt in der 3,3V Leitung liegen, nicht in> der GND Leitung. Und sie sollte VOR dem 3,3V Spannunsgregler sein, sonst> hast du keine stabilen 3,3V.
Ich frag jetzt einfach mal ganz dumm: Wenn ich Drain-Source zwischen R2
und Pin3 vom AMS einpflege, müsste meinem Verständnis nach die Regelung
ja immer noch funktionieren, oder?
> Strombegrenzung bei 200mA halte ich allerdings für fragwürdig, denn der> ESP zieht ja beim Senden kurzzeitig schon weit mehr Strom. Rechne mit> bis zu 500mA, dann läuft er stabil.
Ah okay, ich hatte jetzt immer nur die 200mA Peaks erwähnt gefunden und
deshalb die Begrenzung danach dimensioniert.
> Nimm einfach einen 3,3V SPannungsregler, der ab Werk bei ca 500mA> begrenzt. Dann kannst Du dir die unsichere Schaltung mit den beiden> Transistoren ganz sparen.
Wie gesagt, die Schaltung läuft jetzt mit dem zusätzlichen Elko stabil.
Wahrscheinlich war von Anfang an das Problem, dass ich die Regler nicht
beidseitig mit Kondensatoren versorgt hatte. Dann hätte ich die
Begrenzung ja auch gar nicht gebraucht.
Vielen Dank für Deinen Input.
Gruß
Micha
> Ich frag jetzt einfach mal ganz dumm: Wenn ich Drain-Source zwischen R2> und Pin3 vom AMS einpflege, müsste meinem Verständnis nach die Regelung> ja immer noch funktionieren, oder?
Zeichne das mal auf.
> ich hatte jetzt immer nur die 200mA Peaks erwähnt gefunden
Ich habe 400mA gemessen, mit meinem billigen Equipment. Das haben andere
im Netz auch bestätigt. Ein bisschen Reserve oben drauf ist immer
angemessen.
Warum machst du überhaupt eine Strombegrenzung?
Stefan U. schrieb:> Zeichne das mal auf.
Ungefähr so?
> Warum machst du überhaupt eine Strombegrenzung?
Ich habe das "nachgebessert", weil mir immer die ESPs abgeraucht sind.
Manchmal erst nach Stunden, manchmal nach Minuten. Da hielt ich das für
eine pfiffige Idee. ;)
Gruß
Micha
Peter D. schrieb:> Nimm doch einfach nen fertigen 3,3V Switcher
Hab ich schon vor drei Jahren geschrieben.
Aber es muss ja alles von hinten durch die Brust ins Auge ....
Warum einfach wenn's kompliziert auch geht.
Nein ich will dies, nein ich will das, nein ich dachte mir ....
Einfach Regler schrieb:> Ein einziger Regler für alles, für schlappe WenigEURO:>> Ebay-Artikel Nr. 112283527600
>> Zeichne das mal auf.>Ungefähr so?
Abgesehen von den fehlenden KLEINEN Kondensatoren um die Spannungsregler
herum sollte Q2 ein P-Kanal MOSFET sein.
Die großen Elkos gehören nach links hinter den Gleichrichter. Nach
rechts hin sollten sie immer kleiner werden (wir hatten das ja schon
erklärt).
Stefan U. schrieb:> sollte Q2 ein P-Kanal MOSFET sein.
Nein, ein N-Kanal MOSFET für Q2 ist schon richtig, sonst funktioniert
die Strombegrenzung nicht mehr!
Wo bitte steht, dass der ESP eine Strombegrenzung braucht!? Ich habe
dutzende verbaut und nirgendwo eine gebraucht. Auch beim Hersteller
steht nichts darüber.
Micha, Du hast hier mehrere Baustellen. Die musst Du einzeln abarbeiten.
1. Datenblätter lesen und verstehen.
Was bedeuten die Werte und was bedeutet das für das Design.
Und schau dir auch mal die Datenblätter anderer Hersteller an.
Mitunter gibts da mehr Informationen oder Designvorschläge.
2. ESP8266-01 / Anforderung an die Stromversorgung
Du hast doch Labornetzteile und Oszilloskop. Damit kannst Du doch
genau
messen was Du tatsächlich brauchst.
3. Danach legst Du das Netzteil aus. Aber auch so, das es thermisch
funktioniert. (Denk auch an das Gehäuse!)
Und ein Klingeltrafo ist ist nicht die Idealbesetzung für eine
Wirkungsgradoptimierte µC Versorgung.
