Habe bereits die Posting bereits durchgeschaut, aber mir ist was
grundsätzliches nicht klar.
Was kann ein PIC was ein Atmega nicht kann ?
Ich sehe es so :
( Anfänger ansicht )
Atmega :
Bascom, einfach Kostenlos, "lesbare" Befehle
Programmieren, ISP ein kabel gut ist es, oder Pollin Board geht sehr gut
Billig
Fast unverwüstbar ( schonmal verkehrt auf dem Steckbrett hat überlebt )
Unheimlich viel, bereits realisierte Anwendungen
PIC:
Nur Hochsprache
Teuere Brenner
Chips auch etwas teurer
Weniger Anwendungen
> PIC:> Nur Hochsprache
Den PIC kannst du auch in Assembler programmieren.
> Teuere Brenner
Den Brenner kannst du dir auch selber basteln (geht natürlich einfacher
wenn man den original Schaltplan und die original Software für den uC im
Brenner hast).
> Chips auch etwas teurer
Weiss ich nicht.
> Weniger Anwendungen
Ich arbeite zur Zeit fast nur mit PIC und ich denke dass der PIC in etwa
des selbe kann wie der Atmel. In meiner Firma verwenden wir auch sehr
viele PICs. Somit müssen sie (denke ich mal) für viele Anwendungen
tauglich sen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die PICs auch sehr robust
sind. Bis jetzt ist mir noch keiner durchgebrannt...
Greta schrieb:>> PIC:>>> Nur Hochsprache>>> Teuere Brenner>>> Chips auch etwas teurer>>> Weniger Anwendungen
Interresant....
Kann man mit Bascom auch PIC Programmieren ?
Ich habe irgendwo gesehen, dass es keine billige Brenner gibt...
Thomas Kiss schrieb:> Was kann ein PIC was ein Atmega nicht kann ?
Du vergleichst Äpfel mit Birnenbäumen.
PIC heißen alle MC-Familien von Microchip, von 8 .. 32 Bit
PICxxx ist quasi wie ATxxx nur die Herstellerkennung.
ATmega heißen einige MCs der AVR-Familie, die wiederum eine Familie
unter vielen ist, die Atmel herstellt.
Du solltest daher etwas genauer sein, dann kann man auch was dazu sagen.
Also welche PIC-Familie konkret willst Du mit welcher AT-Familie konkret
vergleichen?
Peter
Zwei Vorteile die mir bei den moderneren PICs einfallen sind:
- interner RC-Oszillator mit 1% Genauigkeit (UART oder USB ohne externen
Quarz möglich)
- Pin-Switch-Matrix, d.h. man kann sich Funktionen wie SPI, I2C, UART
... auf (fast) beliebige PINs legen und dadurch das Layout vereinfachen
bzw. die vorhandenen Pins mit den Wunschfunktionen belegen. Bei anderen
Controllern blockieren sich manche Funktionen gegenseitig, da sie fest
auf betimmte Pins gelegt sind.
Grundsätzlich ist es aber so ziemlich egal ob man PIC oder AVR nimmt.
> Ich habe irgendwo gesehen, dass es keine billige Brenner gibt...
Was ist für Dich billig? Das Pickit2 z.B. kostet ca. 50 Eur.
@Peter....Nette Diskussion, hoffentlich lesen auch viele die guten Tipps
hier...
Naja ich beschäftige mich zu 90% mit Atmega8 und zu 10% Atmega32 oder
habe noch 85er auch noch...
Ich wollte damals schnell mal einen Thermometer für meine Schwägerin
schneken, habe die erste Schaltung gefunden auf PIC Basis..uhh,,dachte
ich
Brenner kaufen, war nicht so billig....dann habe sehr oft gesehen, daß
Assembler benutzt wird....2 Tage hin und her gelesen, dann habe Bascom
im Netz entdeckt....bin schneller zum ergebnis gekommen...
Bin echt begeistert wie einfach man etwas machen kann, so nach dem Motto
funzt gleich...Laptop RS232 Pollin board, funzt...dann weitermit
Steckbrett.
Und los geht der 10'000ste Krieg: PIC vs AVR....!
