Was ist das für eine Lampe?

OP #4290872
Meine uralte Badezimmerlampe hat leider den Geist aufgegeben. Leider 
kann man keinen Aufdruck mehr erkennen.

1. Weiss jemand, wie man diese Art Lampe (insbesondere die Fassung/Form) 
nennt?
2. Kriegt man irgendwo noch Lampen mit dieser Fassung, möglichst mit 
warmem Licht?
Angehängte Dateien:
(Firma: Q3) #4290900
Technisch gesehen ist es eine Glühlampe. Falls es sich nicht gerade um 
eine historisch wertvolle Lampe in einem Luxushotel oder auf einer Yacht 
handelt, würde ich da aber nichtmehr nach einem Ersatz suchen, sondern 
z.B. eine LED-"Leuchtstofflampe" in das Gehäuse einbauen ...
OP #4291129
Ok, das war mal ein guter Einstieg für eine Google-Suche, danke! :-)

Gehe ich richtig in der Annahme, dass der Sockel wahrscheinlich ein S15 
oder S19 ist?

Was für einen Lampentyp sollte man kaufen, um wieder ähnlich warmes 
Licht zu erzielen?
OP #4291388
Claus M. schrieb:
> Diente die Röhre dir gleichzeitig als Heizung im Bad oder warum muss es
> wieder so ein altes Schätzchen sein?

Weil die Fassung halt noch so ist und ich die Lampe eigentlich als recht 
angenehm empfand, im Gegensatz zu den grellweissen Neonröhren in vielen 
Badezimmern - schau dich da am Morgen mal im Spiegel an ;-)
#4291468
R. M. schrieb:
> ...und noch eine: Ich google mir hier einen Wolf, finde aber nichts
> passendes. Das Ding ist eine Soffittenlampe, S19-Sockel, 48 cm (Länge
> inkl. Kontakte). Gibt es da noch irgendwo eine Bezugsquelle?

Klassisches Baum/Wald-Problem ...


Such dir einen aktuellen Sylvania Katalog, das stammt aus 2008

480 mm  S19

60W Nr 9007601
100W Nr 9007615

Falls es die noch gibt, wirst du die evtl. auch beim oertl. Baumarkt 
orden koennen.
OP #4291539
Ja es scheint ganz wenige Restposten noch zu geben, aber grösstenteils
"ausverkauft".

Manchmal frage ich mich echt, ob man sich ein paar solche Produkte auf
Halde legen soll, um später teurer zu verkaufen. Bei typischem
Verbrauchsmaterial ist völlig klar, dass bald ein gewisser Bedarf
bestehen wird.
Gast #4292140
Korbinian G. schrieb:
> Warum nicht eine kleine Platine in der richtigen Länge ätzen,
> Konstantstromquelle onboard packen und eine Handvoll LEDs oben und unten
> in einer milchigen Plexiglasröhre?

Vielleicht weil nicht jeder so auf den aktuellen LED-Hype abfährt?

Tipp an den TE: In Frankreich sind diese Lampen (Leuchtmittel) gängig 
und auch heute noch in jedem besser sortierten Supermarkt oder 
Elektrogeschäft erhältlich. Übrigens auch in mattiert und anderen 
Wattagen von 15 - 105 Watt.

Also vielleicht bei einem onlineshop aus FR versuchen.

Alle gute,
Wolle
Persönliche Seite #4292771
Bei Linienlampe mit Sockel S14d habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, 
diese durch Energiesparlampen zu ersetzen. Waren teuer (~35€) und 
hielten beide nur ein Jahr, die alten Glühfäden dagegen geschätzt 10 
Jahre.

Entweder wieder Glühlampen rein, oder gleich auf Leuchtstoffröhren 
umsteigen, letzteres würde ich empfehlen.
Gast #4293550
R. M. schrieb:
> im Gegensatz zu den grellweissen Neonröhren in vielen
> Badezimmern - schau dich da am Morgen mal im Spiegel an ;-)

Ja, da sieht man echt halbtot aus. Man könnte ja -spaßeshalber- mal die 
Lichtfarbe 76 bei Leuchtstofflampen ausprobieren. Das sind die, die über 
dem Fleisch hängen beim Metzger, damit es "gesünder" aussieht ;)

Mfg, Wolle
Gast #4293558
R. M. schrieb:
> Ja es scheint ganz wenige Restposten noch zu geben, aber grösstenteils
> "ausverkauft".
>
> Manchmal frage ich mich echt, ob man sich ein paar solche Produkte auf
> Halde legen soll, um später teurer zu verkaufen. Bei typischem
> Verbrauchsmaterial ist völlig klar, dass bald ein gewisser Bedarf
> bestehen wird.

Wenn Bedarf bestehen würde, würde sowas auch produziert werden. Ich 
selbst hab das Dingens erst heute kennen gelernt und das nach über 45 
Jahren "unter Strom". Das scheint wirklich ein Exot zu sein.
Also, lege Dir ein paar von den Dingern hin, in den nächsten fuffzig
Jahren könnte ja wieder einer nachfragen ;-)

Old-Papa
(der die LED-Vaiante nehmen würde)
#4293990
Die Dinger gibt es aber noch. Ich kannte bisher auch eher die Variante 
mit radialen Kontakten, nicht axial, so wie diese hier:
http://www.heulelampen.ch/linestralampen-philinea-linienlampen/index.html

Gefühlt waren diese Teile tatsächlich langlebiger als normale 
Glühlampen, ich vermute das ist der Tatsache geschuldet dass die 
Glühwendel mit niedrigerer Temperatur betrieben werden (wie bei den 
Ampel-Glühbirnen), das verlängert die Lebensdauer dramatisch aber dafür 
geht der Wirkungsgrad auch in den Keller:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ewigkeitsgl%C3%BChbirne
https://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChlampe#Lebensdauer

Dann ist auch eine Lebensdauer >10.000h drin.
OP #4294360
Old P. schrieb:
> Wenn Bedarf bestehen würde, würde sowas auch produziert werden.

