Für den Anfang suche ich eine Schaltungssimulationssoftware die nichts
kostet und dazu geeignet ist, einfache Grundschaltungen zu testen,
vielleicht aber auch mal mit einem 555, ATMega oder MSP430.
Welches ist hierfür die beste Software, die man kostenlos erhalten kann?
Folgende Liste habe ich schon gesehen, allerdings kennt der ein oder
andere doch sicher schon das ein oder andere Programm und kann daher
eine Empfehlung geben, welches man nehmen sollte.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Schaltungssimulation
Das Betriebssystem kann Windows oder Linux sein, da bin ich nicht
wählerisch.
Schön wäre es aber, wenn die Software einfach und intuitiv zu bedienen
ist.
Eine Oszilloskopfunktion wäre mir ebenfalls sehr wichtig.
Falls im Bereich kostenloser Schaltungssimulationssoftware sogar eine
geben sollte, welche die Schaltung schön animiert grafisch
veranschaulichen kann, also so, dass man sieht, wie der Strom fließt,
LEDs heller oder dunkler werden, Sicherungen bei zu viel Strom
durchbrennen usw. dann wäre das natürlich noch besser.
Noch etwas, es sollte keine Trialversion sein, die nach 30 Tagen abläuft
oder Beschränkungen hat die so groß sind, dass sie nicht für kleine
Projekte ausreicht.
> Welches ist hierfür die beste Software, die man kostenlos erhalten kann?
Die Fachwelt nimmt praktisch geschlossen LT-Spice wenn es kostenlos sein
soll.
Olaf
Für klassische analog/digitalschaltungen nimmt man LT-Spice..da ist
allerdings nichts mit LED blinken...
Und Microcontroller kann man schonmal nicht simulieren, da es hierzu
keine Modelle gibt. Klar gibt es hier professionellene Lösungswege für
aber die kann man nicht bezahlen ;)
Wahrscheinlich suchst du eher eine grafisch Software für einfachste
Schlatungen, die auch keinen Anspruch an Genauigkeit haben...
TestX schrieb:> Für klassische analog/digitalschaltungen nimmt man LT-Spice..da> ist> allerdings nichts mit LED blinken...
Das werde ich mir mal anschauen.
> Und Microcontroller kann man schonmal nicht simulieren, da es hierzu> keine Modelle gibt. Klar gibt es hier professionellene Lösungswege für> aber die kann man nicht bezahlen ;)
Ok, da kann man dann wohl nichts machen.
> Wahrscheinlich suchst du eher eine grafisch Software für einfachste> Schlatungen, die auch keinen Anspruch an Genauigkeit haben...
Ja, für den Anfang wäre das sicherlich ausreichend.
Ich habe jetzt übrigens noch etwas weiter recherchiert und eine Java AWT
basierte Anwendung gefunden, die mir für den Anfang sicherlich genügen
wird.
Vor allem ist da alles animiert, einen 555 gibt es auch:
Die Software heißt Circuitmod und ist Open Source.
https://sourceforge.net/projects/circuitmod/http://circuitmod.sourceforge.net/
Sie basiert übrigens auf folgendem Java Applet:
http://www.falstad.com/circuit/
Allerdings benötigt diese Version keinen Browser mehr, sondern nur noch
eine Java Runtime Umgebung. Laut Seite der Entwickler kamen da noch ein
paar Erweiterungen dazu, die es in dem Applet nicht gibt.
Hm, ein kostenloses Programm scheint es doch zu geben, das die PIC und
einige µC der AVR Familie simulieren kann:
https://sourceforge.net/projects/simulide/?source=recommended
Das Projekt scheint allerdings noch am Anfang zu sein, die neuste
Version ist 0.2.
Ich werde die mal unter Linux testen, für Windows gibt es leider noch
eine ältere Executable mit Version 0.1.
> Ja, für den Anfang wäre das sicherlich ausreichend.
Eigentlich nicht. :)
Was du eigentlich braeuchtest das waere ein Buch das dir Etechnik von
Anfang an beibringt und dabei auch einen Simulator benutzt.
