Hallo,
ich bräuchte mal die Hilfe der Schwarmintelligenz.
Ich suche einen RAM Baustein, der im Grunde immer nur einen Haufen
gestreamter Daten abspeichern und später abgeben soll.
8 Bit parallel ist gewünscht.
Die übliche Lösung mit separaten Adressleitungen soll nicht genutzt
werden da zu aufwändig.
Ich möchte im Grunde einen RAM Baustein, der über einen gemeinsamen!
8Bit Adress/Datenbus zuerst die Startadresse mitgeteilt bekommt (also
erstmal 2-4 Byte mit der Startadresse) und danach dann bei jedem
Clocksignal die Daten einliest und dann selber den Adresszähler um +1
hochzählt = also nach der Angabe der Startadresse erfolgt keine externe
Adressierung mehr.
Beim Auslesen das gleiche Prinzip.
Speichergröße: mind. 512KByte (also 4Mbit), lieber aber mehr.
Gibt es so etwas? Ich habe bislang nichts derartiges gefunden, aber
vielleicht habe ich falsch gesucht.
DANKE!!
Peter
als seriell (SPI) habe ich das schon gesehen, aber das ist dann leider
zu langsam. Deshalb würde ich ja gerne parallel und ohne die permanente
Adressierung zugreifen.... und hoffe, sowas gibts irgendwo.
Peter
Das Zauberwort ist FIFO Ram,
wie Autor: Lehrer (Gast) Datum: 24.04.2013 12:40 bereits schrieb.
Er hat allerdings ein recihlich antiquiertes benannt das es sicher nicht
mehr gibt.
Aktuelle FIFO Rams gibt es von Herstellern Cypress, IDT und Texas
Instruments.
Die Teile haben keine Adressanschlüsse, sondern nur Daten (i.d.R.
parallel beidseitig). Adreeßzähler nur intern, optimal für echte hispeed
Anwendungen.
Wir reden hier von Datenraten und Frequenzen jenseits 100 MHz, klar.
256k x 9 bzw. 512k x 9, das wäre das hier
http://www.idt.com/document/72v2101-72v2111-datasheet
Aber schwer erhältlich.
Sofort lieferbar das hier, für 100 MHz oder 200 MHz
Siehe auch hier http://www.idt.com/document/72t1845-72t18125-datasheet
gibt's bei Mouser, kostet ... (viel).
Gruss
Hallo,
anstatt historische oder exotische Bauteile verzweifelt zu suchen, ist
es viel einfacher, an ein stinknormales statisches RAM einen
stinknormalen Zähler an die Adressleitungen anzuschliessen. So hat man
das schon vor Jahrzehnten gelöst. Heute könnte man RAM plus FPGA nehmen
oder RAM im FPGA, aber eigentlich ist die Aufgabe für ein FPGA zu
einfach, und ein FPGA mit viel RAM zu teuer.
Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb:> an ein stinknormales statisches RAM einen> stinknormalen Zähler an die Adressleitungen anzuschliessen.
Ja, schon.
Ist aber "laaaangsaaam".
Selbst mit 74AC161 etc. kommt man unter Einhaltung der setup- und
hold-Zeiten kaum auf Datenraten jenseits 40 MHz.
Und ein Riesengrab voller Mux für Adressumschaltung zwischen "wr" und
"rd".
Gleichzeitig geht sowieso nicht...
Gut, für die Bastlerfrage hier würde es wohl tun, wenn man wüsste was
der TE genau vorhat und welche Datenraten er sich vorstellt.
Hoffentlich solls kein Temperaturlogger für 1 Messung/s werden...
By the way: was ist ein "stinknormales statisches RAM" heute 2013 ?
Gibt es denn die 6116 noch?
Gruss
Peter schrieb:> Ich möchte im Grunde einen RAM Baustein, der über einen gemeinsamen!> 8Bit Adress/Datenbus zuerst die Startadresse mitgeteilt bekommt (also> erstmal 2-4 Byte mit der Startadresse) und danach dann bei jedem> Clocksignal die Daten einliest und dann selber den Adresszähler um +1> hochzählt = also nach der Angabe der Startadresse erfolgt keine externe> Adressierung mehr.
Kurz: sowas gibts nicht. Du musst es selber basteln. Ich würde den
Ansatz mit dem FPGA als RAM-Controller nehmen. Ein kleines MachXO FPGA
von Lattice kostet sogar in Einzelstücken nur 2,70€:
http://www.digikey.de/product-detail/de/LCMXO2-256HC-4SG32I/220-2637-ND/3232674
Da ist jede händisch aufgebaute Logik teurer...
Danke fürs Feedback. Den Aufwand mit FPGA etc. wollte ich mir ja
eigentlich ersparen - auch schon aus Platzgründen.
Eine Frequenz von 20-50 Mhz hätte ausgereicht, aber anscheinend gibt es
einen solchen Baustein nicht.
Schade.
Peter
Erich schrieb:> By the way: was ist ein "stinknormales statisches RAM" heute 2013
62256,431000. Es stört ja nicht wenn zuviel drin ist, blöd ist es nur
wenn man eine zu kleine Fassung hat.
Peter schrieb:> Eine Frequenz von 20-50 Mhz hätte ausgereicht
SRAM 4 Mb 12 ns bekommst du zu zivilen Preisen. Dazu ein CPLD (muss kein
FPGA sein), und Steckplätze/Footprints für Erweiterungen durch
zusätzliche RAMs, dann hast du alles was du brauchst. Also z.B. ein
Altera MAX im TQFP100, 4 x SOJ36, JTAG-Stecker und etwas VHDL, und
morgen hast du alles fertig.
Gruss Reinhard
mmmmhhh - gute Idee, einfach 2x 4fach SPI (SQI) zu nehmen.
Schade dass es die (bislang) nur in 1MBit gibt. Das sind dann leider nur
insg. 256 KByte bei 2 Chips.
Ist aber mal ein interessanter Ansatz.
Danke !!
Erich schrieb:> Reinhard Kern schrieb:>> an ein stinknormales statisches RAM einen>> stinknormalen Zähler an die Adressleitungen anzuschliessen.>> Ja, schon.> Ist aber "laaaangsaaam".
Langsam im Vergleich wozu? Zu der Datenrate, die Peter braucht?
Peter schrieb:> Schade dass es die (bislang) nur in 1MBit gibt. Das sind dann leider nur> insg. 256 KByte bei 2 Chips.
Na ja, Du kannst auch deine 8bit erst mal in Registern zwischenspeichern
und damit dann die Datenbusbreite fast beliebig wählen und dann z.B.:
32bit synchron in 8 23lc1024 speichern. Das sind dann 1MB, 8x4bit
parallel.
Oder auch den SPI Clock 2x, 4x oder mehrfach nehmen und über einen
Dekoder dem entsprechenden 23lc1024-Takt steuern. Ist dann seriell n *
256kB und natürlich n mal schneller.
Wie schnell soll es den nun eigentlich sein?