Die Spannungsfestigkeit der Ausgangskondensatoren muss mit jeder Stufe
ansteigen. Deshalb schaltet man gerne nur den ersten Ausgangskondensator
C2 nach Masse (wie im Bild). Den Masseanschluss des 2.
Ausgangskondensators C4 legt man statt dessen an das obere Ende von C2.
Entsprechend wird der untere Anschluss von C an das obere Ende von C4
gelegt. ("Ausgangskondensatoren" sind für mich diejenigen, die die
Ausgangsspannung jeder Stufe halten. Die Kondensatoren C1, C3 und C -
der Name ohne Index ist zweimal vergeben - sind "Hochsetzkondensatoren",
da sie die Spannung hochsetzen.)
Durch das Hintereinanderschalten der Ausgangskondensatoren benötigt man
nur eine geringere Spannungsfestigkeit, allerdings sinkt die effektive
Kapazität durch die Reihenschaltung. Kondensatoren mit höherer Kapazität
sind aber oft leichter zu bekommen, als hoch spannungsfeste
Kondensatoren.
. . schrieb im Beitrag
#6255313:
> Kommt darauf an, worauf sich das "Vierfach" beziehen soll.
Auf die Spannung.
Danke für die Erklärungen!
Meine Schaltung hat 12V, ich brauche ungefähr 45V mit ein paar mA.
Hier liegt ein Sack mit kleien Elkos rum, 1uF/100V.
Von der Spannungsfestigkeit sollte man sie nehmen können, die Kapazität
ist leider etwas klein. Vielleicht kann man das mit einer höheren
Schaltfrequenz ausgleichen?!
Die Schaltung bewirkt (fast) gar nichts. Wie auch? Der Ausgang liegt
über die Dioden direkt am Eingang, ganz egal, wie der Schalter steht.
Lediglich die Durchlassspannung der Dioden muss von der
Eingangssspannung abgezogen werden, hier 4,2V.
Bei 12V am Eingang kommen hinten also nur noch 7,8V raus.
Frank B. schrieb:> Die Schaltung bewirkt (fast) gar nichts. Wie auch? Der Ausgang liegt> über die Dioden direkt am Eingang, ganz egal, wie der Schalter steht.
Das ist kein Schalter sondern nur ein Platzhalter für den eigentlichen
Taktgenerator.
Frank B. schrieb:> Die Schaltung bewirkt (fast) gar nichts.> Bei 12V am Eingang kommen hinten also nur noch 7,8V raus.
Der erste Kondensator links wird auf 12V - UF aufgeladen.
Nach dem Umschalten wird der Kondensator auf 12V-Potenzial angehoben.
An der nächsten Diode liegen dann fast 24V.
usw.
flo schrieb:> Meine Schaltung hat 12V, ich brauche ungefähr 45V mit ein paar mA.> Hier liegt ein Sack mit kleien Elkos rum, 1uF/100V.
Eine grosse Katze ist mit vier Mäusen satt - oder mit einem Sack voll
Spatzenhirnen. Von Möchtegernelektroniker mit Flöhen.
Spatzenhirn schrieb:> Eine grosse Katze ist mit vier Mäusen satt - oder mit einem Sack voll> Spatzenhirnen. Von Möchtegernelektroniker mit Flöhen.
Nomen est omen. Was soll dieser Kommentar? Flo brauchte eine Spannung
und wollte die mit vorhandenen Bauteilen schnell generieren. Warum
nicht? Die Schaltung kann das leisten, wenn das Umschalten zyklisch und
schnell genug erfolgt. Gut für den erwünschten Ausgangsstrom muss über
den Schalter ein entsprechend höherer Eingangsstrom geliefert werden.
Ich finde es gut, anhand von solchen "Basteleien" Erfahrungen und ein
Gefühl für Bauteile zu gewinnen. Fertige Komponenten einzukaufen und
mehr oder weniger sinnvoll nach Applikationsbeispielen
zusammenzustöpseln kann jeder. An flo: Weiter so. Eigene Ideen sind
oftmals besser als die Suche nach perfekten Standardlösungen. Und wenn
mal etwas nicht klappt, dann war der Lerneffekt umso größer.
Was für Dioden fliegen da noch herum?
1N4148 z.B.
Ist da noch ein ICM555 darunter?
Schätzung: 1µF wären bei delta U von 1V bei 1Hz irgenwas von höchstens
1µA. Wenn man sekundär 1mA haben wolle, müsse man 4mA hinheinstecken.
Das wäre ein Schalttakt von mindestens 4kHz. Nur so mal als
Größenordnung, mit welchen Werten man starten sollte.
Dieter schrieb:> Was für Dioden fliegen da noch herum?> 1N4148 z.B.> Ist da noch ein ICM555 darunter?1N4148, BAT41 und 42
Der NE555P ist vorrätig. Zur Not noch eine einfache Gegentakt-Endstufe
aus TUP und TUN als Nachbrenner.
Hatte eher an 100kHz aufwärts gedacht, dann vielleicht besser in Kombi
mit Kerkos 100nF, 50V?!
Das kannst Du ruhig mit den Elkos machen. Ein bißchen stören wird Dich
die Sättigungsspannungen der Ausgangsstufe, siehe Datenblatt Low-level
output voltage und High-level output voltage. Low level wird aber erst
relevant bei mehr als 50mA. Somit wird das eher 12V plus 9 bis 10V Hub
pro Stufen durch die Ausgangsstufe. Also werden eher vier Stufen
notwendig. Daher würde ich es erst mal ohne zusätzliche Endstufe
probieren.