Layout - Leiterbahnabstände, Lötpads

OP #1775194
Guten Abend liebe Leute,

Ich arbeite gerade am Layout von meiner Platine und bin mir bei ein Paar 
Größen und Abständen unsicher.
Mit meiner Belichtungsmethode bekomme ich 0,1mm Leiterbahnen mit ebenso 
kleinen Abständen hin. Ich denke diese Breite ist für digitale 5V 
Signale noch akzeptabel, doch
1. wie breit sollte ich die Leiterbahnen für meine Stromversorgung
   wählen(vorläufig nur 5V für µCs und LEDs...)?
2. wie groß muss der Durchmesser von Bohrungen mindestens sein, damit
   normale Pins hindurch passen?
3. wie breit muss der Kupferring um die Löcher mindestens sein, damit 
man
   per Hand noch vernünftig löten kann?

Ich plane, zumindest noch eine Leiterbahn zwischen 2 Lötpads hindurch zu 
friemeln :P

Ich bedanke mich natürlich schon einmal im Voraus für hilfreiche 
Antworten =)
Gast #1775206
Daniel Hallmann schrieb:
 Breite ist für digitale 5V
> Signale noch akzeptabel, doch
> 1. wie breit sollte ich die Leiterbahnen für meine Stromversorgung
>    wählen(vorläufig nur 5V für µCs und LEDs...)?

--> so breit wie möglich

> 2. wie groß muss der Durchmesser von Bohrungen mindestens sein, damit
>    normale Pins hindurch passen?

--> nachmessen am realen Bauteil? was sind denn "normale Pins"?

> 3. wie breit muss der Kupferring um die Löcher mindestens sein, damit
> man
>    per Hand noch vernünftig löten kann?

--> ausprobieren

> Ich plane, zumindest noch eine Leiterbahn zwischen 2 Lötpads hindurch zu
> friemeln :P

DIL ist ja auch riesig ;-)
#1775275
Daniel Hallmann schrieb:
> 1. wie breit sollte ich die Leiterbahnen für meine Stromversorgung
>    wählen(vorläufig nur 5V für µCs und LEDs...)?

Wie schon gesagt, so breit wie möglich. Insbesondere dann, wenn du es 
mit schneller Digital-Logik zu tun hast. Umso breiter die LB ist, umso 
geringer ist die Induktivität der LB.

> 2. wie groß muss der Durchmesser von Bohrungen mindestens sein, damit
>    normale Pins hindurch passen?
Das ist abhängig von der Pin-Dicke. Pindicke plus ca.200-300µm sollte 
passen. Damit fliesst beim Löten das Lot schön bis zur anderen Seite der 
Platine (falls die durchkontaktiert ist) durch.

> 3. wie breit muss der Kupferring um die Löcher mindestens sein, damit
> man per Hand noch vernünftig löten kann?

Das steht im Datenblatt, da wird i.d.R. eine Pingeometrie empfohlen. 
Ansonsten ist bei DIL ICs ein Wert von 500-800µm umlaufend ein guter 
Richtwert.

Ich kann mir eine Nachfrage nicht verkneifen:
Bist du dir sicher, das du 100µm Strukturen als Bastler hinbekommst ?

Ich rate mal: du benutzt Basismaterial mit 35µm Cu-Stärke. Beim Ätzen 
hast du zwangsläufig mit Unterätzung zu kämpfen. Und die beträgt ca. 50% 
der Cu-Stärke. Beim Ätzen kommt ja in der Realität keine rechteckige 
Struktur der LB im Querschnitt zustande, sondern eher eine 
Trapezförmige. D.h., die LB ist unten breiter wie oben. Wenn ich das mal 
auf 35µm umrechne heisst das, du hast bei 100µm LB-Abstand einen realen 
Abstand von ca. 70µm. Und das ohne Kurzschlüsse und mit Bastlermitteln.

Hier würde es eine Menge Leute interessieren, wie du das machst.

Gruss Uwe
OP #1775286
erstens: danke an Christian, ich kaufe mir mal eine Schieblehre, mit dem 
Lineal ist das Messen etwas schwierig =D

Ich habe Zugang zu Professionellen Geräten, also Belichter, 
Ätzanlage,... aber ich bin halt noch nicht so lange dabei. Ich dachte 
mir, ich hole mir lieber nen Paar Tipps, bevor ich Stunden und Euros 
verschwende zum Ausprobieren, von beidem habe ich als Schüler leider 
sehr wenig =P

Uwe N. schrieb:
> Wie misst du deine LB-Breite ?

Ich habe bei Eagle 0,1mm Breite Leiterbahnen Gezogen und mit nem 
Durchgangsprüfer geprüft, ob Unterbrechungen vorhanden sind =)

Uwe N. schrieb:
> Mich würde mal interessieren, wie genau du das machst.

Ich hab das Layout mit nem Laserdrucker auf Folie gedruckt, dann 
mindestens 120s in den Belichter, dann Entwickeln, abtrocknen, ätzen im 
Ätzgerät, bis das Kupfer weg ist. Anschließend ggf. noch einmal 
belichten und entwickeln gegen den überflüssigen Fotolack.
Entwickler und Säure sind von Conrad.

Manni schrieb:
> Bekommt als Bastler 0.1mm hin und stellt solche Fragen?
> Also Dummes Geschwätz.

Ich weiß, die Fragen klingen ziemlich amateurhaft. Ich hatte nur eine 
kurze Einweisung in die Geräte, aber um das Layout hatte sich keiner 
gekümmert... bisher habe ich immer Lochrasterplatinen bestückt, da muss 
man sich solche Gedanken nicht machen, aber ich wollte den nächsten 
Schritt wagen und meine funktionierenden Platinen etwas Professioneller 
aufbereiten.

PS: ich kann hier ja, wenn ich meine erste sinnvolle Platine fertig 
habe, ein Bild anhängen.

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