4. Mit der Strombegrenzung hast Du Dir eine weitere Baustelle
eingehandelt.
Falls Du das unbedingt haben möchtest, beschäftige dich damit separat!
Und wie so etwas überhaupt mit einem LDO dahinter funktioniert.
Viel Erfolg
Peter D. schrieb:> Nimm doch einfach nen fertigen 3,3V Switcher von Recom oder Traco, z.B.> TSR 1-2433. Der kann bis 32V ab.
Genau das wollte ich ja nicht, wo bleibt da der Spaß beim Basteln? Zudem
sind die auch nicht günstig. Und ich brauche ja was für AC. Gibt es
auch, aber erst ab 85V aufwärts (habe ich ja oben schon geschrieben).
Wenn ich Gleichrichtung und Glättung ohnehin zusätzlich stricken muss,
dann machen die paar Bauteile für die Spannung den Kohl auch nicht fett.
Trotzdem danke für deine Mühe.
Gruß
Micha
Einfach Regler schrieb:> Aber es muss ja alles von hinten durch die Brust ins Auge ....> Warum einfach wenn's kompliziert auch geht.> Nein ich will dies, nein ich will das, nein ich dachte mir ....
Ich hatte doch oben schon darauf geantwortet. Ich habe solche Wandler
hier liegen (und auch einige andere Spannungsversorgungen vom
Chinamann), aber ich brauche was für AC und würde das gern selbst bauen.
Ist ja Bastelspaß, keine Auftragsarbeit. ;)
Gruß
Micha
Stefan U. schrieb:> Abgesehen von den fehlenden KLEINEN Kondensatoren um die Spannungsregler> herum sollte Q2 ein P-Kanal MOSFET sein.
Wird ein P-Channel Mosfet nicht bei negativer GS-Spannung leitend? Oder
würfel ich da wieder was durcheinander?
> Die großen Elkos gehören nach links hinter den Gleichrichter. Nach> rechts hin sollten sie immer kleiner werden (wir hatten das ja schon> erklärt).
Ja klar, habe ich nicht vergessen. Ich hab es auf die Schnelle nur nicht
mitgeändert im Plan. Ich zeig die Schaltung aber noch mal hier bevor ich
die Platine ätze. Sicher ist sicher. ;)
Vielen Dank
Micha
Konstantin schrieb:> Nein, ein N-Kanal MOSFET für Q2 ist schon richtig, sonst funktioniert> die Strombegrenzung nicht mehr!
Da bin ich beruhigt, dann habe ich das im Ansatz doch richtig
verstanden.
Gruß
Micha
Hans schrieb:> Wo bitte steht, dass der ESP eine Strombegrenzung braucht!? Ich habe> dutzende verbaut und nirgendwo eine gebraucht. Auch beim Hersteller> steht nichts darüber.
Nee, braucht der überhaupt nicht. Bei meiner ersten Schaltung (7809 und
AMS1117 und ein paar Kondensatoren) sind mir ein paar ESPs abgeraucht.
Beim Messen ist aufgefallen, dass die 1117er den Geist aufgegeben und
dabei die Spannung vom 7809 an den ESP durchgereicht haben. Das wollte
ich mit der Begrenzung verhindern. Grundsätzlich ist das natürlich
unnötig.
Gruß
Micha
Jörg H. schrieb:> Micha, Du hast hier mehrere Baustellen. Die musst Du einzeln abarbeiten.>> 1. Datenblätter lesen und verstehen.
Da gebe ich mir die größte Mühe. Aber manchmal macht der Wille zum
schnellen Erfolg das Gelernte vergessen...
> 2. ESP8266-01 / Anforderung an die Stromversorgung> Du hast doch Labornetzteile und Oszilloskop. Damit kannst Du doch> genau messen was Du tatsächlich brauchst.
Der 7809 ist schon ordentlich warm geworden, aber das hat mich erstmal
nicht beunruhigt. Als Nächstes ist dann der ESP abgeraucht. Vorher hatte
ich nur mit dem MM gemessen, dann mit dem Oszi. Und da habe ich ja auch
gesehen, dass das wild schwingt. Das ist ja jetzt, mit zusätzlichem
Elko, erledigt.
> Und ein Klingeltrafo ist ist nicht die Idealbesetzung für eine> Wirkungsgradoptimierte µC Versorgung.
