Servus, ich will mit einem Raspi und einer Mosfet-H Brücke (fertig Platine) einen 12V Motor ansteuern, der hat eine 6mm Welle und kann wohl bis um die 15k u/min drehen Die Drehzahl muss überwacht werden um bei Belastung nachzuregeln, also dass die Drehzahl möglichst konstant gehalten wird. Hab mir überlegt, in die motor Welle ein kleines Loch reinzubohren (nicht durchbohren) und da ein neodym Magnet einkleben und mittels Hall-sensor ein takt Signal erzeugen zu lassen um somit die Drehzahl zu bestimmen. Nur welchen Hall sensor kann man da nehmen der mit der Drehzahl klar kommt, und mit 5V oder besser 3.3V arbeitet? Halt möglichst klein, SMD oder TO-92 oder sowas. Könnt ihr da was empfehlen der die Drehzahl mit Leichtigkeit mitmacht?
Schon mal überlegt das optisch zu lösen? Dann musst du nur ein schwarzen Punkt auf die Welle mahlen. Oft ist das gehärtetes Material, da kann es mit dem bohren problematisch werden. Abgesehen von der Unwucht, die bei der Drehzahl entsteht.
Gast
#6946925
15.000 U/min sind ja nur 250 U/s. Diese Frequenz wird kein Problem sein. Viele Hallsensoren werden geeignet sein. Bei kleinem Magnet ist hohe Empfindlichkeit wichtig. Ich hab mehrmals den Allegro "A1393" verwendet. analoger Ausgang; hohe Empfindlichkeit, etwa -3dB bei 10kHz; Abmessungen 3x2x0,75 mm .... Den Magnet sollte man nicht in der Stahlwelle voll versenken! Die Magnetfeldlinien bleiben sonst weitgehend im Stahl und nehmen nicht den "Umweg" über die Luft zum entfernten Sensor! Besser ist z.B. einen Alu- od. Messing-Zylinder auf die Welle pressen (od. klemmen od. kleben) und darin entsprechende Bohrung(en) zur Magnetmontage anbringen.
Gast
#6946996
Patrick L. schrieb: > ...auf die Welle mahlen. Mahlen ist aber auch invasiv/zerstörend... ;-)
Hermann Kokoschka schrieb: > Mahlen = malen mit Filzstift oder Pinsel und Farbe ...Ohh Nagellack geht auch Hihi Sagt das meinem dummen Handy, dass immer meint alles korrigieren zu wollen, (beim Abschicken und nicht vorher) GRMPF GRINS
Hmm mit dem Schwarzen Punkt auf der Welle wäre natürlich auch eine Möglichkeit, aber welchen sensor kann ich dann dafür nehmen? :D
Gast
#6947113
Ich gebe zu ich hab es selbst nie ausprobiert, aber koennte man nicht auch einen magnetfeldsensor irgendwo geschickt am Motor anbringen und die Feldlinien vom Motor selber messen? Olaf
Gast
#6947115
David P. schrieb: > Hmm mit dem Schwarzen Punkt auf der Welle wäre natürlich auch eine > Möglichkeit, aber welchen sensor kann ich dann dafür nehmen? :D Natürlich einen Schwarzpunktsensor. Mit einer ›Darksucker‹ Lampe darauf ausgerichtet. Also auf den Punkt, nicht den Sensor. Wenn die Signale regelmäßig ausbleiben, ist es korrekt justiert.
