Hallo zusammen,
ich hab hier ein altes Wandtelefon rumhängen (Ähnlich, aber nicht exakt
wie im Bild), welchem ich gerne neues Leben einhauchen würde.
Bin dafür auf der Suche nach einem halbwegs einfach nachbaubaren
Projekt, was IWV->SIP umsetzt und den Audio-Teil verbindet.
Bisher gefunden habe ich Projekte, welche ein altes Nokia schlachten und
das Telefon ins Mobilfunknetz bringen -> will ich nicht.
Projekte die das Telefon per Arduino/ESP zum Audio/Hörbuch-Player für
Kinder umwandeln -> kein bidirektionales Audio.
Projekte die einen ESP32 mit Display und Tastenfeld zum vollwertigen
WLan-SIP Telefon machen -> richtige Richtung, aber kein IWV, Display
brauche ich nicht und unpassende Audio-Analogelektronik
Projekte die einen kompletten RasPi (nicht-Zero) in das Telefongehäuse
prügeln -> Overkill und ich will was zum gelegentlichen benutzen, nichts
was dauernd administriert werden will.
Also: Perfekt fände ich eine Lösung mit ESP32 + etwas
Analog-Audio-Magie-Elektronik.
Und eigentlich gibt es für alle Teilbereiche schon fertige
OpenSource-Projekte, vermutlich kann man sich aus allem was
zusammensuchen und irgendwie verbinden. Aber ich bin mir nicht sicher,
ob ich das auch hinkriege.
Insofern: Vielleicht kennt von euch ja jemand ein anfängerfreundliches
Bastelprojekt, was besser zur Aufgabe passt als das was ich bisher
gefunden habe.
Besten Dank!
Du willst die quadratur des Kreises.
Internet Telefonie ist eine komplexe Sache. Aber du willst es "ganz
einfach" machen.
Der Raspberry Pi ist so ziemlich der primitivste und billigste Computer,
auf dem gängige Open-Source Programme laufen können. Aber den willst du
nicht verwenden.
Das ist ungefähr so, als ob du ein Fachwerk-Haus aus Rigips Platten
bauen willst, die in einen Fahrrad-Anhänger passen.
Die ersten Mobil-Telefone, die "selbst" gebaut wurden, waren so groß wie
Kühlschränke und kosteten so viel wie eine Villa.
Nachtrag:
oder das hier:
https://heise.de/-4271249
Also scheint es ja schon prinzipiell möglich zu sein, SIP-Telefonate
über einen ESP32 zu führen. Es müssen ja nicht alle denkbaren Codecs und
Protokoll-Eigenheiten unterstützt werden.
Was du noch vergessen hast - es soll doch bestimmt auch klingeln?
Das einfachste wäre wohl ein SIP-ab Adapter, müsste man mal schauen ob
da was zu finden ist was IWV unterstützt. Eine ältere Fritzbox mit
ab-Anschluss und IP-Telefonie sollte sich auch auftreiben lassen.
Sascha
Telefonliebhaber32 schrieb:> Meinst du wirklich dass das so komplex ist?
Ja. Ich bin sonst eigentlich für Basteleien, auch wenn es aufwändig
wird. Aber du hast ja deutlich hervor gehoben, dass du eine einfache
Lösung willst. Wenn du die nicht zufällig fix und fertig am Stück
findest, dann wird es alles andere als einfach.
> ... würde den SIP-Teil doch schon komplett erschlagen,
Ja schon, aber das passt bei weitem nicht an dein analoges Telefon. Da
fehlt noch eine ganze Menge drumherum. Und dann soll das ganze ja auch
noch kompakter als ein Raspberry Pi sein.
Telefonliebhaber32 schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> Du willst die quadratur des Kreises.>> Meinst du wirklich dass das so komplex ist?
...