Logisch. Aber eine andere Spannungsversorgung liegt leider nicht in
meinem Briefkasten. :)
> 4. Mit der Strombegrenzung hast Du Dir eine weitere Baustelle> eingehandelt.> Falls Du das unbedingt haben möchtest, beschäftige dich damit separat!> Und wie so etwas überhaupt mit einem LDO dahinter funktioniert.
Ja, eigentlich ist sie überflüssig. Da ich aber gern mit den 1117
weiterarbeiten möchte (ich habe da 160 Stück von gekauft) und die dem
Augenschein nach recht empfindlich sind, schadet die Begrenzung ja auch
nicht.
> Viel Erfolg
Vielen Dank! :)
Gruß
Micha
OT:
Micha schrieb:> ein Labornetzteil von C
Schon eher, aber genaugenommen kaufe ich selbst bei C nur bestimmte
einzelne Dinge (woanders schwer erhältlich - kommt auf "die
Bastelrichtung" an, ob das zutrifft), und/oder wenn ich es mit schwerer
erhältlichem auch noch richtig, richtig eilig habe (Bestellung/ Internet
oder Kauf/ Filiale noch Samstags möglich - so eilig hab ichs aber
seltenst). Sonst nie.
(Viele nennen C sogar "eine Apotheke", weil man - wie in einer solchen -
dort auch (natürlich unter anderem) vieles teuer kaufen kann, was (und
ich meine damit die zahlreichen Fälle, wo es um wirklich völlig
identische Artikel geht) woanders günstig oder gar sehr günstig ist.
Und wenn, oft mit wirklich entscheidendem Unterschied, nicht nur ein
bißchen. Wegen "einigen Artikeln" und "ein bißchen Preisunterschied"
entsteht kein solcher Spitzname... nur als Tip: Ich würde allgemein und
immer ganz genau prüfen, ob der Artikel nirgends weit billiger "her
geht", nicht nur beim C.)
Micha schrieb:> Die R&S-Geräte habe ich gebraucht bei Kleinanzeigen geschnappt.> Die waren jetzt auch nicht so günstig, aber im Falle eines> Verkaufs bekommt ja auch wieder gutes Geld dafür.
Da hast Du schon recht. Besser so etwas, als ein überteuertes NoName.
Micha schrieb:> Großraum Dortmund?
Leider nein, das ist wirklich sehr weit weg. (Von meinem Wohnort aus
"fast a.a.E.Ds." ... ;-) Aber dieses Gebiet ist doch so dicht
besiedelt, daß sich eine gewaltige Menge Bastelkollegen unerkannt vor
Deinen Augen tummeln sollte! :)
Micha schrieb:> neben mehreren zeitraubenden Hobbys
Das hieße aber auch, daß die Möglichkeit bestünde, eine Menge Zeit zu
gewinnen, wenn man den "unwichtigeren" Teil jener Hobbies - mal
angenommen, für 2-3 Monate - bleiben ließe ... und stattdessen "die
Grundi" machte.
(Erwischt, oder? Außer, Du nennst mir jetzt zw. 3 (extrem) und 8 (so
mittel) echt zeitraubende Hobbies, die man alle völlig unmöglich
"unterbrechen", und/oder auch nicht "reduzieren" kann... :)
Micha schrieb:> Es ist schwierig, konzentrierte Infos zu finden die auch für Laien> verständlich sind und das Thema auch richtig treffen.
Zugegeben ist es das.
Doch wenn Du wirklich definitiv (ein gewisses Stück) tiefer einsteigen
willst, findest Du auch dafür Hilfe hier. Zuerst aber müßtest Du
herausfinden, was genau Du erlernen / erreichen willst, und auch, wie
viel Zeit...
(Deine Finanzen scheinen für den Großteil der Möglichkeiten im
Großbereich hier ausreichend)
...Du denn nun wirklich bereit wärst, zu "opfern". (Das ist selbstverst.
Ironie - es macht ja Spaß. Und je mehr man kann, desto mehr.)
[--- Ich verstehe die Lage bisher so: Du hast sehr wahrscheinlich...
...nicht so viele Teile und Geräte besorgt, um:
- evtl. max. einmal im Jahr ("mehr Zeit ist nicht")
- mittels eines Threads hier ("alleine gehts nicht")
- eine einzige, kleine, relativ harmlose Schaltung bauen zu können.