Ich persönlich habe schon beide verwendet und bevorzuge eindeutig AVR!
Gratis:
- AVR-Studio (Assembler, AVR-GCC Support, Debugger, Programmer,
Emulator)
- Gratis C-Complier (AVR-GCC) mit professioneller Eclipse-IDE
(Unterstützt alle Typen, ohne Demo Restriktionen)
- Basic+Pascal verfügbar
- Tonnenweise Beispiele und Projekte im WWW vorhanden
Ich verwende zwar aus historischen Gruenden fast ausschliesslich AVR, da
sind aber die PWMs vermurkst, was bedeutet fuer eine PWM Maschine nimmt
man bevorzugterweise einen neuen dsPIC33. Ist leider so.
> Gratis:> - AVR-Studio (Assembler, AVR-GCC Support, Debugger, Programmer,> Emulator)
MPLAB ist auch gratis
> - Gratis C-Complier (AVR-GCC) mit professioneller Eclipse-IDE> (Unterstützt alle Typen, ohne Demo Restriktionen)
C-Compiler sind auch gratis (zumindest für die 18er-Familie). Bei den
anderen Familien weiss ich nicht.
> - Basic+Pascal verfügbar
Weiss ich nicht, brauche ich aber auch nicht
> - Tonnenweise Beispiele und Projekte im WWW vorhanden
Beim PIC ebenso.
Hallo!
> Ich verwende zwar aus historischen Gruenden fast ausschliesslich AVR, da> sind aber die PWMs vermurkst, was bedeutet fuer eine PWM Maschine nimmt> man bevorzugterweise einen neuen dsPIC33. Ist leider so.
Was sind da die Vorteile gegenüber einem AVR?
Ich benötige häufig viele PWMs und muss deswegen zu z.B. Mega640
greifen, obwohl die meisten IOs dann ungenutzt bleiben und der Chip
nicht gerade günstig ist.
Gruss
Thomas
Heinz B. schrieb:>> - Basic+Pascal verfügbar
PicBasic gibt es von min. 10 verschiedenen Herstellern teilw. in super
Qualität. Foren, EV-Bords in Hülle und Fülle, Billigbrenner (seltsames
Kriterium ) Hardwaresimulation (Billig) In circuit Debugging usw .usf.
Eine sehr große Community aber alles in englischer Sprache.
C-Control von Conrad arbeitet glaub ich auch damit
Aber was soll's? Es ist völlig egal welchen Prozessor du nimmst, kennst
du einen kennst du alle (bzw. steigst schnell um).
Hallo, als leidenschaftlicher ASM-Programmierer stand auch mal vor
dieser Frage und hab dann mit einem kleinen PIC12F629 Projekt
angefangen. Das war dann auch gleich das letzte mit PIC. Der arg
begrenzte Befehlssatz, das umständliche Banking und der nicht minder
umständliche Datenzugriff, schließlich daß vom angelegten Takt nur 1/4
zur Verfügung steht und weitere komische Absonderlichkeiten (z.B. 14-Bit
Opcodes) haben mich dann sehr schnell zu den aufkommenden AVRs
umschwenken lassen. Mag sein daß heutige PICs nicht mehr viel mit den
alten Microchip Controllern gemeinsam haben, aber was man einmal
geschätzt und gelernt hat dabei bleibt man meist :)
Jan K. schrieb:> Der arg begrenzte Befehlssatz
Du stehst wohl nicht auf RISC-Architektur ;)
Einen PIC mit ASM zu programmieren find ich prima. Ich muss nicht wie
bei einigen anderen Controllern 250 Befehle auswendig lernen, sondern
genau 35.
Aber jedem das seine...
Heinz B. schrieb:> Ich muss nicht wie> bei einigen anderen Controllern 250 Befehle auswendig lernen,
... benötigst dafür aber wesentlich mehr Code und mehr Ausführungszeit
obendrein. Der Programmieraufwand steigt erheblich und die
Fehlerwahrscheinlichkeit auch. Was ist daran "prima" ???
Jan K. schrieb:> benötigst dafür aber wesentlich mehr Code und mehr Ausführungszeit> obendrein.
