Tollmer schrieb:
> Die Manuals hab ich natürlich gelesen.
ALLES was ich jetzt schreibe steht in den Manuals^^
> Nur sind diese relativ verwirrend. Was ich mir gewünscht hätte wär nen
> Tutorial gewesen wie man die Funktionalität RN4020 -> Smartphone wie es
> in dem Werbevideo gezeigt wird herstellt.
Oh, so eine Wunschliste einzulösender Werbeversprechen habe ich auch
:-))
In diesem Fall klappt das aber sogar, wenn man erst mal verstanden hat,
WAS da WAS macht.
> Laut Manual wird das Teil über
> USB per UART konfiguriert mit vordefinierten Befehlen. Es ist nirgends
> ersichtlich wie man es mit dem PicKit programmieren kann.
Du schmeisst da zwei Sachen durcheinander.
Das RN4020 ist ein BT interface, das über ein UART interface (NICHT USB
!!!) programmiert wird.
Vereinfacht kannst Du Dir das so vorstellen, als ob Du das RN4020 an die
serielle Schnittstelle Deines PCs anschliesst und dann mit einem
Terminalprogramm mit dem Teil sprichst.
Das RN4020 selbst wird AUSSCHLIESSLICH über Kommandos gesteuert, die Du
über das UART interface eingibst.
!!! NICHT ausprobieren. Die Pegel passen nicht zusammen. !!!
Um das "Pegelproblem" zu umgehen gibt es das RN4020 PicTail. Hier ist,
neben dem RN4020, ein PIC18 drauf, den Du als USB<->UART interface
benutzen kannst. Nach der Installation (und entsprechender Konfiguration
des PicTail Boards) hast Du einen neuen COM Port im PC (über USB CDC),
den Du z.B. mit einem Terminalprogramm ansprechen kannst um mit dem
RN4020 zu reden.
Natürlich kannst Du auch ein PC-Programm in einer beliebigen
Programmiersprache schreiben und den neuen COM-Port ansprechen.
Den PIC18 kannst Du auch selber programmieren. Erst dazu brauchst Du ein
PicKit2/3 und die ICSP Schnittstelle. Den RN4020 sprichst Du dann über
die UART Schnittstelle des PIC18 direkt an. Vorteil: Da muss kein PC
mehr dranhängen, das PicTail läuft autonom.
> Ich bin Anwendungsentwickler und wollte halt durch das Projekt mal etwas über
> den Tellerrand hinausschauen d.h. für mich ist ne vernünftige Doku die
> einem dabei hilft die Grundfunktionalität herzustellen essenziell.
Naja, wie BT funktioniert (z.B. Bonding etc.) solltest Du schon wissen.
Ansonsten ist es doch überschaubar: PicTail konfigurieren (auf
USB<->UART mode), an den PC anschliessen (via USB), RN4020 mit den
Commands aus dem "RN4020 Bluetooth Low Energy Module User’s Guide"
ansteuern.
(Also genau so, wie es in den Manuals steht, die Du gelesen hast ;-)
> Man muss sich nur mal die Kommentare unter diversen Youtube Videos zum
> RN4020 durchlesen . Ich bin nicht der Einzige dem die "Doku" zu
> unzureichend erscheint.
>
Du wirst IMMER Leute finden, denen die Doku nicht reicht. Natürlich will
jeder ein Beispiel haben, das genau SEIN Problem löst^^
> Ich habe den Pictail nun mal mit dem PicKit2 verbunden und wie du schon
> vermutet hast unterstützt MPLABX das PicKit2 nicht.
> Ist mit der alten MPLAB Version MPLAB Harmony gemeint?
Nö. Harmony ist eher für PIC32 gedacht. Ich dachte eher an die älteren
IDE Versionen, z.B.
http://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/MPLAB_IDE_8_92.zip
Am einfachsten wäre es aber vermutlich wenn Du Dir ein Pickit3 besorgst.
Für die ersten Probeläufe ist es (für Dich) vermutlich am einfachsten,
erst mal ein PC-Programm zu schreiben. Da hast Du nur den RN4020 selbst
als Baustelle, denn das Interfacing zum RN4020 ist ja schon fertig.
Jetzt kannst Du Deine Analogwerte vom RN4020 lesen und über BT
verschicken. Die Funktionalitäten kannst Du einzeln am PC schreiben und
testen. Business as usual...
Wenn das funktioniert, dann kannst Du das Programm auf den PIC18 packen
(dafür brauchst Du dann ein PicKitx) und das Pictail ohne PC betreiben.
Hier hast Du als Baustelle den PIC18. Der will ja auch erst mal
konfiguriert werden, z.B. Oscillator, UART. USB kannst Du auch
probieren, ist aber für autonomen Betrieb eher nicht notwendig.
Die Kommunikation mit dem RN4020 hast Du dann schon fertig, denn es sind
die gleichen Cmds wie bei der PC Version. Die schickst Du jetzt nur
nicht mehr an den COM-Port, sondern dan den PIC18-UART (und dafür gibt
es Millionen Beispiele im INet).
Also alles sehr überschaubar ;-)
Grüße
Andreas