Liebe Spezialisten,
ich bin nicht der Kontroller Freak.
Ich möchte eine Gleichspannung von 0 bis 9 Volt über einen Zeitraum von
ca. 30 bis 100 Sekunden linear ansteigen lassen.
Geht das auch mit einer einfachen, analogen Schaltung?
Google hat mir nicht geholfen, Sanftanlauf gibt es nur im Kontext von
großen Lasten.
Kann jemand eine analoge Schaltung skizzieren, beschreiben?
Vielen Dank für eure Hilfe.
Analogercontroller schrieb:> Ich möchte eine Gleichspannung von 0 bis 9 Volt über einen Zeitraum von> ca. 30 bis 100 Sekunden linear ansteigen lassen.>> Geht das auch mit einer einfachen, analogen Schaltung?
Ja, nennt sich "Spule". Eine der einfachsten denkbaren analogen
Schaltungen. Blöd ist halt bloß, dass die Dinger ein wenig sperrig
werden können, wenn die Zeitkonstante derart hoch ist...
Das sollte man doch besser zu was digitalem wechseln...
Trollalarm!!!
Moin,
Aber wie so oft gibts auch statt Schaltungen mit dicken Spulen,
Schaltungen mit Widerstaenden, Kondensatoren und OpAmp(s) oder
Transistor. Heisst dann Integrator oder Miller-Integrator.
Gruss
WK
Dergute W. schrieb:> Aber wie so oft gibts auch statt Schaltungen mit dicken Spulen,> Schaltungen mit Widerstaenden, Kondensatoren und OpAmp(s) oder> Transistor. Heisst dann Integrator oder Miller-Integrator.
Ja, geht auch mit Röhren. Früher(tm), also nach der Erfindung der
Verstärkerröhre würde man sowas benutzt haben, um nicht auf die
Riesenspule angewiesen zu sein. Aber heute? Wozu? Mit welchem Vorteil
gegenüber einer digitalen Lösung?
Analogercontroller schrieb:> Mit welchem Vorteil> gegenüber einer digitalen Lösung?>>> Wer lesen kann.......
Stellt fest, dass es nirgendwo eine stichhaltige Begründung für den
Wunsch nach einer analogen Lösung gab...
Tipp: "Ich bin zu doof/faul" zählt leider nicht wirklich...
c-hater schrieb:> Stellt fest, dass es nirgendwo eine stichhaltige Begründung für den> Wunsch nach einer analogen Lösung gab...
Ja und? Wenn ich eine Pizza Margherita bestelle muss ich auch nicht
diskutieren, warum.
"Ich bin zu doof/faul" zählt leider nicht wirklich...
Na zu faul um hier einfach nur Mist zu verzapfen und Deine Zeit zu
vergeuden bist Du wohl nicht, anscheinen nichts besseres zu tun?!
Zu doof sehr wohl, in jeder Beziehung.
Halt Dich doch bitte hier raus und mach nen eigenen Thread für
Doofmannsgehilfen und Karussellbremser auf.
Mann, was ist das bloß für ein bissiger Köter?
Google hilft doch wenn man richtig sucht...
https://www.falstad.com/circuit/e-555saw.html
Der gute alte 555.
Das ist der c-hater Compiler noch nicht mal fertig, so schnell ist das
gelötet?
Am Ausgang hängt dann ein infernalisch lauter Piezoschreihals mit 100mA
Bedarf.
Damit sichere ich die Tiefkühltruhe gegen Abtauen und WAF ist gewahrt,
da niemand vor Schreck sofort tot umfällt.
Danke
c-hater schrieb:> "Ich bin zu doof/faul" zählt leider nicht wirklich...
Aber
"Ich bin der C-Hater, deswegen meide ich einfache, gut funktionierende
Schaltungen mit Kondensatoren und bevorzuge stattdessen komplizierte,
schlecht funktionierende Schaltungen mit riesigen Spulen"
zählt, oder? ;-)
Analogercontroller schrieb:> Ich möchte eine Gleichspannung von 0 bis 9 Volt über einen Zeitraum von> ca. 30 bis 100 Sekunden linear ansteigen lassen.>> Geht das auch mit einer einfachen, analogen Schaltung?
Ja, 100 Sekunden sind machbar.
Was passiert dann ? Bleibt bei 9V, geht wieder auf 0V ?
Geht erst wieder auf 0V wenn ein Schalter betätigt wird ?
Langsames auf- und abdimmen für Dimmer mit 0-10V Steuereingang durch
Nutzen der Offseteinstellung eines Integrators und
Ausgangsspannungsbegrenzung des CA3140, für Aquarien Sonnenaufgänge und
-untergänge:
c-hater schrieb:> Aber heute? Wozu? Mit welchem Vorteil> gegenüber einer digitalen Lösung?
