Automatisiert Löcher mit der CNC 3018 bohren

OP (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) #7186302
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Hallo zusammen,


ich suche schon seit mindestens 8h, nach einer Möglichkeit, einfach, 
automatisiert, Löcher mit der CNC 3018 zu bohren.

Sehr oft geht es darum Platinen zu fräsen und auch die Löcher hierbei zu 
bohren oder halt ums Fräsen.


*Ich will aber einfach nur exakt, mehrere Löcher mit dem gleichen Bohrer 
bohren.*


Als Versuch soll erstmal, wie im Screenshot zu sehen, auf einer 20x20mm 
Platte, mittig ein Loch gebohrt werden.

In Fusion 360 habe ich dass "Loch" in der Skizze, einfach mit einem 
Punkt erstellt.


1. In was muss ich die Skizze hierzu überführen, geht das als DXF-Datei 
?


2. Welches einfache Programm sollte ich für mein Vorhaben nutzen ?



simple-gcode-generators scheint für Linux gedacht. Ich arbeite mit 
WIN10-64Bit.

https://github.com/LinuxCNC/simple-gcode-generators/tree/master/grill


Wenn es geht, bitte deutsche Erklärungen verlinken, es ist schon schwer 
genug für mich die Sachen in deutsch zu bereifen.


Bernd_Stein
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#7186319
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Fusion hat doch ein CAM Modul, darüber kann G-Code für die Fräse 
generiert werden. Das Loch sollte aber auch als solches in einem 3D 
Werkstück sein, es wird ja auch eine Tiefe benötigt.
Ob es mit einem DXF einfacher geht weiß ich nicht, Estlcam ist hierfür 
ja beliebt.
#7186376
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Bernd S. schrieb:
> ich suche schon seit mindestens 8h, nach einer Möglichkeit, einfach,
> automatisiert, Löcher mit der CNC 3018 zu bohren.

> *Ich will aber einfach nur exakt, mehrere Löcher mit dem gleichen Bohrer
> bohren.*


Ich nehme an das Ding wird mit G-Code Programmen gefüttert (?)

Ein einfaches Bohrprogramm ist mit einem Texteditor schnell "zu Fuß" 
erstellt, da braucht es keine besondere Software für.

https://www.precifast.de/cnc-programmierung-mit-g-code/

Und, sehr ausführlich:
"Das dicke CNC-Buch" von Stephan Pausch:

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjNkavqpoj6AhVOlosKHfhSCAAQFnoECBIQAQ&url=http%3A%2F%2Fwww.cnc-pausch.de%2FCNC-Buch.pdf&usg=AOvVaw0fmet74_JLUsHjzdz5kyKT

Ein für G-Code optimierter Editor mit Simulation:
http://nc-corrector.inf.ua/index_EN.htm

Uwe

Uwe
OP (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) #7186841
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Erstmal vielen Dank an Alle, die hier mitgewirkt haben.

Dies (von Sven) erscheind mir weiter Verfolgungswert, d.h. werde mich 
damit Beschäftigen, da mir die Installation von bCNC, womit ich mal 
früher, kurz gearbeitet hatte, dermaßen Probleme bereitet, dass ich 
damit gar nichts mehr zu tun haben möchte, da man bei GRBL-Plotter, ja 
anscheinend auch eine Kamera zum Justieren nutzen kann.

Sven schrieb:
> ...
> GRBL-Plotter: https://github.com/svenhb/GRBL-Plotter
>

Beitrag "CNC 3018: bCNC und FlatCAM"


Bernd_Stein
OP (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) #7187097
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Hoffe es kennt sich jemand mit der GRBL-Plotter Software aus.
Habe es geschafft, dass die SW mit der CNC3018, per USB kommuniziert.

Die zu Anfang erwähnte Test-DXF-Datei, welche eine Fusion 360 Skizze 
ist, habe ich geladen, aber der Punkt in der Mitte fehlt, der ja gerade 
wichtig ist, da er den Bohrpunkt darstellen soll.

Habe mir dieses Video angeschaut, dass eigentlich das macht was ich 
wünsche,
jedoch ist es eine SVG-Datei, welche F360 leider nicht zum exportieren 
anbietet.

