Hallo.
Welchen Wirkungsgrad hat die Delon Spannungs-Vervierfacher Schaltung?
Kann man damit bequem eine 15-18V Spannung aus einem 5 V System
generieren? (z.B. für Opamp, oder N Kanal High Side Switch)
Angesteuert wird diese Schaltung dann über 2 Portpins, oder wenn mehr
Strom benötigt wird, über einen Treiber IC wie z.B. 74LS255 oder eine H
Brücke (z.B. ZXMHC6A07T8)
Keine wirklich gute Idee. Du verlierst an jeder Diode 0.7V. Mit einem
kleinen DC/DC Wandler fährst du vermutlich billiger und mit besserem
Wirkungsgrad.
Niklas schrieb:> Welchen Wirkungsgrad hat die Delon Spannungs-Vervierfacher Schaltung?
Bedingt durch das Kondensator-Paradoxon ist schon der theoretische
Wirkungsgrad <100%. Eine genaue Berechnung ist aber schwierig,
da zuviele Parameter da eine Rolle spielen.
> Kann man damit bequem eine 15-18V Spannung aus einem 5 V System> generieren? (z.B. für Opamp, oder N Kanal High Side Switch)
Das kann man schon, man sollte sich da aber auf kleine Leistungen
beschränken.
> Angesteuert wird diese Schaltung dann über 2 Portpins,
Damit kannst Du genausogut einen StepUp-Wandler mit Spule ansteuern.
Gruss
Harald
Niklas schrieb:> Hallo.>> Welchen Wirkungsgrad hat die Delon Spannungs-Vervierfacher Schaltung?>> Kann man damit bequem eine 15-18V Spannung aus einem 5 V System> generieren? (z.B. für Opamp, oder N Kanal High Side Switch)
Wenn du eh schon einen Trafo hat, warum dann nicht gleich mit dem
Wicklungsverhältnis hochsetzen und dann mit Schottkys gleichrichten (mit
Mittelanzapfung)?
Eine bessere Lösung ist aber vermutlich ein integrierter DCDC-Wandler.
Für deinen Fall wäre beispielsweise ein FAN5331 geeignet (geht bis 20V).
Niklas schrieb:> Welchen Wirkungsgrad hat die Delon Spannungs-Vervierfacher Schaltung?>> Kann man damit bequem eine 15-18V Spannung aus einem 5 V System> generieren? (z.B. für Opamp, oder N Kanal High Side Switch)
ja, so....
http://www.holger-klabunde.de/dcdc/picdcdc.htm
habe ich schon aus AVR gemacht mit einem PWM ausgang
Lustig, wollte gerade eine ganz ähnliche Frage hier stellen. Und zwar
zum Thema maximale Stufenanzahl einer Hochspannungskaskade. Die Anzahl
der Stufen ist ja doch stark begrenzt. Das liegt sicher weniger am
Spannungsabfall der Dioden, denn der ist (zumindest bei hohen
Spannungen) recht minimal. Fraglich dürfte eher sein, wie schnell die
Dioden sind, und was für eine Kapazität sie haben. Gibt es sonstige
grundsätzliche Faktoren, die die Stufenzahl/den Wirkungsgrad
beeinflussen?
Hat man z.B. 2KV als Eingangsspannung, müssten vom Spannungsabfall der
Dioden her tausende Stufen noch sinnvoll arbeiten. Praktisch ist man
froh, wenn die 20. Stufe noch Sinn macht...
Ja klar, in der Größe klappt es sicher auch mit 40 Stufen oder so. Aber
eben nicht mit z.B. 1000 Stufen.
Bin mir recht sicher, daß der Spannungshub Deiner oberen Stufen auch
schon deutlich niedriger ist als am Anfang. Also mehr als nur um den
Spannungsabfall der Dioden geringer.
Hatte sowas mal mit 4n7 Kondensatoren und UF4007 probiert, so etwa ab
der 30. Stufe war keine Zunahme mehr drin. Da mit ca. 1KV eingespeist
wurde, kam mir eigentlich nur noch die Kapazität der Dioden in den Sinn,
die mehr Stufen verhindert. Kann das hinkommen?
Anbei mal ein Bild meiner Kaskade. Finde die schon deutlich sportlicher,
auch wenn Deine Kaskade ja schon gefühlte 15 Jahre im Netz ist...
Meine hat nur einen kleinen Treiber, war nur für statische
Hochspannung...
4n7/2KV und BY8412 sind die verwendeten Teile. Mit den Dioden habe ich
ehrlich gesagt nie mehr als die 28 Stufen probiert, evtl. sollte ich das
mal. Die früher verwendete UF4007 erscheint mir deutlich schlechter
geeignet...
0815 schrieb:> sorry, gerade erst gelesen...
macht doch nix, durch die "dicken" Kondis hat diese auch richtig Bumms
wenn sie mit dem entsprechenden Treiber angesteuert wird.
@ 0815 (Gast)
> Kaskade.JPG> 1,53 MB, 47 Downloads
Das eiskalte Händchen?
>Ja klar, in der Größe klappt es sicher auch mit 40 Stufen oder so. Aber>eben nicht mit z.B. 1000 Stufen.
So in der Richtung.
>Bin mir recht sicher, daß der Spannungshub Deiner oberen Stufen auch>schon deutlich niedriger ist als am Anfang.
Woher nimmst du diese Sicherheit? Schau dir mal eine Kaskade an. Der
Wechselspannungsanteil wird über Kondensatoren gekoppelt, da gibt es
zumindes im Leerlauf keine Spannungsverluste.
>Hatte sowas mal mit 4n7 Kondensatoren und UF4007 probiert, so etwa ab>der 30. Stufe war keine Zunahme mehr drin.