Ja ich muss mehr Code schreiben, was mich aber nicht sonderlich stört.
Nur ist es bei vielen CISC-Controllern so, dass ein Befehl mehrere
Taktzyklen benötigt. Beim PIC benötigt jeder Befehl genau einen
Taktzyklus (ausser GOTO). Somit bleibt die Ausführungszeit
schlussendlich in etwa gleich.
Die Mehrheit der z.B. 133 Befehle eines Mega128 benötigt 1 Zyklus,
wenige 2 und noch weniger 3 ... Daß die Ausführungszeit schlußendlich
gleich bleibt ist ein schöner Traum, den ich Dir aber jetzt nicht nehmen
möchte :)
Jan K. schrieb:> allo, als leidenschaftlicher ASM-Programmierer stand auch mal vor> dieser Frage und hab dann mit einem kleinen PIC12F629 Projekt> angefangen. Das war dann auch gleich das letzte mit PIC.
Das Assemblerproblem ist wirlich nervig, vor allem wenn man dann noch
die Befehle per DIL Schiebeschalter eingibt ;-). Die Zeit ist aber nicht
stehen geblieben.
> Der arg> begrenzte Befehlssatz,
RISC CPU. Der name kommt von Reduced Instruction ....
> das umständliche Banking
muss das für jemanden der 300 Assembler Befehle liebt ein echte
Herausforderung sein ;-)
> und der nicht minder> umständliche Datenzugriff,
dito.
> schließlich daß vom angelegten Takt nur 1/4> zur Verfügung steht
Welcher Prozessor macht das nicht? Prefetch, Aqusition, Process, Storage
sind nun mal die Takte des Mikrocodes. Ob das nun intern mit PLL
versteckt wird oder noch mal durch 2 geteilt wird (Intel) um ne hiohe
Taktrate vorzutäuschen.
> und weitere komische Absonderlichkeiten (z.B. 14-Bit> Opcodes)
Was der Risc Architecture geschuldet ist,
> haben mich dann sehr schnell zu den aufkommenden AVRs> umschwenken lassen.
was wohl im dutschen Raum sinnvoll ist, alle anderen (TI, ST, Hitachi,
Freescale, NXP usw.) hätten es aber auch getan.
Microchip kocht das sein eigenes Süppchen, unter Hochsprachen ist das
wieder egal.
> Mag sein daß heutige PICs nicht mehr viel mit den> alten Microchip Controllern gemeinsam haben, aber was man einmal> geschätzt und gelernt hat dabei bleibt man meist :)
mit dem Risiko der Betriebsblindheit.
Dafür musste man beim PIC früher(tm) alles, aber auch wirklich jeden
Mist, durch ein Arbeitsregister zwängen. SCNR. Das hat die ASM-Listings
ganz gewaltig aufgeblasen. Abgesehen von den etwas..eigenwilligen
Mnemonics. Auf den ersten Blick sahen PIC-Listings immer etwa so aus:
Jan K. schrieb:> Die Mehrheit der z.B. 133 Befehle eines Mega128 benötigt 1 Zyklus,> wenige 2 und noch weniger 3 ... Daß die Ausführungszeit schlußendlich> gleich bleibt ist ein schöner Traum, den ich Dir aber jetzt nicht nehmen> möchte :)
Diese Diskussion kannst du auf allen Ebenen (von Anfänger- Chip
Entwickler) im Internet führen. Letztlich diskutiert man die Argumente
der Marketingheinzis. Wer will das schon?
Alle kochen mit Wasser, alle können was. Die Unterschiede sind marginal.
Die Ratio lautet Price x Perfomance x Power (Consumption) nicht
irgendwelche Markennamen.
Wenn ich mir nachfolgenden Link anschaue kommt bei mir das Gefühl auf,
dass hier nicht jeder auf dem aktuellen Stand ist. So manche Eigenschaft
hat sich in den letzten 20 Jahren, im Gegensatz zu den hier
vorgebrachten Argumenten, doch etwas gewandelt.
http://www.microchip.com/stellent/idcplg?IdcService=SS_GET_PAGE&nodeId=2591
Irgendwann müssen alle PIC-Fans und AVR-Fans einsehen (ich hab dafür
auch lange gebraucht), dass sich PIC und AVR in nichts nachstehen. Es
ist mehr oder weniger eine Philosophie welchen von beiden man nimmt. Ist
wie Butter unter Nutella oder nicht.
