Moin Kollegen,
ich versuche mich aktuell an Aufwärtswandlern und habe auch erste
Ergebnisse, (auch wenn die Ausgangsleistung nicht wirklich dem
entspricht wie ich zu rechnen geglaubt habe).
Ich nutze dazu das TI Sheet "TI Basic Calculation of a Boost Converter's
Power Stage" und auch Online Seiten wie die von Schmidt Walter
Schaltnetzteile.
Soweit so gut .. ich bastel ja noch.
Mir stellen sich aktuell 2 Fragen:
#1 Macht es einen Unterscheid ob ich FAST PWM oder PHASE CORRECT nutze?
#2 Wie sehr spielt die Schaltfrequenz eigentlich eine Rolle bzw. wie
wichtig ist diese.. außer das sich laut der Website von Schmidt Walter
Schaltnetzteile die Baugröße der Induktivität ändert?
Danke schon einmal an alle Antwortenden!
bG
B.
Baumbart schrieb:> Macht es einen Unterscheid ob ich FAST PWM oder PHASE CORRECT nutze?
Kommt auf deine Anforderungen an. Bei einem einzelnen Spannungswandler
der nicht irgend etwas synchron laufen muss, macht es keinen großen
Unterschied.
Aus deiner Frage lese ich heraus, dass du das ganze auf Basis eines
Mikrocontroller aufbauen willst. Das halte ich für eine ganz schlechte
Idee. Danach kannst du mal gezielt googeln, die üblichen Probleme dieses
Ansatzes wurden hier schon oft diskutiert.
> Wie sehr spielt die Schaltfrequenz eigentlich eine Rolle
Sie muss zur Spule, der Last und den Spannungsverhältnissen passen. Bei
geringer Last ist wichtig, dass die Impulse kurz genug sind um nicht zu
viel Energie zu übertragen. Bei hoher Last will man die Spule hingegen
voll aufladen, aber nicht überladen (sonst steigt die Stromaufnahme
sprunghaft an).
Und mit dieser Bandbreite von Impulsbreiten tun sich Mikrocontroller
halt schwer. Aktuelle Schaltwandler arbeiten mit mehreren hundert
Kiloherz und decken eine Bandbreite ab, die einem 16 Bit Timer
entsprechen würde.
Versuche mal per Mikrocontroller 16 Bit PWM mit 100 kHz zu erzeugen,
dafür bräuchtest du eine Taktfrequenz von 6 Gigahertz!
Baumbart schrieb:> ich versuche mich aktuell an Aufwärtswandlern
Sieh dir einfach mal die Datenblätter und Appnotes der bekannten
Anbieter solcher Controller/Wandler. Wenn du verstehst, was da passiert,
dann kannst du überlegen, ob du das selber machen willst. Dabei solltest
du im Hinterkopf haben, dass die jeweils zigtausend Ingenieursstunden an
Erfahrung voraus sind.
Wenn du mit dem Überlegen fertig bist, dann nimmst du einen fertigen
Controller irgendeines Anbieters. Und den steuerst du dann mit mit
deinem uC an.
Hast du dir schon überlegt, wie du die Regelschleife machen willst. Wie
schnell soll dein Spannungs- oder Stromschwankungen ausregeln? Oder soll
dein Stepup einfach nur ungeregelt vor sich hin wandeln? Was wird da an
Last dranhängen? Von welcher Spannung willst du da welche Leistung zu
welcher Spannung wandeln?
Stefan ⛄ F. schrieb:> Aktuelle Schaltwandler arbeiten mit mehreren hundert Kiloherz.
Naja, so ganz aktuell sind solche ICs nicht mehr. Inzwischen
arbeiten aktuelle IC-Wandler im MHz-Bereich.
Baumbart schrieb:> Macht es einen Unterscheid ob ich FAST PWM oder PHASE CORRECT nutze?
Nö.