Sondern hast zufällig großes Interesse daran entdeckt. Oooder? :) ---]
Hat man (so wie Du es beschreibst) FAST GAR KEINE Zeit dafür, muß man
wirklich in Betracht ziehen, hobby-mäßig Prioritäten abzuklären --- und
die Zeit notfalls zu "schaffen". Es ist Deine Entscheidung, Micha.
Scheinbar hast Du halt kaum "Ruhe" (oder "Freizeit", Zeit, die Du zuvor
nicht genutzt hast, und jetzt damit nutzen willst), aber zumindest hast
Du durch o.g. zeitraubende Hobbies die Wahl, womit Du Dich
beschäftigst...
Micha schrieb:> So versiert und schlau, wie einige hier im Forum,> wird man als Hobbyist ja ohnehin nicht mehr werden
Obwohl es darum nicht geht, sonder wohl eher darum, Deine eigenen
Wünsche und Vorstellungen entwickeln und funktionierend realisieren zu
können:
Kommt drauf an. Bei weitem nicht jeder hier hat studiert, und/oder ist
ein hohes Tier in der Elektronik/-technik-Hardware-Planung und/oder
Produktion.
Zugegeben: Der Prozentsatz ist hoch, und das bei weiter Streuung der
Fach-gebiete. Trotzdem "dürfen Hobbyisten mitreden" - und tun es
erfolgreich.
Sieh also nicht zu schwarz, Micha. Keiner zwingt Dich, zu versuchen, mit
absoluten Profis mitzuhalten (die sich meist in zahlreichen Gebieten
gut, und 1-3 Bereichen perfekt, auskennen).
Die meisten Bastler konzentrieren sich auch auf einen oder wenige
Bereich(e), und werden darin teils richtig gut. Dazu reicht es schon,
nach erlernen der absoluten Grundlagen zum Verständnis (das ist ca. so,
wie beim Fußball die Regeln zu lernen - nur ein Eck mehr), im Grunde
(99%) nur noch zu machen, wonach einem der Sinn steht.
Schließlich soll Dein neues Hobby Dir in erster Linie Spaß machen.
Ob, und inwieweit, es dazu kommt, liegt an Dir.
OT end... :)
> Wird ein P-Channel Mosfet nicht bei negativer GS-Spannung leitend? Oder> würfel ich da wieder was durcheinander?
Ja, die Ansteuerlogik müsste natürlich auch dementsprechend invertiert
arbeiten.
> Beim Messen ist aufgefallen, dass die 1117er den Geist aufgegeben und> dabei die Spannung vom 7809 an den ESP durchgereicht haben.> Das wollte ich mit der Begrenzung verhindern.
Die Strombegrenzung begrenzt aber nur die Stromstärke, nicht die
Spannung. Es ist primär die Überspannung, die den ESP kaputt macht. Wenn
du schon einen Schutz gegen defekte Spannungsregler einbauen willst,
dann muss der Schutz die Spannung messen und bei Überspannung
abschalten. Eine gängige Methode dazu wäre die "Crowbar" in Kombination
mit einer Schmelz-Sicherung.
Ich habe immer noch nicht verstanden, warum du zwei Spannungsregler
hintereinander schalten willst. Geht es Dir darum, daß einer alleine zu
warm wird? Dann verwende einen Kühlkörper, oder schraube sie an das
Metallgehäuse (falls es denn eins ist) des Briefkasten.
Du solltest wissen, daß zwei verkettete lineare Spannungsregler oft zu
problematischen Schwingungen neigen (ganz besonders bei LDO Reglern),
und du hast es erlebt. Diese mit fetten Kondensatoren zu bedämpfen ist
keine ordentliche Lösung, denn damit verhinderst du auch, daß sie
ordentlich regeln.
Wenn du ein Problem mit zu viel Abwärme hast, wird die Verteilung mehr
Bauteile (egal welche es sind) nicht nützen, denn die Menge der Abwärme
bleibt insgesamt gleich. Also hast du nur die Wahl zwischen einem
Schaltregler, der weniger Wärme abgibt, oder einer besseren
Wärme-Ableitung.
Der ESP stellt außergwöhnlich hohe Anforderungen an seinen
Spannungsregler, da seine Stromaufnahme extrem stark und extrem schnell
schwankt. Das kann nicht jeder Regler ordentlich stabilisieren. Wenn ein
Spannungsregler beim Versagen anfängt zu schwingen, besteht höchste
Gefahr für die ganze Schaltung. Ich kann Dir ebenfalls die kleinen DC/DC
Wandler von Traco empfehlen. Die sind zwar teuer, aber definitiv für den
ESP geeignet (habe ich ausprobiert). Als Linear Regler verwende ich
gerne dem LF33CV.
