Hallo und ein gesundes Neues!
Ich habe einen Impedanzwandler mit einem OPV (TL071) aufgebaut und
wundere mich nun über die Signallaufzeit.
Ist es tatsächlich möglich, dass diese 35ms beträgt?
Im Datenblatt ist nichts dazu beschrieben.
Danke für Eure Reaktion
"Slewrate" steht drin, 13 v/µs
heißt das v (im Datenblatt klein geschrieben) Volt?
dann kann ich mit diesem Wert nicht viel anfangen. Ich dachte dies ist
die typische Spannungsanstiegsgeschwindigkeit.
wie ist dieser Wert zu interpretieren?
Grüße
35ms nie im Leben, eher 35ns. 13V/µs heißt 13V Signalanstieg pro
Mikrosekunde, das heißt, daß die Flanke am Ausgang maximal so steil ist,
wie der Spannungsverlauf von 0 nach 13V in einer Mikrosekunde. Dies gilt
bei spezifiziertem Lastwiderstand und spezifizierter Lastkapazität,
siehe Datenblatt.
Hallo Travel Rec.
na dann ist doch alles im Lot, so dachte ich mir das ja auch.
Trotzdem ich den Impedanzwandler so wie im Datenblatt beschrieben mit
2kOhm und 100pF Last zusammengelötet habe messe ich zwischen
Signaleingang und Ausgang satte 35ms.
Übrigens auch wenn ich die Messleitungen tausche ;)
woran kann das liegen, ich hab keinen Plan. Ich werde wohl nun mal einen
anderen als Testobjekt zurechtlöten.
Gruß
>messe ich zwischen Signaleingang und Ausgang satte 35ms.
Wie misst du das? Oszilloskop?
Wie sieht das Oszi-Bild aus bzw. das Signal hiterm Impedanzwandler?
Welches Signal schickst du in den Impedanzwandler?
@fieser Rahul
-Oszi
-von einem schöner Sägezahn(Eingangssignal 0V - 5V Signallänge ca 250ms)
wird oben die Spitze abgeschnitten, dann blebt er auf dieser Spannung
und 35ms nach dem Abfall der Eingngsspannung Fällt auch die
Ausgangsspannung wieder ab.
Mir kommt es so vor, als würde der OPV auch nach dem er in der
Begrenzung ist weiter integrieren und nach dem Abfall des Sägezahns
nicht schnell genug wieder zurückkommen.
@Johnny
deckungsgleiche Signale
Wo hast du denn da Kapazitäten eingebaut? Das sieht nach der Aufladung
eines Kondensators aus, Wie hast du denn die Last geschaltet? Schaltung
wäre hilfreich!
>von einem schöner Sägezahn(Eingangssignal 0V - 5V Signallänge ca 250ms)>wird oben die Spitze abgeschnitten,
Wenn du also eine veränderliche Spannung (einstellbares Netzgerät) vorne
anlegst, kommt diese hinten an?
Zu welchem Zeitpunkt passiert dieses "Abschneiden der Spitze"? So nach
etwa 215ms?
Dann wäre dein OPV nämlich Eins-A übersteuert.
(Senke die Amplitude).
Mit welcher Spannung betreibst du den OPV?
Gib doch mal eine Rechteckspannung an den Eingang.
Hallo nochmal,
Es muss an der Begrenzung liegen! ich habe nun das Signal kleiner
gemacht, und schon sind beide Signale (Eingang/Ausgang) nahezu
identisch.
Gibt es schaltungstechnischen Möglichkeiten den OPV, nachdem er in die
Begrenzung gefahren ist, bei einem Signalabfall schnell wieder
zurückzuholen?
Grüße und Dank
Der OP und auch alle anderen Bauteile sollten nicht ausserhalb der Specs
betrieben werden. Dann treten auch nicht solche Effekte auf, die nicht
dokumentiert sind....
Entweder Du schwächst das Einganssignal ab oder Du beschaltest den OP
so, dass er das Signal abschwächt, damit sich der Ausgangspegel im
spezifizierten Bereich bewegt. Dann werden auch die Daten die im
Datenblatt stehen (Slew Rate) stimmen und keine Sättigung auftreten, die
Deine "Verzögerung" verursacht.
> Gibt es schaltungstechnischen Möglichkeiten den OPV, nachdem er in> die Begrenzung gefahren ist, bei einem Signalabfall schnell wieder> zurückzuholen?
Nein.
Es gibt aber Operationsverstärler-Typen, denen eine Sättigung überhaupt
nix macht, und keine Zeit benötigen um sich zu erholen.
Das sind dann meistens neuere und vor allem teurer OPVs.