Moin,
das Typenschild eines Elektrogeräts gibt an "KB 5" und in der
Bedienungsanleitung steht "Kurzzeitbetrieb: KB 5 min". Das Gerät darf
also offensichtlich fünf Minuten am Stück betrieben werden. Aber wie
lange muss danach die Pause mindestens sein?
Bei Wikipedia/Nennbetriebsart heißt es "Wenn neben der Nennbetriebsart
nur die Einschaltdauer angegeben ist, beträgt die Spieldauer
10 Minuten."
Zur Spieldauer heißt es bei
https://www.buerkert.de/de/Service-Support/Support/Glossar/Einschaltdauer
"Die Summe aus Einschaltdauer und stromloser Pause ist die Spieldauer."
Das heißt also, bei einer Spieldauer (Betrieb + Pause) von zehn Minuten,
reicht bei einem Betrieb von fünf Minuten eine Pause von fünf Minuten
aus.
Ist das richtig?
Eigentlich einfach und logisch, aber unter
https://konsument.at/heim-garten/kurzzeitbetrieb (Österreich) steht:
"Auf dem Typenschild meines Handmixers steht kb 10 min. Was bedeutet
das?
Kb steht für Kurzzeitbetrieb. Nach Ablauf dieser Zeitspanne muss das
Gerät abgeschaltet und eine kurze Pause eingelegt werden. Wie lange,
entnehmen Sie der Gebrauchsanweisung. Sonst besteht die Gefahr, dass
sich der Motor überhitzt."
Ein Kurzzeitbetrieb von 10 Minuten mit einer Spieldauer von 10 Minuten
ergeibt logisch keinen Sinn, weil es dann kein Kurzzeitbetrieb, sondern
Dauerbetrieb ist.
Die Pause sollte mindestens so lang sein wie die Betriebsdauer, das
sollte sich einem ja eigentlich von selbst erschließen.
Was ist das für ein Elektrogerät?
Bastler schrieb:> Wie lange, entnehmen Sie der Gebrauchsanweisung.
Was sagt die denn dazu?
Oder konkreter: Es gibt mehr als ein Gerät auf der Welt. Wenn du Ross
und Reiter nennst, bzw. in diesem Fall das konkrete Gerät weiss es
vieleicht jemand oder findet es heraus.
Oder ist das nur eine theoretische Erörterung?
Bastler schrieb:> Eigentlich einfach und logisch, aber unter> https://konsument.at/heim-garten/kurzzeitbetrieb (Österreich) steht:> "Auf dem Typenschild meines Handmixers steht kb 10 min. Was bedeutet> das?
Das bedeutet, dass das ein Fall ist wo die SPieldauer nicht 10min. lang
ist, also explizit angegeben werden müsste.
DerEinzigeBernd schrieb:> Was ist das für ein Elektrogerät?
Das wollte ich eigentlich noch dazuschreiben, habe ich aber gestern
vergessen: Es ist ein Proxxon Micromot 230/E.
DerEinzigeBernd schrieb:> Die Pause sollte mindestens so lang sein wie die Betriebsdauer, das> sollte sich einem ja eigentlich von selbst erschließen.
Nein, eigentlich nicht. Es kann ja sein, dass die Kühlung nur weniger
unterdimensioniert ist, so dass sich das Gerät langsam erwärmt, aber
schnell wieder abkühlt.
Udo S. schrieb:> Bastler schrieb:>> Wie lange, entnehmen Sie der Gebrauchsanweisung.>> Was sagt die denn dazu?
Soweit ich das gefunden habe, zu dem Thema nur das, was ich zitiert
habe.
"[...]
Spannung: 230V
Leistungsaufnahme: ca. 80 W
Kurzzeitbetrieb: KB 5 min
Geräuschentwicklung: <= 70 dB(A)
[...]"
Udo S. schrieb:> Oder ist das nur eine theoretische Erörterung?
Beides. Konkret geht es jetzt um das oben genannte Gerät, aber die Frage
ist auch allgemein, wie das zu verstehen ist.
Udo S. schrieb:> Das bedeutet, dass das ein Fall ist wo die SPieldauer nicht 10min. lang> ist, also explizit angegeben werden müsste.
