Ich probier seit paar Tagen an einer Schaltung rum, die von der
Stabilität grenzwertig ist. Das zuverlässige Funktionieren der
gemischten Analog/Digital Schaltung hängt offenbar in dem Fall von der
Auswahl eines geeigneten Operationsverstärkers ab.
Inzwischen hab ich aus meiner Bastelkiste genau einen OpAmp gefunden,
mit dem die Schaltung auch in Langzeittests robust funktioniert. Nun
möchte ich gern wissen welcher Typ das ist. Dummerweise ist der Aufdruck
auf dem Chip so schwach, dass ich mit Lupe und draufgucken einfach nicht
zu einer klaren Deutung komme.
Kennt jemand hier einen Trick, wie man so einen schlecht lesbaren
Aufdruck auf einem Chip lesbar machen kann?
Ansonsten fällt mir nur ein, folgende Sachen zu probieren: Chip ohne/mit
Blitz als Makroaufnahme fotografieren,
Chip auf den Scanner legen und mal schauen was sich da machen lässt...
Stell mal hier einige ordentliche Fotos,
damit man mittüfteln kann.
Gegenlicht, Spiegelung kann auch helfen, Kontraste
ausfindig zu machen.
Dann gibt's eventuell aufgedruckte Fertigungsdaten,
Signaturen, Attribute,,,,
Dann gibt's: Erinnerungen, wofür das Teil mal geplant war....
Gerald
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das angehängte Bild zeigt die bestmögliche Aufnahme zu der ich in der
Lage war.
Irgendwie fängt der Typenbezeichner mit TL an, aber ab da kann ich nur
noch spekulieren ;-(
Danke!
Wenn ich eure Antworten lese komme ich fast zu dem Schluss dass Kontrast
oder Helligkeit auf meinem Monitor nicht optimal sind. Nach dem TL säuft
das Bild auf meinem Monitor in Dunkelheit ab... Muss ich ma sehen ob ich
da was machen kann...
Rechts oben steht noch das unvermeidliche CHN.
@Micha:
Besorg Dir mal z.B. auf ebay ein preisgünstiges, gebrauchtes
Industriemikroskop und baue Dir falls nötig eine kräftige
Zusatzbeleuchtung.
Sehr hilfreich und fast spottbilig ist auch ein USB-Mikroskop mit
CCD-Kamera, dann kannst Du sogar für Dein Auge nicht sichtbare
Wellenbereiche teilweise nutzbar machen.
Du wirst Dich jedenfalls wundern, was Du plötzlich für Sachen siehst.
Sollten allerdings Gespenster dabei sein, wäre vielleicht der Hausarzt
zu konsultieren oder Urlaub einzureichen :-D
Micha schrieb:> Wenn ich eure Antworten lese komme ich fast zu dem Schluss dass Kontrast> oder Helligkeit auf meinem Monitor nicht optimal sind.
Das macht nichts. Es gibt ja genügend kostenlose
Bildbearbeitungssoftware womit man noch einiges rausholen kann was man
auf dem Originalfoto nicht sieht.
Um den Monitor richtig einzustellen gibt es auch unzählige Infos im
Netz.
Eine willkürliche Auswahl:
http://autopattern.maettig.com/testbild-helligkeit-kontrast.htmlhttp://www.prad.de/new/monitore/shownews_faq311.html
Für den Fall, dass bei dir google nicht funktioniert.
vielleicht auch mal die Schaltung posten. Dann kann man evtl. ( nur
evtl. ) ein weing rumoptimnieren, aufdass auch andere
Operationsverstärker "zuverlässig" funktionieren.
Ich kenne ähnlich klingende Aussagen aus einer mir zugänglichen
Materialdatenbank.
Beispiel
Artikelnummer "1074-xxx-xxx-xx":"74HCT14":Bemerkung "VON TI NICHT
VERWENDEN"
Oder Aussagen:" Der Schaltregler ist für dieses oder jenes Design nicht
einsetzbar, da ergelegentlich nicht anschwingt".
Dabei tritt nur der Kurzschlussschutz in Aktion, weil der Designer nicht
bedacht hat, das Der Chip erwartet, dass innerhalb weniger millisekunden
am Feedback-Pin die (heruntergeteilte) Referenzspannung anzuliegen hat.
Da muss man halt etwas warten, bis sich die Ausgangsspannung eingestellt
hat und danach erst den Schutzmechanismus anwerfen.
Na - ihr wisst, was ich meine.
Oder:" Dieser Mikroprozessor ist empfänglich für Abstürze!"
uswusf.
Schon krass manchmal...
So gibt's halt eben für jede Krankheit ein Kräutlein dagegen;
für jede Schaltung ein Käferchen;
für jeden Entwickler einen Bauteilhersteller, .....
Manche wollen mit dem Neuesten das Weißeste aus dem Ei herauspellen;
andere einfach mit dem 555er, oder 741er ein ganzes Spaceshuttle bauen,
weil er keine anderen Bauteile kennt.
....
Gerald
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Axel R. schrieb:> mir zugänglichen> Materialdatenbank.> Beispiel> Artikelnummer "1074-xxx-xxx-xx"
Dem Teilenummernschema nach könnte ich da auch mal gearbeitet haben.
Städtchen im Taunus? Straße im Industriegebiet nach einem Physiker
benannt?
Noch was: Wenn der Aufdruck, wie hier, gelasert ist, hilft es meist
schon, von der Seite (also Lichtstrahl fast parallel zur Oberfläche) zu
beleuchten.
Micha schrieb:> Ich probier seit paar Tagen an einer Schaltung rum, die von der> Stabilität grenzwertig ist. Das zuverlässige Funktionieren der> gemischten Analog/Digital Schaltung hängt offenbar in dem Fall von der> Auswahl eines geeigneten Operationsverstärkers ab.> Inzwischen hab ich aus meiner Bastelkiste genau einen OpAmp gefunden, mit> dem die Schaltung auch in Langzeittests robust funktioniert.
Ich tippe stark auf die Verletzung des Gleichtaktbereichs bei den
Eingängen. Da gibt es große Streuungen und es ist der am liebsten
gemachte Fehler...
Sowas kommt gern von einer unipolaren Versorgung eines "normalen" OPs.
Die fragliche Schaltung wäre interessant.
Was ich schon oft gemacht habe, das Ding mit nur ganz wenig
Wärmeleitpaste vollschmaddern. Die bleibt dann gerne auf der
unleserlichen Beschriftung kleben und man kann es wieder erkennen.