Das Problem ist naemlich das diese Simulatoren die wirkliche Welt nur
unvollstaendig abbilden. Es gibt jede Menge Schaltungen die in der
Praxis wunderbar funktionieren, aber in der Simulation rumzicken wenn
man nicht weiss was man macht. Als beispiel seien nur mal Oszillatoren
genannt. Wenn man dann noch eher ahnungslos ist und einfach was
zusammenklickt dann ist Frust vorprogrammiert. Oh und den umgekehrten
Fall, Schaltungen die man toll simulieren kann, die aber in der Praxis
mist sind, gibt es auch.
Olaf
Was Olaf da sagt hat Hand und Fuß.
In der Mechanik gilt etwas dem Sinne nach Ähnliches: Bevor man an eine
Schleifmaschine gelassen wird, darf man sich auch erst mal mit der Feile
an einem U-Stahl abarbeiten, um das Material und das Werkzeug
kennenzulernen.
Andernfalls käme man - durchaus nicht zu Unrecht -, auf die Idee mal
eben 2cm Stahl auf einen Schlag wegzufräsen. Zu Recht, weil man nicht
weiß, wie mühsam es ist, auch nur zwei Zehntel wegzukriegen. Weil man
nicht weiß, dass und wie Wirkungen skalieren.
In der Elektrotoechnik ist das Problem, dass eine fast unüberschaubare
Menge an Eigenschaften das Verhalten eines Bauteils beeinflussen. Das
Bauteile die z.B. nominell ein "Widerstand" sind, durch Bauart und
Montageart auch ein wenig Spule und ein wenig Kondensator sind. Das sie
"rauschen". Möglicherweise lichtempfindlich sind. etcpp.
Zwar sind die Simulationsprogramme in der Lage einige dieser
Eigenschaften zu berücksichtigen. Andere aber muss man ausdrücklich
hinzeichnen. Einer der Gründe warum man am Anfang mit
"Ersatzschaltbildern" zu tun bekommt. Und auch die beschränken sich auf
die prominenteren Effekte.
Moin,
Mach' dich mal frei von der Vorstellung, dass du als Komplett-Noob von
allem "das Beste" brauchst. Du brauchst was simples, einfach zu
bedienendes, das ruhig auch Schwaechen haben darf. Weil du die am Anfang
garnicht mitkriegen wirst.
Autofahren lernst du auch nicht mit einem RollsRoyce oder Ferrari oder
einem Leopardpanzer oder was sonst "das beste Auto ist".
Bei NE555 Schaltungen: Nimm die Feile in die Hand und leg' los - will
sagen: Bau' die in Echt auf. Wenn dir die neuen Teile dauernd zu teuer
werden: Bau sorgfaeltiger... Mach die Frequenzen so tief, dass du kein
Scope brauchst, sondern dir alles mit dem Multimeter angucken kannst.
Grus
WK
Olaf schrieb:> Die Fachwelt nimmt praktisch geschlossen LT-Spice wenn es kostenlos sein> soll.Hegdert schrieb:> ATMega oder MSP430
Die Fachwelt weiss aber auch, dass man mit LTSpice keine Mikrocontroller
simulieren kann.
W.A. schrieb:> Die Fachwelt weiss aber auch, dass man mit LTSpice keine Mikrocontroller> simulieren kann.
Die Fachwelt weiß weiterhin, dass diese Art der Simulation nicht
sonderlich sinnvoll ist. In Zeiten von Discovery Boards und Co. Mit
Spottbilligen debuggern machst das einfach auf der echten Hardware. Die
Peripherie lässt sich in ltspice gut simulieren.
Btw weiß die Fachwelt auch dass ltspice der beste Simulator ist.
Unabhängig vom Geld. Pspice hat schlimme Bugs die seit Jahrzehnten nicht
behoben wurden.
Karl schrieb:> Mit> Spottbilligen debuggern machst das einfach auf der echten Hardware
Viele Hersteller haben in ihrer IDE auch Interpreter, so dass man auch
ohne Hardware einen Mikrokontroller simulieren kann, allerdings immer
nur die des betreffenden Herstellers.
Simulatoren für beliebige Prozessoren gibt es - ein paar auf der Welt,
denn die Prozessor-Entwickler müssen ja auch vorab simulieren. Aber das
sind keine PCs und auch keine Gross-Computer, sondern Supercomputer,
jedenfalls für PC-Prozessoren von Intel oder AMD. Und ich glaube nicht,
dass man die Software kaufen könnte, selbst wenn man unbegrenzt Geld
hat, denn da steckt ein wesentlicher Teil von deren Knowhow drin.