> https://github.com/OLIMEX/sip_phone_example>> würde den SIP-Teil doch schon komplett erschlagen, für mein Projekt> müsste aber der Audio-Teil anders werden (alte Kohlemikrophonkapsel> etc), die ganze tolle GUI müsste weg, und es müsste IWV/Wählscheibe> statt Tasten als Eingabe nehmen...
Mit anderen Worten: alles das was wirklich komplex ist, ist schon
gemacht, du scheiterst aber an den einfachsten Dingen...
→ Ja, für dich ist das zu komplex.
Die Makerszene rund um ESP8266 / ESP32, Arduino und Raspi ist voll von
Projekten, die mühselig etwas nachbauen, was es für einen kleinen Taler
einfach zu kaufen gibt. Ist ja auch in Ordnung. Wenn da jemand wirklich
mal etwas findet, um einen alten Fernsprecher internetfähig zu machen,
täte es mich spaßeshalber auch interessieren.
Aber jede halbwegs aktuelle gebrauchte einfache Fritzbox hat die nötige
Elektronik, um Schleifenstrom, Rufspannung und IWV-Erkennung zu bieten
und ist mit ein paar Handgriffen als SIP-Client programmiert. Dazu muss
man nicht mal eine Fritte als Master einsetzen. Und nach einmaligen
Anschluss- und Einrichtungsaufwand gibt es auch nichts mehr zu
administrieren. Freilich ist das etwas technischer Overkill, aber oft
kann die Fritte nebenbei noch andere Aufgaben übernehmen, als WLAN-AP,
Subnetzrouter, USB-over-Ethernet-Server, wasauchimmer...
Ich würde das immer lieber machen und den Fernsprecher originalgetreu,
ggf. restauriert, belassen, anstelle das halbe Ding umzubauen. An zwei
W48 habe ich tatsächlich nur die Kohlekapseln gegen dynamische getauscht
und sie werden mit Freude benutzt. Allein das Wählen mit der Wählscheibe
...
Einfach in die TAE-Buchse des DSL-Routers stecken. Damit ist dann auch
die Stromversorgung und das Läuten gelöst.
Falls es Probleme mit IFW gibt, kann man einfach mit einem ATtiny einen
Umsetzer auf MFV bauen. Mit der Erdtaste könnte man auch einen
Kurzwahlspeicher programmieren.
Der ATtiny braucht kaum Strom, zwackt sich also etwas von dem
Schleifenstrom ab.
Also die Fritzboxen der 7er reihe können eigendlich alle IWV allerdings
sind die bei den Timings recht pingelig. Und da SIP ja keine feste
Rufnummernlänge hat muss man sehr zügig wählen da sonst die Nummer als
abgeschlossen gilt.
Also es ist zwar möglich ist im Altag aber nicht zu gebrauchen.
Von daher kann man selbst ein IWV zu Tonwahl Umsetzer bauen und zwar wie
Peta D. das schon sagte auf basis eines ATtiny. Dazu hat Harald auch
schon den recht hilfreichen Link zur Uni Chemnitz geliefert.
Oder man verwendet Router mit Lantiq SLIC 1XX und Openwrt Support als
ATA. Diese werden meistens in den Routern mit
Lantiq/xway und Lantiq/xrx200 Chipsätzen unterstützt (nicht aber die AVM
Router da anderer SLIC).
Router bei denen das gut geht sind Easybox 802, 803 und O2-Box 6431.
Das gute an dieser Lösung die Timings sind nicht so pingelig und vor
allem die Zeit zwischen den einzelnen Nummern lässt sich Einstellen, so
das man das ganze auch problemlos im Altag verwenden kann.
Und man hat den gleich Zwei FXS ports.
nofelet schrieb:> Habe auch welche gefunden:>> https://elektronikbasteln.pl7.de/asterisk-als-sip-server-auf-einem-raspberry-pi-zusammenfassung-der-installation-und-konfiguration
Genau das wollte der TE ja vermeiden. Ein Linux muss zwar kaum (nicht)
administriert werden, ein RPi leidet aber immer noch unter diesem
Powerfail-Problem. Das wird ja schon auf der Einstiegsseite des
Projektes verlinkt.
