Hallo,
ich habe die Schaltung aus "Relais mit Logik ansteuern"
http://www.mikrocontroller.net/wikifiles/1/15/Relais_z-diode.png
nachgebaut, allerdings schaltet der BC337 ab einer VCC-Spannung von ca.
12V immer durch (Emitter an GND, Kollektor liegt auf ca. 12V).
Das geschieht unabhängig davon, ob die Basis beschaltet ist.
Ich habe auch schon mal die Basis mit dem Emitter kurzgeschlossen /
Basis ohne zusätzlichen Widerstand gegen GND geschaltet, doch das
Problem besteht weiterhin.
Zusätzlich wird der BC337 (16) dabei recht heiß; bei 50°C hab ich mal
abgebrochen.
Das Relais bleibt nicht kleben; gehe ich mit der Versorgungsspannung auf
ca. 9V zurück, funktioniert wieder alles - auch das Schalten durch den
Transistor.
Der Stromverbrauch durch das Relais beträgt ca. 20-40mA.
Was mache ich falsch?
Moin,
schmeiß mal die Zenerdiode da oben am Relais raus, Freilauf reicht
eigentlich.
So wie das klingt hast du den Transistor gehimmelt.
Der 337er macht ja max 50V mit, je nach dem nimmt der bei der Schaltung
oben schon Schaden beim Abschalten, insbesondere, wenn der vorher vllt
schon recht warm war. Womit ich zum zweiten Punkt komme.
Bei I_CE <50mA hätte ich da einen BC547B eingebaut, der hat etwas mehr
Gain und sättigt daher früher (will man in der Anwendung).
Was hatte der Transistor als Basiswiderstand? Beim 337er wäre da an der
Stelle bei VCC=5V wohl imho max 1 kΩ sinnvoll, beim BC547B geht da auch
noch 10k-22k gut. Ist der Basisstrom zu gering, bleibt der Transistor im
Linearen Betrieb und wird reichlich warm...
Edith sagt: R_B ist 470Ω, das sollte an der Stelle eigentlich gut
passen.
Grüße
Andreas
..oder D3 und D4 weggelassen oder durch ungeeignete Dioden ersetzt und
den armen BC schon durchgebraten? Mach doch mal ein ∗aussagekräftiges∗
Foto vom Aufbau.
Sollten D3 und D4 nicht parallel statt hintereinander geschaltet sein?
Und funktionert D4 (Zenerdiode in Durchlassrichtung!) überhaupt so wie
vorgestellt?
Achim Hensel schrieb:> Sollten D3 und D4 nicht parallel statt hintereinander geschaltet> sein? Und funktionert D4 (Zenerdiode in Durchlassrichtung!) überhaupt so> wie vorgestellt?
Nein und ja.
Wenn parallel wirkt die Z diode nicht. Kannstse gleich wechlassen. So
wie gezeigt endet der Strom in der Spule schneller und Relais fällt
schnellerab. Alles gut so in der Theorie der Fehler liegt am Aufbau oder
Bauteil.
Achim Hensel schrieb:> Sollten D3 und D4 nicht parallel statt hintereinander geschaltet sein?
Ja genau, dann wird das Relais in jeder Richtung durch eine der Dioden
überbrückt...
Tac-rt schrieb:> Was mache ich falsch?
Kein Ahnung, deine Schaltung ist ja unvollständig.
Vielleicht ist Masse der Schaltung von der der Steuereingang kommt nicht
mit dem Emitter des Schalttransistors und damit Masse der 12V verbunden.
Das
Tac-rt schrieb:> allerdings schaltet der BC337 ab einer VCC-Spannung von ca. 12V immer> durch
und das
> Zusätzlich wird der BC337 (16) dabei recht heiß
und das
> gehe ich mit der Versorgungsspannung auf ca. 9V zurück, funktioniert> wieder alles - auch das Schalten durch den Transistor.
deutet doch ganz eindeutig auf das
holger schrieb:> Kollektor und Emitter vertauscht?
hin.
So, hier mal der Schaltplan der Testschaltung und ein Foto vom Aufbau.
Der lange blaue Draht vom Steckbrett (Reihe #59) führt direkt ans Relais
(Kontakt 1 im Schaltplan), der lange rote Draht an Kontakt 2.
Die beiden Dioden sind mit Sicherheit genau so beschaltet, wie es auf
dem Schaltplan zu sehen ist.
Ich hab das ganze nochmal nachgemessen; jetzt schaltet der Transistor
erst bei ca. 16V durch - kann das was mit der Z-Diode zu tun haben?
@MaWin: Momentan habe ich noch gar keine Steuereinheit, ich möchte
möglichst Fehlerquellen ausschließen und versuche erst mal zu erreichen,
dass der Transistor in der aktuellen Schaltung sicher nicht
durchsteuert.
@g457: Den BC337 hab ich schon mehrfach ausgetauscht - die Dioden noch
nicht weggelassen.
@Andreas Lang: Aktuell habe ich keinen Basiswiderstand, da ich die Basis
auf GND gelegt habe - es sollte so eigentlich kein Strom zwischen Basis
und Emitter fließen können, oder?
Geneu, dreh das Teil einfach um 180°, dann wird alles gut.
Geh aber davon aus, dass der Transistor die Tortur nicht ganz
unbeschadet überstanden hat. Falls er überhaupt noch funktioniert, dann
vergleich mal seine Stromverstärkung mit einem unbenutztem Exemplar.
OK, danke :)
Ich teste es gleich mal mit einem neuen Transistor und der
Steuerschaltung...
Das Bild im Anhang ist aus dem Datenblatt
(https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/BC327_28_BC337_38.pdf
/ Seite 3).
Ich dachte, das ist die Draufsicht auf den Transistor; aber damit liege
ich wohl falsch, oder?
> Ich dachte, das ist die Draufsicht auf den Transistor; aber damit liege> ich wohl falsch, oder?
Das ist (wie fast immer) die Ansicht von unten. Wird bereits auf der
ersten Datenplattseite sowie leicht rechts oberhalb des von Dir
geposteten Ausschnitts offensichtlich.
Tac-rt schrieb:> Ich dachte, das ist die Draufsicht auf den Transistor; aber damit liege> ich wohl falsch, oder?
Na, dann schau Dir auch mal Seite 1 und 2 an und auf Seite 3 ein paar
Zentimeter rechts jeweils die Darstellung des Transistors ... :-)
Tac-rt schrieb:> So, hier mal der Schaltplan der Testschaltung und ein Foto vom Aufbau.
Ja - die Schaltung würde ich auch nochmal mit dem Original abgleichen.
Die Basis direkt mit GND/dem Emitter zu verbinden behindert die
"Schaltfreudigkeit" (bei korrektem Emitter-/Collector-Anschluss) doch
sehr ...
Ja, die Abbildungen haben mich anfangs etwas irritiert; ich hätte das
wohl mehr beachten sollen.
Jetzt funktioniert die Schaltung aber wie sie soll - danke für Eure
Hilfe!