Also ist meine Überlegung oben richtig?
lüfte doch mal bitte das Geheimnis und sag uns um welches Gerät es sich
handelt. Oft gibt es Optimierungsmöglichkeiten. Ich hatte mal vor 20
Jahren ein günstiges Tarfoschweißgerät wenn das mal abgeschaltet hat
dauerte es auch bis der Trafo abgekühlt war, habe dann eine Kühlöffnung
vergrößert und einen Lüfter nachgerüstet und dann brauchte es keine
Pausen mehr.
Ich denke bei dir geht es um den Elektromotor, der mangels Lüftung
irgendwann zu heiß wird.
Hallo
Bis es wieder kühl genug ist...
Nur was ist (und wo an welchen Punkt) kühl genug...?
Im Zweifelsfalle ist es dann der Nutzer in Schuld - fehlerhafte
Bedienung....
Leicht OT:
Bei alten (aber immer noch vorhandenen und im Alltag eingesetzten)
E-Lokomotivenb gab es so was wie Anfahrleistung, Stundenleistung usw.
So eine Lokomotive wird ja stark überwacht und kaputt machen ist da
nicht so einfach möglich - aber trotzdem sind diese Angaben auch dort
irgendwie WischWaschi:
Ist die Stunde wirklich genau eine Stunde - eher doch nicht...?
Wie lange (bei welcher zwischenzeitlich abgefragten Leistung nach dieser
"Stunde" -Flachland mit 2 Personenwaggons ist Ja was anderes als ein
1000 Tonnen Stahlbrammenzug durchs Mittelgebirge -?) muss dann nun
"gewartet" werden bis wieder "gepowert" (z.B. Anfahrt am Berg) werden
darf?
Klar in der Praxis teilen den Lokführer das verschiedenste Kennmelder
und Messeinrichtungen mit - bzw. die Lokomotive wird gedrosselt und
kaputt kann man da nicht machen.
Aber das kann es trotzdem doch nicht sein - der Fahrplan muss
(sollte...) doch das wichtigste sein, Verspätungen aus anderen Gründen
sollten technisch Aufholbar sein, so eine Lok sollte auf allen Strecken
ohne großartige Vorversuche und Abnahme (Berechnung) von einen Ingenieur
eingesetzt werden können.
irgendwie sind da all diese Stunden- Anfahr- oder Haushaltsnäher KB Zeit
Angaben nicht Halbes und nicht ganzes, "ich" will vorher und eindeutig
wissen was wann und wie eindeutig und ohne Vorversuche möglich ist.
Auch bei Geräten die typischer weise aber eben auch nicht zwingend nur
kurzzeitig eingesetzt werden (z.B. Trennschleier).
Im kleinen halt auch "bei mir zu Hause" auch bei Sachen die nur für KB
Betrieb ausgelegt sind - das Werkzeug, die Maschine ist für mich da und
nicht bin dafür das die Maschine sich "wohl fühlt" bzw. der Hersteller
Gewinnmaximierung betreibt....
Bastler schrieb:> Es ist ein Proxxon Micromot 230/E.
Aus vermutlich guten Gründen bietet die Weltfirma "Proxxon" keine
Bedienungsanleitungen zum Download an; die Information mit der
Einschaltdauer wird auf der professionell gestalteten Webseite ebenfalls
nicht erwähnt.
Man könnte dennoch versuchen, über das nicht minder professionell
gestaltete Kontaktformular
https://www.proxxon.com/de/service/technische_anfrage.php eine passende
Anfrage nach Bedienungsanleitung und/oder Bedeutung der Einschaltdauer
einzureichen.
Vielleicht lässt sich dann ja einer der hochqualifizierten
Fachingenieure der Weltfirma dazu herab, an seinem Wissen teilzuhaben.
Bastler schrieb:> Nein, eigentlich nicht. Es kann ja sein, dass die Kühlung nur weniger> unterdimensioniert ist, so dass sich das Gerät langsam erwärmt, aber> schnell wieder abkühlt.
Das kommt selten vor. Meistens dauert das (passive) Abkühlen bei
Raumtemperatur länger als das Aufheizen.
DerEinzigeBernd schrieb:> Aus vermutlich guten Gründen bietet die Weltfirma "Proxxon" keine> Bedienungsanleitungen zum Download an; die Information mit der> Einschaltdauer wird auf der professionell gestalteten Webseite ebenfalls> nicht erwähnt.>> Man könnte dennoch versuchen, über das nicht minder professionell> gestaltete Kontaktformular> https://www.proxxon.com/de/service/technische_anfrage.php eine passende> Anfrage nach Bedienungsanleitung und/oder Bedeutung der Einschaltdauer> einzureichen.