Da wo der Pfeil drauf deutet - ist dies die aktuelle Position ?

https://www.youtube.com/watch?v=ymWi15rvTvM



Bernd_Stein
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#7187556
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Bernd S. schrieb:
> Ich will aber einfach nur exakt, mehrere Löcher mit dem gleichen Bohrer
> bohren.*

Das wäre dein G-Code Programm:

%
N5 Z20 (Sichere Höhe 20mm )
N10 S1000 M3 G94 (Spindel 1000 U/Min, Spindel ein, Vorschub in mm/min)
N15 G0 X10,Y10 (Position der Bohrung im Eilgang anfahren)
N20 G0 Z1 (Höehe 1mm ueber Obefläche im Eilgang anfahren)
N25 G1 Z-5 F20 (Bohren 5mm tief mit Vorschub 20mm/Min)
N30 G0 Z20 (Rueckzug auf sichere Hoehe im Eilgang)
N35 G0 X0,Y0 (Home im Eilgang)
N40 M5 (Spindel aus)

Durch Wiederholung von N15 bis N30 und Anpassung der Koordinaten in N15 
kannst du mehrere Positionen bohren.
Vorschübe und Drehzahl sind natürlich anzupassen.

Fusion360 beinhaltet einen hochprofessionellen CAM-Prozessor der auch 
den "Dialekt" von GRBL generieren kann. Dazu reicht natürlich die Skizze 
nicht, muß schon ein 3D Modell werden. (Ein Bohrloch hat eine dritte 
Dimension...) Die Einarbeitung ist allerdings nicht trivial, das trifft 
aber imho auf alle CAM-Prozessoren zu welche ernstzunehmen sind.

Auch Freecad hat mittlerweile einen brauchbaren CAM-Prozessor zum 
Fräsen.

Zum Erzeugen von 2d dxf-Files sei z.B. noch QCAD angeraten.

Die Frage ist wo du hin möchtest. Derzeit bist du imho eher auf dem 
Holzweg.

Uwe
OP (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) #7187963
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Uwe B. schrieb:
> Das wäre dein G-Code Programm:
>
Vielen Dank, so stelle ich mir Hilfte vor.
Mit dieser Vorgabe wäre ich sicherlich in 8h wesentlich weiter gewesen.
Das verlinkte Buch ist heftig, aber ich habe es trotzdem mal 
abgespeichert.

>
> Fusion360 beinhaltet einen hochprofessionellen CAM-Prozessor der auch
> den "Dialekt" von GRBL generieren kann. Dazu reicht natürlich die Skizze
> nicht, muß schon ein 3D Modell werden...
> Die Einarbeitung ist allerdings nicht trivial, ...
> ...
>
Irgendwie ist das Alles nicht so einfach.
Bin froh, einigermaßen mit F360 etwas für's 3D-Drucken konstruieren zu 
können. Jetzt geht es darum, "einfach" eine Grundplatte relativ genau, 
also besser als von Hand, zu bohren. Und 3,3mm, in 4mm 
Alu-Verbundmaterial, sind bei richtigem Vorschub, sicherlich mit der 
CNC3018 möglich.

>
> Zum Erzeugen von 2d dxf-Files sei z.B. noch QCAD angeraten.
>
Danke auch hierfür, aber ich habe schon bei F360 mehrere 8h-Tage 
gebraucht,
um einigermaßen klar zu kommen. Manchmal denke ich, ich bin 
lernbehindert ;-).
Deshalb tue ich mir dies sicherlich nicht an, siehe Link zum Video :

https://www.youtube.com/watch?v=w8E9hFxJI10

>
> Die Frage ist wo du hin möchtest. Derzeit bist du imho eher auf dem
> Holzweg.
>
CNC ist schon eine andere Nummer als 3D-Druck. Auf jeden Fall von den 
Kosten für dass Bearbeitungswerkzeug, was sich ja schnell in Schrott 
verwandeln kann. Mir würde es erstmal reichen, Bohrplatten erstellen zu 
können, das heißt im Rahmen der Genauigkeit dieser Käsefräse, Löcher im 
vorgebenen Abständen zu bohren, ohne vorher immer einen gCode erstellen 
zu müssen.

Bernd_Stein
#7187998
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Bernd S. schrieb:
> Mir würde es erstmal reichen, Bohrplatten erstellen zu
> können, das heißt im Rahmen der Genauigkeit dieser Käsefräse, Löcher im
> vorgebenen Abständen zu bohren, ohne vorher immer einen gCode erstellen
> zu müssen.

Du bist doch beim Bohren mit ein paar Zeilen G-Code viel schneller (und 
meist besser) am Ziel. Das würden auch Profis an den dicken Maschinen so 
machen.