>> Ich verwende zwar aus historischen Gruenden fast ausschliesslich AVR, da
sind aber die PWMs vermurkst, was bedeutet fuer eine PWM Maschine nimmt
man bevorzugterweise einen neuen dsPIC33. Ist leider so.
>Was sind da die Vorteile gegenüber einem AVR?
Ich benötige häufig viele PWMs und muss deswegen zu z.B. Mega640
greifen, obwohl die meisten IOs dann ungenutzt bleiben und der Chip
nicht gerade günstig ist.
Vergleich mal den Mega640 mit einem dsPIC33FJ64GS604 ...
dsPIC33FJ64GS610
wobei der 606 mein Lagertyp ist. Der 606er hat 6x2 PWM, der 610er hat
9x2 PWM, wobei x2 bedeutet oben und unten an einer Halbbruecke, mit
einer programmierbaren Phase, Totzeit dazwischen. die Aufloesung ist
natuerlich 16 bits. Die Aufloesung betraegt je nach Mode 1-8ns. Moden
bis zum abwinken. Und ich kann auf eine PWM flanke einen 10bit ADC
starten, der mir nach 0.5us ein Resultat liefert. Dh. ich kann den Fet
als Shunt verwenden und im durchgeschalteten Zustand messen. Eine echt
tolle Maschine.
Da hat Atmel leider geschlafen.
Greta schrieb:> Wenn ich mir nachfolgenden Link anschaue kommt bei mir das Gefühl auf,> dass hier nicht jeder auf dem aktuellen Stand ist. So manche Eigenschaft> hat sich in den letzten 20 Jahren, im Gegensatz zu den hier> vorgebrachten Argumenten, doch etwas gewandelt.>> http://www.microchip.com/stellent/idcplg?IdcService=SS_GET_PAGE&nodeId=2591
Wenn ich in diese Klasse möchte, würde ich mir aber ganz arg überlegen,
ob ich mir Microchip ans Bein binde oder lieber gleich einen ARM-Kern
benutze.
Man sollte auch erwähnen, dass die etablierten 8-Bit-AVRs nur
ausgesprochen wenige Hardware-Bugs enthalten und man im Ernstfall noch
hoffen kann, dass die Bugs in der nächsten Revision behoben werden. Wenn
ich mir da so manchen vergleichbaren PIC anschaue... Oder etwa den
Netzwerk-PHY (ENCsowieso), der ja an sich richtig toll ist, nur durch
die kaputte CRC-Einheit wieder total ausgebremst wird.
Hallo!
Gnadenloser Labberer schrieb:> wobei der 606 mein Lagertyp ist. Der 606er hat 6x2 PWM, der 610er hat> 9x2 PWM, wobei x2 bedeutet oben und unten an einer Halbbruecke, mit> einer programmierbaren Phase, Totzeit dazwischen. die Aufloesung ist> natuerlich 16 bits. Die Aufloesung betraegt je nach Mode 1-8ns. Moden> bis zum abwinken. Und ich kann auf eine PWM flanke einen 10bit ADC> starten, der mir nach 0.5us ein Resultat liefert. Dh. ich kann den Fet> als Shunt verwenden und im durchgeschalteten Zustand messen.
das hört sich wirklich lecker an. Danke!!