Das waren exakt auch meine Gedanken als ich eben nach dem Gerät gesucht
und die Proxxon Seite geöffnet hatte.
DerEinzigeBernd schrieb:> Vielleicht lässt sich dann ja einer der hochqualifizierten> Fachingenieure der Weltfirma dazu herab, an seinem Wissen teilzuhaben.
Meine Vermutung wäre die Antwort etwa folgendermaßen:
"Bis das Gerät ausreichend abgekühlt ist"
:-((((
Geräte mit Kurzzeitbetrieb gelten manchem (zu Recht?) als Geräte für den
Consumer-Markt. Sprich, wer was für den profesionellen Dauereinsatz
braucht soll sich auch ein Profigerät kaufen:
https://praxistipps.chip.de/kurzzeitbetrieb-bei-elektrogeraeten-was-ist-das_38448
Schon die Fragestellung nach der Länge der Pause offenbart, das man hier
nicht das richtige Gerät/Werkzeug für den gewünschten Einsatz
angeschafft hat. Nicht-Profi Küchengeräte für den Kurzzeitbetrieb sind
eben dafür ausgelegt, das man sie bei der Zubereitung einer Mahlzeit
gebraucht (also einmal täglich) und nicht 16h Klinikdauerbetrieb.
Also kann man ableiten das das Werkzeug wohl für den einmal täglichen
Gebrauch konzipiert ist, was für einenHobby-schrauber eher untypisch
viel ist, der Schraubt nur zu Weihnachten. Das deckt sich auch mit dem
plakativen "Eine Bohrmschine läuft typischerweise nur 12-15 minuten in
ihrem gesamten Leben."
https://kaffeeringe.de/2012/07/09/haben-sie-mal-ne-bohrmaschine/> Das Gerät darf> also offensichtlich fünf Minuten am Stück betrieben werden. Aber wie> lange muss danach die Pause mindestens sein?
Halt 24h, ansonsten bis es eben wieder auf Raumtemperatur runter ist. Je
nach verbauter kalorischer Masse kann man da auch 2h ansetzten.
Aber wie schon oben gesagt, wer ein Kurzzeitbetriebsgerät mehrmals
täglich an der Belastungsgrenze betreibt war bei der Auswahl/Kauf nicht
besonders smart. So wie der Opa der nur Kurzstrecke fährt, aber sich
einen Diesel kauft.
> So wie der Opa der nur Kurzstrecke fährt, aber sich> einen Diesel kauft.
Ein gewiefter Opa hat deswegen auch noch ein Klappfarad.
Ueberschlaegig wuerde ich mindestens von der fuenffachen
Einschaltdauer (ED) als Betriebspause ausgehen.
Es wird ja nicht, wie schon bemerkt wurde, aktiv gekuehlt.
Solche Geraete sollten aber auch eine selbstrueckstellende
Thermosicherung haben.
Ein Dickethalmultimeter meint dazu auf seinem Gehaeuse:
20 A for 30 sec
MAX every 15 min
So praezise Angaben sind schon etwas feines.
Albert Abdecker schrieb:> Aber wie schon oben gesagt, wer ein Kurzzeitbetriebsgerät mehrmals> täglich an der Belastungsgrenze betreibt war bei der Auswahl/Kauf nicht> besonders smart.
Klar, den Käufer eines Gerätes als den Dummen darzustellen, das geht
besonders flott von der Hand, und man kann sich auch gleich so schön
überlegen dabei vorkommen, nicht?
Tatsächlich ist vom Kurzzeitbetrieb im Reklamematerial der Firma Proxxon
gar keine Rede:
https://www.proxxon.com/de/micromot/28440.php
> Tatsächlich ist vom Kurzzeitbetrieb im Reklamematerial der Firma Proxxon> gar keine Rede
Dann ist das ja eine Mogelpackung.
Womoeglich sogar ein Sachmangel?
Das ist ja in sich unlogisch, wenn zwar die KB-Angabe auf das Gerät muß,
aber ihre Bedeutung sich erst in der Anleitung erschließen soll, wo die
zweite Hälfte der Lösung versteckt ist (sein soll, natürlich steht sie
da so wenig drin wie mir bei Windows "der Hersteller" Fragen zu einem
Treiber beantwortet, auch wenn Microsoft dies täglich Millionen Leuten
vorlügt.)
