Glimmlampe mit Batterie

Gast #4811206
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Ich möchte eine "Flackerkerze" (Glimmlampe) auf Tastendruck eine 
zeitlang betreiben, und zwar aus 3 oder 4,5 V nominaler Batteriespannung 
(2 oder 3 Zellen).

https://de.wikipedia.org/wiki/Flackerkerze
https://de.wikipedia.org/wiki/Glimmlampe

Wie könnte die erforderliche Zünd- und Glimmspannung (ca. 90 V?) erzeugt 
werden (also > 20-fache Spannungserhöhung)?

 - H-Brücke und kleiner Netztrafo rückwärts betreiben -> AC?
 - Hochspannungskaskade -> DC ?

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungskaskade

Bei 3W Lampenleistung wären es primär min. 0,6 A.
Wahrscheinlich kommt ein kleiner Mikrocontroller rein, mit 555 Timer 
dürfte es aber auch gehen.
#4811229
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@ Info (Gast)

>Wie könnte die erforderliche Zünd- und Glimmspannung (ca. 90 V?) erzeugt
>werden (also > 20-fache Spannungserhöhung)?

> - H-Brücke und kleiner Netztrafo rückwärts betreiben -> AC?

Theoretisch ja, praktisch ist so ein Netztrafo bei 50 Hz riesig.
Schaltnetzteile machen das per Hochfrequenz im kHz Bereich, damit wird 
alles deutlich kleiner.

> - Hochspannungskaskade -> DC ?

Geht auch.

>Bei 3W Lampenleistung wären es primär min. 0,6 A.

Erträglich.

>Wahrscheinlich kommt ein kleiner Mikrocontroller rein, mit 555 Timer
>dürfte es aber auch gehen.

Nix Mikrocontroller, du brauchst einen Schaltregler. Sowas hier, 
allerdings auf 3V.

Beitrag "Re: Stepup 180V - sackt völlig zusammen"
Gast #4811282
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Falk B. schrieb:
> Nix Mikrocontroller, du brauchst einen Schaltregler. Sowas hier,
> allerdings auf 3V.
>
> Beitrag "Re: Stepup 180V - sackt völlig zusammen"

Wäre nicht deine 2. Lösung deutlich besser?
Beitrag "Re: Stepup 180V - sackt völlig zusammen"
Bei so einem großen Verhältnis Von Eingangs zu Ausgangsspannung wird 
doch ohne Trafo der Wirkungsgrad bescheiden und es soll ja 
batteriebetrieben sein.
#4811320
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@ Der Andere (Gast)

>> Nix Mikrocontroller, du brauchst einen Schaltregler. Sowas hier,
>> allerdings auf 3V.
>>
>> Beitrag "Re: Stepup 180V - sackt völlig zusammen"

>Wäre nicht deine 2. Lösung deutlich besser?

Etwas besser, aber nicht viel. Bei 3V ist der MC34063 so oder so kein 
Effizienzwunder, denn der Schalttransistor schluckt über 1V Spannung.

>Bei so einem großen Verhältnis Von Eingangs zu Ausgangsspannung wird
>doch ohne Trafo der Wirkungsgrad bescheiden

Ja, aber auch mit ist er nicht sooo viel besser. Viel mehr als 50% 
Wirkungsgrad würde ich mit dem IC nicht erwarten, auch nicht mit Trafo.

>und es soll ja
>batteriebetrieben sein.

Es gibt auch große Batterien ;-)
Gast #4811662
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Man nehme einen Boost-Regler.

Fertig gibts das hier:
http://www.linear.com/product/LT8331
Immerhin läuft der mit 5V. Ist aber selten, mit solchen Daten.

Oder baue ihn sich selber. Für eine Glimmlampe kann das eigentlich sogar 
völlig ungeregelt geschehen.
Also so:
https://en.wikipedia.org/wiki/Boost_converter
Nur halt statt dem Schalter einen passenden FET hinein. Den nötigen 
Rechteck macht z.B. ein TLC555 (oder µC mit Timer).

Vorsicht Boost sind ungut:
- Ein Boost ist nie kurzschlussfest
- Bei Fehlansteuerung raucht es (ohne weitere Maßnahmen zumindest)
- Saut etwas herum, also gut entkoppeln, Snubber vorsehen etc
Gast #4811771
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Info schrieb:
> auf Tastendruck eine zeitlang betreiben

Erst mal messen wievile mA Deine Glimmlampe mit Vorwiderstand braucht. 
Dann rechnen ob die Batteriekapazität ausreichen könnte! Evtl. 
Blitz-Transverter aus alten Wegwerf-Fotoappart (falls die Leistung dafür 
reicht)?
Gast #4813991
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Harald A. schrieb:
> Inverter für EL

Wie der Zufall es will, habe ich gestern welche aus Fernost erhalten und 
es ausprobiert: es funktioniert halbwegs (tendenziell punktförmige 
Entladung), aber auch nur einige Sekunden, bevor es ausgeht; ob die 
Batteriespannung einbricht oder die Oszillation aufhört, habe ich noch 
nicht gemessen.

Interessante Infos zu EL und Treibern: http://ch00ftech.com/category/el/ 
(Englisch).

Die getesteten Bänder und Streifen (ca. 3 Euro) sind nicht besonders 
hell, etwa wie Chemolumineszenz (Glow-Stick).

oszi40 schrieb:
> Blitz-Transverter aus alten Wegwerf-Fotoappart

Auch eine gute Idee, aber DC, da dürfte es ja kein Flackern geben.

Im nächsten Schritt mal ein bisschen Messen...
#4814284
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Interessant ist die Wirkungsweise der Glimm-Flackerkerzen. Für eine 
gleichmäßig glimmende Lampe müssen die Eisenblech-Elektroden gut 
gereinigt werden (gebeizt und Kathodenzerstäubung). Läßt man die 
Reinigung sein, dann erhält man flackernde Glimmentladungen. Der nächste 
Schritt ist dann, den Elektroden Kerzenflammenform zu geben. Bei 
gleichgroßen Elektroden ist Wechselstrombetrieb möglich. Warscheinlich 
hängt das Flackerbild auch von der Lage ab, senkrecht oder waagerecht.

Mit Gleichspannung erzeugt die Lampe vermutlich auch eine 
Sägezahnspannung. Der Strom ist der Glimmfläche proportional, wenn er zu 
groß wird, sinkt die Spannung am Vorwiderstand irgendwann unter die 
Brennspannung und das Spiel beginnt von neuem.
Ich kann es leider nicht nachmessen, weil ich keine habe.

Ich habe aber noch eine Meßglimmlampe mit Skala auf dem Glas und einer 
langen Drahtelektrode (AR-200 ?). Das Glimmlicht wandert proportional 
zum Strom den Draht entlang. Damit habe ich in den frühen Sechzigern 
meine Kondensatoren überprüft.

Gruß   -   Werner
Gast #4816040
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Noch keine weitere Messung, aber mit einem (sehr wahrscheinlich 
gefährlichen) Sperrschwinger-"Bausatz" mit "Hochspannungstrafo" aus 
Fernost (ebay, aliexpress, Schaltplan etwa 
http://i.ebayimg.com/images/g/VYQAAOSwKtVWynVV/s-l500.jpg ), 
funktioniert es passabel (ca. 16 kHz). Primär aber ca. 1,5 A bei 3 V! 
Sekundär kann ich ohne weiteres nicht messen.

Es reicht aber, um das Gas von außen anzuregen, so wie hier:
http://scanlime.org/2016/08/scanlime009-flame-effect/

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