> #2 Wie sehr spielt die Schaltfrequenz eigentlich eine Rolle bzw. wie> wichtig ist diese
Extrem wichtig.
Bestimmt die Grösse der Spule, damit den Wirkungsgrad und die
Reaktionsgeschwindigkeit des Nachregelns.
Ein uC ist dafür VIEL ZU LANGSAM, ernsthafte Schaltregler arbeiten bis
1MHz, du schaffst keine 100kHz, eher 20kHz, das entspricht dem Stand von
Schaltreglern anno 1970, als die Technik noch nicht etabliert war.
Du musst einen PI Algorithmus pro PWM Impuls laufen lassen und eine
Überstrom-Notabschaltung per Interrupt.
Lothar M. schrieb:>> Inzwischen arbeiten aktuelle IC-Wandler im MHz-Bereich.> Und dementsprechend spannend ist das Layout,
Ja, und da hilft auch kein Simulationsprogramm.
Kevin M. schrieb:> Das halte ich ja mal für ein Gerücht...
Überstromabschaltung in <<100ns mit einem ADC und uC-Interrupt erscheint
mir schon recht sportlich
MaWin schrieb:> Ein uC ist dafür VIEL ZU LANGSAM
Mal unabhängig der technischen Feinheiten.. aber mit dem µc kann ich
doch einen PWM Mode wählen, der mir zu Lasten der Auflösung ein paar kHz
generiert.
OCR0A als Top im FAST PWM MODE ergibt bei einem Wert von 100 160kHz für
OCR0B.
Oder noch weiter runter .. 320kHz bei OCR0A = 50. (Quarz = 16mHz)
Habe es gestern noch mit nem Fluke nachmessen können. Wie "sauber" das
Signal ist, kann ich nicht beurteilen, aber es geht würd ich sagen.
Im Übrigen war der verwegene Plan einen µC mit LCD über 2AA Zellen zu
betreiben. Allerdings liefert mir mein Selbstbau-Aufwärtswandler nicht
mal 10ma fürchte ich :)
bG
B.
Baumbart schrieb:> der mir zu Lasten der Auflösung ein paar kHz generiert
Und was nützt das ? Ausgangsspannung auch nur in ein paar Stufen, bzw.
mit ständigem Nachregeln springt auf und ab ?
Zudem musst du pro Impuls den PI Regler durchrechnen, glaubst du das
schafft dein uC in 50 Takten ?
Dort, wo uC häufig in Buck-Schaltreglern eingesetzt werden, sind die
Photovoltaik MPPT Wandler. Aber dort spricht die Werbung von DSP.
ÄÄH:
Ähm, du kennst doch den Einsatzzweck überhaupt nicht.
Er amcht erste Versuche.
Also, jepp,e s reicht mit einem Controller völlig aus.
Viele Ladegeräte arbeiten nur mit einem uControler und beweisen dir, das
du falsch liegst.
Wie so oft, wird hier aus einer ersten Übung und einer allgemeinen
Anfrage, etwas völlig überzogenes an Anforderungen an einen Anfänger
gestellt.
Wenn seine Anfangsversuceh erfolgreich waren, kann er immer noch auf ein
spezielles IC setzen, wenn SPEZIELLE! Anforderungen und wünsche
entstehen
Anfangs sind die Ansprüche aber wohl eher aus 6V 12V zu machen für eine
Glühlampe z.B.
Und man freut sich, wenn die mögliche Leistung in etwa der erwarteten
entspricht.
Dann erst kommt Schritt 2
MaWin schrieb:> Ein uC ist dafür VIEL ZU LANGSAM, ernsthafte Schaltregler arbeiten bis> 1MHz,
Wo wurde das denn gefordert?
Er schreibt von ersten Versuchen, nichts weiter
Mark S. schrieb:> Überstromabschaltung in <<100ns mit einem ADC und uC-Interrupt erscheint> mir schon recht sportlich
?!
