Hallo zusammen,
ich suche für einen guten Freund zu Weihnachten ein Geschenk. Der Freund
für den das Geschenk gedacht ist, ist begeisterter Modellbauer. Er
möchte mit Hilfe von kleinen Micochips verschiedene Funktionen in seinen
Modellen realisieren (Steuerung von Lichter, Sounds, Bewegungen...). Er
spricht schon länger davon die Thematik dahinter zu erlernen. Da er
jedoch noch keine Programmiersprache richtig beherrscht (C lernt er
gerade), muss man denke ich ziemlich am Anfang beginnen.
Bei der Suche bin ich dann auf PIC Programmierung gestoßen. Hier scheint
es sogar ein PICKit 1-3 zu geben. Meine Frage zum einen, ob sich PIC für
den besagten Anwenderfall eignet und ob man mit den PICKits (welches?)
in die Thematik einsteigen kann. Was kann man mit den PICKits denn alles
machen? Gerne würde ich auch eine Literaturempfehlung in PApierform
annehmen.
Bin für jede Hilfe dankbar.
Gruß
Thomas
Thomas schrieb:> Bei der Suche bin ich dann auf PIC Programmierung gestoßen. Hier scheint> es sogar ein PICKit 1-3 zu geben.
Ich kenne nur das PICKit1. Da ist ein winziger PIC12F675 drauf, mit 8
Pins, man kann ihn über kostenlose Software MPLAB vom Hersteller in
Assembler und auch eingebundenem Freeware-C-Compiler programmieren,
wobei der C-Compiler aber Macken und Limitierungen hat.
Na ja, man kann über das PICKit1 den µC programmieren, sonst aber auch
nichts, ihn mit dieser Schaltung aber nicht auch noch vom PC aus
steuern.
Hallo Thomas,
> den besagten Anwenderfall eignet und ob man mit den PICKits (welches?)> in die Thematik einsteigen kann. Was kann man mit den PICKits denn alles
Ja. PicKit3 ist super, wenn der Beschenkte des Englischen Maechtig ist.
Prima support in den Microchip Foren.
So bin ich auch dazu gekommen.
Gruss
Michael
Ich arbeite seit ungefähr einem jahr mit PIC microcontroler und ich bin
total begeistert. Ich arbeite mit dem PICkit2 und (meistens)dem
PIC16f887 ist nicht riesig (speichertechnisch) aber für einfachere
Anwendungen genügt er längstens. Ich schreibe die software auch in C mit
Mplab und Hightech compiler, aber ich habe in meiner ausbildung auch
assembler für PIC gelernt.
Ich kann es nur empfehlen :D
mfg nirol
Hallo Thomas,
Das PICKit3 (von mir verwendet) ist am aktuellsten für Deinen Zweck
geeignet. PICkit 1-2 sind (veraltete) Vorgänger. Von microchip gibt es
die kostenlose Programmierumgebung "MPLAB" zur Porgrammierung in
Assembler oder/und C. In MPLAB ist die Verwendung des PICkit3 voll
integriert, was bei anderen Programmiergeräten nicht der Fall sein muss.
Das Programm wird in MPLAB entwickelt, simuliert, getestet und mit dem
PICkit3 in den microcontroller eingespeichert.
Die Datenblätter der PIC und auch das Handbuch zum PICkit ist in
englischer Sprache verfasst. Es gibt aber auch Hilfestellung in
deutscher Sprache Die deutschsprachige Seite von sprut
[http://www.sprut.de] ist wohl DIE Einsteigerseite für PIC-Lernwillige.
Das PICkit gibt es auch als preiswerten Clone bei ebay u.a. Bei Reichelt
ist das PICkit3 mit Testplatine für erste Übungen (LED-Lauflicht.
Analog-Digitalwandlung ua.) zu haben.
Zum Anschluss des PICkit3 wird die sog. ICSP-Schnittstelle verwendet.
Dabei kann der µC in der Schaltung umprogrammiert werden.