Für mich immer noch eines der letzten ungelösten Rätsel der Menschheit:
im Haushalt gibt es zig Linuxgeräte, wo ich nach Herzenslust den Stecker
ziehen kann so oft ich will. Neu einschalten und alles geht wie gehabt.
Nur die RPi Gemeinschaft bekommt das nicht auf die Kette oder wenn dann
nur mit irgendwelchen aufwändigen USV Konzepten.
Harald schrieb:> Neu einschalten und alles geht wie gehabt.> Nur die RPi Gemeinschaft bekommt das nicht auf die Kette oder wenn dann> nur mit irgendwelchen aufwändigen USV Konzepten.
Ich habe meinen bisher immer ohne Rücksicht auf Verluste aus gesteckt
und damit noch nie ein Problem. An einer Basis-Installation mit MariDB,
Apache, und PHP kann es schonmal nicht liegen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> und damit noch nie ein Problem
Das freut mich, aber Fakt ist ja, dass das Netz voll von solchen
Berichten ist. Im übrigen ist es mir selbst auch schon passiert. Auf der
verlinkten Seite wird es ja auch direkt besprochen.
Grunz schrieb:> Also die Fritzboxen der 7er reihe können eigendlich alle IWV allerdings> sind die bei den Timings recht pingelig. Und da SIP ja keine feste> Rufnummernlänge hat muss man sehr zügig wählen da sonst die Nummer als> abgeschlossen gilt.
Wie meinst du das? Ich kann mir schon zwischen den Ziffern
einige Sekungen Zeit lassen. Sonnst würde ja die
Sonderzeichenwahl, d.h. > 3 Sekunden Wählscheibe halten, dann
entsprechendes Sonderzeichen, nicht gehen.
Bei mir werkelt im Haus seit einem Jahr nun ein Glasfasermodem.
Interessanterweise funktioniert damit immer noch das IWV. Trotz aller
Nostalgie finde ich das IWV im Alltag in Anbetracht, daß bei uns 10
Nummern gewählt werden müssen, doch etwas zu umständlich. Nur der schöne
echte Glockenklang hat etwas in sich...
>Wie meinst du das? Ich kann mir schon zwischen den Ziffern>einige Sekungen Zeit lassen. Sonnst würde ja die>Sonderzeichenwahl, d.h. > 3 Sekunden Wählscheibe halten, dann>entsprechendes Sonderzeichen, nicht gehen.
Ich hatte das damals auf einer FB 7360v1 OS6.30 probiert mein FeTap 791
hatte ich zwar zum laufen gebracht aber man musste zügig wählen.
Meiner beobachtung nach scheint AVM auch die maximale Pausenlänge von
der gewählten Rufnummer abhängig zu machen.
Es war jedenfalls ein Krampf damit rauszuwählen mein W28 dessen
Nummernschalter ja etwas ungeauer ist hab ich gar nicht zum laufen
gebracht.
Jetzt auf meiner Easybox 904xDSL (vergleichbar mit der O2-Box 6431) mit
Openwrt und Asterisk läuft das Problemlos die Maximale pausenzeit hab
ich auf 8 Sek. eingestellt.
Genug Zeit nochmal nachzudenken wie den die Nummer war.
Nachteil natürlich sobalt man die gewünschte Nummer gewählt hat muss man
die 8 Sek. warten-
Davon ab hat man natürlich den Vorteil das man nur ein Gerät hat, das
das ganze grösten teils opensource ist, das man sich nicht darauf
verlassen muss das AVM das IWV weiterhin unterstützt, usw.
M.m Macht eine Fritzbox als ISDN Koverter Sinn um daran noch eine
Telefonanlage (die noch IWV unterstützt) anzuschliessen wenn man
Telefone sammelt.