Und wo ist da das Problem?
Wenn du ein 3-5V LCD verwendet, interessier es da ob die Spannung von
4,5-5 laufen schwankt?
Für einen ersten Anfang sicher ausreichend
MaWin schrieb:> Und was nützt das ? Ausgangsspannung auch nur in ein paar Stufen, bzw.> mit ständigem Nachregeln springt auf und ab ?
"Dort, wo uC häufig in Buck-Schaltreglern eingesetzt werden, sind die
Photovoltaik MPPT Wandler. Aber dort spricht die Werbung von DSP.
"
auch da werden teilweise einfach nur uController verwendet sie ARM ohne
spezielle DSP Chips
Und, tadaa... oh wunder es geht.
Wenn es für den Einsatzzweck ausreichend ist, ist es als Anfänger um
erstmal reinzuschnuppern super mit einem uC
Wie so oft, gibt es hier, statt motivierender Tipps nur negatives und
verkomplizierendes.
Ich hoffe ihr habt keine Kinder:-(
Prinzipjell kann man solche Wandler mit µC machen.
Nur sollte man da welche verwenden die einen Analog-Teil enthalten, der
die Current Regelung autonom übernimmt.
Das Problem bei den meisten µC, fängt schon bei der A/D Wandlung an.
Bis der Strom gemessen(gewandelt) wurde und der CPU übergeben und dann
auch noch Verglichen ist?!?
Nicht zuletzt muss der µC dann auch noch darauf korrekt reagieren.
In dieser Zeit, kann der Strom schon so weit angestiegen sein, das die
Schaltung Geröstet wurde.
Es gibt Situationen (Borgna-Wandler als Beispiel genannt), da ist ein µC
Zwingend dafür erforderlich, Aber die Ganze Current Regelung ist da
analog zu lösen.
(Okey, ein 50MHz Flashwandler und ein 6GHz CPU schaffen das dann auch)
:-D
Allerdings sind µC mit diesen Parametern extrem dünn gesät und auch
nicht mehr Effizient(Eigenverbrauch).
Aber es gibt mittlerweile doch einige µC auf dem Markt, die sowohl
Digitale Peripherie, wie auch Analoge enthalten.
Damit kann man das Problem ohne hohen Rechenaufwand und schnelle A/D und
D/A Wandlung lösen.
Eine gerechnete Last-Anpassung, fordert viel Rechenaufwand und
Schnelle Wandler.
Eine analog gelöste, fordert Kein Rechenaufwand und lässt sich auch mit
lahmen A/D und D/A Wandlern lösen. Diese fordert dann schnelle
Komparatoren(Analogtechnik).
KArl Fred M. schrieb:> oh wunder es geht.
Ja, wenn du nur die geringste Ahnung von Schaltreglern hättest, wüsstest
du dass MPPT Regler die harmlosesten gutmütigsten Anforderungen stellen
weil das Nachregeln bei ihnen sehr langsam sein kann.
Leider hast du keine Ahnung, lässt nur viele Beiträge vom Stapel, mal
wieder unter neuem Namen.
Harald W. schrieb:>> Aktuelle Schaltwandler arbeiten mit mehreren hundert Kiloherz.> Naja, so ganz aktuell sind solche ICs nicht mehr. Inzwischen> arbeiten aktuelle IC-Wandler im MHz-Bereich.
Wenn ich das geschrieben hätte, wäre die "ja aber es gibt auch..."
Fraktion aufgeweckt worden.
Baumbart schrieb:> #2 Wie sehr spielt die Schaltfrequenz eigentlich eine Rolle bzw. wie> wichtig ist diese.. außer das sich laut der Website von Schmidt Walter> Schaltnetzteile die Baugröße der Induktivität ändert?
Je höher die Schaltfrequenz, desto höher die Schaltverluste in
Transistoren und Dioden. Und auch das Kernmaterial deiner Induktivitäten
muß die Frequenzen mitmachen. Für die Kondensatoren bedeuten höhere
Frequenzen höhere Ströme (bei gleichem Rippelstrom), die müssen das auch
mitmachen.
