Ätzen mit Natriumpersulfat

OP #373374
Hallo,

ich will jetzt das erste mal mit Natriumpersulfat ätzen. Habe ne Tüte
vom Conrad was laut aufgedruckter Anleitung bei ca. 40-50°C in ca.
500ml  Wasser gelöst werden soll.

Jetzt 2 Fragen:

- Enstehen giftige/ätzende/unangenehm riechende Dämpfe???

- Wie messe ich am besten die Temperatur der säure???(Ich habe einen
Glasbehälter mit dicken Wänden als Gefäß also scheiden die
Folienthermometer für Aquarien aus oder? Allein schon weil die keine
40° schaffen)

- Kann ich die Ätzflüssigkeit nach dem Ätzen in eine alte
Sprite-Flasche (PET???) füllen??? Wird sie von der Säure angegriffen???
SIE WIRD NATÜRLICH AUSREICHEND GROß MIT EINEM SCHRIFTZUG BESCHRIFTET!!!
>> Jetzt 2 Fragen:
Heh, ich zähl aber drei ;)


- Enstehen giftige/ätzende/unangenehm riechende Dämpfe???
Verglichen mit HCL+H2O2 Ätzen riecht es wie eine frische
Frühlingsbrise.
Inhalieren würd ichs trotzdem nicht...


- Wie messe ich am besten die Temperatur der säure?
Mit nem Glas-Thermometer? Oder einfach ignorieren, das ätzt auch bei
30°  und 60° noch...

- Kann ich die Ätzflüssigkeit nach dem Ätzen in eine alte
Sprite-Flasche (PET???)
Greift meines Wissens Plastik nicht an, die Lösung gast aber noch nach,
also nicht ganz dicht zuschrauben, oder kleines Loch in den Deckel
stechen.

/Ernst
Gast
"oder kleines Loch in den Deckel stechen."

Nimm einen 5 Liter Kanister von Scheibenfrostmittel. Das kann sich
besser dehnen als eine feste Cola-Flasche. Damit ersparst Du Dir das
Loch und eine über die Zeit zugegaste Werkstatt.
Außerdem sehen die Schnuffelnasen aus dem Schadstoffmobil es nicht so
gerne, wenn man denen ein praktisch undichtes Gefäß abgibt.
Gast
ACHTUNG:

nie Lebensmittelgefäße verwenden....... aus einem alten
Frostschutzkanister trinken Kinder letener als aus einer
Sprite/Colaflasche....
Gast
Ich hab mir aus der Schule ne alten 10l-Kanister für Putzmittel
mitgebracht. Mit schön großen Gefahrenzeichen drauf sieht das Zeug
darin absolut nicht trinkbar aus... und bei dem Volumen können die 1,2l
Ätze schon einiges an Gasen entwicklen, bevor es eng wird.

Lebensmittelflaschen würde ich auch nicht nehmen... kleine Kinder
können den Text nicht lesen, und werden von den bunten Bildern und der
blauen Flüssigkeit (je Blau, desto Gift!!!) irgendwie magisch
angezogen...
Gast
Also ich weiß nicht, ob das so wichtig ist. Bei mir stehen die
Chemikalien so, daß mein Kind nicht dran kommt. Wie soll also dann der
Plural erst 'ran kommen? Oder lagert Ihr Eure Chemikalien in der
Speisekammer?
Ich nehme Getränkeflaschen für alles mögliche und gebe sie sogar später
wieder zurück - will schlie´lich mein Pfad wieder haben. Allerdings
bohre ich dann ein großes Loch in die Flasche, so daß sie zwar durch
den Pfandautomaten geht, aber nicht mehr befüllt werden kann.
Gast
@FLORIAN

mein 14W40 lagere ich auch nicht in Speiseölflaschen  .... das ist eine
Grundregel die in der ersten Chemiestund erklärt werden sollte

Zum Abgeben ... na Klasse - da wird die Natronlauge beim Reinigen zum
Chemiekoktail ....


Wie soll Mutti in der Küche Zitronensäure von Zucker unterscheiden ..
Zunge verätzen?