Ich kenne aus der Erinnerung auch Angaben wie "KB 5 min pro 1h" oder
ähnlich, woraus ich immer schloß, daß beim Fehlen einer abweichenden
Angabe ein bekannter Standard gilt. Der nur mir nicht bekannt war
mangels Nachsuche.
Bei Multimetern hat man ja gerne "KB 5 Sekunden pro 30 Minuten" im
10A-Strommeßbereich.
Der Kurzzeitbetrieb entspricht der Nennbetriebsart S2 nach DIN VDE 0530
und IEC, was bedeutet:
"Betrieb mit konstanter Belastung, dessen Dauer nicht ausreicht, das
thermische Gleichgewicht zu erreichen; gefolgt von einer Pause, deren
Dauer ausreicht, dass der Motor den kalten Zustand wieder erreicht.
(tb<3Tth,tp>3Tth)"
(Zitat aus:
http://www.servotechnik.de/fachwissen/zusatzinfos/f_beitr_zu_004.htm)
dabei bedeuten in der Angabe (tb<3Tth,tp>3Tth):
Tth: Zeit zum Erreichen des thermischen Gleichgewichts
tb: Betriebszeit
tp: Pausenzeit
Unter Berücksichtigung dieser Hinweise kommt man also mindestens auf
eine 9-fache Pausenzeit gegenüber der angegebenen Betriebszeit
Wird die Betriebszeit als %-Angabe (bei Fehlen der Angabe zur Spieldauer
beträgt diese dann 10min) oder als Betriebs- und Pausenzeit oder als
Betriebszeit und Spieldauer angegeben, handelt es sich um die
Betriebsart S3. Dies ist hier bei der Proxxon-Maschine nicht der Fall
Mario P.
Mario P. schrieb:> Unter Berücksichtigung dieser Hinweise kommt man also mindestens auf> eine 9-fache Pausenzeit gegenüber der angegebenen Betriebszeit
Erkläre mal bitte wie du auf den Faktor 9 kommst. Das steht so nicht in
dem Link.
Mario P. schrieb:> (tb<3Tth,tp>3Tth)
bedeutet umgeformt nur daß tb < tp gilt.Der Faktor 3 multipliziert sich
nicht, er kürzt sich weg.
Das heist eine Maschine für die Betriebsart 2 hat eine ED kleiner 0,5.
Und ich finde nirgends dass die Proxxon für Betriebsart 2 spezifiziert
ist.
DerEinzigeBernd schrieb:> Tatsächlich ist vom Kurzzeitbetrieb im Reklamematerial der Firma Proxxon> gar keine Rede:>> https://www.proxxon.com/de/micromot/28440.php
Deswegen nennt man es ja Reklameteil und der smarte Käufer liest vor dem
Kauf die Gebrauchsanleitung mit den Hinweis auf den Kurzzeitbetrieb.
> Klar, den Käufer eines Gerätes als den Dummen darzustellen, das geht> besonders flott von der Hand, und man kann sich auch gleich so schön> überlegen dabei vorkommen, nicht?
Häh, warum fragst du einen Profi nach seiner Erfahrung, wenn Du doch nur
in Deiner Amateurgelegenheitswerkelei bestätigt werden willst?!
Und Dumm ist nur wer Dummes tut! Mach halt nur Kurzzeitsachen mit deinen
Kurzzeit-tools und alles ist gut.
Udo S.schrieb:
> Erkläre mal bitte wie du auf den Faktor 9 kommst. Das steht so nicht in> dem Link.> Mario P. schrieb:>> (tb<3Tth,tp>3Tth)> bedeutet umgeformt nur daß tb < tp gilt.Der Faktor 3 multipliziert sich> nicht, er kürzt sich weg.
Du hast recht, da habe ich einen Knoten im Kopf gehabt. Also Pausenzeit
länger als Betriebszeit. Eine konkrete Zeitangabe für die Pausenzeit
läßt sich somit nicht aus der Betriebszeit ableiten, lediglich eine
untere Grenze.
Udo S.schrieb:
> Und ich finde nirgends dass die Proxxon für Betriebsart 2 spezifiziert> ist.