Andererseits reduzieren höhere Frequenzen den Rippelstrom wiederum.
Generell gilt bei Schaltreglern: Wenn du an einer Stelle im
Parameterkarussel etwas verbesserst, verschlechterst du an mindestens
einer anderen Stelle etwas wieder. Die hohe Kunst ist es, den perfekten
Ausgleich zu finden.
Mark S. schrieb:> Kevin M. schrieb:>> Das halte ich ja mal für ein Gerücht...> Überstromabschaltung in <<100ns mit einem ADC und uC-Interrupt erscheint> mir schon recht sportlich
Naja, wenn man das so aufbaut stimmt das schon. Aber mit Komparator und
externem Interrupt geht da schon was (und es soll µC geben die genau
sowas wiederum schon in Hardware eingebaut haben).
Auf jeden Fall ist da schon einiges machbar, auch wenn es nicht einfach
ist, aber das:
MaWin schrieb:> Du musst einen PI Algorithmus pro PWM Impuls laufen lassen und eine> Überstrom-Notabschaltung per Interrupt.
ist völliger Quatsch.
KArl Fred M. schrieb:> Viele Ladegeräte arbeiten nur mit einem uControler und beweisen dir, das> du falsch liegst.
Mit einem konstanten Laststrom und einer konstanten Netzspannung ist es
noch relativ einfach. Da der TO seinen Anwendungsfall nicht genannt hat,
sollte man wohl doch eher von gewöhnlichen Anwendungsfällen ausgehen.
Das wären hier in diesem Umfeld wohl getaktete CMOS Schaltungen mit
variabler Stromaufnahme. Sorry, aber ich denke dabei an einen ESP32.
Woran denkt der TO?
"wüsstest
du dass MPPT Regler die harmlosesten gutmütigsten Anforderungen stellen
weil das Nachregeln bei ihnen sehr langsam sein kann.
"
Na siehst du, und wen eine Aufwärtswandler ohne besonders hohe Ansprüche
geht es ebenfalls und erst recht, für erste Gehversuche
Das ist dir aber dann doch entgangen.
Es gibt auch eine menge Laderegler und Ladergeräte für Blei die so
arbeiten nur mit uC
Oh Wunder...
Aber dein Tonfall zeigt gleich in welche Riege du einzuordnen bist...
KArl Fred M. schrieb:> Er schreibt von ersten Versuchen, nichts weiter
Da hat sich wohl etwas zeitlich überlappt. Der TO hat inzwischen
präzisiert:
Baumbart schrieb:> Im Übrigen war der verwegene Plan einen µC mit LCD über> 2AA Zellen zu betreiben
Also lag ich wohl richtig. Sobald er da einen Sleep Modus benutzt, ist
es mit konstanter Stromaufnahme vorbei.
> Wenn du ein 3-5V LCD verwendet, interessier es da ob die> Spannung von 4,5-5 laufen schwankt?
Davon hängt der Kontrast nicht unwesentlich ab. Es sei denn, man
stabilisiert dessen Spannung nochmal extra.
Wenn der TO mit µC einen ESP8266 meint, dann muss das Ding Sprünge von
einigen µA hoch auf 450 mA binnen weniger Mikrosekunden aus regeln.
Dabei darf die Spannung höchstens um 200mV einbrechen, sonst stürzt der
Mikrocontroller ab.
Es wäre besser, wenn der TO seinen Anwendungsfall konkreter offen legen
würde. Dann würde unsere Sammlung extremer wen-und-aber Fälle sofort ein
Ende haben.
Herbert schrieb:> Es gibt IC, die sind billig und extra dafür gemacht. Der UC3843> wäre ein Beispiel.