Was cool wäre wenn es PiHat gäbe mit mehreren FXS-ports (8 oder so) und
eventuell auch FXO damit man das Ding als Telefonanlage einsetzen kann.
Dann würde ein Raspberry Pi wieder sinn machen.
Bei mir ist eine 7390, dann ein Converter und daran eine
Relais-Nebenstellenanlage.
Ich nutze die Kurzwahlen, wähle aber auch gerne längere Nummern
mit der Wählscheibe.
Ich vermisse nichts, und wenn ich meine die Rufnummer des Anrufenden
sehen zu müssen, reicht ein Blick auf das Smartphone mit der fritz app
fone.
Wie lange die Pause sein darf, habe ich noch nicht probiert.
> dann ein Converter und daran eine
Was für ein Converter?
Wenn der IWV zu DTMF convertiert ist es ja genau das was der TE selver
bauen möchte bzw. das logisch das dann funktioniert.
Harald schrieb:> Für mich immer noch eines der letzten ungelösten Rätsel der Menschheit:> im Haushalt gibt es zig Linuxgeräte, wo ich nach Herzenslust den Stecker> ziehen kann so oft ich will. Neu einschalten und alles geht wie gehabt.
Schau mal in Richtung OpenWRT. Das Betriebssystem wird read-only
gemounted. Für alles, was sich verändert, kommt eine RAM-Disk zum
Tragen. Für dauerhafte Konfigurationen wird ein EEProm oder ebenfalls
ein RO-Partition verwendet, die nur für Konfigurationsänderungen kurz RW
geschaltet wird. Damit diese nicht kaputt geht, wird wechselweise eine
dritte Backuppartion genutzt.
So ein System kann problemlos abgeschaltet werden.
Ich habe zu Hause das Telefon auf deinem Bild an einem Digitalen IWV -
MFV Konverter (https://www.phoneclassics.ch/shop/pi12/pd28.htm)
angeschlossen und den Konverter dann an meiner Swisscom Box
angeschlossen. Das Telefon klingelt richtig und funktioniert
einwandfrei, die Kinder haben immer eine grosse Freude wenn sie mit der
Wählscheibe eine Nummer einstellen können.
Christian H. schrieb:> So ein System kann problemlos abgeschaltet werden.
Wie das funktionieren kann ist mir schon relativ klar. Das ungelöste
Rätsel der Menschheit ist für mich vielmehr, warum die ganze RPi
Gemeinschaft seit Generationen von Raspis mit USV Gedöns und dergleichen
drumherum arbeitet und es nicht einmal nach dem Stand der Technik löst.
Harald schrieb:> und es nicht einmal nach dem Stand der Technik löst
Wie wäre es denn deiner Meinung nach zu lösen? Ich denke Kids haben
keine Ahnung davon.
900ss D. schrieb:> Wie wäre es denn deiner Meinung nach zu lösen? Ich denke Kids haben> keine Ahnung davon.
So wie in jedem anderen Linuxgerät auch, das so im Haushalt
herumschwirrt, als da wären Receiver, Router, AccessPoint, TV,
Sonos/Teufel, Küchenmixer, etc. Alles Geräte, die allesamt auch kein
üppiges Budget in der BOM hatten.
Harald schrieb:> So wie in jedem anderen Linuxgerät auch
Ich hab keine Ahnung wie es da gelöst wurde. Ich denke es liegt an den
SD-Karten, während des Blockschreibens geht ihnen der Saft aus.
Entweder Read-Only mounten oder Kondensator?
Datenblattleser schrieb:> die Kinder haben immer eine grosse Freude wenn sie mit der> Wählscheibe eine Nummer einstellen können.
Da kommt mir ein Kollege von DeTeWe in den Sinn, vor etwa 5 Jahren hat
er sich in die Rente verabschiedet: Der hat Telefonzeugs in seinen
Kindergarten getragen und erzählte mir halbwegs verwundert, dass keines
der Kinder eine Wählscheibe kannte.