Für die Proxxonmaschine ist ein Kurzzeitbetrieb angegeben, und das ist
S2.
und ich muß noch was korrigieren:
Mario P. schrieb:
>Tth: Zeit zum Erreichen des thermischen Gleichgewichts
muß heißen:
Tth: thermische Zeitkonstante des Gerätes
Mario P.
Ignorantenstadel schrieb im Beitrag #7299071:
> Es gab mal die Angebe: z.B. ED 50%
Die gibts immer noch, und der Rest deiner Ausführung ist genauso falsch.
Ohne Angabe der Zeit gilt ein 10min Zyklus, wie oben vom TO schon
herausgefunden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Einschaltdauer
Ignorantenstadel schrieb im Beitrag #7299093:
> Wo ist auf DIESEM Gerät die Angabe der Einschaltdauer zu finden?
Wiederholst du immer Tatsachen, die andere schon vor Stunden hier
geschrieben haben und gibst die als deine glorreichen Entdeckungen aus?
Ignorantenstadel schrieb im Beitrag #7299071:
> Es gab mal die Angebe: z.B. ED 50%>> Das hieß: Einschaltdauer 50% einer Stunde>> War klar und deutlich.
Nö, da kommt sicher auch ein Speziansolziert, der in den zwei stunden
von 8:00 bis 10:00 die Maschine von 8:30 bis 9;30 laufen lässt und dann
Garantie einfordert, weil er ja pro Stunde nur 50% hat laufen lassen.
Oder lassen das Ding im "intermettierenden Modus" aka Stotterbetrieb
laufen, in dem sie den Schalter immer kurz an/aus Schalten ...
> Gibts nicht mehr, um sich au der Verantwortung zu stehlen.
Nö für den korrekten Betrieb eines Gerätes war und ist immer noch der
jeweilige Bediener verantwortlich. Was Kurzzeitbetrieb bedeudet ist
Grundwissen, das erklärte einem der Papa an der Modelleisenbahn und die
Mama am Küchenmixer. In der Grundschule war es wohl auch Thema. Ebenso
Ausbildung, der Unterschied zwischen HeavyDuty-Profigerät und
Hobbyistenspielzeug.
DerEinzigeBernd schrieb:> Aus vermutlich guten Gründen bietet die Weltfirma "Proxxon" keine> Bedienungsanleitungen zum Download an; die Information mit der> Einschaltdauer wird auf der professionell gestalteten Webseite ebenfalls> nicht erwähnt.
Da Proxxon zwar keine Industriequalität, aber meiner Recherche (vor dem
Kauf) für Baumarktware gute Qualität anbietet, bin ich davon auch
negativ überrascht.
DerEinzigeBernd schrieb:> Vielleicht lässt sich dann ja einer der hochqualifizierten> Fachingenieure der Weltfirma dazu herab, an seinem Wissen teilzuhaben.
Der Support soll wohl ziemlich gut sein. Mal sehen.
Udo S. schrieb:> Ohne Angabe der Zeit gilt ein 10min Zyklus, wie oben vom TO schon> herausgefunden.
Ok, das ist ja eine klare Aussage.
Ignorantenstadel schrieb im Beitrag #7299093:
> Wo ist auf DIESEM Gerät die Angabe der Einschaltdauer zu finden?> Nirgends?
Meinst du den/die/das Proxxon? Da steht es auf dem Typenschild ("KB 5").
Grundsätzlich brauche in keine Industriequalität (im Sinne von
Dauerbetrieb) und die fünf Minuten sind für mich grundsätzlich
akzeptabel. Allerdings ist es halt ein Unterschied, ob es fünf Minuten
pro zehn Minuten oder pro Stunde sind. Deshalb die Frage.
Anscheinend ist dieses Wissen aber auch nicht selbstverständlich. Da bin
ich ja zumindest ein bisschen beruhigt.
Bastler schrieb:> Meinst du den/die/das Proxxon? Da steht es auf dem Typenschild ("KB 5").
Steht das nur da, oder steht es auch in der Bedienungsanleitung?
DerEinzigeBernd schrieb:> Bastler schrieb:>> Meinst du den/die/das Proxxon? Da steht es auf dem Typenschild ("KB 5").>> Steht das nur da, oder steht es auch in der Bedienungsanleitung?