Bei
>> der verwegene Plan einen µC mit LCD über 2AA Zellen zu betreiben
wohl eher ein MCP1640. Davon bekommt man auch gleich mehrere auf der
Fläche eines 1¢ Stücks unter. Das größte Bauelement ist die
Speicherdrossel und für 10mA muß die nicht groß sein ...
KArl Fred M. schrieb:> Das ist dir aber dann doch entgangen
Sicher nicht.
Ich weiss, wie viel Ärger mit defekten Bauteilen man sich erspart, wenn
man einen Schaltregler-IC mit Überstrom, Übertemp, Pulsweitenbegrenzung,
Regelschleife einsetzt, die Auswahl von Spule und weiteren Bauteilen ist
Mühe genug, vom Aufbau-Layout und den Kniffen beim Messen zur Ergründung
von Fehlerursachen ganz zu schweigen.
Du palaverst hingegen wie ein Programmierhansel der nie einen
Schaltregler aufgebaut hat.
Baumbart schrieb:> Im Übrigen war der verwegene Plan einen µC mit LCD über 2AA Zellen zu> betreiben.
Warum zwei Zellen? Mit einer gehts auch, wenn man so etwas wie das hier
verwendet: https://www.ti.com/product/TPS61097A-33
Mit den 400 mA am 3.3V-Ausgang lässt sich auf jeden Fall ein µC
betreiben, und ein LC-Display auch (sofern das nicht was fossiles ist,
was 5V benötigt). Wenn 'ne Hintergrundbeleuchtung nötig wird, gehts auch
noch, nur sollte dann das Display nicht zu groß sein.
Ich denke da an ein NCP1402 der braucht mit samt drossel etwa so viel
Platz wie ein SOIC8 und kann sehr gut mit KerKos .... :-)
gibt es auch als Fertiges PCB ;-)
DerEinzigeBernd schrieb:> Mit einer gehts auch, wenn man so etwas wie das hier> verwendet: https://www.ti.com/product/TPS61097A-33
Ist natürlich eine Gute TI Alternative ;-)
Und du meinst so ein LCD(Bild) ?
MaWin schrieb:> Ich weiss, wie viel Ärger mit defekten Bauteilen man sich erspart, wenn> man einen Schaltregler-IC mit Überstrom, Übertemp, Pulsweitenbegrenzung,> Regelschleife einsetzt, die Auswahl von Spule und weiteren Bauteilen ist> Mühe genug, vom Aufbau-Layout und den Kniffen beim Messen zur Ergründung> von Fehlerursachen ganz zu schweigen.
Ich habe es aufgegeben, einen Schaltregler zu bauen, besonders weil man
heute spottbillig fixfertige Schaltregler kaufen kann.
Leute, eure Vorschläge sind sicher gut gemeint. Aber ihr wisst ja noch
nicht einmal, um welchen µC es geht bzw. wie viel Strom er aufnimmt.
Ich habe oben absichtlich einen ESP erwähnt um klar zu machen, wie
extrem unterschiedlich die Anforderungen sein könnten.
Der NCP1402 ist übrigens obsolet und nicht mehr vorrätig. Allerdings
gibt es noch wenige Module von Pololu mit dem Chip:
https://www.pololu.com/product/2114
Das Ding ist ja echt verdammt kompakt.
Baumbart schrieb:> mit dem µc kann ich> doch einen PWM Mode wählen, der mir zu Lasten der Auflösung ein paar kHz> generiert.
Direkt MCU gesteuerte Wandler funktionieren.
Mit einfachen (und langsamen) 8bit MCUs auch.
Wenn man eine sehr gutmütigen Quelle mit einer sehr gutmütigen Last hat,
z.B. Akku Versorgung und LED Last, dann geht das ganz passabel.
Ändern sich Lastfall und Quelle dynamisch muss da schon richtig
Geschwindigkeit hinterstecken um rechtzeitig auszureglen.