Wenn dein Gerät wirklich nur den Zustand eines Schaltkontaktes senden
solll, und das nur wenige male pro Tag passiert, bietet sich eigentlich
der Betrieb an Batteiren an, zum Beispiel drei Mignon Akkus oder drei
dicke Einweg Batterien Größe D falls du keine Lust auf regelmäßige
Batteriewechsel hast. Du brauchst dann allerdings einen LDO
Spannungsregler mit möglichst wenig Drop-Out Spannung (ich würde <300mV
bei 500mA anstreben) der bei zu wenig Eingangsspannung nicht ausflippt.
Der ESP Chip funktioniert auch mit 2,5V noch einwandfrei, sofern denn
der Spannungsregler so weit mitspielt. Außerdem sollte der
Spannungsregler weniger als 10µA Ruhestromaufnahme haben, sonst zieht er
die Batterie schneller leer als der Rest deiner Schaltung.
Alternativ bietet sich an, zusätzlich zum ESP Chip einen kleinen ATTiny
zu benutzen, der direkt ohne Spannungsregler an der Batterie hängt.
Dieser fragt den Schaltkontakt mittels Pin-Change Interrupt ab während
er schläft. Der ATtiny kann dann zum Senden die Spannungsversorgung des
ESP bei bedarf einschalten, ein Sende-Kommando absetzen (für sowas ist
die AT Firmware gedacht) und ihn dann wieder komplett aus schalten. Dazu
bieten sich 3,3V Spannungsregler mit Enable-Eingang an, zur Not tut es
auch ein Logic-Level P-Kanal Mosfet zwischen batterie und
Spannungsregler.
Der ESP hat beim Schlafen eine Ruhestromaufnahme von ca. 25µA. Ein
ATTiny kommt ohne großartige Anstrengungen auf weniger als 1µA. Dazu
kommt antürlich noch der Leckstrom des Spannungsreglers bzw MOSFET. Bei
deiner Anwendung wäre das schon ein wesentlicher Vorteil, falls du dich
denn für Batteriebetrieb entscheidest.
Noch eine Sache bzüglich des Klingeltrafos: Klingeln haben oft große
Magnete eingebaut, die beim Abschaltene einen hohen Spannungsimpuls
abgeben. Klingelanlagen haben normalerweise keine Bauteile, die diese
hohen Spannungsimpulse unterdrücken. Deine Elkos hinter dem
Gleichrichter sind zu träge, um deine Spannungsregler davor zu schützen.
Deswegen solltest du eine weitere Schutzschaltung gegen Überspannungen
in der Spannungsversorgung vorsehen. Dazu gibt es einige Tutorials im
Netz.
Mit Batteriebetrieb wird es einfacher und zuverlässiger, glaube mir.
Ratsche schrieb:> OT:> (Viele nennen C sogar "eine Apotheke", weil man - wie in einer solchen -
Ja, deshalb auch das Beispiel. Ich kaufe da selbst nur äußerst selten
und dann auch nur direkt im Geschäft.
> Micha schrieb:>> neben mehreren zeitraubenden Hobbys> (Erwischt, oder? Außer, Du nennst mir jetzt zw. 3 (extrem) und 8 (so> mittel) echt zeitraubende Hobbies, die man alle völlig unmöglich> "unterbrechen", und/oder auch nicht "reduzieren" kann... :)
Also, neben der Arbeit (die schon mal 10-12 Stunden am Tag Zeit brauchen
kann und sich als Selbständiger auch kaum reduzieren lässt):
1: Familie/Freunde
2: Reisen
3: Motorrad
4: Fotografie
5: Musik machen
6: Reisen
7: Lesen
8: Reisen
9: Haus automatisieren/gestalten
Und die Reihenfolge ist, je nach Laune, autauschbar. ;)
> ...Du denn nun wirklich bereit wärst, zu "opfern". (Das ist selbstverst.> Ironie - es macht ja Spaß. Und je mehr man kann, desto mehr.)
Nee, Opfer ist das nicht. Im Moment hätte ich genau dafür gern mehr
Zeit.