Georg
W.A. schrieb:> Die Fachwelt weiss aber auch, dass man mit LTSpice keine Mikrocontroller> simulieren kann.
Die Fachwelt konzentriert sich bei der Simulation auf einzelne Teile der
Schaltung zu denen es offene Fragen gibt deren Beantwortung man sich von
der Simulation verspricht. Dazu simuliert man nur das was man guten
Gewissens als maßgeblich erachtet (aus Erfahrung und/oder Wissen) und
ein angeschlossener µC wird dann meist pragmatischer Weise auch mal
schlicht auf eine kleine Handvoll Verhaltens- oder Puls-Spannungsquellen
(notfalls mit noch ein bisschen parasitärem Hühnerfutter drum herum)
reduziert.
So Abwegig wie einige das hier darstellen ist die Anfrage m.E. gar
nicht.
Vor allem als Anfänger will man ja nicht die Physikalischen Grenzen des
Prozessors bestimmen, sondern nur mal schnell schauen ob man da totalen
murks zusammengetüddelt hat.
Kann ich schon verstehen, dass man das während der Planung mal
ausprovieren möchte ohne viel aufzubauen.
Bin dabei mal auf Proteus Lab gestoßen.
Taucht nicht in der Liste der Simulationsprogramme im artikel auf.
Man kann seinen code in einen virtuellen controller laden und dann in
einer digitalschaltung simulieren wenn ich das richtig verstehe.
Die Demoversion scheint stark kastriert und die Vollversion sehr teuer
zu sein.
https://www.youtube.com/watch?v=eDkIXWBkdqI
Sieht nach der gesuchten Sache aus. Selbst wenn es zu teuer ist.
Evtl gibts ja ne kleine version oder was vergleichbares von einem
günstigeren anbieter
Jetzt aber schrieb:> Echte Kerle simulieren nicht, die machen....
Fehler und mindestens 2 Redesigns. ?
Ne, Simulation ist schon was Gutes ?(Dank sei LT)
wenn man es nicht übertreibt.
?il Conte?
Marc V. schrieb:> Einen uC zu simulieren ist geradezu trivial im Vergleich zu einer> Analogschaltung.
Jeder µC ist eine (nichtlineare) Analogschaltung. Ob du dann das
Analogverhalten oder das stark abstrahierte Digitalverhalten simulierst,
hängt von der Fragestellung ab.
Bei Dingen, wie Signallaufzeiten auf einem PC-Motherboard wird man z.B.
mit dem abstrahierten digitalen Verhalten alleine nicht weit kommen.
Achje. Much ado about nothing.
Qucs kann ich empfehlen. Das kommt wohl am nächsten ran, kann auch
Spice-Modelle verarbeiten. VHDL-Cosimulation soll wohl auch gehen, aber
ob das wer schon mit CPUs probiert hat...
Ansonsten: Nicht viel labern, machen.
Wolfgang schrieb:> Jeder µC ist eine (nichtlineare) Analogschaltung. Ob du dann das> Analogverhalten oder das stark abstrahierte Digitalverhalten simulierst,> hängt von der Fragestellung ab.
Das Analogverhalten bei der Befehlsausführung kann wohl nur die
Designer interessieren. Bei der Simulation interessiert nur das
Verhalten nach der entsprechenden Anzahl der Clocks.
Wolfgang schrieb:> Bei Dingen, wie Signallaufzeiten auf einem PC-Motherboard wird man z.B.> mit dem abstrahierten digitalen Verhalten alleine nicht weit kommen.
Motherboard und CPU sind zwei Paar Schuhe - das ist dann wiederum
eine Analog Simulation.
Strubi schrieb:> Qucs kann ich empfehlen.
Leider ist dort aber die transiente Simulation broken bis zur
Unbenutzbarkeit. Ich sag nur "Jacobian Singular". Wenn diese
Fehlermeldung kommt hört der Spaß auf, und zwar gründlich, und nach
einem halben Tag erfolglosen Ärgers hat mans dann in LTSpice nachgebaut
und schiebt Qucs wieder für weitere 10 Jahre in die Warteschlange in der
leisen Hoffnung daß bis dahin vielleicht doch die Entwicklung von Qucs
wieder von irgendwem aufgenommen und fortgeführt und solche
showstopper-Bugs endlich gefixt sein werden.