Ich kenne sowas noch und finde auch ein W48 anschauenswert, ich selbst
hatte noch einen 'modernen' FeTap61, benutzen will ich sowas nicht mehr
müssen.
Ich grübele gerade noch, wie das eigentlich mit den Anlagen war, Anlagen
am analogen Amt hatten einen Timer "Wahlende", der irgendwo um 6..8s zu
setzen war.
Die SD müsste 100% read-only sein und für alles variable wie oben
beschrieben andere Speicher, dabei immer doppelt schreiben mit
Prüfsumme, dann bleibt immer etwas lesbar übrig.
Harald schrieb:> Die SD müsste 100% read-only sein und für alles variable wie oben> beschrieben andere Speicher, dabei immer doppelt schreiben mit> Prüfsumme, dann bleibt immer etwas lesbar übrig.
Wie das mit Raspbian geht, kann man sich am Beispiel von Pi-Star
anschauen.
Da wird wirklich das kompl. System ro betrieben.
https://www.pistar.uk/
Das kann man so machen, aber ich sage bewusst "kann", weil mir der Weg
nicht wirklich gefällt.
Die eleganteste Lösung wurde ja auch bereits genannt: OpenWRT
Das gibts m.W. auch für den RPi.
https://openwrt.org/
nofelet schrieb:> 10 Sekunden gibt die Fritzbox mir Zeit.
Ist für Mobilnummern zu wenig.
Ortsgespräche gehen, Kurzwahl auch.
Probiert mit Feldtelefon mit Wählzusatz.
Dirk B. schrieb:> nofelet schrieb:>> 10 Sekunden gibt die Fritzbox mir Zeit.>> Ist für Mobilnummern zu wenig.
Du brauchst zwischen zwei Ziffern mehr als 10 Sekunden zum waehlen?
Das ist dann doch sehr lange und immer mehr als ausreichend.
wendelsberg
wendelsberg schrieb:> Du brauchst zwischen zwei Ziffern mehr als 10 Sekunden zum waehlen?> Das ist dann doch sehr lange und immer mehr als ausreichend.
Ich hab das für die ganze Rufnummer verstanden, nicht für eine Ziffer.
Habt ihr mal erwägt, dass das Stromausfall-Problem schlicht an der SD
Karte selbst liegen könnte? SD ist ja noch lange nicht gleich SD.
Im Allgemeinen hat Linux ja gar kein Problem damit, wenn die letzten
Datenblöcke ab und zu mal verloren gehen. Die Anwendungen sind in der
Regel auch darauf vorbereitet, dadurch nicht aus zu fallen (sogar
MariaDB).
Ich glaube es war damals eine gute Idee, den Raspi als Set mit Netzteil
und SD Karte von der Raspberry Pi Foundation zu kaufen. Das war zwar
deutlich teurer, aber ich hatte seit dem keinen einzigen Ausfall -
obwohl das Ding jede Nacht per Zeitschaltuhr* hart aus geht. Die Teile
sind offenbar aufeinander abgestimmt ausgewählt worden.
*) Zeitschaltuhr deswegen, weil da noch einige andere Geräte dran
hängen, die ich Nachts nicht brauche.
Dirk B. schrieb:> wendelsberg schrieb:>> Du brauchst zwischen zwei Ziffern mehr als 10 Sekunden zum waehlen?>> Das ist dann doch sehr lange und immer mehr als ausreichend.>> Ich hab das für die ganze Rufnummer verstanden, nicht für eine Ziffer.
Das gilt für die gesamte Rufnummer, d.h. ab Beginn der ersten Ziffer
muss der Wählvorgang dann nach ca. 10 sec. abgeschlossen sein.
Ausserdem war bei mir die Fritzbox für die Wählscheibe eines alten W48
nicht tolerant genug, andere Wählscheibentelefone gingen.