:kopfschütteln:
Gast
bitte immer mal an einfache Dinge denken wie die bekannten Probleme mit
buntem Lampenölen - und diese Flaschen haben sogar eine
Kindersicherung....



es kann auch einfach das Nachbarkind sein was Deine Pistole benutzt wie
uns heute die traurige Nachricht zeigte.....
Gast
Moin Moin,

ich würde auch nie auf die Idee kommen, Lebensmittelflaschen
für andere Stoffe als selbige zu verwenden.
Bewährt haben sich 1L Labor Flaschen, zb von Schott, die können auch
schnelle Temperaturunterschiede ab. Verwende sie für Natriumpersulfat
und Seno Glazzinn, dank der großen Öffnung auch ohne Trichter zu
befüllen.

mfg
Oliver
Angehängte Dateien:
Gast
@ <°####><

Realname so peinlich?

Warum kein Öl in Flaschen lagern? Was meinst Du, was Dein Speiseöl ist?
Irgendwas anderes?

Glaubst Du wirklich, eine kaputte Flasche kommt überhaupt in die
Reinigunsanlage? Die wird schon ewig vorher durch optische Sensoren
ausgesondert.
Gast
14W40 (war wohl 15W40 gemeint?) ist Motorenöl. Damit würde wohl niemand
wissentlich Essen zubereiten. Die Additive darin sind ungesund. Und
schmecken tut's auch nicht.
In Lebensmittelbehältnisse kommen ausschließlich Lebensmittel rein - im
Falle eines (Personen-)Schadens ist der Verursacher dran. Sagt das
Gesetz. Und auch der normale Menschenverstand.

Blackbird
Gast
>> Nimm einen 5 Liter Kanister von Scheibenfrostmittel.

In diesem Fall bitte den Kanister entsprechend kennzeichnen.
Verbrauchtes Ätzmittel bekommt so ne schöne blaue Farbe und sieht dem
Scheibenfrostschutz zum Verwechseln ähnlich. Nicht dass da mal was
passiert ;-)
Gast
wieder was zur Farbe gelernt .... nahm früher immer Eisen3Clorid .. an
die gelb, braunen Flecke denke ich mit Schrecken.....

lt. Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumpersulfat und

http://de.wikipedia.org/wiki/Eisen(III)chlorid

und http://de.wikipedia.org/wiki/R-_und_S-Sätze

scheint das Chlorid das ungefährlicher zu sein aber beim Vergleich der
LD 50 Werte doppelt so giftig :-(
(http://www.zotteljedi.de/hardware/aetzen/index.xhtml)
Gast
@Flori
1
Glaubst Du wirklich, eine kaputte Flasche kommt überhaupt in die
2
Reinigunsanlage? Die wird schon ewig vorher durch optische Sensoren
3
ausgesondert.
 Ja

...man kann ja auch mal nach dem Sicherheitsdatenblättern suchen - da
steht bei Natriumpersulfat ein Hinweis auf Alkohol drinn und beim
Eisen3Clorid auf Laugen
1
Realname so peinlich?
 - ja kann sein
Gast
Zu Eisen(III)chlorid (FeCl3) und gift ...

ich kenne noch die FeCl3 getränkten wattetampons
die ich bei nasenbluten verpasst bekam
und auch als pflaster gabs die

soviel zu giftigkeit von Eisen(III)chlorid (FeCl3)
Gast
> Warum kein Öl in Flaschen lagern? Was meinst Du, was Dein Speiseöl
ist? Irgendwas anderes?

Speiseöl ist ein Gemisch von Fettsäureestern und kann nach Konsum im
menschlichen Organismus abgebaut werden (oder als Bauchspeck angelagert
werden ;-)

Und Autoöl ist ein mineralisches Öl, d.h. ein Gemisch von
Kohlenwasserstoffen mit unterschiedlichsten Additiven. Von dem Autoöl
bekommst du nach Konsum im harmlosesten Fall ölige Flitzkacke.
Gast
wenn es chemisch (nicht technisch) reines fecl3 ist und für medizinische
anwendungen entspr. verdünnt, dann ist fecl3 nicht allzu giftig.
schlimmer ist das durch das ätzen darin gelöste kupfer.