Gast
#6947121
David P. schrieb: > Drehzahl möglichst konstant 'Möglich' ist mit genügend Aufwand vieles. Definiere lieber was Du brauchst. Ggf. reicht Dir back EMF als Drehzahlstabi aus? https://acroname.com/blog/all-about-back-emf-motion-control
Gast
#6947137
David P. schrieb: > Schwarzen Punkt auf der Welle > welchen sensor Reflexlichtschranke. Optik ist verschmutzungsanfällig. Musst Du wissen wie das in Deine Anwendung passt. Je nach Anforderung kannst Du auch eine Gabelichtschranke mit Encoderscheibe etwas vom Motor absetzen und gegen Dreck kapseln. Sehr viel mehr Information pro Umdrehung, also schnellere Nachregelung. WENN der Raspi das überhaupt so schnell auswerten kann. David P. schrieb: > Welle ein kleines Loch reinzubohren > und da ein neodym Magnet einkleben Unwucht? Wie gut hält der Kleber bei Hitze (Motorwelle) und Vibration auf Dauer?
David P. schrieb: > bis um die 15k u/min drehen > Könnt ihr da was empfehlen der die Drehzahl mit Leichtigkeit mitmacht? Hört sich mechanisch schnell an, sind aber elektronisch doch nur 250Hz... Nimm den üblichen SS49E oder einen seiner Nachbauten und du hast eine "Response Time" von typ. 3µs, was ca. 1000 mal schneller ist, als du es brauchst. Oder nimm den A3144, der ist typ. noch 10x schneller.
Ich habe mir bei Ali die SS49 im SOT23-Gehäuse gekauft: https://de.aliexpress.com/item/1005001695760683.html Kleine Magneten habe ich ebenfalls bei Ali bestellt: https://de.aliexpress.com/item/1005001772341390.html Funktioniert.
Gast
#6947305
David P. schrieb: > Hab mir überlegt, in die motor Welle ein kleines Loch reinzubohren > (nicht durchbohren) und da ein neodym Magnet einkleben und mittels > Hall-sensor ein takt Signal erzeugen zu lassen um somit die Drehzahl zu > bestimmen. > Nur welchen Hall sensor kann man da nehmen der mit der Drehzahl klar > kommt, und mit 5V oder besser 3.3V arbeitet? Halt möglichst klein, SMD > oder TO-92 oder sowas. Jeden digital schaltenden, gibt es in SOT23 und kleiner, SS360ST. Aber statt die Welle anbohren, lieber die Welle quer magnetisieren, oder einen magnetisierten Eisenring aufschrumpfen, so dass abwechselnd S und N am Sensor vorbeiläuft.
David P. schrieb: > Hmm mit dem Schwarzen Punkt auf der Welle wäre natürlich auch eine > Möglichkeit, aber welchen sensor kann ich dann dafür nehmen? :D Everlight TR8307. Benutze ich seit Jahren erfolgreich.
Thomas F. schrieb: > Everlight TR8307. > Benutze ich seit Jahren erfolgreich. Und ist gerade für solche Messungen zu Empfehlen. Danke an "Thomas F." finde ich ein Guter Tipp.
Gast
#6947474
Patrick L. schrieb: > Sagt das meinem dummen Handy, dass immer meint alles korrigieren zu > wollen Schalte das doch ab! Die Funktion nervt mich mehr, als sie nützt.
Gast
#6947476
David P. schrieb: > Hmm mit dem Schwarzen Punkt auf der Welle wäre natürlich auch eine > Möglichkeit, aber welchen sensor kann ich dann dafür nehmen? Ein alter Klassiker dafür ist z.B. der CNY70
Gast
#6947478
Einfach realisierbare Magnetmontage: Einen Stellring aus Messing (nicht ferromagnetisch) mit der Madenschraube auf die Welle klemmen. Eine Bohrung für den Magneten lässt sich im Messing problemlos herstellen.
Hallo Diese Magnet/Hall kombination gab es heufig in Drehzahl-kontrollierten PC-Lueftern und in Diskettenlaufwerken(?). Gruesse
Gast
#6948700
In einem Küchen-Mixer, den ich einmal repariert habe: Rotierender Magnet aber anstelle eines Hallsensors eine Induktivität (Widerstandsbauform) als Sensor - und ein PIC-Microcontroller für die Phasenanschnittsteuerung. (Die Induktivität war defekt)
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