Wenn du einmal ein "Gerüst" (wie von mit gepostet) hast brauchst du nur 
noch die Koordinaten einzusetzen. Das geht sekundenschnell. Mit CAD/CAM 
bräuchtest du da sehr viele Mausklicks für.

Wenn du das aber zum Fäsen weiterentwickeln möchtest würde ich mich mit 
dem CAM-Prozessor von Fusion360 beschäftigen. Das ist Industriequalität.
Alternativ Freecad. Fusion mit Hobbylizenz ist insoweit beschränkt als 
daß Eilvorschübe mit Vorschubgeschwindigkeit gefahren werden. Kann  man 
im erzeugten G-Code natürlich ändern wenn es denn wichtig ist.
Insofern ist Beschäftigung mit dem G-Code immer nützlich.

Uwe
#7188783
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michael_ schrieb:
> Seit wann bohrt man mit G-Code?

Seit das am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt 
wurde. (Ende der 50er)

G-Code (RS-274,  ISO 6983, DIN 66025) ist die Standardprogrammiersprache 
für CNC-Werkzeugmaschinen. (Drehmaschinen, Fräsen, 
Koordinatenbohrmaschinen, 3D-Drucker...)

Excellon und Sieb & Meyer sind Sprachen (der gleichnamigen 
Maschinehersteller) für Nischenanwnendungen, in dem Fall für die 
Leiterplattenherstellung optimiert. Wobei sich Sieb & Meyer an RS-274 
anlehnt.

Hinter dem Horizont geht's weiter.. ;-)

Uwe
OP (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) #7200187
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Uwe B. schrieb:
> Du bist doch beim Bohren mit ein paar Zeilen G-Code viel schneller (und
> meist besser) am Ziel. Das würden auch Profis an den dicken Maschinen so
> machen.
>
Stimmt.
Vielen Dank für diese "einfache" Lösung.
Versteh auch gar nicht, woher so eine DXF-Datei weiß, mit welcher 
Vorschubgeschwindigkeit gebohrt werden soll oder wie tief die Löcher 
sein sollen.

Mit GRBL-Plotter konnte ich es simulieren und zur CNC3018 übertragen, 
aber ohne einen Bohrer zu benutzen sondern einen Stift zum testen. Das 
Programm ist also nicht fertig.
1
;X-Platte
2
;N003 G17  ;XY-Ebene
3
;N005 G53  ;Maschinenkoordinaten
4
N010 G90  ;Absolute Positionierung
5
N020 G21  ;Maßeinheit in Millimetern
6
N030 G92 X0 Y0 Z0;Aktuelle Position
7
;
8
N040 S2000 M03 G94;2000 U/Min, Spindel ein, Vorschub in mm/min
9
N100 G00 Z1  ;Im Eilgang Z-Achse 1mm über Werkstück
10
N110 G00 X10 Y11;Im Eilgang 1te Position anfahren
11
N120 G01 Z-1 F20;Bohren 1mm tief mit Vorschub 20mm/Min
12

13
N200 G00 Z1  ;Im Eilgang Z-Achse 1mm über Werkstück
14
N210 G00 X10 Y37;Im Eilgang 2te Position anfahren
15
N220 G01 Z-1 F20;Bohren 1mm tief mit Vorschub 20mm/Min
16

17
N300 G00 Z1  ;Im Eilgang Z-Achse 1mm über Werkstück
18
N310 G00 X10 Y66;Im Eilgang 3te Position anfahren
19
N320 G01 Z-1 F20;Bohren 1mm tief mit Vorschub 20mm/Min
20

21
N400 G00 Z1  ;Im Eilgang Z-Achse 1mm über Werkstück
22
N410 G00 X10 Y92;Im Eilgang 4te Position anfahren
23
N420 G01 Z-1 F20;Bohren 1mm tief mit Vorschub 20mm/Min
24
;
25
;
26
N500 G00 Z1  ;Im Eilgang Z-Achse 1mm über Werkstück
27
N510 G00 X24 Y92;Im Eilgang 5te Position anfahren
28
N520 G01 Z-1 F20;Bohren 1mm tief mit Vorschub 20mm/Min
29

30
N600 G00 Z1  ;Im Eilgang Z-Achse 1mm über Werkstück
31
N610 G00 X24 Y66;Im Eilgang 6te Position anfahren
32
N620 G01 Z-1 F20;Bohren 1mm tief mit Vorschub 20mm/Min
33