Gruss
Thomas
Ich denke mal für 99% aller Anwendungen im Hobbybereich ist es völlig
wurscht ob man mit AVR's oder PIC's anfängt. Man sollte nur dabei
bleiben, denn der Aufwand für Einarbeitung in die Eigenheiten des uC,
Bau des Brenners, Installation der Software usw. ist doch erheblich. Ich
hab rein zufällig mit PIC's angefangen und bin sehr zufrieden damit,
aber mit AVR's wäre ich bei meinen simplen Anwendungen genauso
zufrieden. Was mir bei den PIC's gefallen hat:
-es gibt die hervorragende Seite von sprut, wo man für 90% aller
Anwendungsfälle (egal ob nun PWM, LCD-Ansteuerung, 7Segment-Anzeigen,
Messen, Regeln etc.) "abkupfern" kann und außerdem alles dermassen gut
beschrieben ist dass es wirklich jeder kapieren kann
-bei Microchip kann man prima "sampeln" und es gibt inzwischen eine
riesige "Familie" an Controllern für jeden nur erdenklichen Einsatzzweck
-die PICs sind unglaublich robust; ich hab mal einen PIC16F777 mit 12V
an einem I/O PIN gebraten bis er anfing zu rauchen - kaputt ist einzig
und allein dieser PIN, der Rest funktioniert noch wunderbar :)
Nervig ist bei den alten PICs jedoch diese elende Bankumschaltung, die
ziemlich dämliche Bezeichnung der Mnemonics durch die das Lesen von
asm-Listings zum Krampf werden kann.
>Ich habe irgendwo gesehen, dass es keine billige Brenner gibt...
Mein Brenner mit USB hat 49,- gekostet als Bausatz; sicher ist so ein
selbstgebautes Ding am COM-Port billiger aber dafür steck ich meinen
Brenner einfach an den Laptop und muss keinen alten PC extra dafür
haben; das ist mir das Geld wert.
Heinz B. schrieb:> Einen PIC mit ASM zu programmieren find ich prima. Ich muss nicht wie> bei einigen anderen Controllern 250 Befehle auswendig lernen, sondern> genau 35.
Das ist Quatsch, Du mußt ja nicht alle Befehle benutzen.
Z.B. in meinem AVR-Bootloader benutze ich nur:
1
Instructions used: 50 out of 108 (46.3%)
Es ist aber wesentlich praktischer, mehr Befehle zu haben, wenn man sie
mal braucht.
Ich bin vor Lachen fast vom Stuhl gefallen, was für umständliche
Konstrukte für ne simple Mehr-Byte-Addition notwendig sind, weil der
PIC12 kein Carry addieren kann.
Peter
Kent schrieb:> Mein Brenner mit USB hat 49,- gekostet als Bausatz;http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=72928;PROVID=2402
Das Ding programmiert (auch unterwegs on the go) so gut wie jeden Pic
Typ hat nen seriellen Terminal, nen I2C Analyzer, program on change
Internet Update usw. usf.
Was willst du da selbst bauen um 1,40€ zu sparen?
Die drei wichtigsten Fragen des Universums: Coke oder Pepsi? Kölsch oder
Alt? AVR oder PIC? ;)
Ich selbst nutze wohl nur deshalb AVRs, weil ich durch die 8051-Schiene
schon die Firma Atmel kannte. Zum Umstieg auf PIC sehe ich keinen Grund.
Wer sich aber mit PICs auskennt, sieht das umgekehrt wohl genauso. Am
Ende ist doch alles 1 und 0 auf Silizium. ;)
Mein Rat, als Anfänger trotzdem eher sich in Richtung Atmel zu bewegen,
ist daher als parteiisch zu sehen und stellt die grundsätzliche
Ebenbürtigkeit der PICs nicht in Frage. Die PICs bieten aus meiner Sicht
für den Profi mehr Bandbreite. So kostet der kleinste PIC nur ein
Bruchteil des kleinsten AVRs (50cent vs. 1.30€, Preise von
Bastelversendern). Davon hat der Anfänger aber eher wenig. Für ihn ist
hingegen von Vorteil, dass die ganze AVR-Familie einander ähnlicher ist
als die PICs. Man muss sich weniger umstellen. (Man kann aber auch
sagen, es gibt da halt weniger Auswahl ;) )
Zudem laufen nun einmal mehr Projekte mit dem AVR, wo man sich etwas
abgucken kann. So gibt es hier zwar ein AVR-Tutorial, aber halt kein
PIC-Tutorial. Wo kann ich dumme Fragen stellen, bekomme ich von vielen
Hilfe? Das ist viel wichtiger als irgendwelche Leistungsdaten.