und ausserdem kommt es immer darauf an, ob du eine oberflächliche
behandlung mit ein paar ml machst oder das zeug in litern trinkst
Gast
neutralisieren mit rest-entwicklerlösung

par tage stehen lassen flüssigkeit vorsichtig abgiessen
kupferabsatz sammeln und in sammelstelle abgeben ....
rest kann ins abwasser

ins abwasser glaube ich max 80mg pro liter abwasser ! ?
Gast
Moin Ludwig,

in Hamburg gibt&#8217;s kostenlose Sammelstellen, ich trockne das
immer und geben den Beutel ab.

Wenn ich aber bedenke, dass hier ein ganzer Tanker mit Schwefelsäure
im Hafen verunglückt ist (Kaptain war dunn), und man nur hörte, keine
Gefahr, was soll man da als Privatmann von halten?

Ich gebe es trotzdem in den Sammelstellen ab :-)

mfg
Oliver
Gast
Naja, soweit ich in Chemie aufgepasst habe, neutralisiert und vorallem
verdünnt sich Schwefelsäure in Wasser!! Wenn du deine Ätzlösung in den
Ausguss kippst, dann ist nicht die Säure das grosse Problem, sondern
die Schwermetall-Salze, vorwiegend Kupfer! Diese Salze reichern sich in
der Nahrungskette an, und können nur in modernen 3 Stufen Kläranlagen
mit Fällungsreaktionen aus dem Wasser geholt werden...

desshalb immer schön weiter das Zeug in die Sammelstelle bringen :)

Grüsse
Gast
Jens wrote:
> Platinen kann man auch "kalt" Ätzen, dann dauert es nur etwas länger als
> sonst.

@Jens:

Der letzte Beitrag war vom 16.04.2006 !! Musst du denn den armen Thread 
aus der Versenkung holen?

Gruß,
Magnetus
Magnus Müller schrieb:
> Der letzte Beitrag war vom 16.04.2006 !! Musst du denn den armen Thread
> aus der Versenkung holen?
>
> Gruß,
> Magnetus

Hi!

auch wenn der Thread Alt ist muß er doch nicht ungültig sein.
Ich zum Beispiel wußte nicht das man mit Natriumpersulfat kalt ätzen 
kann !
Ätze zum ersten mal mit Natriumpersulfat sonst mit Eisen(III)chlorid
und informiere mich daher über Natriumpersulfat.

cya The_ride
Gast
>Ich zum Beispiel wußte nicht das man mit Natriumpersulfat kalt ätzen
>kann !

Nach einer Faustregel verdoppelt sich die Reaktionsgeschwindigkeit bei 
Temperaturerhöhung um 10°C, d.h. bei einer um 30°C niedrigeren 
Temperatur läuft die Reaktion um den Faktor 8 langamer ab.

Wenn eine Platine bei 50°C ca. 20 min braucht, muß man bei 20°C mit ca. 
3h rechnen. Kalt ätzen kann man also getrost vergessen.

Auf der anderen Seite kann man sich auch ein Loch ins Knie schlagen und 
einen Baum drin pflanzen.
Gast
>Auf der anderen Seite kann man sich auch ein Loch ins Knie schlagen und
>einen Baum drin pflanzen.

So hat jeder seine Hobbies aber da geht der Veganer dann doch zu weit 
finde ich xD
Gast
Hallo

Es gibt für jede Substanz ein Sicherheitsdatenblatt vom Hersteller, hier 
eines zu Natriumpersulfat (siehe Anhang).
In diesem wird u.A. auf den Korrekten Umgang mit der Substanz 
eingegangen. Betriebe müssen zu jeder gelagerten Gefahrensubstanz (auch 
Reinigungsmittel) ein solches Dokument besitzen.
Angehängte Dateien:
Gast
Florian schrieb:
> bohre ich dann ein großes Loch in die Flasche, so daß sie zwar durch
> den Pfandautomaten geht, aber nicht mehr befüllt werden kann.


Ist ja ekelhaft, die Chemie zieht in die Flasche und du gibst die später 
noch ab ? Die gehört vernichtet.

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