Bernd K. schrieb:> Leider ist dort aber die transiente Simulation broken bis zur> Unbenutzbarkeit. Ich sag nur "Jacobian Singular". Wenn diese> Fehlermeldung kommt hört der Spaß auf, und zwar gründlich, und nach> einem halben Tag erfolglosen Ärgers hat mans dann in LTSpice nachgebaut> und schiebt Qucs wieder für weitere 10 Jahre in die Warteschlange in der> leisen Hoffnung daß bis dahin vielleicht doch die Entwicklung von Qucs> wieder von irgendwem aufgenommen und fortgeführt und solche> showstopper-Bugs endlich gefixt sein werden.
Ok, das ist ein nerviger Klassiker. Sollte allerdings inzwischen gefixt
sein, bzw. der Solver etwas informativer sein. Die Eigenwertprobleme
kann man aber auch bei Spice haben.
Bin aber über die aktuelle Entwicklung nicht up to date, nach der
Verwirrung qucs/qucs studio habe ich aufgegeben.
Wenn man gratis will, muss man halt im Sinne der OpenSource auch mal im
Dreck wühlen, sprich, Bugs selber fixen.
Marc V. schrieb:> Das Analogverhalten bei der Befehlsausführung kann wohl nur die> Designer interessieren.
Spätestens wenn am Analogeingang eines µC ein Kondensator hängt oder am
PWM-Ausgang ein MOSFET die POWER-LED dimmen soll, stehst du mit einer
auf Befehlszyklen reduzierten Betrachtungsweise schnell im Regen.
An so einem Analogmultiplexer finden viele Effekte statt, wo nur
Analogsimulation hilft und bei Leistungstreibern sieht es nicht anders
aus.
Wolfgang schrieb:> An so einem Analogmultiplexer finden viele Effekte statt, wo nur> Analogsimulation hilft und bei Leistungstreibern sieht es nicht anders> aus.
Sage ich doch die ganze Zeit, oder ?
Was am Ausgang dranhängt, interessiert doch bei der uC-Simulation
überhaupt nicht. Portpin wird auf einen bestimmten Wert gesetzt oder
es wird eine gewisse Spannung erzeugt. Ob dieser Wert, bzw. Spannung
erhalten werden kann, entscheidet die Analog-Simulation.
Und wie sich die Spannung am Eingang ändert, interessiert bei der
uC-Simulation nur zu bestimmten Zeitpunkten und die sind eben durch
uC-Taktzyklen vorgegeben, aber die entsprechende Werte werden durch
Analogteil-Simulation berechnet oder eben nur als solche angenommen.
Jungs. The right Tool for the right Job.
Algorithmus simulieren? Pc mit Compiler und Debugger und File io für
logdateien.
Controller simulieren? Controller in echt nehmen. Die simulatoren können
meistens nicht die ganze Peripherie. Wie sollen die sich einen USB oder
SD Karte oder externen Interrupt sinnvoll darstellen?
Analog simulieren? Ltspice.
Alles andere hat sich aus gutem Grund nicht durchgesetzt.
Okay, ich denke ich werde jetzt einfach mal mit den 3 kostenlosen
Programmen arbeiten, dann sehe ich auch die Unterschiede bei der
Simulation zwischen dem einen oder anderen Programm, also nehme ich:
- LTSpcie, weil es am genausten analoge Schaltungen simulieren kann
- Circuitmod, weil es alles schön grafisch für Anfänger präsentieren
kann
- SimulIDE, weil ich damit AVR und PIC µC nutzen kann.
qucs kenne ich schon, von der Präsentation verhält sich aber wie
LTSpice, da LTSpice aber vom Simulationsaspekt ausgereifter ist, wie ihr
sagt, nehm ich dann doch besser gleich LTSpice.
Das alles dann im Kombination mit echter Hardware auf dem Steckbrett.
Zu dem vorgeschlagenen NI Multisim als Studentenversion sage ich mal
danke für den Tipp, aber ich denke ich werde es erstmal mit den drei
obigen probieren.