Kent schrieb:> Nervig ist bei den alten PICs jedoch diese elende Bankumschaltung, die> ziemlich dämliche Bezeichnung der Mnemonics durch die das Lesen von> asm-Listings zum Krampf werden kann.
Nun, ich kenne Spezies für die ist es eine Lust ;-).
Unsereins haut die Listings in Mplab durch den Simulator (Mit
Breakpoints und Hardwareemulation).
Detlev T. schrieb:> Zudem laufen nun einmal mehr Projekte mit dem AVR, wo man sich etwas> abgucken kann. So gibt es hier zwar ein AVR-Tutorial, aber halt kein> PIC-Tutorial. Wo kann ich dumme Fragen stellen, bekomme ich von vielen> Hilfe?
Das ist aber nur hier der Fall. Pic Projekte gibt es ohne Ende, auch
Foren.
Jan K. schrieb:> Die Mehrheit der z.B. 133 Befehle eines Mega128 benötigt 1 Zyklus,> wenige 2 und noch weniger 3 ... Daß die Ausführungszeit schlußendlich> gleich bleibt ist ein schöner Traum, den ich Dir aber jetzt nicht nehmen> möchte :)
Da hast du recht. Ich kenne den Mege128 zu wenig um zu wissen wie viele
Zyklen er für einen Befehl braucht. Deshalb:
Heinz B. schrieb:> Nur ist es bei vielen CISC-Controllern so, dass ein Befehl mehrere> Taktzyklen benötigt.
Ist der Mega128 ein CISC-Controller? Ich weiss es nicht...
Thomas Kiss schrieb:> Fazit : Für "blutige" Anfänger = Atmel
Der PIC war in meiner Ausbildung der erste Controller den ich
angetroffen habe, ca. 2 Wochen nach Ausbildungsstart. Ich habe mich mit
ihn gut anvertraut und genau so programmieren gelernt, wie ich das
wahrscheinlich mit einem AVR auch gemacht hätte. Später in meiner
Ausbildung bin ich dann einem LEMPS (CISC-Controller) begegnet. Das war
der Horror! Über 200 Befehle, die schlussendlich nur mit einfacheren
Befehlen zusammengesetzt waren, kein ROM (Programm wurde im RAM
gespeichert und der Controller benötigte eine Batterie, damit das
Programm nicht flöten geht und noch andere Hürden...).
Kent schrieb:> Mein Brenner mit USB hat 49,- gekostet als Bausatz;
Mein usbasp auf Streifenraster hat mit Gehäuse ca. 6€ gekostet.
Dafür bekomm ich mein Teil 8 mal.
> sicher ist so ein> selbstgebautes Ding am COM-Port billiger aber dafür steck ich meinen> Brenner einfach an den Laptop und muss keinen alten PC extra dafür> haben; das ist mir das Geld wert.
Trotzdem hat mein Mainboard das seit 2 Jahren auf dem Markt ist einen
internen Com, den ich rausgeführt habe. Ist mein Mainboard deswegen alt?
-Gast_XIV schrieb:>> und weitere komische Absonderlichkeiten (z.B. 14-Bit>> Opcodes)>> Was der Risc Architecture geschuldet ist,
Eigentlich eher der Harvard-Architektur. Mit RISC hat dieser Aspekt
nichts zu tun.
noch ein Peter schrieb:> Ein Pepsi-Fan mit AVR-Controller und Target.
und iPod nano mit gefaktem BMW Z3 Schlüsselanhänger ;-).
A. K. schrieb:> Eigentlich eher der Harvard-Architektur. Mit RISC hat dieser Aspekt> nichts zu tun.
Ok ok,
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*****
SO ALS ANFÄNGER IST MAN NUN WIRKLICH AUFGEKLÄRT
************************************************************************
*****
Was nimmt man nun?
Ganz einfach: Den Typ Microprozessor, wo man jemanden kennt, der einem
Helfen kann.
Und der einem die IDE einrichten kann und erklärt, wo vorne und hinten
ist.
Ganz einfach....