Ich würde ein billiges (gebrauchtes) SIP-Tischtelefon bei Ebay oder auf
dem Flohmarkt kaufen (z.B. Grandstream Budgetphone, ca. 20,-) und die
Platine in das historische Gehäuse implantieren.
Die größte Herausforderung ist dann wohl die Adaption der Wählscheibe.
Dazu kann man einen MC (Arduino, ESP) nehmen, um die Wählscheibe zu
analysieren und dann per Optokoppler oder Reedrelais den Tasten des
SIP-Fons parallel schalten ...
So ein "fertiges" SIP-Fon hat eine Web-GUI, über die man es bequem
programmieren kann. Auf die zusätzlichen Tasten des SIP-Fons muss man
entweder verzichten, oder diese (in historischem Outfit) irgendwo
seitlich unterbringen, evtl. auch unter einer Art Abdeckklappe.
Bernhard M. schrieb:> Das gilt für die gesamte Rufnummer, d.h. ab Beginn der ersten Ziffer> muss der Wählvorgang dann nach ca. 10 sec. abgeschlossen sein.
Auf was für Gedanken ihr kommt. Du darfst dir für jede Ziffer 10
Sekunden Zeit nehmen.
Natürlich kannst du beliebig lange Ziffern wählen, muß halt gültig sein.
nofelet schrieb:> Bernhard M. schrieb:>> Das gilt für die gesamte Rufnummer, d.h. ab Beginn der ersten Ziffer>> muss der Wählvorgang dann nach ca. 10 sec. abgeschlossen sein.>> Auf was für Gedanken ihr kommt. Du darfst dir für jede Ziffer 10> Sekunden Zeit nehmen.> Natürlich kannst du beliebig lange Ziffern wählen, muß halt gültig sein.
Nein, nicht bei der Fritzbox 7490 mit aktueller Software. Ortsgespräche
gehen, Mobilnummern definitv nicht. Beim Wählen der ersten Ziffer wird
das Freizeichen abgeschaltet (wie es so üblich ist...), nach denm
Timeout (habe ich selbst nie gemessen, können aber 10 sec. sein) kommt
das "tüt tüt ..." Zeichen und nichts geht mehr....
Sonst hätte ich es mir sparen können, einen Adapter zu bauen, das wäre
mir auch lieber gewesen.
Das mag einer der Gründe sein, warum die Fritzbox Impulswahl offiziell
nicht mehr unterstützt.
Bernhard M. schrieb:> Nein, nicht bei der Fritzbox 7490 mit aktueller Software. Ortsgespräche> gehen, Mobilnummern definitv nicht. Beim Wählen der ersten Ziffer wird> das Freizeichen abgeschaltet (wie es so üblich ist...), nach denm> Timeout (habe ich selbst nie gemessen, können aber 10 sec. sein) kommt> das "tüt tüt ..." Zeichen und nichts geht mehr....> Sonst hätte ich es mir sparen können, einen Adapter zu bauen, das wäre> mir auch lieber gewesen.
Das muss dann aber eine sehr frische Software sein.
Man wird AVM die Tür einrennen mit Beschwerden.
Was glaubst du wieviele Leute noch ein Fax oder dect-Telefon
am analogen Eingang haben. ...
Selbstverständlich habe ich selbst bei einem Bekannten über
eine 7490 mein Smartphone angerufen.
Gestern war ich dort und habe mit Kurzwahl, die 3 Sek. Methode,
eine Nummer gewählt und konnte mit der Gegenstelle sprechen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Die Teile> sind offenbar aufeinander abgestimmt ausgewählt worden.
Da könntest Du Recht haben - es gibt viele Berichte, bei denen die SD
Karte nach diesen Crashes nicht nur im Dateisystem beschäftigt sondern
völlig unbrauchbar geworden ist. Gibt aber auch Meldungen, wo es nach
Neuaufspielen dann wieder funktionierte.
Passt ebenfalls dazu, dass Systeme mit eigener EMMC (wie z.B. Beagle
Bone Black) in dieser Disziplin zuverlässig sind.