Die Frage habe ich mir auch oft gestellt. Es gibt aber Vorteile analoger
Schaltungen, einerseits arbeiten die "gewissermaßen" in Echtzeit,
anderseits ist so eine Schaltung reparierbar.
Von einem Bekannten bekam ich ab und an Weidezaungeräte zur Reparatur.
Meist werkelt drinnen ein 555er, der ist auch ohne Herstellerunterlagen
und großem Aufwand ersetzbar. Wenn ich sowas bauen/entwickeln müsste
wäre ich vermutlich auch der Versuchung erlegen und hätte einen Attiny13
genommen. Damit wären 3 Bauteile gespart, die Entwicklung wäre einfacher
aber die Reparierbarkeit wäre nicht mehr gegeben.
Mike schrieb:> Die einfachste Lösung wäre mit einem Kondensator,> einem Widerstand und einem Operationsverstärker.> Siehe unter Integrator.
Genau.
Z.B.:
R = 2.2MOhm
C = 2.2µF
Ue = -0.484V
--> Ua steigt um 0.1V/s.
Ein Mikroschalter ( Türschalter ) schaltet die gesamte Mimik /
Spannungsversorgung ein.
Wird die Tür wieder geschlossen, ist alles ok und Spannung aus.
Ansonsten ertönt ein immer lauter werdender Alarm, damit Frau auf die
noch geöffnete Tür hingewiesen wird.
Sonst taut die Kühltruhe ab, was bei uns locker 2-3 Mal im Jahr
passiert.
Meist war ich dann zu dusselig.
Die ASCII Zeichnung ist kaum zu durchschauen?
Analogercontroller schrieb:> Der gute alte 555.
ich dachte gerade an einen Unijunction oder Doppelbasis Transistor der
oft als Sägezahngenerator eingesetzt wurde.
Aber 9s, k.A. ist zu lange her und die Transistoren scheinen auch
ausgestorben zu sein.
Die alte Gilde, die das noch ohne MC kann, scheint langsam auszusterben.
Aber analog und linear, wie das der TO will wird schwierig.
Ist ein Kondensator im Spiel, folgt das der e-Funktion.
Also nicht linear.
Aber ohne MC und trotzdem Digital geht es.
Taktgenerator, Eprom, D/A-Wandler geht.
Evtl. kann man auch eine 10-Fach LED Anzeige dazu mißbrauchen.
Analogercontroller schrieb:> Ein Mikroschalter ( Türschalter ) schaltet die gesamte Mimik /> Spannungsversorgung ein.> Wird die Tür wieder geschlossen, ist alles ok und Spannung aus.>> Ansonsten ertönt ein immer lauter werdender Alarm, damit Frau auf die> noch geöffnete Tür hingewiesen wird.>> Sonst taut die Kühltruhe ab, was bei uns locker 2-3 Mal im Jahr> passiert.> Meist war ich dann zu dusselig.>> Die ASCII Zeichnung ist kaum zu durchschauen?
OK, das hat mit Deiner Ausgangsfrage dann wirklich gar nichts zu tun.
Weder brauchst Du es linear (darum geht ein 555 auch, der wurde nämlich
am Ende genau nicht linear sondern einfach gebaut und dadurch
erfolgreich)
noch brauchst Du es wirklich ansteigend, denn eigentlich willst Du ja
ein Karrenzzeit (z.B. 20s) und dann ein Signal, gerne auch lauter
werdend.
Damit kannst Du eigentlich alles nehmen, was irgendie etwas zum leuchten
bringt. Ein Monoflop, ein 555, ein Timer, ....
Eigentlich reicht schon ein Lampe, die direkt mit dem Schalter gekoppelt
ist. Wenn der Kühlschrank "zu" ist und die Lampe trotzdem leuchtet,
wirst Du irgendwie stutzig. Wenn der Kühlschrank auf ist, wirst Du sie
total ignorieren.
Analogercontroller schrieb:> Ich möchte eine Gleichspannung von 0 bis 9 Volt über einen Zeitraum von> ca. 30 bis 100 Sekunden linear ansteigen lassen.
Mit Hilfe einer Strombegrenzung (aus 2 Transistoren und 2 Widerständen)
füllst du einen Kondensator, das passiert recht linear.
Die Spannung von Kondensator lässt du auf einen Spannungsfolger gehen,
das kann ein OpAmp sein oder einfach ein NPN-Transistor (Basis an den
Kondensator, Kollektor an +12V, Emitter an den Ausgangskondensator).
Wenn du das Ganze einstellen möchtest, dann ersetzt du den Widerstand R2
der Strombegrenzung gegen einen Poti/Trimmer.
