STM32 / USB / 1k5-Connect-PullUp

Gast #1725687
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Hallo,

in den Eval-Boards findet man immer die Disconnect-Möglichkeit mit 2 NPN 
und einer Handvoll Widerständen.

Was spricht dagegen, das einfach so zu machen? Die GPIOs sind zumeist ja 
5V-Tolerant, auch ohne Vcc:

                         On-Off
              |--/| 3V3    /
           ,--| / |-------/  -----.
           |  |/__|               |  STM32F103VC
           |                 ------------------
           |     1k5        |                 |
           |  ,--[==]-------| GPIO(Connect)   |
     <--5V-'  |             |                 |
              |             |                 |
     <--DP----+-------------| USB_DP          |
USB-B                       |                 |
     <--DM------------------| USB_DM          |
                            |                 |
     <--GND-.               -------------------
            |                   |
            |                   |
           ---                 ---

(Bild ohne RC-Filter in den Datenleitungen / Schutzbeschaltung)
Gast #1726310
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Ehrlich gesagt habe ich mich das auch schonmal gefragt. Und hab es auch 
ausprobiert und hat (natürlich) funktioniert. Hab mir auch schon 
überlegt, sicherheitshalber noch zwischen R und dem Controller eine 
Diode einzufügen - Schließlich muss der µC das Signal ja nur High 
treiben um die Anwesenheit am Bus zu signalisieren. Insofern würde mich 
schon auch der Grund interessieren, wieso das alle mit den Transistoren 
machen...
Gast #1726946
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Danke für Eure Antworten, werde mich also gelassen auf einen simplen 
Widerstand beschränken:-)

@Thomas: Unabhängig vom USBLC6 sollte der Flankensteilheit wegen doch 
streng genommen noch ein RC-Tiefpass (27Ohm/18pF) nachgeschaltet werden, 
oder?
Gast #1727090
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Streng genommen sollte man die Impedanz auf 90Ohm anpassen. Nachdem ich 
aber davon recht wenig Ahnung habe und das ganze in meinem Fall nur 'ne 
Spielerei war, habe ich beschlossen das erstmal zu ignorieren und zu 
schauen, ob es auch so geht und daher einfach an 3 PCs und 2 Hubs 
getestet.
Allerdings erinnere ich mich, irgendwo gelesen zu haben, dass ein 
kommerzielles Produkt bei der USB Zertifizierung auch die Flanken 
einhalten muss. In diesem Fall können dann die R/Cs schon wichtig 
werden.
Gast #1727157
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Nachtrag: Hatte gerade nochmal Zeit, um ein wenig rumzustöbern. Das hier 
scheint schonmal wichtige Tipps zu geben: 
http://www.usb.org/developers/usbfaq#sig7
BTW: Ich hatte damals rein instinktiv 22Ohm Widerstände in die D+/D- 
Leitungen eingebaut, allerdings kein C. Scheint so ganz brauchbar zu 
sein. Aber vielleicht kann mal jemand mit etwas mehr Analog-Ahnung uns 
Digitalos zur Erleuchtung verhelfen?
Gast #1772573
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Hallo,

hab die Schaltung mit dem 1.5k Pullup noch nicht ganz verstanden: muss 
der Prozessor den Pin auf Low ziehen, damit der Host einen Teilnehmer am 
Bus erkennt???

Bis jetzt hab ich das mit den Transistoren auch installiert - nach 
diesen Beiträgen, werd ich sie aber später wieder weglassen - und ohne 
den Pin nach low zu ziehen, erkennt der Host einen Teilnehmer, kann aber 
nicht mit ihm kommunizieren.


Liegt das daran, dass der Pin auf low gezogen werden muss - und warum 
ist das so???


Gruß
Oliver
Persönliche Seite #1772831
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Hannes S. schrieb:
> Hab mir auch schon
> überlegt, sicherheitshalber noch zwischen R und dem Controller eine
> Diode einzufügen - Schließlich muss der µC das Signal ja nur High
> treiben um die Anwesenheit am Bus zu signalisieren. Insofern würde mich
> schon auch der Grund interessieren, wieso das alle mit den Transistoren
> machen...

Die Diode braucht man nicht, da die Pegel auf den Datenleitungen bei 
3,3V liegen.

Warum Transistoren: Das kann dir nur der Mitarbeiter von STM erklären, 
der das beim ersten Board so entworfen hat. Die anderen Boards sind 
wahrscheinlich so übernommen wurden. Olimex kopiert größtenteils auch 
nur die bereits existierenden Schaltungen, sei es ihre eigenen oder die 
von STM. Das ist auch der Grund, warum die an den JTAG-Ports so viele 
Pull-Ups haben, obwohl die beim STM32 nicht mehr nötig sind.

Thomas Burkhart schrieb:
> Das Referenzboard hatte keinen drin. Und hier wurde mir gesagt, es sei
> nicht nötig.
>
> Was meinen die anderen dazu?

Bei kommerziellen Projekten, die durch die Zertifizierung müssen, 
sollten sie drin sein. Man kann über die Widerstände und die 
Kondensatoren wie gesagt die Flankensteilheit verändern. Die optimalen 
Werte, um ein gutes Augendiagramm zu bekommen, hängen aber auch von 
anderen Faktoren wie dem Layout ab - hier kann man also nur Empfehlungen 
geben.

Fazit: Ein GPIO-Pin mit Widerstand dran reicht - ich setze das selber 
auch bei kommerziellen Projekten so ein.

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