> [--- Ich verstehe die Lage bisher so: Du hast sehr wahrscheinlich...> ...nicht so viele Teile und Geräte besorgt, um:> - evtl. max. einmal im Jahr ("mehr Zeit ist nicht")> - mittels eines Threads hier ("alleine gehts nicht")> - eine einzige, kleine, relativ harmlose Schaltung bauen zu können.> Sondern hast zufällig großes Interesse daran entdeckt. Oooder? :) ---]
Das war schon als Kind so: Elektro- und Chemiebaukästen waren mein Ein
und Alles. Und ich mache halt gern selbst was, inkl. Ätzen der Platinen
(dazu habe ich mir ein gutes Belichtungsgerät gekauft, benutze aber
meist die Toner-Methode) und dem Wunsch, auch die Gehäuse selbst zu
Fräsen/Drucken.
> Hat man (so wie Du es beschreibst) FAST GAR KEINE Zeit dafür, muß man> wirklich in Betracht ziehen, hobby-mäßig Prioritäten abzuklären --- und> die Zeit notfalls zu "schaffen". Es ist Deine Entscheidung, Micha.
Wenn es so einfach wäre. In meiner Werkstatt (aka Garage) steht eine
halbfertige CNC-Fräse (kompl. Steuerung läuft, aber die Linearführungen
müssen nochmal neu) und ein Regal voll mit anderen halbfertigen
Projekten (LNT, FG etc.). Je nachdem was der Postbote so jeden Tag
bringt, ändern sich dann auch schonmal die Prioräten der versch.
Projekte oder gar Hobbys.
> Sieh also nicht zu schwarz, Micha. Keiner zwingt Dich, zu versuchen, mit> absoluten Profis mitzuhalten (die sich meist in zahlreichen Gebieten> gut, und 1-3 Bereichen perfekt, auskennen).
Im Gegenteil. Ich weiß wo ich stehe und berufe mich gern im Leben auf
das Fachwissen Anderer. Ich wetteifere da nicht, sondern freue mich dass
durch das Netz die Welt ein Stück näher zusammen rückt und man Zugriff
auf eine Bildungsvielfalt hat, die man durch Bücher allein sich
unmöglich aneignen kann.
Nochmal ein großes Sorry für OT!
Gruß
Micha
Stefan U. schrieb:> Die Strombegrenzung begrenzt aber nur die Stromstärke, nicht die> Spannung. Es ist primär die Überspannung, die den ESP kaputt macht. Wenn> du schon einen Schutz gegen defekte Spannungsregler einbauen willst,> dann muss der Schutz die Spannung messen und bei Überspannung> abschalten. Eine gängige Methode dazu wäre die "Crowbar" in Kombination> mit einer Schmelz-Sicherung.
"Crowbar" ist ein super Stichwort, das sieht spannend aus. Die
benötigten Bauteile (Triac, LM431 z.B.) habe ich auch da. Ich frickel
das die Tage mal in die Schaltung und zeige dann den Plan hier ob das so
geht.
> Ich habe immer noch nicht verstanden, warum du zwei Spannungsregler> hintereinander schalten willst. Geht es Dir darum, daß einer alleine zu> warm wird? Dann verwende einen Kühlkörper, oder schraube sie an das> Metallgehäuse (falls es denn eins ist) des Briefkasten.
Der Klingeltrafo ist ja, wenn man ohne Batterien arbeitet, obligat. Und
da habe ich einfach eine zu hohe Spannung. Ich muss da über 20V
verheizen und wollte das, zugegeben unelegant, auf zwei Spannungsregler
aufteilen. Ich hatte auch zwischendurch den Gedanken einen kleinen Trafo
aus meiner Wühlkiste von Übertragern, Spulen und Trafos zu klauben, aber
da muss man für jeden Einzelnen erstmal die Werte ermitteln. Für den AMS
muss auf jeden Fall erstmal die Spannung ja runter, und was Besseres ist
mir leider nicht eingefallen.
> Du solltest wissen, daß zwei verkettete lineare Spannungsregler oft zu> problematischen Schwingungen neigen (ganz besonders bei LDO Reglern),> und du hast es erlebt. Diese mit fetten Kondensatoren zu bedämpfen ist> keine ordentliche Lösung, denn damit verhinderst du auch, daß sie> ordentlich regeln.