Bliebe noch die Frage, nach welchen Kritierien man „gute“ SD Karten
auswählen soll. Alle bei Raspberry kaufen?
nofelet schrieb:> Was glaubst du wieviele Leute noch ein Fax oder dect-Telefon> am analogen Eingang haben. ...
Na die aber wohl mit Tonwahl, dann gehts ja...
Bernhard M. schrieb:> nofelet schrieb:>> Was glaubst du wieviele Leute noch ein Fax oder dect-Telefon>> am analogen Eingang haben. ...>> Na die aber wohl mit Tonwahl, dann gehts ja...
Jetzt doch? Da dann kann ich ja in Zukunft noch weiter telefonieren. ;-)
nofelet schrieb:> Bernhard M. schrieb:>> nofelet schrieb:>>> Was glaubst du wieviele Leute noch ein Fax oder dect-Telefon>>> am analogen Eingang haben. ...>>>> Na die aber wohl mit Tonwahl, dann gehts ja...>> Jetzt doch? Da dann kann ich ja in Zukunft noch weiter telefonieren. ;-)
Wenn du meine Beiträge gelesen hast, hast Du gesehen, dass ich von einem
W48 gesprochen habe, und weiter betonte:
"Das mag einer der Gründe sein, warum die Fritzbox Impulswahl offiziell
nicht mehr unterstützt"
D.h. das Problem tritt nur bei Impulswahl auf.
Bernhard M. schrieb:> Wenn du meine Beiträge gelesen hast, hast Du gesehen, dass ich von einem> W48 gesprochen habe,
Witzbold.
Beitrag "Re: Alten Wandwählfernsprecher SIP-fähig machen"
Und die Fritzboxen, die tatsächlich Impulswahl können,
haben natürlich auch die Pausenzeit.
Deine und meine Box können das nicht, erkennen einen Flash und warten
auf die interne Wahl.
nofelet schrieb:> Selbstverständlich habe ich selbst bei einem Bekannten über> eine 7490 mein Smartphone angerufen.
Das hat selbst mit einer 7270 nicht vernünftig funktioniert - und die
soll eigentlich Impulswahl noch können.
Also die komplette 11-Stellig Rufnummer per Hand drehen.
Dann nimm halt eine 7390 oder 7490. Mit Converter klappt das sicher.
Bei manchen Leuten auch ohne. Die können übrigens auch Hookflash
mit der Fritte. Ich kann das nicht.
Schon wegen der 3Sek. Sonderzeichenwahl rate ich deshalb immer zum
Converter.
> Na den aus dem Link, den ich weiter oben gezeigt habe.
Ach so das gehört alles zusammen jetzt hab ich mir das auch mal genauer
gelesen.
Mich wundert das der Converter die Impulse nicht wegg fängt ( das tut er
wohl noch ) und dann gebündelt wählt.
Darüber hinaus ist so ein vorsatz converter auch immer sehr aufwending.
Der Converter den Harald verlinkt hat auf Atiny basis brauch nur ein
Bruchtel an Bauteilen und keine eigene Stromversorgung
Und den Raspberry die Fritzbox und den Converter könnte man sich sparen
wenn man zum Bsp. eine O2-Box 6431 mit Openwrt und Asterisk betreibt.
Ist natürlich nur was für Leute die mit Linux umgehen können und eine
Asterisk programmieren können.
Also keine Lösung wenn man das Telefon verschenken will.
> Und die Fritzboxen, die tats\u00e4chlich Impulswahl können,> haben natürlich auch die Pausenzeit.> Deine und meine Box können das nicht, erkennen einen Flash und warten> auf die interne Wahl.
Wenn dem so wäre würde das ja gar nicht funktionieren, tat es aber wenn
man sehr zügig gewählt hat.
(bei einer Fritzbox 7360v1 OS 6.30)
Das mit den 10sek gesamt Zeit würde passen.