34
N700 G00 Z1  ;Im Eilgang Z-Achse 1mm über Werkstück
35
N710 G00 X24 Y37;Im Eilgang 7te Position anfahren
36
N720 G01 Z-1 F20;Bohren 1mm tief mit Vorschub 20mm/Min
37

38
N800 G00 Z1  ;Im Eilgang Z-Achse 1mm über Werkstück
39
N810 G00 X24 Y11;Im Eilgang 8te Position anfahren
40
N820 G01 Z-1 F20;Bohren 1mm tief mit Vorschub 20mm/Min
41

42
N900 G00 Z20  ;Im Eilgang Z-Achse hochfahren ..
43
    ;..Erzeugt zudem Bohrkreuz in der VISU.. 
44
N910 G91 Y140  ;Relative Positionierung Tisch nach vorne
45

46
N999 M30  ;Prog.-Ende zurück zum Prog.-Anfang

Bernd_Stein
#7200249
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Bernd S. schrieb:
> Uwe B. schrieb:
>> Du bist doch beim Bohren mit ein paar Zeilen G-Code viel schneller (und
>> meist besser) am Ziel. Das würden auch Profis an den dicken Maschinen so
>> machen.
>>
> Stimmt.

Ich sehe du hast deine "Hausaufgaben" gemacht ;-)

> Versteh auch gar nicht, woher so eine DXF-Datei weiß, mit welcher
> Vorschubgeschwindigkeit gebohrt werden soll oder wie tief die Löcher
> sein sollen.

Das weiß sie ja auch nicht. DXF ist ein Autauschformat für 2D 
CAD-Zeichnungen im Vectorformat, mehr nicht.
Wie du gemerkt hast ist (zumindest ein wenig) Beschäftigung mit der 
Sprache der Werkzeugmaschinen hilfreich für das Verständnis wie CNC und 
CAD/CAM funktioniert und was so eine Maschine an Input erwartet.

Nach der DXF-Datei bzw. der Zeichnung generiert bei CAM Systemen ein 
Postprozessor die Anweisungen für die Maschine (in G-Code) wobei 
natürlich weiterer Input erforderlich ist.
Dinge die das Werkzeug und den zu bearbeitenden Werkstoff betreffen wie 
z.B. den Durchmesser, die Länge, die Schnittgeschwindikeit mit der 
gearbeitet werden kann bzw. soll, (Daraus ermittelt man die 
Spindeldrehzahl) die Vorschubgeschwindigkeit (Zu den Fräsern z.b. gibt 
es Daten bzüglich Vorschub/U) und die Zustellung.
Die Werte für die Werkzeuge werden üblicherweise im CAM-Programm in 
einer Datenbank vorgehalten. (Bei Fusion360 ist eine Beispieldatenbank 
dabei)
Dann natürlich muß der CAM-Prozessor wissen wie das Werkstück 
aufgespannt ist, wo die Nullpunkte liegen etc.
Da muß man sich aber schon ernsthaft einarbeiten.
Da du ja Fusion verwendest, spiel mal mit dem CAM-Prozessor, der kann 
auch simulieren.

Die Profis tippen heute sicherlich eher selten direkt G-Code an der 
Maschine ein, sogenannte Werkstattprogrammierung ist zumindest bei 
einfacheren Werkstücken aber durchaus üblich. Dazu bieten die 
Maschinesteuerungen heute Hilfen vom G-Code Editor mit Simulation, 
eigenen "Hoch"-Sprachen bis hin zu kompletten 3-D CAD/CAM an der 
Maschine.

Die "Alten" haben die G-Code Programme tatsächlich mit der Lochzange auf 
Papierstreifen programmiert. Das gab es noch bis Ende der 90er.

Auf jeden Fall ist Vorsicht angebracht: CNC kann süchtig machen ;-)

Uwe
Gast #7200515
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Bernd S. schrieb:
> N040 S2000 M03 G94;2000 U/Min, Spindel ein, Vorschub in mm/min
> N100 G00 Z1  ;Im Eilgang Z-Achse 1mm über Werkstück

Der Eilgang wird aber nicht benutzt, um Positionen anzufahren.
Und das zudem in größerer Höhe als beim Positionieren.
Bsp. zum Werkzeugwechsel.

Bei einem Bohrautomaten mit Bohrdateien interessieren Umdrehungen, 
Bohrtiefe und Vorschub nicht.
Sind fest vorgegeben.
#7200708
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michael_ schrieb:

> Der Eilgang wird aber nicht benutzt, um Positionen anzufahren.