Also ich finde, dass man nach kurzer Einstiegszeit, sowieso auf die
Sprache C umsteigen sollte/will. Jedenfalls ging es mir so, denn es ist
eine einfache Hochsprache und übersichtlicher (egal ob man ASM für AVRs
oder PIC programmiert hat). Wenn man mit C PICs programmiert, zieht das
Argument mit den Banken und somit auch Speicheradressen nicht mehr, denn
das macht der C-Compiler automatisch.
Wegen dem "teuren" Brennern: Bei Sprut gibt es Software, ggf. Firmware,
Schaltplan, Layouts und Bestelllisten für Brenner für RS232,
Parallelport und USB. der Brenner8-USB hat glaube 12€ gekostet und 6€
davon war der PIc dadrauf, den man aber auch als Sample bestellen kann
;)
Thomas Kiss schrieb:> Chips auch etwas teurer
Also direkt bei Microchip kostet der Teuerste was bei 9 US$, meine ich,
jedoch lohnt es sich nicht den da zu bestellen, denn nach Deutschland
kommen noch ca. 24$ Versand dazu^^. Aber bei Reichelt kostet ein PIC zum
Einstieg ca. 1-2€ und wie gesagt, man kann sich für den Einstieg auch
PICs als Sample bestellen. 3* PIC16Fxxx oder PIC18Fxxxx für den Einstieg
und dann z.B. noch ein PIC18F2550 für den PIC-Brenner. Somit ist der
Brenner dann auch noch billiger. Was aber noch interessant wäre, ist ein
Dev-Board, was aber für PIC oder Atmel ähnlich teuer sein dürfte.
Ein für mich wichtiger Aspekt ist noch, in wiefern man noch was mit µCs
zutun hat. Also ich meine, wenn man noch eine Ausbildung als
"Elektroniker für Geräte und Systeme" anfangen will, ist von der IHK für
die Prüfung ein PIC vorgesehen und somit würde ich einen PIC empfehlen.
Es war ein µC-Einschub, der mit einem PIC läuft. Abschlussprüfung war
z.B. ein Programmcode lesen und erklären (trotz Banken und
"unübersichtlichem" Code kein Problem).
Ich fange jetzt an, an einer FH zu studieren und die haben im Labor auch
µCs von Microchip als Ausstattung. Hätte ich mit AVRs angefangen, müsste
ich in der Ausbildung oder Studium trotzdem einen PIC benutzen und somit
noch extra dazu lernen, was die Sache nicht erleichtert.
Sven P. schrieb:> Auf den ersten Blick sahen PIC-Listings immer etwa so aus:> bsfs> bfssfb> sfsbf> bfsf> fbws> ffsbw> fbws
Hmm. Sonst ist es doch immer dieser Aufbau:
1
Label Befehl Adresse
2
Befehl Adresse
3
Befehl Adresse
bsf ist ein Befehl zum setzen eines Bits (z.B. PORTB.0) und eine Adresse
kann ich bei dir nicht sehen. Allgemein scheinen das, wenn überhaupt,
nur Befehle zu sein, und die sind auch wie beim Atmel einfach abgekürzt
(bsf - Bit Set Fileregister).
noch ein Peter schrieb:> ... Target oder Eagle?
Target ;)
Kent schrieb:> Ich denke mal für 99% aller Anwendungen im Hobbybereich ist es völlig> wurscht ob man mit AVR's oder PIC's anfängt. Man sollte nur dabei> bleiben, denn der Aufwand für Einarbeitung in die Eigenheiten des uC,> Bau des Brenners, Installation der Software usw. ist doch erheblich. Ich> hab rein zufällig mit PIC's angefangen und bin sehr zufrieden damit,> aber mit AVR's wäre ich bei meinen simplen Anwendungen genauso> zufrieden.
Ganz genau meine Meinung und Erfahrung.
Mein Fazit:
Wenn du eine Ausbildung oder Studium in Richtung Elektronik machen
willst, dann schau, welcher µC benutzt wird (warscheinlich PIC) und mit
dem würde ich dann Anfangen. Wenn du nichts der gleichen machen willst,
ist es denke ich total egal. Kenne mich halt nur besser mit PICs aus,
aber wie Kent schon so schön schrieb, mit AVR wärs warscheinlich genauso
gegangen.