Ja. Die Werte sind auch eher so aus "try and error" entstanden denn aus
Datenblatt oder Taschenrechner. Die Schwingungen habe ich hinterher im
Oszi gesehen. Wenn insgesamt die Spannung stabil gewesen wäre, hätte ich
die mit Kerkos zu kontrollieren versucht. Aber primär ging es mir darum,
mit den Elkos die Spannungseinbrüche zu kontrollieren, was ja
tatsächlich jetzt mit einem Zusätzlichen auch funktioniert. Ich habe den
Kern des Problems darauf fokussiert, dass der ESP beim Einschalten recht
hohe Ströme braucht, jedesmal aber wenn die Spannung einbricht der ESP
abschaltet und kurz darauf wieder hohe Ströme braucht und demnach wieder
die Spannung einbricht und dieser "Teufelskreis" die ESPs himmelt.
Deshalb habe ich mit den größeren Elkos versucht, die Spannung über die
"Täler" zu brücken. Naja. ;)
> Wenn du ein Problem mit zu viel Abwärme hast, wird die Verteilung mehr> Bauteile (egal welche es sind) nicht nützen, denn die Menge der Abwärme> bleibt insgesamt gleich. Also hast du nur die Wahl zwischen einem> Schaltregler, der weniger Wärme abgibt, oder einer besseren> Wärme-Ableitung.
Ja, deshalb ja auch die Experimente mit den Schaltreglern zwischendurch.
Aber wie schon geschrieben: der Aufbau nach Datenblatt hatte immer noch
einen unkontrollierbar hohen Rippel. Das werde ich aber in nächster Zeit
noch mal "erforschen". ;)
> Gefahr für die ganze Schaltung. Ich kann Dir ebenfalls die kleinen DC/DC> Wandler von Traco empfehlen. Die sind zwar teuer, aber definitiv für den> ESP geeignet (habe ich ausprobiert). Als Linear Regler verwende ich> gerne dem LF33CV.
Klar, aber dann müsste ich ja ohnehin noch GLeichrichtung und Glättung
zusätzlich bereitstellen. Warum gibt es eigentlich die AC/DC Wandler
nicht für geringere Spannungen? Alles in der Bucht ist für Spannungen
85-265V konzipiert (was ja auch wg. der Verbreitung Sinn ergibt), aber
für niedrigere Werte ist da nichts (im sinnvollen Preisbereich) zu
finden?!
> Wenn dein Gerät wirklich nur den Zustand eines Schaltkontaktes senden> solll, und das nur wenige male pro Tag passiert, bietet sich eigentlich> der Betrieb an Batteiren an, zum Beispiel drei Mignon Akkus oder drei> dicke Einweg Batterien Größe D falls du keine Lust auf regelmäßige> Batteriewechsel hast. Du brauchst dann allerdings einen LDO> Spannungsregler mit möglichst wenig Drop-Out Spannung (ich würde <300mV> bei 500mA anstreben) der bei zu wenig Eingangsspannung nicht ausflippt.
Kannst Du da was Konkretes empfehlen?
> Alternativ bietet sich an, zusätzlich zum ESP Chip einen kleinen ATTiny> zu benutzen, der direkt ohne Spannungsregler an der Batterie hängt.> Dieser fragt den Schaltkontakt mittels Pin-Change Interrupt ab während> er schläft. Der ATtiny kann dann zum Senden die Spannungsversorgung des> ESP bei bedarf einschalten, ein Sende-Kommando absetzen (für sowas ist> die AT Firmware gedacht) und ihn dann wieder komplett aus schalten. Dazu> bieten sich 3,3V Spannungsregler mit Enable-Eingang an, zur Not tut es> auch ein Logic-Level P-Kanal Mosfet zwischen batterie und> Spannungsregler.
D.h., der ATTiny weckt den ESP und speichert auch gleich den Zustand des
Schalters? Das wäre natürlich ideal (auch für andere Anwendungen in Haus
und Garten). Da werde ich mich mal auf die Suche nach Schaltungen
machen, zumindest um mal eine grobe Übersicht zu bekommen, wie so etwas
aufgebaut wird. Ein paar ATTinys (13A-pu) hatte ich vor einiger Zeit
geordert, die müssten die Tage hier eintrudeln.
> Der ESP hat beim Schlafen eine Ruhestromaufnahme von ca. 25µA. Ein> ATTiny kommt ohne großartige Anstrengungen auf weniger als 1µA. Dazu> kommt antürlich noch der Leckstrom des Spannungsreglers bzw MOSFET. Bei> deiner Anwendung wäre das schon ein wesentlicher Vorteil, falls du dich> denn für Batteriebetrieb entscheidest.
Würde ich sehr gern. Für verschiedene Thermometer hatte ich
Batteriebetrieb ohnehin geplant, aber wie schon gesagt ist die Abfrage
eines normalen Tasters im Sleep-Mode zumindest mit ESPEasy auf einem
ESP-Modul allein nur schwer zu speichern.