Doch, genau dazu ist er da.

> Bei einem Bohrautomaten mit Bohrdateien interessieren Umdrehungen,
> Bohrtiefe und Vorschub nicht.
> Sind fest vorgegeben.

Was ist ein Bohrautomat? Bernd hat keinen Bohrautomat.

Bernd möchte mit eine kleinen Portalfräse Löcher in ein Werkstück 
bohren. Z.B. in einen Aluklotz oder eine GFK-Platte. Er hat auch 
verstanden wie das geht.

Auch bei dem das du vermutlich unter "Bohrautomat" verstehst spielen 
selbstverständlich Parameter wie die Schnittgeschwindigkeit, der 
Vorschub und die Tiefe eine Rolle. Diese werden aber logischerweise vom 
Maschinenbediener (beim Leiterplattenhersteller) am CAM-Prozessor 
eingestellt weil er Werkzeug(e) und das zu bearbeitende Material kennt.

Wie schon geschrieben: Hinter'm Horizont geht's weiter..

Uwe
OP (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) #7202646
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Hallo zusammen,

bisher dachte ich dass der G-Code-Befehl G28 ( Homing bzw. Referenzfahrt 
), sich genauso verhält, als ob man in der Steuerungssoftware den 
Home-Button betätigt.

Das heißt :

"Z-Achse nach oben in den Endschalter, danach im selben Tempo ein Stück 
runter, langsam wieder in den ES und im Tempo von vorher, wieder ein 
Stück runter.

Danach fahren die X,- und Y-Achse zeitgleich los und jeweils in ihre ES 
hinein.

Hiernach gemeinsam, im selben Tempo, ein Stück zurück, langsam wieder in 
ihre ES hinein und im Tempo von vorher, wieder ein Stück zurück."

Fertig.

Wenn ich im GRBL-Plotter den Home-Button betätige und danach über Play 
den G-Code starte, fahren die Achsen, wohl irgend einen vorher 
eingestellten Werkstücknullpunkt an.

siehe Screenshots :

Zuerst -> Home-Button -> X, Y, Z = 0

und hiernach -> Play-Button.

Manche halten ja die Referenzfahrt ( Maschinennullpunkt ) für unnötig, 
da man ja eh zum Werkstücknullpunkt fahren muss und dort dass 
Koordinatensystem auf Null setzt.
Ich möchte aber den Maschinennullpunkt per Referenzfahrt anfahren, um 
dort einen Werkzeugwechsel durchzuführen.

Welche G-Code-Sequenz muss ich eingeben, damit die Maschine sich so 
verhält, als ob ich den Home-Button der Steuerungssoftware betätigt 
hätte?

Bernd_Stein
Angehängte Dateien:
#7203001
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Bernd S. schrieb:
> bisher dachte ich dass der G-Code-Befehl G28 ( Homing bzw. Referenzfahrt
> ), sich genauso verhält, als ob man in der Steuerungssoftware den
> Home-Button betätigt.

Nein. G28 heißt nicht "Home" sondern "Go to Pre-Defined Position", fährt 
das Werkzeug an eine definierte Position. Du definierst die Position mit 
dem Kommande G28.1. Die Position wird im Eeprom bei den "Maschinendaten" 
remanent gespeichert.

Du fährts also an die gewünschte Position und sendest das Kommando G28.1

Uwe
OP (Firma: Anscheinend Corner-Cases ;-)) #7203105
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Hm - irgendwie versteht ihr mich nicht.

Wie schaffe ich es einen G-Code zu schreiben, der z.B. die Z-Achse in 
den ES fährt, ohne einen Reset auszulösen?

Wenn ich in der Steuersoftware den Home-Button betätige fahren die 
Achsen ja auch in die ES und lösen keinen Reset aus.


Bernd_Stein
#7203339
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Bernd S. schrieb:
> Wie schaffe ich es einen G-Code zu schreiben, der z.B. die Z-Achse in
> den ES fährt, ohne einen Reset auszulösen?

Garnicht, wozu auch.
Du fährst mit der Jog-Funktion das Werkzeug an die Position an der du 
den Werkzeugwechsel durchführen möchtest. Dann tippst du "G28.1" ein.
Von da an fährt das Werkzeug immer an diese Position wenn "G28" im Code 
erscheint.
Die mit G28.1 festgelegte Position bleibt auch nach dem Ausschalten 
erhalten.

Uwe

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