Alternativ wäre noch der Brenner8 von sprut (mein Vörgänger zum PICkit3)
zu erwähnen, welcher bei AATIS
[http://www.aatis.de/content/bausatz/AS207_USB-PIC-Brenner] als Bausatz
für 30EUR zu haben ist. Der zugehörige Brenner8-µC wird FERTIG
PROGRFAMMIERT ausgeliefert (also KEIN Henne-Ei-Problem).
mfG Ottmar
Das wird jetzt zwangsläufig wieder in einen Kleinkrieg ausarten,
wetten...?
Na wie auch immer. Magst du deinen Freund? Ich rate jedem, der mich
danach fragt, zumindest von den kleinenPIC-Serien ab. Deren
Prozessorarchitektur ist aus heutiger Sicht bescheiden weil uralt und
eignet sich wenig für Hochsprachen wie C, die Assemblies schreiben und
lesen sich grauenhaft und fast alle Bausteine sind irgendwie über
Generationen kaputt (siehe silicon errata...).
Es gibt da deutlich bessere Alternativen, etwa die MSP Texas oder AVR
von Atmel oder die kleinen von Renesas oder Zilog.
Mit den größeren PIC-Familien bessert sich das allerdings deutlich.
Sven P. schrieb:> Das wird jetzt zwangsläufig wieder in einen Kleinkrieg ausarten,> wetten...?
Nein!
Thomas hat eine klare Frage gestellt und dazu von mir eine AUSKUNFT und
KEINE WERTUNG erhalten.
Also kein Grund für eine langweilige Diskussion im Sinne "kann man
Wörter, beginnend mit A besser anwenden also solche, beginnend mit B?"
mfG Ottmar
Ottmar K. schrieb:> Nein!> Thomas hat eine klare Frage gestellt und dazu von mir eine AUSKUNFT und> KEINE WERTUNG erhalten.
Das heißt hier noch lange nichts...
Naja. Literaturempfehlung... ich hatte damals hiermit angefangen:
G. Schmitt: Mikrocomputertechnik mit Controllern der Atmel
AVR-RISC-Familie. Oldenbourg.
Das war insofern ganz nett, weil es C und Assembler jeweils an den
gleichen Beispielen parallel erklärte.
Zu den Bausteinen hatte ich ja was geschrieben. Prinzipiell tun es die
natürlich alle, wenn Formfaktor passt und Ausstattung reicht.
Starterkits gibt es auch von allen Herstellern. Man macht es sich halt
mit manchen Familien etwas schwerer oder leichter. Für die meisten
Familien gibt es mittlerweile freie Tools (Compiler und so weiter), das
tut sich also nicht mehr viel.
Was für deinen Freund mangels Programmiererfahrung aber meiner Meinung
nach viel wichtiger ist: Eine funktionierende Testumgebung. Er wird
nämlich mit großer Wahrscheinlichkeit bald auf Probleme stoßen, ist halt
so, wenn man was Neues lernt. Und dann ist es ungemein wertvoll, wenn
man sich z.B. auf die Programmierung konzentrieren kann und nicht noch
seine Hardware debuggen muss. Daher halte ich ein Evaluationsboard für
sinnvoller, als ein Programmiergerät.
Thomas schrieb:> Meine Frage zum einen, ob sich PIC für> den besagten Anwenderfall eignet und ob man mit den PICKits (welches?)
Würde das Pickit II nehmen da es standalone viel leichter zu bedienen
ist als das 3er (das nur über MPLAB sinnvoll einsetzbar ist). MPLAB ist
aber für Einsteiger sehr aufwendig und auch hakelig.
> in die Thematik einsteigen kann. Was kann man mit den PICKits denn alles> machen?
Mit dem 3er kannst du nen Pic programmieren, mit dem 2er hast du noch
einen Terminal und einen simplen Logic Analyser dabei. Automatische
Programmierung für jeden compiler und diverse Kalibriermöglichkeiten
sind auch dabei. Es kann aber nicht alle der neusten Chips (was kein
Manko ist wenn man anfängt).
Ich habe alle Pickits, das II ist meiner Meinung mach am besten zum
einsteigen