Mit DSPs bzw. DSCs kann man sogar 60Hz (120Hz) PFC Anwendungen fahren.
Das ist dann aber schon die hohe Schule und das geht auch nur weil man
aufgrund der vorhergehenden Halbwelle einfach annnimmt das Netzfrequenz,
Kurvenform und Last konstant geblieben sind.
Mit wirklich dynamischen Verläufen ist das ungleich schwerer.
An sich wäre die Frage zu klären warum man sich das antun sollte.
Bis ein MCU gesteuertes Netzteil unter allen Bedingungen ohne Rauch und
Flamme funktioniert geht viel Zeit und Arbeit ins Land.
MCU + Gate Treiber + MCU Versorgung + Gate Treiber Versorgung + Mosfet
+++ kosten ein Vielfaches eines simplen Schaltregler ICs mit
integriertem Switch, der mit weiter Versorgungsspannung zurecht kommt.
Direkt MCU gesteuert macht man eigentlich nur wenn die Rahmenbedingungen
nichts anderes zulassen und der enorme Aufwand durch Stückzahlen und /
oder Stückpreis wieder rausgeholt werden.
Es sind z.B. bei Server Netzteilen Effizienz Optimierungen möglich die
mit den klassischen ICs nicht möglich sind.
Bei Netzteilen die 24/7 mit hoher Last laufen rechnet sich das, weil
jedes KW Verlustwärme auch mit einem weiteren KW weggekühlt werden muss.
Aus Bock habe ich mal einen LED Buck Regler mit STM8S003 gebaut.
Ganz nett, aber ohne realen Nutzen.
In allen Belangen schlechter als das Regler IC für 30cent, vielfach so
teuer bei einem Vielfachen der Arbeitszeit.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Der NCP1402 ist übrigens obsolet und nicht mehr vorrätig. Allerdings> gibt es noch wenige Module von Pololu mit dem Chip:
Ist offiziell richtig aber ich kann ihn immer noch rollen-weise
einkaufen.
Und das Modul von Pololu habe ich auch gemeint habe es nur (nicht mehr)
verlinken können, weil dein Post schon da war :-)
Ich setze den NCP1402 nach wie vor ein.....
Und die Drossel verwende ich im 1608 ein da braucht das ding wirklich
kaum Platz :-)
Wobei der Chip von TI sogar auf die externe Diode verzichten kann weil
interner FET als Diodenersatz ;-)
https://www.ti.com/product/TPS61097A-33
Mark S. schrieb:> Überstromabschaltung in <<100ns mit einem ADC und uC-Interrupt erscheint> mir schon recht sportlich
Mit dem richtigen uC der die entsprechendene Hardware hat geht das
durchaus. Außerdem wer würde das wollen so schnell muss dein Strom
erstmal ansteigen können und du willst ja auch eine gewisse Toleranz
gegenüber Überlast.
MaWin schrieb:> Zudem musst du pro Impuls den PI Regler durchrechnen, glaubst du das> schafft dein uC in 50 Takten ?
Nicht zwangsläufig. Es kommt wohl auf die Anforderungen der Regelung an.
Die größere Herausforderung sehe ich eher in der Diskretisierung seines
Reglers. Wenn er da nicht aufpasst und seinen PI(D) schlecht
diskretisiert, kann der Regler leicht an Phasenreserve verlieren und
instabil werden. Da sehe ich größere Probleme, als die ISR bei jedem PWM
Puls laufen zu lassen.
Eine Überstromabschaltung kann man ggf. auch diskret aufbauen oder einen
Treiber mit integrierter Überstromabschaltung einsetzen.
Gruß,
Patrick L. schrieb:> Und du meinst so ein LCD(Bild) ?
Nö, da geht mehr. Reflektive Graphikdisplays, auch Displays mit dem
guten alten HD44780 sind möglich, allerdings braucht man dann noch einen
ICL7660 oder ähnliches, um eine negative Kontrastspannung zu erzeugen,
damit man auf dem Display auch was sieht.
