Audiosignal schalten on/off

Gast #5434212
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Sers,

ich würde gerne ohne exotische Bauteile ein Audiosignal ein/aus 
schalten. Frequenz des Audiosignals 8 kHz (fix), Schaltfrequenz bis 40 
Hz.

Wie das Audiosignal danach klingt ist egal. Wichtig ist, dass "aus" 
Silentium am Ausgang bedeutet (soll von einem Mikrofoneingang nicht mehr 
wahrgenommen werden!), und "nicht aus" irgendein Geräusch am Ausgang.

Am liebsten wäre mir, wenn ich ohne exotische Bauteile auskomme 
(exotisch = nicht in der nächsten Conradfiliale lagernd). SMD ist okay.

Ansteuerung wäre mit einem AVR @ 5V.
Welche Optionen gibt es?
#5434223
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4016 oder 4066 oder deren 74HC Typen, ggffs. noch mit R + C um einen DC 
Offset hinzuzufügen und wieder zu trennen.
Auch ein PT2258
https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_pt2258.html

als I2C 6-channel Volume Steller ginge

bing bing bong schrieb:
> Sieht gut aus. Da komme ich aber um eine negative Spannung nicht rum,
> richtig?

deswegen ja mit halber VCC einen DC offset hinzufügen 2x R und 1x C
Gast #5434228
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Du kannst 2 Dioden (1n4148) in Reihe schalten und das Signal in die 
Mitte über einen Kondensator. In Sperrichtung läuft das Audiosignal 
durch und in Flussrichtung wird es über den Strom durch die Dioden 
kurzgeschlossen.

Ein Muting Transistor geht auch mit einem normalen wenn man Kollektor 
und Emitter vertauscht.
Gast #5434271
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Harald W. schrieb:
> Da sollte man aber zwei Schalter pro Kanal in "L"-Anordnung benutzen.

Warum?
Eins verstehe ich am 4066 nicht. Bei Verwendung einer negativen 
Versorgungsspannung habe ich doch drei Potentiale. V+, GND und V-. Wo 
kommt denn dann GND dran, es gibt keinen GND-Pin.

Das mit dem Offset ist mir zu kompliziert.
#5434293
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bing bing bong schrieb:
> Das mit dem Offset ist mir zu kompliziert.

was ist daran kompliziert?

dein Audiosignal geht normal nach + und - und wenn du dir die negative 
Versorgung sparst (solltest du) dann helfe deinem Audiosignal auf halbe 
VCC
https://i.stack.imgur.com/FM5d0.png (linkes Bild)

somit kann bei 5V -> Hälfte 2,5V dein Audiosignal nach +1V = +3,5V 
ausschlagen und nach -1V ausschlagen = +1,5V, hinten trennt man den 
Gleichanteil von 2,5V wieder ab mit einem Kondensator.
#5434296
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bing bing bong schrieb:
> Eins verstehe ich am 4066 nicht. Bei Verwendung einer negativen
> Versorgungsspannung habe ich doch drei Potentiale. V+, GND und V-. Wo
> kommt denn dann GND dran, es gibt keinen GND-Pin.

Der CD4066 ist nicht so geeignet für Audio, eben weil Audio 
normalerweise mit positiven und negativen Spannungen um 0V herum 
arbeitet, so dass VDD an eine Spannung positiver als alle Audiosignale 
und VEE an eine Spannung negativer als alle Audiosignale muss, z.B. +5V 
und -5V, und die Ansteuerung des IC eher mit 0V und 5V arbeitet, nur 
will der IC dann -5V und 5V an den Umschalteingängen sehen, was externe 
Pegelwandler nötig macht.

Besser ist der CD4053, der hat VDD (höchste Audiosignalspannung, z.B. 
+5V) und VEE (negativste Audiosignalspannung, z.B. -5V) und VSS (Logic 
low) und 2.4V über VSS (Logic high), da braucht man keine Pegelwandler 
mehr, oder wenn man höhere Audiospannung hat DG412, der kann +15V/-15V 
schalten und hat Logikeingänge mit Bezug auf GND.

Ausserdem schaltet man die IC so, wenn man Audio maximal dämpfen will:
1
          CD4066
2
       /        /
3
In --o/ o--+--o/ o--+-- Out
4
       :   |    :   |
5
       :   o    :  10k
6
       :...|....:   |
7
           o        |
8
           |        |
9
          GND      GND
1
      ...........
2
      :  CD4053 :
3
      :/o-----o\:
4
In --o/         \o--+-- Out
5
        o--+--o     |
6
           |       10k
7
           |        |
8
          GND      GND
Dadurch wird ein Übersprechen deutlich reduziert.

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