Naja, ich spreche von sehr kleinen Stückzahlen und entsprechend hohen 
Preisen. 50 EUR würde ich z.B. bezahlen, da die Montage einer neuen 
Lampenfassung sehr aufwendig wäre und teurer als die 2x50 EUR für Lampen 
für die nächsten 20 Jahre, bis das Badezimmer sowieso mal umfassend 
renoviert wird.
OP #4294439
Paul B. schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Wenn Bedarf bestehen würde, würde sowas auch produziert werden.
>
> Naja, nicht unbedingt. Denke an die vielen Schaltkreise, die abgekündigt
> wurden und für deren Restbestände man ein Vermögen bezahlen soll.

Genau. Sofern man nicht eine gewisse Stückzahl absetzen kann, ist eine 
Produktion einfach nicht finanzierbar.

Ob es sich lohnen würde, abgekündigte Elektro- und Elektronik-Bauteile 
auf Halde zu legen und teuer zu verkaufen...? Vermutlich schon. Daraus 
ein Geschäft zu machen, dürfte aber kein Selbstläufer sein. Man muss den 
richtigen Zeitpunkt für den Kauf erwischen - nicht zu spät, wenn die 
Teile schon zu teuer sind, und nicht zu früh, denn man will ja nicht 
erst in 20 Jahren Gewinn machen. Dann braucht man auch Lagerkapazitäten, 
lange gebundenes Kapital, und Geduld.
#4294483
R. M. schrieb:
> Man muss den
> richtigen Zeitpunkt für den Kauf erwischen - nicht zu spät, wenn die
> Teile schon zu teuer sind, und nicht zu früh, denn man will ja nicht
> erst in 20 Jahren Gewinn machen. Dann braucht man auch Lagerkapazitäten,
> lange gebundenes Kapital, und Geduld.

Ja, leider sind schon andere Leute früher auf diesen Gedanken gekommen.
(sog. Chipbroker)
Man müsste eine Fabrik mit der entsprechnden Ausrüstung haben, um 
Schaltkreise, die abgekündigt waren, weiter zu produzieren. Natürlich 
bräuchte man die Erlaubnis des eigentlichen Herstellers bzw. Erfinders, 
aber: Wenn diese Burschen (im Gegensatz zu den Leuten mit dem Lötkolben 
in der Hand) der Meinung sind, daß sich die Produktion für sie nicht 
mehr lohnt, dann gäbe es eigentlich kein Problem.

MfG Paul
Gast #4294686
R. M. schrieb:
> Ob es sich lohnen würde, abgekündigte Elektro- und Elektronik-Bauteile
> auf Halde zu legen und teuer zu verkaufen...?

Schau mal bei Ebay, was da für normale Radioröhren ausgegeben wird, 
insbesondere die einer bestimmten Raute ähh Marke. Schon wahnsinn!
#4296346
R. M. schrieb:
> Ja es scheint ganz wenige Restposten noch zu geben, aber
> grösstenteils
> "ausverkauft".
>
> Manchmal frage ich mich echt, ob man sich ein paar solche Produkte auf
> Halde legen soll, um später teurer zu verkaufen. Bei typischem
> Verbrauchsmaterial ist völlig klar, dass bald ein gewisser Bedarf
> bestehen wird.

Eine neue Geschäftsidee ist immer prima: "Ludolf-Electronics"

http://www.dmax.de/wp-content/uploads/2013/10/Die-Ludolfs-2.jpg

Warum soll nicht im kleinen gehen, was im großen Stil funktioniert?
#4296379
Claus M. schrieb:
> Diente die Röhre dir gleichzeitig als Heizung im Bad oder warum muss es
> wieder so ein altes Schätzchen sein?

War es eine Infrarotheizung, (Infrarotstrahler) damit es im ungeheizten 
Bad kurzzeitig erträglich wurde?
Mal mit der Lampe zu einem alteingesessenen Händler gehen, der hat 
möglicherweise noch eine im Schubkasten.
Gast #4297113
Lutz H. schrieb:
> War es eine Infrarotheizung, (Infrarotstrahler) damit es im ungeheizten
> Bad kurzzeitig erträglich wurde?
> Mal mit der Lampe zu einem alteingesessenen Händler gehen, der hat
> möglicherweise noch eine im Schubkasten.

Also Tipps hat der TE jetzt genug bekommen. Was er draus macht, keine 
Ahnung.

Das Leuchtmittel verheizt zwar wirklich mehr als 90% der zugeführten 
Energie, dennoch ist es technisch gesehen eine einfache Glühlampe in 
einer seltenen Bauform mit langgezogenem Faden. Diese sind eigentlich 
für 250V ausgelegt, daher halten sie in ihrem gewohnten Einsatzzweck 
(Badezimmerspiegel) auch recht lange durch. Schön auch durch die 
Schwärzung zu erkennen.

Ich habe übrigens auch noch solche Leuchten im Badezimmer. Ich brauche 
das Licht 10 minuten am Tag, dafür aber sofort.

Energiesparlampen/LED sind ohne Frage eine sinnvolle Sache, aber eben 
nicht überall. Leider hat man das mancherorts nicht so recht kapiert und 
nun kommt man eben schwerer an Glühlampen ran. Aber es gibt noch genug 
davon.

Mfg, Wolle

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