Proteus Lab sieht sehr gut aus, aber als Einsteiger stecke ich das Geld
doch besser erst einmal in ein Oszilloskop.
Danke auf alle Fälle auch für den Einblick in die Simulationswelt und
euren Erfahrungsberichten dazu, so erfährt man auch wo die Schwachpunkte
der Simulationen liegen.
Dergute W. schrieb:> Moin,>> Mach' dich mal frei von der Vorstellung, dass du als Komplett-Noob von> allem "das Beste" brauchst. Du brauchst was simples, einfach zu> bedienendes, das ruhig auch Schwaechen haben darf. Weil du die am Anfang> garnicht mitkriegen wirst.
Ja, da gebe ich dir vollkommen recht.
Deswegen nutze ich für das PCB Layout ja auch nur KiCad und kaufe mir
nicht eine für Hobbyansprüche unbezahlbare Altium Lizenz.
> Bei NE555 Schaltungen: Nimm die Feile in die Hand und leg' los - will> sagen: Bau' die in Echt auf. Wenn dir die neuen Teile dauernd zu teuer> werden: Bau sorgfaeltiger... Mach die Frequenzen so tief, dass du kein> Scope brauchst, sondern dir alles mit dem Multimeter angucken kannst.>> Grus> WK
Bei einem Dickson Doubler und wenn ich mich nicht irre, auch bei einem
Step Up Wandler mit Spule dürfte es mit dem Multimeter und niedrigen
Frequenzen aber schwer werden, da hat ein Scope das 10 kHz und mehr
messen kann schon wesentliche Vorteile.
Texas Instruments scheint auch noch eine kostenlose Simulationssoftware
Namens Tina TI anzubeiten, laut einigen Internetkommentaren soll sie ein
Gegenstück Linear Technologies LTSpice darstellen.
Hat dazu jeamnd schon Erfahrung gesammelt und kann dazu etwas sagen?
Hier der Link:
http://www.ti.com/tool/tina-ti
Es trifft sich eigentlich ganz gut, dass sie von LTSpice seit dem 18.11.
eine neue Version haben.
Habe dazu aber eine Frage.
Bis jetzt komme ich damit eigentlich gut zu recht.
Das erstellen des Schaltplans geht ganz gut von der Hand.
Etwas umständlich ist lediglich die Bauteilauswahl, aber mit den
Cursortasten kann man ganz gut durch diese Bauteilauswahlliste
durchlaufen,
es ist halt nur nicht besonders effizient.
Trotzdem suche ich mir gerade einen Wolf ab, da ich ein einfaches
Clocksignal benötige.
Muss ich mir das jetzt mit einem NE555, den ich gefunden habe, selbst
zusammenbauen oder bietet das Programm auch ein einfaches Element an,
das diese Aufgabe erfüllt und den Rest dahinter versteckt?
Zur eigentlichen Simulation bin ich noch nicht gekommen.
Das kommt nachher.
Dann habe ich noch eine Frage.
Kann man irgendwo einstellen, dass Schaltsymbole nach DIN Norm verwendet
werden?
Gefunden habe ich dazu nämlich leider nichts.
Unter "Misc" gibt es einen European Resistor. Das ist das was du gesucht
hast.
Die Spannungsquelle heißt "Voltage".
Bauteil platzieren:
Funktionstaste F2
Dann einfach in dem Suchfeld den/die Anfangsbuchstabe(n) eintippen.
Rechtsklick auf das platzierte "Voltage" symbol im Schaltplan, dann die
Pulse-Quelle wählen.
Hegdert schrieb:> Trotzdem suche ich mir gerade einen Wolf ab, da ich ein einfaches> Clocksignal benötige.
Das machst Du über eine Spannungsquelle (Voltage), dann Rechtsklick
darauf zur Konfiguration, auf "Advanced" klicken, eine passende Funktion
auswählen. Als Taktgenerator bietet sich "Pulse" an.
Gleich ein Tipp: nimm "realistische" Werte für die Flankensteilheit,
z.B. 10ns - mit "idealen" Rechtecksignalen (Trise,Tfall=0 => unendliche
Flankensteilheit) handelt man sich Probleme bei der Simulation ein.
