kleine Test Points in Eagle

OP (Firma: Brainit GmbH) #5320121
Hallo Leute,

ich möchte mit Eagle ein paar sehr kleine Testpoints auf einer Platine 
unterbringen. Also ein kleiner Punkt freies Kupfer, idealerweise mit 
einer kleinen Bohrung, damit die Prüfspitze (Oszi oder Multimeter) nicht 
abrutscht.

Kein Problem, dachte ich, schnell ein Symbol und ein Package, nur ein 
Pad, fertig.

Leider kommen dann die Design Rules und der Restring, und machen mir 
mein schnuffiges kleines Pad wieder ziemlich groß. Es kommt einigermaßen 
hin, wenn ich mit der Bohrung auf 0.3mm runtergehe, aber das gefällt mir 
nicht so.

Ein normales Via schaut dem was ich erreichen will, schon ziemlich 
ähnlich, aber Vias bekomm ich nicht in das Package...

Ich könnte natürlich den Restring (0.25mm in meinem Fall) generell 
verringern, aber dann werden meine ganzen THT-Pads wieder viel zu 
klein...

Gibts eine Möglichkeit, den Restring nur für ein Package bzw. für ein 
spezifisches Pad zu übersteuern?

Wenn nicht, krieg ich eine durchkontaktierte Bohrung (also ein Via) 
irgendwie hingetrickst?
OP (Firma: Brainit GmbH)
Jörn P. schrieb:
> Schon mal mit der solpad-lbr probiert?

Die sind alle viel zu groß (Drill 1mm und aufwärts)

Wolfgang schrieb:
> Einfach mit dem Board-Editor ein Via ins Layout zeichnen, wäre keine
> Lösung?

Ein Via alleine taucht nicht im Schaltplan auf, also kein Package, also 
auch kein Silkscreen mit der Bezeichnung. Natürlich kann ich ein 
verwaistes Via zeichnen, aber das ist uncool.
Gast
Michael R. schrieb:
> Ich könnte natürlich den Restring (0.25mm in meinem Fall) generell
> verringern, aber dann werden meine ganzen THT-Pads wieder viel zu
> klein...

Da stimmt was mit der Bedienung nicht. Es ist überhaupt nicht sinnvoll, 
dass alle Pads auf einem Layout den gleichen Restring haben, grosse Pads 
haben entsprechend mehr - überhaupt ist der minimale Restring ein 
Grenzwert, der eine Fehlermeldung auslösen soll, und nicht das ganze 
Layout ändern.

Georg
OP (Firma: Brainit GmbH)
georg schrieb:
> Da stimmt was mit der Bedienung nicht. Es ist überhaupt nicht sinnvoll,
> dass alle Pads auf einem Layout den gleichen Restring haben, grosse Pads
> haben entsprechend mehr - überhaupt ist der minimale Restring ein
> Grenzwert, der eine Fehlermeldung auslösen soll, und nicht das ganze
> Layout ändern.

Eagle denkt da etwas anders: Man definiert in den Design-Rules für den 
Restring einen Prozentsatz des Bohrdurchmessers, zusätzlich noch eine 
untere und obere Grenze. Damit ist eigentlich genau das erreicht was du 
beschreibst: Größere Pads kriegen einen größeren Restring, kleine Pads 
(0.8mm, 0.6mm) gehen aber nicht unter das Minimum.

Die Standard-Einstellungen von Eagle sind: Restring = 25% des 
Bohrdurchmessers, aber mindestens 0,25mm. Das ergibt bei einer 1mm 
Bohrung einen Restring von 0,25mm und einen Pad-Durchmesser von 1,5mm. 
Man kann dann beim Footprint auf die explizite Angabe des 
Pad-Durchmessers verzichten, Eagle berechnet das aufgrund der Design 
Rules. Diese Einstellung hat sich zumindest bei mir durchaus bewährt.

(Anmerkung: für Vias kann man das getrennt einstellen, da sind auch die 
Default-Werte kleiner)

Allerdings beisst sich das mit meiner speziellen Anforderungen: sehr 
kleiner Bohrdurchmesser, wo ja eigentlich nie ein Anschlußdraht 
durchführt (ist ja nur ein Testpoint, die Bohrung dient ja nur als 
"Anhaltepunkt" für die Prüfspitze). Hier ist der Restring einfach zu 
groß...

Allerdings bin ich jetzt wirklich dazu übergegangen, den Restring bzw. 
Pad-Durchmesser konsequent explizit anzugeben, damit kann ich die Werte 
in den Regeln verringern, und meine TPs sind wieder schnuffig ;-)
Gast
Michael R. schrieb:
> Eagle denkt da etwas anders

Mag sein, ich benutze das nicht. Ich habe noch nie (ca 50 Jahre) 
Bauteile anders definiert als dass ich Paddurchmesser und 
Bohrungsdurchmesser angegeben habe. Es gibt 1000 Gründe, warum die nicht 
in einem festgelegten Verhältnis stehen müssen, mal ganz abgesehen von 
nicht runden Pads. Sehe ich versehentlich einen zu geringen Restring 
vor, klopft mir der DRC auf die Finger.

Ich finde es auch inakzeptabel, dass sich auf die Eagle-Art womöglich 
alle Pads auf dem ganzen Layout ändern, weil man die Design Rules eines 
anderen Herstellers wählt. Aber das Thema existiert für mich sowieso 
nicht mehr, weil ich nach den neuen Lizenzen niemals mehr Eagle benutzen 
werde.

Georg
OP (Firma: Brainit GmbH)
georg schrieb:
> Michael R. schrieb:
>> Eagle denkt da etwas anders
>
> Mag sein, ich benutze das nicht. Ich habe noch nie (ca 50 Jahre)
> Bauteile anders definiert als dass ich Paddurchmesser und
> Bohrungsdurchmesser angegeben habe. Es gibt 1000 Gründe, warum die nicht
> in einem festgelegten Verhältnis stehen müssen, mal ganz abgesehen von
> nicht runden Pads. Sehe ich versehentlich einen zu geringen Restring
> vor, klopft mir der DRC auf die Finger.

Klingt durchaus vernünftig, hätte ich auch gerne so ;-)

> Ich finde es auch inakzeptabel, dass sich auf die Eagle-Art womöglich
> alle Pads auf dem ganzen Layout ändern, weil man die Design Rules eines
> anderen Herstellers wählt.
ja, ist aber leider so. Hat aber auch den Vorteil, dass ich einfach 
zwischen "selber ätzen" (größerer Restring) und "machen lassen" 
umschalten kann.

> Aber das Thema existiert für mich sowieso
> nicht mehr, weil ich nach den neuen Lizenzen niemals mehr Eagle benutzen
> werde.
Ich bin auch bei V6 stehen geblieben ;-) Ob, wann und wohin ich 
umsteigen werde, muss ich mir erst überlegen.

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