Ein Beispiel ist im Anhang.
Bei der Z-Diode musst du etwas probieren, der Spannungswert einer
Zenerdiode ist für 5mA angegeben, aber hier fließt nur ein sehr kleiner
Strom, daher die 8,2V Z-Diode und ein paar normale Dioden zu einstellen
einer passenden Spannung.
Ich würde da auch eher einen Integrator nehmen. Nachteil ist das du eine
bipolare Versorgung brauchst.
Wenn du keine bipolare Versorgung willst und kannst das Signal auf eine
andere Referenz beziehen statt GND, könntest du auch die Schaltung im
Anhang verwenden. Die 30 bis 100s könntest du ganz einfach linear in
einem Poti einstellen das man beispielsweise von 300k bis 1M einstellen
kann. Wenn du parallel zu dem Kondensator noch einen Schalter machst um
ihn kurz zu schließen, kannst du die Rampe wieder auf den Anfangswert
zurücksetzen.
Meine Güte...
Da sind wirklich keinerlei Grundlagen mehr erkennbar. Das Aufladen eines
Kondensators mit Konstantstrom fuehrt zu keiner "recht" linearen
Spannung, sondern zu einer exakt linearen. Das sagt die DGL, die den
Kondensator beschreibt. Was man hier mit einer Spule soll...Unklar.
Fuer eine ausreichend genaue Stromquelle braucht es auch nicht 17
Operationsverstaerker, die auf moeglichst krass undurchsichtige Weise
integrieren, sondern eine Referenzspannung und einen Transistor.
Im Anhang ein Vorschlag. Beteiligt ist ein 24k Poti, das in der
Simulation von 0Ohm bis 24kOhm in 2kOhm Schritten durchgehuepft wird und
damit die Einstellbarkeit der 30..100s gewaehrleistet.
Moechte man nennenswert Strom aus dem Ausgang ziehen, muss man diesen
nochmal puffern.
VG
Man könnte auch prima über einen Getriebemotor ein Poti drehen. Evtl Mit
etwas Machanik drum rum, die das Poti per Feder zurückschnappen lässt,
Nockenscheibe mit Schalter um den Motor wieder abzuschalten ...
Oder per Murmelklackerbahn, bei der eine Kugel eine Schiene mit Poti
dran kippt ....
Oder eine Pumpe, die Wasser in ein Behältnis auf einem Wiegemechanismus
pumpt ...
... Sanduhr deren Füllstand per Lichtschranke erfasst wird ...
AndreKolbe schrieb:> sondern zu einer exakt linearen...
Ja ja, so einfach kann das mit nur einem Transistor funktionieren!
Da der Transistor aufgrund der hohen Widerstände im Emitter auch einen
hohen Eingangswiderstand an der Basis hat, kann man die Z-Diode sogar
durch einen 2k2 Widerstand ersetzen. R1 muss dann aber von 2k2 auf etwa
22k vergrößert werden!
Der so entstandene Spannungsteiler hält wegen der geringen Belastung von
dem hochohmigen Eingangswiderstand des Transistors, seine Spannung
relativ konstant.
Voraussetzung ist natürlich eine stabile 12V Versorgungsspannung!
Analogercontroller schrieb:> Ein Mikroschalter ( Türschalter ) schaltet die gesamte Mimik /> Spannungsversorgung ein.> Wird die Tür wieder geschlossen, ist alles ok und Spannung aus.>> Ansonsten ertönt ein immer lauter werdender Alarm, damit Frau auf die> noch geöffnete Tür hingewiesen wird.>> Sonst taut die Kühltruhe ab, was bei uns locker 2-3 Mal im Jahr> passiert.> Meist war ich dann zu dusselig.
Vielleicht wäre ein Türschliesser da besser geeignet:
https://img.sopomarkt24.de/item/images/3033/full/03580-1.JPG
Ansonsten brauchst Du m.E. keine "Gleichspannung von 0 bis 9
Volt über einen Zeitraum von ca. 30 bis 100 Sekunden linear
ansteigen lassen", sondern einfach nur ein Zeitrelais. Das
kann man fertig kaufen oder einfach mit einem 555 o.ä. selber
bauen. Viele Schaltungen im INet wirst Du mit "Anzugsverzöge-
rung" finden.
Hallo,
nachdem dier c-hater mundtot ist, gibt es hier echt richtig konstruktive
Vorschläge und auch die Theorie kommt nicht zu kurz, siehe Kondemstator
DGL.
Meine Anforderungen mögen sich etwas merkwürdig anhören, sind aber
bedingst durch das was ich schon habe.
Eine Frau mit extrem hohem WAF, eine Türschalter (Microschalter) und
einem vorhandenen Piezokreischer, unglaublich laut.