>> Na die aber wohl mit Tonwahl, dann gehts ja...> Jetzt doch? Da dann kann ich ja in Zukunft noch weiter telefonieren. ;-)
bei einem normalen Tonwahl Telefon lassen sich die Nummern aber viel
schneller wählen.
Die 0 beim IWV dauert ja so ca 1,1 sek + Aufziehen des Numernschalters =
min 2Sek
> Auf was für Gedanken ihr kommt. Du darfst dir für jede Ziffer 10> Sekunden Zeit nehmen.
heist das dass du am ende 10sek warten must ?
OT:
@nofelet
Ist das deine NSt Anl W322 1-5 auf der Webseite ?
Du solltest ein Video von der Anlage in aktion drehen und dazustellen.
Ich finde diese Anlagen ja einfach herrlich in Aktion.
Grunz schrieb:> Der Converter den Harald verlinkt hat auf Atiny basis brauch nur ein> Bruchtel an Bauteilen und keine eigene Stromversorgung
Dafür hängt der Arduino (mit USB) potentialfrei. Für mich ist das
wichtig.
Grunz schrieb:> und dann gebündelt wählt.
Zum Glück muss ich das nicht machen. Ich bin so schon mit meinen
Softwarefähigkeiten am Limit und arbeite mich langsam vor.
Mit der Hardware habe ich viele Optionen.
Grunz schrieb:> Die 0 beim IWV dauert ja so ca 1,1 sek + Aufziehen des Numernschalters => min 2Sek>>> Auf was für Gedanken ihr kommt. Du darfst dir für jede Ziffer 10>> Sekunden Zeit nehmen.> heist das dass du am ende 10sek warten must ?
Also habe ich 8 Sekunden Zeit für eine Ziffer. Natürlich muss ich
nicht warten. Auch schnell Tippen am TWB75 klappt.
(Das ist ein Impuls-Tastenwählblock.)
Witzigerweise ist, durch die 3 Sekunden Methode, die Wählscheibe
funktionaler als der Tastenwählblock.
Ja, ist meine Anlage. Und das Relaistechnik so genial sein kann,
hatte ich bis Dato gar nicht gewusst.
Hallo Telefonliebhaber32!
Ich beschäftige mich hobbymäßig ebenfalls mit alten Telefonen, von daher
kann ich die Probleme gut nachvollziehen.
Mein Tipp: ersteigere dir in der "Bucht" für wenige Euro eine Fritzbox
7112. Die ist schön klein, die Platine ist in etwa quadratisch. Mit
etwas Glück könnte die sogar noch mit in das Gehäuse des schmucken
Wandfernsprechers passen. Da sie zur Familie rund um die ältere Fritzbox
7170 gehört, ist auch zumindest grundsätzliche IWV-Unterstützung
vorhanden.
Ansonsten hatte ich auch mal Pläne, einen schönen, eleganten Adapter zu
entwerfen, der alte Telefone mit der modernen Welt verbindet. Leider ist
es gar nicht mal so einfach.
Es gab mal einen Entwurf von diversen Tüftlern - glaube einer kam aus
Griechenland (oder jedenfalls Südeuropa). Das war ein ATA-Adapter
Telefon zu SIP/VoIP über USB mit minimalem Aufwand (nur ein USB-fähiger
AVR oder PIC plus etwas Hühnerfutter). Leider ist dieses interessante
Projekt irgendwie im Sande verlaufen, ich finde die Internetseite nicht
mal mehr. Kann auch sein, dass es aufgrund technischer Gründe (VoIP
braucht so DSP-typische Sachen wie Echokompensation) nicht erfolgreich
war.
Falls jemand das Projekt kennt und weiß, ob es einen nachbausicheren
Nachfolger gibt, würde ich mich über Hinweise freuen.
WIMRE kam im Namen noch so etwas wie DAHDI (asterisk-Treibername) vor
...
Grüße Christian