Helmut S. schrieb:> Unter "Misc" gibt es einen European Resistor. Das ist das was du> gesucht> hast.
Hm, eigentlich dachte ich, ich könnte die US Symbole für die bestehenden
Widerstände einfach auf EU Symbole umschalten und fertig, denn immerhin
sind die Grundbauteile wie Widerstand und Spule alle oben in der Leiste
oder über die Tastatureingabe leicht zugänglich.
Wenn ich den Widerstand mit euro Symbol haben will und den dann unter
Misc suchen muss, dann geht das zwar irgendwie, aber das ist doch recht
ineffizient.
Schade, aber so bleibe ich dann doch eher bei den US Symbolen. Trotzdem
Danke.
> Die Spannungsquelle heißt "Voltage".>> Bauteil platzieren:> Funktionstaste F2> Dann einfach in dem Suchfeld den/die Anfangsbuchstabe(n) eintippen.>> Rechtsklick auf das platzierte "Voltage" symbol im Schaltplan, dann die> Pulse-Quelle wählen.
Ah, stimmt. Danke für den Hinweis.
Wenn ich die Voltage Spannungsquelle ausgewählt habe, dann poppt ein
Menü auf, dort habe ich dann in der Functionsliste das erste PWL in der
Liste gewählt, aber jetzt werde ich mit einer Vielzahl an
Einstellmöglichkeiten erschlagen.
Sorry wenn ich da so frage, aber ich bin da noch Anfänger, wo kann ich
da einfach die Frequenz eingeben, so dass ich ein digitales
Rechtecksignal mit z.b. 1 KHz erhalte?
Hegdert schrieb:> Sorry wenn ich da so frage, aber ich bin da noch Anfänger, wo kann ich> da einfach die Frequenz eingeben, so dass ich ein digitales> Rechtecksignal mit z.b. 1 KHz erhalte?
Die Frequenz kannst Du in der Spannungsquelle nicht direkt als Parameter
angeben, Du kannst aber z.B. die Impuls- und Periodendauer bei "PULSE"
als Rechenformel angeben, z.B. {1/freq} für die Periodendauer. Dann
kannst Du per Spice-Directive (".op"-Symbol) "freq" als Parameter
definieren und voila, schon kannst Du einfach eine beliebige Frequenz
eingeben!
(siehe Anhang)
Hegdert schrieb:> Wenn ich den Widerstand mit euro Symbol haben will und den dann unter> Misc suchen muss, dann geht das zwar irgendwie, aber das ist doch recht> ineffizient.
Wenn Du lieber andere Symbole magst, kannst Du die original
Librarary-Symbole auch einfach bearbeiten oder ersetzen. Mit
Ctrl-Rechtsklick auf den Widerstand, dann auf "Open Symbol" kannst Du
den Widerstand so ändern, wie Du magst.
Andere Möglichkeit: Du sucht nur einmal zu Beginn des
Schaltplanzeichnens den Euro-Widerstand aus "Misc", und wenn Du später
weitere Widerstände in die Schaltung einbauen willst, klickst Du nicht
auf das "Resistor"-Symbol, sondern auf "Copy" (neben der Schere) und
dann auf einen schon vorhandenen Widerstand.
Hegdert schrieb:> Hm, eigentlich dachte ich, ich könnte die US Symbole für die bestehenden> Widerstände einfach auf EU Symbole umschalten und fertig
Du kannst die Symboldatei (jedes Symbol hat seine eigene Datei) für den
europäischen Widerstand kopieren, umbenennen und den amerikanischen
damit ersetzen. Von dem Moment an sind dann in allen (neuen wie auch
alten) Schaltplänen alle Widerstände rechteckig.
Google mal nach der genauen Vorgehensweise, die genauen Ordner- und
Dateinamen weiß ich jetzt nicht auswendig, aber diese Vorgehensweise
wurde schon von einigen Leuten in diversen Howtos beschrieben, ich habs
auch schon gemacht und es funktioniert.
Jetzt aber schrieb:> Echte Kerle simulieren nicht, die machen.
Mein Simulator ist der eigene Schädel!