Wie ich oben geschrieben habe: Auf dem Typenschild steht (unter Anderem)
"50/60 Hz 80 W KB 5", in der Anleitung steht "Kurzzeitbetrieb: KB 5 min"
so ein Dremel oder eine Bohrmaschine haben normalerweise eine
Zwangskühlung, wenn man nach ein paar Minuten eine Pause einlegt und die
Maschine ohne Last laufen läßt kühlt die wieder ausreichend herunter.
Man muss mit solchen Maschinen entsprechend umgehen.
Bastler schrieb:> Ignorantenstadel schrieb im Beitrag #7299093:>> Wo ist auf DIESEM Gerät die Angabe der Einschaltdauer zu finden?>> Nirgends?> Meinst du den/die/das Proxxon? Da steht es auf dem Typenschild ("KB 5").>> Grundsätzlich brauche in keine Industriequalität (im Sinne von> Dauerbetrieb) und die fünf Minuten sind für mich grundsätzlich> akzeptabel. Allerdings ist es halt ein Unterschied, ob es fünf Minuten> pro zehn Minuten oder pro Stunde sind. Deshalb die Frage.> Anscheinend ist dieses Wissen aber auch nicht selbstverständlich. Da bin> ich ja zumindest ein bisschen beruhigt.
Du wiegst Dich in falscher Sicherheit. Wenn man (nur) nach einer Zeit
fragt, ist die Frage falsch gestellt und die Antwort nicht ausreichend.
Die wirkliche Pausenzeit richtet sich nach der Zeit die das Gerät zum
Abkühlen auf Zimmertemperatur braucht. Wenn man das Gerät auf eine
Heizplatte oder unter einer Isolationsmatte legt, wird es natürlich ewig
dauern, legt man es in einen kühlen Luftstrom (Ablage am geöffnete
Fenster) kühlt es flott.
Und wie Küchengeräte ist dergleichen für einen einzelnen Arbeitsschritt
in einer Einzelexemplarfertigung ausgelegt und nicht für Betrieb in der
Serienfertigung.
Da mal ein eher exotisches Beispiel wie die NichtBeachtung von
Abkühlprozeduren Menschenleben kostete:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pinnacle-Airlines-Flug_3701
Bastler schrieb:> DerEinzigeBernd schrieb:>> Bastler schrieb:>>> Meinst du den/die/das Proxxon? Da steht es auf dem Typenschild ("KB 5").>>>> Steht das nur da, oder steht es auch in der Bedienungsanleitung?> Wie ich oben geschrieben habe: Auf dem Typenschild steht (unter Anderem)> "50/60 Hz 80 W KB 5", in der Anleitung steht "Kurzzeitbetrieb: KB 5 min"
Interessanterweise gibt es beim Proxxon FBS 240/E (100W) keine derartige
Einschränkung, weder auf dem Typenschild noch in der
Bedienungsanleitung.
Bastelino schrieb:> Interessanterweise gibt es beim Proxxon FBS 240/E (100W) keine derartige> Einschränkung, weder auf dem Typenschild noch in der> Bedienungsanleitung.
Das ist nicht Interessant, das lenkt nur von der eigentlichen Frage ab.
Es sollte doch bekannt sein, das man E-Motoren auch auf Dauerbetrieb hin
Konstruieren kann, wenn man beispielsweise anderen Draht für die
Wicklungen nimmt. Oder hat man bspw. beobachtet das bspw. ein ICE aller
paar Minuten ne Zwangspause einlegen muß?!
Natürlich kann man das machen
Nur Vereine wie Proxxon machen das nicht generell-obwohl die Preise und
das selbst gemacht Image (Werbung darstellungsbedingt) das locker
hergeben müssten.
Was bedeutet das (?!):
Proxxon und ähnliche "Vereine" generell meiden und halt direkt
irgendeine "Chinamarke" kaufen die deutlich Preiswerter ist und deren
"Qualität" auch nicht schlechter ist.
Oder einmal richtig tief (aber auch nicht zu tief) in die Tasche greifen
und Qualität kaufen.
Nur was ist Qualität wie verhinder ich das ich für irgendwelche Namen
oder für ein Made in Germany, Sweden, Swiss Made usw. bezahle...?
Gar nicht so einfach -gerade im Mechanischen Umfeld...wie auch hier im
Forum die immer wieder aufkommende Anfragen und Glaubenskriege
beweisen...