> Noch eine Sache bzüglich des Klingeltrafos: Klingeln haben oft große> Magnete eingebaut, die beim Abschaltene einen hohen Spannungsimpuls> abgeben. Klingelanlagen haben normalerweise keine Bauteile, die diese> hohen Spannungsimpulse unterdrücken. Deine Elkos hinter dem> Gleichrichter sind zu träge, um deine Spannungsregler davor zu schützen.> Deswegen solltest du eine weitere Schutzschaltung gegen Überspannungen> in der Spannungsversorgung vorsehen. Dazu gibt es einige Tutorials im> Netz.
Für die "Crowbar" habe ich mir schon eine Schaltung rausgepickt, das
werde ich zeitnah umsetzen und dann komme ich wieder und nerve weiter.
:)
> Mit Batteriebetrieb wird es einfacher und zuverlässiger, glaube mir.
Das glaube ich unbedingt.
Ich danke dir vielmals für deine Mühe.
Gruß
Micha
> und dieser "Teufelskreis" die ESPs himmelt.
Das ist ist nicht die Ursache für den Defekt, sondern deine fehlerhafte
Strombegrenzung, welche die Spannungsregelung stört.
> Kannst Du da was Konkretes empfehlen?
Ich benutze gerne den LF33CV. Den gibt es wahlweise mit und ohne
Steuereingang für Standby. Er eignet sich aber nicht für deine hohe
Eingangsspannung.
Seine Ruhestromaufnahme ist in eingeschaltetem Zustand für
Batteriebetrieb allerdings zu hoch. Deswegen nutze ich einen zweiten µC,
der kann dann den Spannungsregler mitsamt ESP in den Ruhephasen ganz
Stromlos schalten.
Für betrieb am Klingeltrafo nimm lieber einen Schaltregler. Die sind für
solche Anwendungen wie deine gedacht.
Micha schrieb:> Der Klingeltrafo ist ja, wenn man ohne Batterien arbeitet, obligat.
Was hast Du gegen ein USB-Netzteil 5V/1A vom Billigmarkt um die Ecke?
Stefan U. schrieb:> Das ist ist nicht die Ursache für den Defekt, sondern deine fehlerhafte> Strombegrenzung, welche die Spannungsregelung stört.
In der ersten Schaltung war ja noch keine Strombegrenzung eingebaut. Die
habe ich ja nur wegen der häufigen Todesfälle nachgerüstet. Im Moment,
also mit (vielleicht nicht wegen aber trotz) der Begrenzung, läuft alles
sehr gut. Ich mach die aber trotzdem nochmal neu.
> Ich benutze gerne den LF33CV. Den gibt es wahlweise mit und ohne> Steuereingang für Standby. Er eignet sich aber nicht für deine hohe> Eingangsspannung.
Ich hab trotzdem mal ein paar davon bestellt. Alternativen sind immer
gut.
> Seine Ruhestromaufnahme ist in eingeschaltetem Zustand für> Batteriebetrieb allerdings zu hoch. Deswegen nutze ich einen zweiten µC,> der kann dann den Spannungsregler mitsamt ESP in den Ruhephasen ganz> Stromlos schalten.
Das muss ich mir mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen wie man das
sinnvoll umsetzen kann. Vielleicht finde ich da am WE mal Zeit zu.
> Für betrieb am Klingeltrafo nimm lieber einen Schaltregler. Die sind für> solche Anwendungen wie deine gedacht.
Ja, vielleicht löte ich da mal was auf Lochraster oder so, um die
wackeligen Verbindungen wie auf dem Breadboard zu vermeiden.
Vielen Dank nochmal.
Gruß
Micha
Peter D. schrieb:> Was hast Du gegen ein USB-Netzteil 5V/1A vom Billigmarkt um die Ecke?
Würde ich gern benutzen. Allerdings fehlt in meinem Postkasten die dazu
passende Spannung.
Gruß
Micha
Andreas B. schrieb:> Hi,> bestell Dir ein paar von diesen Dingern hier:> Ebay-Artikel Nr. 192308294769
Ja, wie oben schon geschrieben habe ich einige davon hier liegen. Mein
Plan war aber eine Platine herzustellen, wo man die ESP-01 aufstecken
und direkt an AC btreiben kann. Trotzdem danke.
Gruß
Micha