Man sieht es hier im Forum, dass diverse I***t*n einfache
Grundschaltungen simulieren und nicht begreifen - ergo ersetzt ein
Simulator kein Basiswissen. Sehrwohl habe ich Kollegen, die Teile ihrer
Schaltung simulieren, diese simulieren allerdings kein Fachwissen, das
haben die nämlich tatsächlich im Kopf.
"Echte Kerle simulieren nicht, die machen." würde ich so pauschal also
nicht unterschreiben, zuerst sollte man sich aber mal am Lötkolben mit
Netzgerät / DVM und evtl. Scope austoben, um zu verstehen, was man tut.
KnowItAll schrieb:> LTSpice
Toll!
Nach ca. 40 Beiträgen hast du den Namen der Software herausgefunden, um
die es sich hier dreht!
Schön ist auch deine ausführliche Beschreibung.
Kurz gesagt, dein Beitrag hat die Welt ein Stück besser gemacht :-D
Heureka schrieb:> Kurz gesagt, dein Beitrag hat die Welt ein Stück besser gemacht :-D
Gut, dann sag ich noch etwas zu LTspice. Hier im Forum hat man einen
sehr guten Support für LTspice. Es gibt hier einige Experten und
natürlich Helmut S., der LTspice Guru.
mfg klaus
Jetzt aber schrieb:> Echte Kerle simulieren nicht, die machen.
Richtig, man macht über ein halbes Jahr lang 6 Iterationen eines
HF-boards, bis es endlich vernünftig läuft, durch die EMV-Prüfung kommt,
wenig korrigierpflichtige Fehler in den RAM-Daten hat und zahlt dafür
dem Layouter und den Bestückern eine 6stellige Summe, als den Simulator
anzuwerfen, 2 Wochen zu investieren und es sicher zu machen, was ein
Zehntel davon kostet.
Rolf S. schrieb:> Jetzt aber schrieb:>> Echte Kerle simulieren nicht, die machen.>> Richtig, man macht über ein halbes Jahr lang 6 Iterationen eines> HF-boards, bis es endlich vernünftig läuft, durch die EMV-Prüfung kommt,> wenig korrigierpflichtige Fehler in den RAM-Daten hat und zahlt dafür> dem Layouter und den Bestückern eine 6stellige Summe, als den Simulator> anzuwerfen, 2 Wochen zu investieren und es sicher zu machen, was ein> Zehntel davon kostet.
Richtig. Simulation komplett abzulehnen zeugt von Realitätsverweigerung.
Genauso könnte man auch sagen:
"Chuck Norris baut alles auf Anhieb richtig."
Erwin D. schrieb:> Richtig. Simulation komplett abzulehnen zeugt von Realitätsverweigerung.
Eigentlich fängt die Verweigerung der Realität schon damit an, nicht
jede Schaltung mal zu simulieren. Das geht heute rapid und genau. Auch
PCB Simulationen mit den Leiterbahnen sind sehr genau geworden die
jüngste Zeit.
Weshalb sollte man etwas simulieren, das man begriffen hat und weiss
wie's geht ? Um herauszufinden, dass die Flanke nun entgegen den
Abschaetzung von ca 10ns, nun 10ps laenger ist ?
Es ist ja schoen einen 555 zu simulieren, aber mit 3 Parametern, die ich
im Kopf ausrechnen kann bin ich auch dabei.
Sorry.
Ich musste bisher LT Spice einmal anwerfen, um einen Diodentreiber zu
rechnen. Da wollten wir eine Pindiode in weniger als 1ns mit einem ECL
Signal schalten. Das brauchte eine Stufe mit genau einem Transistor und
ein paar Widerstaenden.
Sapperlot W. schrieb:> Da wollten wir eine Pindiode in weniger als 1ns mit einem ECL> Signal schalten. Das brauchte eine Stufe mit genau einem Transistor und> ein paar Widerstaenden.
Hast Du die ns auch mit dem Oszi nachgemessen?
>Hast Du die ns auch mit dem Oszi nachgemessen?
Nein, da misst man sehr schnell Mist. Denn das Signal war nicht fuer 50
Ohm gedacht. Wir haben dann das Spektrum der Mikrowellenpulse gemessen.
Der beste simulator ist immernoch KOPF. Die kostenlosen Plugins LT Spice
oder einen Avr oder sonstwie uC Simulator dann wahlweise von KOPF
verknüpfen lassen.