Praktikus schrieb:> Proxxon und ähnliche "Vereine" generell meiden und halt direkt> irgendeine "Chinamarke" kaufen die deutlich Preiswerter ist und deren> "Qualität" auch nicht schlechter ist.
Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Da mal ein Test von Kombizangen
verschiedener Hersteller:
https://www.youtube.com/watch?v=jZyhaqpZ2MY
Im Anhang des Ergebnis der Schnittkraftmessung für das Abzwicken eines
Nagels. Bei den besseren Produkten braucht man deutlich weniger
Handkraft als bei dem Billigschrott, Falls der Billigschrott den Versuch
überhaupt überlebt.
Bastelino schrieb:> Interessanterweise gibt es beim Proxxon FBS 240/E (100W) keine derartige> Einschränkung, weder auf dem Typenschild noch in der> Bedienungsanleitung.
Und bei der Minimot 40/E (12V) steht auch nichts.
Albert Abdecker schrieb:> Praktikus schrieb:> Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Da mal ein Test von Kombizangen> verschiedener Hersteller:> https://www.youtube.com/watch?v=jZyhaqpZ2MY
Ich habe genau so eine Knipex, mittlerweile 30 Jahre alt, und die ist
leider stumpf ab Werk. Die eine Schneide läuft nicht spitz zu, sondern
ist oben abgeflacht, was dafür spricht, daß sie nicht korrekt
beschliffen wurde. Die 200 kg aus dem Test braucht man bei der für ein
1,5-NYM-Installationskabel. Aber als die andere Scheide noch scharf war,
fiel das nicht auf, weil diese die Arbeit übernahm, und ich gehe davon
aus, das dieses Exemplar ein Ausrutscher in der Qualitätskontrolle war.
> Im Anhang des Ergebnis der Schnittkraftmessung für das Abzwicken eines> Nagels. Bei den besseren Produkten braucht man deutlich weniger> Handkraft als bei dem Billigschrott, Falls der Billigschrott den Versuch> überhaupt überlebt.
Qualität hat einen Preis, aber es gibt leider kein Naturgesetz, das den
Verkauf von Nichtqualität zu niedrigen Preisen erzwingt. Bei
Handelsspannen von Faktor 10 oder 20 ist auch viel Luft dafür, bei
geeigneter Gelegenheit Qualität billiger als Schrott zu erhalten.
Wollvieh W. schrieb:> Ich habe genau so eine Knipex, mittlerweile 30 Jahre alt, und die ist> leider stumpf ab Werk. Die eine Schneide läuft nicht spitz zu, sondern> ist oben abgeflacht, was dafür spricht, daß sie nicht korrekt> beschliffen wurde.
Zumindest fuer Deinen Verwendungszweck..
Es scheint aber auch Einsatzzwecke zu geben, bei denen derartiges
Werkzeug anscheinend das Mittel der Wahl sein soll.
Ich habe hier naemlich auch so eine Zange, wie oben von Dir beschrieben.
Keine Ahnung, wie die hierher gelangt ist und wie alt sie ist.
Made in germany, marke 'Diamant'.
Nun hatte ich mich immer schon darueber geaergert, dass die fuer nix,
wofuer ich sie gebraucht haette, zu verwenden war, da eine Klinge eben
anscheinend absichtlich stumpf gefertigt wurde..
Irgendwann dann habe ich mal genauer hingeschaut:
Durch den transparenten roten Schutzueberzug der Griffe, laesst sich mit
Muehe folgende Einpraegung auf den Seiten der Metallgriffe erkennen:
'For Piano Wires only'
hmm...
Keine Ahnung, wieso man genau soetwas fuer Klaviersaiten benoetigt aber
ist wohl eben so.
Taugt dann halt nicht fuer Bowdenzuege, etc. wofuer ich die Zange sonst
hernehmen wollen wuerde..
Albert Abdecker schrieb:> Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Da mal ein Test von Kombizangen> verschiedener Hersteller:
(...)
Wollvieh W. schrieb:> Ich habe genau so eine Knipex, mittlerweile 30 Jahre alt, und die ist> leider stumpf ab Werk.
(...)
Johannes U. schrieb:> Ich habe hier naemlich auch so eine Zange, wie oben von Dir beschrieben.
(...)
Äääähm... (räusper)....
Wie ist denn der "Kurzzeitbetrieb" bei euren Zangen spezifiziert?
...oder könnte es sein dass Ihr gerade über etwas gänzlich anderes
redet?