Und der ist richtig gut geeignet, weil er auch noch 2 Etagen entfernt
unüberhörbar ist. Wenn der direkt an der Kühltruhe losbrüllt, kann man
sich vorstellen wie der WAF da gefordert ist, zumal die Dame das Hauses
auch noch HNO Ärztin ist und die Apparatur ansonsten durch das
Gesundheitsamt stillegen lässt ;-).
Den Vorschlag vermöge einer Lampe auch nocht eine optische Warnung zu
geben ist ne tolle Idee.
Meine Recherche bezüglich des NE555 (ja, linear, weil durch eine KSQ mit
nur einem Transistor veredelt), ist schon fast das Optimum bezüglich
Funktionalität und Aufwand.
Beitrag "Saegezahngenerator mit drei Transistoren"
hatte ich auch schon bei Youtube gefunden.
Wenn ích Zeit zund Muße finde, bau ich das auch mal nach, allemal sehr
interessant.
Der analoge Forenteil scheint mir hier sehr viel entspannter und
unaufgeregter zu sein.
Dazu mit gutem Hintergrundwissen versehen.
Super, danke.
Lasst uns weiter diskutieren ;-)
hm,
du hast trozdem das Problem, dass dein Summer ziemlich schnell
losschreit. Besser wäre es wirklich, wenn du nach einer Zeit das Ding
gleich auf volle Lautstärke stellst.
So nach 2mins gibts einen Alarm. Sonst geht das Ding ja schon los, kurz
nachdem der Kühlschrank auf ist. Immer Nerven darf es ja auch nicht. Das
treibt den WAF runter.
Erich schrieb:> Heutiger Top 1 der blödsinnigsten Fragen.
Warum das denn?
Der Gerd hat dazu eine passende Lösung gezeigt, die durchaus sinnvoll
sein kann und erheblich schlichter ist, jede denkbare Lösung mit
Mikrocontroller.
Beitrag "Re: Auch ohne Mikrokontroller möglich?"
Erich schrieb:> Heutiger Top 1 der blödsinnigsten Fragen.> Freitag ist morgen.>> TROLL ALARM
Voll daneben,
die Frage war von gestern, nicht von heute.#
Morgen ist Freitag.
Leg dich wieder hin;-)
nicht"Gast" schrieb:> hm,>> du hast trozdem das Problem, dass dein Summer ziemlich schnell> losschreit.
Nein das haben icht nicht, es passt super. Natürlich habe ich das
ausprobiert
Besser wäre es wirklich, wenn du nach einer Zeit das Ding
> gleich auf volle Lautstärke stellst.>> So nach 2mins gibts einen Alarm. Sonst geht das Ding ja schon los, kurz> nachdem der Kühlschrank auf ist.
Es geht nach ca. einer Minute langsam Bergauf. Da sollte jede
Kühlschranktür schon geschlossen sein.
Und natürlich kann ich das noch anpassen.
Immer Nerven darf es ja auch nicht. Das
> treibt den WAF runter.
Analogercontroller schrieb:> Eine Frau mit extrem hohem WAF, eine Türschalter (Microschalter) und> einem vorhandenen Piezokreischer, unglaublich laut.
Hast du auch schon mal geprüft, ob eine linear ansteigende Spannung auch
eine linear ansteigende Lautstärke zur Folge hat, bzw. zumindest das,
was du dir vorstellst? Und, ist das wirklich wichtig?
Wie verhält sich eigentlich dein Schallgeber, wenn man da die Versorgung
so langsam hochdreht?
Ich denke, linear ist hier nicht mal optimal, eher noch positiv
logarithmisch, so wie sich jedes Audio-Lautstärkepoti verhält.
AndreKolbe schrieb:> Das Aufladen eines> Kondensators mit Konstantstrom fuehrt zu keiner "recht" linearen> Spannung, sondern zu einer exakt linearen. Das sagt die DGL
In der Praxis habe ich hier aber keine ideale Stromquelle, daher ist der
Strom bei meiner Anordnung auch etwas von der Spannung des Kondensators
abhängig. Daher schrieb ich auch "recht linear" ... oder wohl eher
ausreichend linear für seine Zwecke.
HildeK schrieb:> Hast du auch schon mal geprüft, ob eine linear ansteigende Spannung auch> eine linear ansteigende Lautstärke zur Folge hat, bzw. zumindest das,> was du dir vorstellst? Und, ist das wirklich wichtig?
Ja habe ich.
bei etwa 4,5 Volt fängt das Teil an zu blöcken.
Bei 6 Volt ist dann schon Volldampf.
Ich muss also schon noch etwas an der "Kurve biegen" ;-)