Auch das hier https://www.lcd-module.com/eng/pdf/grafik/dogm128e.pdf
lässt sich verwenden, sogar mit Hintergrundbeleuchtung, wenn man die
richtige Farbe wählt. Das Display selbst braucht nur 270 µA, die
Beleuchtung natürlich mehr, je nachdem, ob man den Kölner Dom damit
ausleuchten will oder nur erkennen will, was das Display anzeigt.
KArl Fred M. schrieb:> Wie so oft, wird hier aus einer ersten Übung und einer allgemeinen> Anfrage, etwas völlig überzogenes an Anforderungen an einen Anfänger> gestellt.
Die wesentlich schwierigere Regelungstechnik mit µC-Schaltreglern
ist aber nicht unbedingt was für Anfänger. Da ist ein normaler
IC-Schaltregler wesentlich unkomplizierter. Insbesondere wenn man
sich an die Dimensionierungshinweise im Datenblatt hält.
DerEinzigeBernd schrieb:> allerdings braucht man dann noch einen> ICL7660 oder ähnliches, um eine negative Kontrastspannung zu erzeugen,> damit man auf dem Display auch was sieht.
Für die Negativ Spannung geht ja sowas[LM828M5] Bild
Braucht ebenfalls kaum Platz :-)
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Harald W. schrieb:> KArl Fred M. schrieb:>>> Wie so oft, wird hier aus einer ersten Übung und einer allgemeinen>> Anfrage, etwas völlig überzogenes an Anforderungen an einen Anfänger>> gestellt.>> Die wesentlich schwierigere Regelungstechnik mit µC-Schaltreglern> ist aber nicht unbedingt was für Anfänger. Da ist ein normaler> IC-Schaltregler wesentlich unkomplizierter. Insbesondere wenn man> sich an die Dimensionierungshinweise im Datenblatt hält.
Ja...genauso lehrreich wie ein Legomodell nach Anleitung zu bauen.
Patrick L. schrieb:> Für die Negativ Spannung geht ja sowas[LM828M5] Bild> Braucht ebenfalls kaum Platz :-)
Noch weniger Platz braucht das verlinkte DOGM-Display, das enthält die
Ladungspumpe schon, und benötigt nur ein paar Kondensatoren. Und
schicker als ein HD44780-Display ist es sowieso.
Wühlhase schrieb:> Ja...genauso lehrreich wie ein Legomodell nach Anleitung zu bauen.
Wenn man etwas lernen will, kann man ja einen Schaltregler mit analogen
Bauteilen und niedriger Frequenz aufbauen. Dabei lernt man dann
wahrscheinlich auch, warum fertige Chips die bessere Wahl sind. Mir ging
es jedenfalls so.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wühlhase schrieb:>> Ja...genauso lehrreich wie ein Legomodell nach Anleitung zu bauen.>> Wenn man etwas lernen will, kann man ja einen Schaltregler mit analogen> Bauteilen und niedriger Frequenz aufbauen.
Einen simplen PWM Regler mit Sägezahngenerator + Komparator bekommt man
ja vielleicht noch hin.
Einen modernen IC mit discreten Bauteilen nachzubauen eher nicht.
Schon allene die zahlreichen Spielarten an Halbleitern zu besorgen die
da in den Chipstrukturen stecken, dürfte spannend werden.
Wollte man sowas bauen, würde die Schaltung so groß werden das sie sich
alleine durch ihre ausgedehnten Strukturen massiv Störungen einfängt und
wegen ihrer desaströsen parasitären Eigenschaften auch nur für kleine
Frequenzen geeignet ist.
Mit vorhandenen Schaltregler ICs etwas aufzubauen ist über alle Maßen
lehrreich.
Einfach mal machen, Messen, optimieren.
Ohne sehr gut zu verstehen was der Chip da tut, geht das auch nicht.