Wie gemessen?
> Da mit ca. 1KV eingespeist>wurde,
Bei welcher Frequenz?
> kam mir eigentlich nur noch die Kapazität der Dioden in den Sinn,>die mehr Stufen verhindert. Kann das hinkommen?
Nein.
>mal. Die früher verwendete UF4007 erscheint mir deutlich schlechter>geeignet...
Geht so, trr von 200ns ist OK, auch wenn es bessere gibt. Aber mit 1kV
Amplitude werden die überlastet! Denn die Dioden und Kondensatoren
müssen MINDESTEN 2*Up = Upp aushalten, also darf man bei 1kV
Dioden/kondensatoren mit maximal 500V Up speisen, real eher nur 400V.
Mal aus der Praxis. Hier haben wir verschiedene HV-Kaskaden, gespeist
mit ~80kHz / 1kV Up. Die kleine macht mit 4 Stufen 8kV Ausgangsspannung
bei >1kW Ausgangsleistung. Die Große mit 40 Stufen 80kV und auch ca.
diese Leistung (Dauerbetrieb!)
Falk Brunner schrieb:>>Hatte sowas mal mit 4n7 Kondensatoren und UF4007 probiert, so etwa ab>>der 30. Stufe war keine Zunahme mehr drin.>> Wie gemessen?
Na ja, wie misst man das...indem man mal 50 Stufen probiert, und
spannungsmäßig nichts mehr geschieht ;-)
Falk Brunner schrieb:>> kam mir eigentlich nur noch die Kapazität der Dioden in den Sinn,>>die mehr Stufen verhindert. Kann das hinkommen?>> Nein.
Also einen negativen Einfluss müsste die Kapazität der Dioden schon
haben.
Die Kapazität der Kondensatoren müsste zumindest deutlich über der der
Dioden liegen. Mit 100p-Kondensatoren wird es daher wohl keine längere
Kaskade geben.
Evtl. geschieht die Begrenzung der Stufen aber auch eher aufgrund der
begrenzten Schnelligkeit der Dioden.
Falk Brunner schrieb:> im Leerlauf keine Spannungsverluste.
Das wäre schön, und tatsächlich der Fall, wenn man nur die Kondensatoren
betrachtet. Tatsächlich kommt aber eine Belastung durch die Dioden
hinzu, und natürlich deren Spannungsabfall.
Falk Brunner schrieb:> Frequenz?
So irgendwas um 20-100KHz.
Falk Brunner schrieb:> 1kV
Die 1000V waren nur ein Beispiel. Die Dioden wurden nicht überlastet,
nur gab es in den oberen Stufen kaum noch Gewinn.
Joachim B. schrieb:> durch die "dicken" Kondis hat diese auch richtig Bumms
Nun ja. Die hat je Stufe auch nur 5 nF, allerdings die doppelte
Spannung.
Kannst ja mal versuchen, die Kaskade mit 20, 40 oder 60 Stufen
aufzubauen. Denke, spätestens die 60er Kaskade enttäuscht...
Also das Ganze ist irgendwie deutlich begrenzt, sonst gäbe es wohl
schnell Experimente unter Bastlern, wer 10, 20 oder 100m Überschlaglänge
schafft...;-)
0815 schrieb:> a klar, in der Größe klappt es sicher auch mit 40 Stufen oder so. Aber> eben nicht mit z.B. 1000 Stufen.
Ja klar, Witzbold, macht bei Einspeisung mit 500V dann mal kurz 500kV
0815 schrieb:> Hatte sowas mal mit 4n7 Kondensatoren und UF4007 probiert, so etwa ab> der 30. Stufe war keine Zunahme mehr drin. Da mit ca. 1KV eingespeist> wurde, kam mir eigentlich nur noch die Kapazität der Dioden in den Sinn,> die mehr Stufen verhindert.
Ausser dem was Falk geschrieben hat heisst das Zauberwort:
Koronaentladung oder Sprühentladung.
0815 schrieb:> Kannst ja mal versuchen, die Kaskade mit 20, 40 oder 60 Stufen> aufzubauen. Denke, spätestens die 60er Kaskade enttäuscht...
ne Danke, bin nicht vergnügungssüchtig :-)
war nur ein Versuch eine low cost Reparatur für einen Laser zu schaffen,
bis dahin waren die Teile ja bau- und bezahlbar, aber ein neues
Lasernetzteil tats auch :-)
trotzdem eine eigene Funkenstrecke fasziniert schon .....
Udo Schmitt schrieb:> mal kurz 500kV
Ja wunderbar! Wenn auch ausbaufähig...;-)
Es geht doch aber auch gar nicht um die erreichbare Spannung, sondern um
die begrenzte Stufenzahl. Hatte eigentlich gedacht, die entsprechende
Begrenzung wäre weitestgehend bekannt, und man könnte meine Vermutungen
dazu bestätigen oder erweitern...
Udo Schmitt schrieb:> Koronaentladung oder Sprühentladung
Bei 20mm Rastermaß und je 1KV sicher nicht.
0815 schrieb:> Bei 20mm Rastermaß und je 1KV sicher nicht.
Du hast nicht verstanden was Sprühentladungen sind.
Oder hat die Luft bei dir auch ein genügend großes Rastermaß?
Niklas schrieb:> Kann man damit bequem eine 15-18V Spannung aus einem 5 V System> generieren? (z.B. für OpampJoachim B. schrieb:> ja, so....>> http://www.holger-klabunde.de/dcdc/picdcdc.htm>> habe ich schon aus AVR gemacht mit einem PWM ausgang
um nochmal auf das Topic zurückzukommen, dafür taugt das gut als kleine
alternativ Versorgung von OPs
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